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Kommt Farthelby durch?

Große Sorgen um Farthelby, dem braven Familienvater. Kürzlich hat der Farthelby mir noch erzählt, dass es unter meinen Sofas zu wenig Staub für die riesige Familie gibt. Er weicht schon auf andere Lebensmittel aus, in meinem Vorratsschrank habe ich ihn ebenfalls erwischt. Und heute morgen dann der Schock im Esszimmer! Ich bin auf dem Weg vom Wohnzimmer in die Küche, als ich ein leises sägen vernehme. Gleichmäßig, ruhig, nur ab und zu von einem Gemurmel unterbrochen. Das Fenster steht einen Spalt auf, ich vermute auf der Straße Passanten. Nichts ist da los. In der Küche räume ich ein wenig hin und her, bin zufrieden, dass die Vorräte nun nicht mehr angeknabbert werden. Scheinbar hat Farthelby einen anderen Weg gefunden, die Familie ausreichend zu ernähren. Ich will da auch nicht stören, schaue nicht unter das Sofa. Nach eineinhalb Stunden Umräumerei und Reinigungsarbeiten in der Tiefe der Schränke ziehe ich mir einen Kaffee und denke darüber nach, warum mein Wok stolze 11 kg und m...

Ich habs getan - nach über einem Jahr!

Seitdem die Ex ausgezogen ist - immerhin schon gut 16 Monate her - habe ich keine Lust mehr darauf gehabt. Noch nicht mal Anregungen im Fernsehen oder im Internet haben da geholfen; völlig Emotionslos. Ich dachte mittlerweile schon, dass ich da ein klein wenig, nun ja - komisch werde. Heute Nacht aber war es plötzlich soweit. Die unbändige Gier, endlich mal wieder das zu tun, was ich früher so gerne gemacht habe. Ein Elektrogerät bestellen. Nach immerhin sogar fast zwei Jahren mit-Kabel-dran-und-unnötig-für-das-Leben-Bestellabstinenz war ich soweit: eine Order. Klar, zwischendrin habe ich einen Scanner und einen Drucker bestellt. Aber die brauche ich im Büro, also Nutzelektronik. Die WII (Scheißding, ich nenne es beim Namen!) brauche ich für die Bewegungskoordination. Aber so richtige "Lustelektronik" habe ich schon lange nicht mehr bestellt. Wer länger mitliest, der weiß, dass ich seit Jahren mit einem Konvektomaten geliebäugelt habe. Zu groß, zu teuer, zu viele Umbauten...

Abwrack ohne Prämie

Da bin ich also seit Tagen schon streng am durchwühlen, was da so in den Schränken steht. Neben allerlei an nützlichen Dingen, die da verschüttet waren, finden sich auch Doubletten. Römertöpfe. Nie benutzt. Hab ich an die Mutter verschenkt. Ein Puddingtopf, den man auch für Semmelknödel hernehmen kann. Steht in der Spülmaschine, mal gucken, ob der für Pasteten geeignet ist. Ein Entsafter, einmal benutzt: nimmt die Schwester zusammen mit dem elektrischen Büchsenöffner. Die Tante nimmt den Joghurtbereiter und die Respa den Pommesschneider. Die Saeco "Café au lait" und der Siemens Vollautomat? Haben schon Liebhaber gefunden, die werden morgen auf die Reise gehen. Und was soll ich sagen? Fast 200 Kunststoffschalen mit Deckel braucht kein Mensch. Vor allem dann nicht, wenn die Nutzerin der Moleküle ausgezogen ist. Hinfort damit, thermische Verwertung sei willkommen! Ich dachte ja, die gute dreiviertel Palette an Spülmaschinentabs aus meiner damaligen Selbstständigkeit reic...

Zum Optiker...

... muss man spätestens dann mal wieder, wenn man in einem Blog etwas über HiRNbeeren liest und sich minutenlang das selbige zermartert, ob in der Schweiz so eine Frucht genannt wird, die bei uns einen anderen Namen hat. Und nur durch Zufall, weil man die Schriftart vergrößert, bemerkt, dass es HiMMbeeren sind. Ich werde alt...

Dinge, die es niemals auf meinen Teller schaffen werden

Ich esse gerne, ich esse viel, ich esse viele Dinge. In der Regel versuche ich schon, abwechselnd zu kochen und zu essen. Nur ein kleiner Teil der Speisen, die ich zu mir nehme, landet auch im Blog. Aber - ich schwöre - ich ernähre mich fast ausgewogen, achte auf Vitamine und die Zubereitungsarten, eben darauf, dass es dem Körper nicht nur Kalorien bringt. Die mir übrigens vollkommen egal sind. Ja, ich bin ein Genussmensch, der auch in der Menge manchmal über die Stränge schlägt. Beispiel? Gerne: mein Zwiebelfleisch von dieser Woche. An zwei Tagen aufgegessen. Abgetreten habe ich nur eine Portion, der Rest war für mich. Ich bin immer der festen Überzeugung, dass der Körper die Bestandteile in der Nahrung braucht, auf die eben gerade auch Appetit besteht. So plane ich nur selten im voraus, was am nächsten Tag auf den Tisch kommt. Es sei denn - genau, es gelüstet den Herrn danach. Und trotzdem ich mein Spektrum der essbaren Dinge in den letzten Jahren stark erweitert habe, gibt es Zu...

Schmeckt - aber die Optik....

Warum ist es so, dass ausgerechnet die Dinge, die besonders lecker schmecken, auch besonders herausfordern, will ich ein Foto davon machen. Beispiel: Erbseneintopf. Selbst gemacht mit Speck und Kartoffeln ein Gedicht. Aber alleine die Farbe... Was tun? Für Fotozwecke in ein Glas stopfen? Eine irrwitzige Garnitur drumherum basteln? Manchmal bin ich versucht, die Essen auf meinen Bildern vorher zu drapieren. Alleine schon aus dem Grund, weil ich in vielen Blogs mitlese und die dortigen Bilder bewundere. Allen voran seien Roberts Blog aus der Schweiz und Astrids Blog genannt. Ich bin kein Mensch, der Neid verspürt - hier aber abgrundtiefe Bewunderung hegt. Was sich schon ausnehmend gut liest - und mit etwas Phantasie auch fast auf der Zunge zu spüren ist, wird mit visuellen Eindrücken unterlegt, dass es jedem Profi-Fotografen zur Ehre gereicht. Neben, bzw. manchmal sogar auf meinem Esstisch steht ein Fotozelt, in dem eine kleine Familie einziehen könnte. Am Elektrostrand gekauft, mi...

Arme Ritter mit Pfirsich

Zutaten: - altbackene Weizenbrötchen - Mehl - Eier - Milch - Sahne - Zucker (Staub-/Puderzucker) - Vanille - Salz - Pfirsiche - Zimt-Zucker-Mischung - Öl zum anbraten Brötchen am Vortag in ca. zwei Zentimeter dicke Scheiben schneiden, an der Luft hart werden lassen. Sahne schlagen und im Kühlschrank parken. Eier und Milch verrühren, leicht schaumig schlagen. Puderzucker dazu, etwas Vanille, eine Prise Salz zugeben. Mehl einrühren, bis die gewünschte Konsistenz (nicht zu flüssig, soll ja haften) erreicht ist. Die geschlagene Sahne langsam unterheben, fertig ist die Masse. Die Brötchenscheiben durch die Masse ziehen, in einer beschichteten Pfanne mit etwas Öl bei niedriger Temperatur anbraten. Die angebratenen Teile bei 175° im Backofen knusprig werden lassen. Mit Frucht (bei mir Weinbergpfirsich aus der Letztjahresernte meiner Schwester) und Zimtzucker servieren. Schnell, einfach, lecker.

Curry-Zwiebelfleisch

 Dieses einfache Rezept ist aus der Zeit übrig geblieben, als Freitag zwar ein ganzer Arbeitstag, aber doch nur ein halber war. Versteht das jemand? Na, zumindest war ja Freitags immer nach der Arbeit einkaufen für das WE angesagt. Und dann wurde eben unterwegs schnell gegessen oder etwas mit wenig Aufwand hergestellt. Zwiebelfleisch ist sowas. Jedes Dorf, jeder Landstrich hat ein eigenes Rezept, bei uns hat sich diese Version durchgesetzt. Die Zutaten für die Version Europa> Deutschland> Bayern> Franken> Oberfranken> Coburg> Süden sind wie folgt: - 500 g Nackenfleisch vom Schwein (schnetzeln!) - 1 kg Küchenzwiebeln (achteln) - 200 g Küchensahne - 0,1 Liter Sherry oder Portwein - 0,1 Liter Wasser - Öl zum anbraten - Salz - Pfeffer - Curcuma (oder eine Currymischung) - Paprikapulver scharf - Worcestershire-Sauce - 1 Prise Zucker Wie immer eine Pfanne auf den Ofen setzen, stark erhitzen, ein Pflanzenöl zugeben und wenn es schön heiß ist, das Fleis...

Küchenzeit - Früher und Heute

Manchmal lässt es sich trotz der vielen Maschinen in der Küche und er zwischenzeitlich koordinierten Schritte zum backen und kochen nicht vermeiden, dass etwas leere Zeit entsteht. Zeit, zum sinnieren. Und in dieser Woche eben darüber, wie wohl die Uroma die Zeit in der Küche verbracht hat. Mein Ablauf ist ja so, dass ich an den Kühlschrank gehe, schaue, was an Zutaten da ist, spontan entscheide. Oder mich in ein Auto setze, zum nächsten Markt fast um die Ecke fahre und einkaufe, wonach mit der Sinn steht. Zuhause dann wird entweder der Backofen angestellt oder die Herdplatte genutzt, nicht ohne vorher den elektrischen Büchsenöffner, die Küchenmaschine, den Häcksler, den Zauberstab, die Kaffeemaschine, den Wasserkocher, die Induktionsplatten, elektrisches Licht und im Extremfall auch noch die Mikrowelle genutzt zu haben. So schrumpft der Zeitaufwand für ein Essen in der Regel auf unter einer Stunde. Die anteilige Zeit für den Einkauf der Rohwaren mit eingerechnet. Schauen wir doch ...

Vanille-Buttercremetorte mit Frucht auf Knusperboden

Vollkorn meide ich, wo es nur geht. Außer im Brot ist dies für mich keine Zutat, mit der ich gerne koche. Backen schon gleich gar nicht, ist das eher Pflicht als Kür für mich. Und dann bekomme ich 2 x 200 g Vollkornbutterkekse geschenkt. Pur essen mag ich die nicht. Vielleicht mit viel Nuss-Nougat-Creme? Oder - einen Kuchen basteln? Letzteres wird es werden, da schmecken die Kekse nicht so sehr durch. And now, ladies and gentlemen: I proudly present: The Zutatenliste! - 200 g Vollkornbutterkekse - 150 g sehr weiche gute(!) Butter - 250 g Butter - 100 g Puderzucker - 200 g Sahne - Vanillearome (ich habe das konzentrierte Mark eingesetzt) - 100 g Zartbitterschokolade - 150 g Kirschen (Sauerkirschen, über Nacht in Amaretto eingelegt) - 2 Bananen Die Kekse in einen Häcksler geben und der Form den Garaus machen. Nicht zu fein, siehe Bild. 200 g Butterkekskrümel In einer Schüssel mit gut 150 g sehr weicher und guter Butter (viel Fett, wenig Wasseranteil!) vermischen, m...

Käsesalat

Gegen die alltäglichen Sorgen hilft bei mir nur wenig. Entweder mit dem Quad fahren oder kochen, backen, Speisen basteln. Quad ist nicht mehr, so bleibt nur die Küche übrig. Und Käse vom gestrigen Mittagessen. Der will verarbeitet werden, was mir entgegen kommt. Ich mag diese pampigen und künstlich schmeckenden Käsesalatmischungen aus der Packung nicht. Die schmecken irgendwie künstlich, nicht mein Ding. Bleibt nur das selber machen. Und wie so oft im Leben: die Menge machts. 50 g herzustellen lohnt nicht und schmeckt auch nicht. Hier die Zutatenliste: - 400 g Gouda, mittelalt, gewürfelt - 400 g Emmentaler, gewürfelt  - 250 g Ananas aus der Dose, gewürfelt - 3 Eier gekocht, gewürfelt  - 200 g Schlagsahne flüssig - 50 g Rosinen - Salz - Pfeffer - 1 Tl. Currypulver - 1 Tl. Dillspitzen Käsesorten, Ananas, Eier, Rosinen, Gewürze, Sahne in eine Schüssel geben, umrühren, abstimmen, fertig. Hab´ nie behauptet, dass Gutes schwer herzustellen ist ;-)

Hurra, er lebt!

Dachte ich, als ich die Flasche entkorkt habe. Wie ein kleiner Champagner hat er geprickelt und die Kohlensäure ist showmäßig aus dem Hals ausgetreten. Wer kann ahnen, dass da ein Blender in der Flasche steckt?  Nun, dann berichte ich mal wieder über einen günstigen Schaumwein. Warum ich nicht über meinen RondoS Barrique vom Weingut Wirsching schreibe? Oder dessen "Alltagswein"-Bruder RondoS? Weil man diese Rezensionen an jeder Ecke lesen kann. Auch teure Schaumweine und Sekte und Champagner werden behandelt. Braucht also kein Mensch einen weiteren Test. Aber wer schreibt schon über die günstigeren Erzeugnisse? Kaum jemand, so bleibt es ein Vabanque-Spiel. Aus der Garganega-Traube, die 9 steht für 9 % Alkoholgehalt Seit geraumer Zeit habe ich den Frevel abgelegt, einen Rotwein aus dem Kühlschrank zu trinken. Auch im Sommer immer schön temperieren, die Aromen danken es. Hier aber muss der Schaumwein in den Kühlschrank, soll er doch als Erfrischungsgetränk dienen. So wa...

BvB*

*Brot vom Backanfänger Für Dienstag in ihrer Mittagspause hat sich die Mitesserin angesagt. Nachdem das gewünschte Mahl (Käsesorten, Schinken und Dekogedöns) mich eher langweilt, war es an der Zeit, einfach mal ruhig zu sitzen, die eine Gehirnwindung, die ich für Backwaren reserviert habe, zu aktivieren und in den zwei Rezepten zu kramen, die ich auswendig kann. Eines ist für Mürbteig, das andere für ein einfaches Brot, welches man auch nach einem Krieg noch herstellen kann. OK, da zählen dann andere Parameter, aber man muss ja ein Ziel im Auge haben. Verwendet habe ich: - 500 g Mehl (egal welches, bei mir 405, war am meisten davon da) - 350 g Wasser (handwarm) - ein Block Hefe - ein Esslöffel Zucker - ein Teelöffel Salz - zwei Esslöffel Öl - Geschmacksgeber nach Lust (geröstete Zwiebeln, Nüsse, Kerne - was auch immer) Das Mehl habe ich abgemessen und dem Knetknecht in den offenen Schlund geworfen. Den Rührhaken eingesteckt, das Salz, die Sonnenblumenkerne (gut eine Han...

Pollo annegato nel pomodoro ;-)

Der Metzger meines Vertrauens hatte heute zwei mich anlachende Hühnerbrüste in der Auslage. Angeblich Handaufzucht, an der Brust der Bäuerin genährt und dann zu Tode gestreichelt. Das Huhn hat praktisch die Brust von alleine gegeben. Wenn ich alles richtig verstanden habe. Mariniert und vakuumiert Schnell heim, eine Mischung aus Salz, frisch angeröstetem Pfeffer (zerstoßen), Basilikum, Majoran, einer Viertel Chili und etwas Zitronenabrieb hergestellt. Alles mit ein wenig gutem Olivenöl (mit wenig Säure) in einen Vakuumbeutel, verknetet und eben - vakuumiert. Ab in das Wasserbad, mindestens eine Stunde bei 60°. In meinem Fall sogar fast zwei Stunden, da die Mitesserin auf sich hat warten lassen. Einer der Vorteile dieser Zubereitungsart: die Zeit ist hinten raus fast egal. Im Wasserbad, Stufe 2, 60°, zwei Stunden Derweil wurde in etwas auf ca. 140° erhitztes Olivenöl etwas Meersalz und gut zwei Hand voll Zwiebeln gegeben, angedünstet und mit einem guten Schuss Noil...

Ich bin ein männlicher Mann!

Erkennt man daran, dass ich nicht zum Arzt gehe, dafür aber auch nicht klage. OK, die "Haupterkrankung" wird behandelt, das zieht sich schon ewig hin. Gut, der Mist hat mich die Beziehung (evtl.) gekostet, aber ein fränkischer Indianer kennt keinen Schmerz. Und zum Arzt muss man nur, wenn Körperteile von tragenden Skelettteilen entfernt wurden. Dazu zählen Finger, die an der Sehne hängen; Beine, die an Muskelsträngen baumeln. Blutverlust ist männlich, da braucht es keinen Arzt. Bis zur Grenze von 2 Litern. Oder dem einsetzen von Ohnmacht. Aber dann kann ich mich ja eh nicht mehr wehren. Nicht zu vom Arzt behandlungswürdigen Wehwehchen gehören in der Regel Stiche. Nicht die von Messern (hatte ich), von Dartpfeilen (hatte ich) oder Fahrradschutzblechen (hatte ich). Einschläge von Kanonenschlägen gehören auch nicht dazu. Ausnahme: das Auge muss wieder irgendwie Halt finden (hatte ich). Wespenstiche gehören auch nicht dazu (hatte ich). Oder Stiche von Stechfliegen (hatte ich). ...

Sonntagsmahl

Eichblattsalat aus dem Garten, Dilldressing Sauerbraten vom Rind und Klöße Rotweinparfait auf gefrorenem Kirschmusspiegel