Der Metzger meines Vertrauens hatte heute
zwei mich anlachende
Hühnerbrüste in der Auslage. Angeblich Handaufzucht, an der Brust der Bäuerin genährt und dann zu Tode gestreichelt. Das Huhn hat praktisch die Brust von alleine gegeben. Wenn ich alles richtig verstanden habe.
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Mariniert und vakuumiert |
Schnell heim, eine Mischung aus
Salz, frisch angeröstetem Pfeffer (zerstoßen), Basilikum, Majoran, einer Viertel
Chili und etwas
Zitronenabrieb hergestellt. Alles mit ein wenig gutem
Olivenöl (mit wenig Säure) in einen Vakuumbeutel, verknetet und eben - vakuumiert. Ab in das Wasserbad, mindestens eine Stunde bei 60°. In meinem Fall sogar fast zwei Stunden, da die Mitesserin auf sich hat warten lassen. Einer der Vorteile dieser Zubereitungsart: die Zeit ist hinten raus fast egal.
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Im Wasserbad, Stufe 2, 60°, zwei Stunden |
Derweil wurde in etwas auf ca. 140° erhitztes
Olivenöl etwas
Meersalz und gut zwei Hand voll Zwiebeln gegeben, angedünstet und mit einem guten Schuss
Noilly Prat abgelöscht.
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Der Duft... |
Kurz etwas den Alkohol verdampfen lassen, dann ein Glas
Tomatensugo mit Basilikum und eine Büchse
geschälte Tomaten dazu gegeben.
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San Marzano? Die Werbungs hats versprochen... |
Ein Teelöffel in Lake eingelegter
grüner Pfeffer, eine
Prise Zucker, eine fein zerdrückte
Knoblauchzehe dazu, kurz aufkochen lassen und dann abgedeckt etwas ziehen lassen.
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Kapern hätten sicher auch gepasst |
Irgendwann muss auch die letzte Brust aus dem kuscheligen Behältnis befreit werden, sich auf ein warmes Bett aus der hergestellten Tomatensauce betten.
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Die weichsten Brüste seit langer Zeit |
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Und saftig, dank niedriger Temperatur |
Zugedeckt wird alles mit einem geriebenen Stück Gouda, frisch aus der Theke, mittelalt. Jung ist zu weich zum reiben, bei altem hatte ich Bedenken in Richtung "zu intensiv".
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Vor der Hitzewelle |
Im Backofen kurz bei Oberhitze gratiniert, schon geht es auf den Tisch.
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Gerade gratiniert, nicht graduiert. Was solls... |
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Tellerauflage |
Dazu passen sowohl Nudeln als auch Duftreis. Guten Appetit!
Yammy!!!!!!!!
AntwortenLöschenJa, war ganz brauchbar.
LöschenInteressante Zubereitungsart für die Brüste
AntwortenLöschenjuniwelt, sehr saftig und wolkenweich. Und zur Not kann man die noch mal kurz in Butter anbraten, ohne Gefahr zu laufen, dass die Brust zu trocken wird.
LöschenOh, eine der wenigen Fleischsorten, die sogar ich manchmal esse. Allerdings nur so richtig trocken ;-). Frevel, ich weiß...
AntwortenLöschenSiehste mal, da hab´ ich doch mal was für Dich gekocht :-)
LöschenDas Huhn war aber schon richtig durch, nur halt nicht trocken, weil im Beutel gegart. Halb roh oder "glasig" würde ich da nicht rangehen. Aber so habe ich einen guten Kompromiss. Und Frevel? Ne, jeder, wie es ihm schmeckt. Warum solltest Du ein Fleisch runterzwingen, nur weil es gerade Mode ist?
Runterzwingen kann ich gar nicht. Was ich nicht mag, das kann ich auch nicht essen. Könntest mir das teuerste Steak vorsetzen, ich könnts einfach nicht.
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