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Es werden Posts vom April 15, 2011 angezeigt.

Das Testament und das Entsetzen darüber

In dieser Woche, am Dienstag Abend, habe ich Besuch bekommen. Weiblichen, netten. Gut, ich saß die meiste Zeit staunend und zuhörend daneben, ging es doch um Themen für Mädels. Die Drei-Monats-Spritze, die Nichtverträglichkeit von Kosmetik, wo gehe ich hin, wenn ich einen neuen Verehrer habe? Eben Themen, über die sich Männer eher weniger Gedanken machen. Und auch das Thema Partnerbörsen wurde angeschnitten. Und da gab es drei Meinungen, die später in einer gipfelten. Ergo: früher war das besser, besonders für Frauen. Heute scheinen wohl die Anfragen mit dem plumpen "f...en?" zu überwiegen.

So habe ich an meiner grottenschlechten Pizza Prosciutto mini und meinem italienischen Salat mit schmeckt-nach-nix-Dressing herumgeknabbert. Dafür hat mich die Familie DiSorbera gut unterhalten, mit einem Produkt aus dem Glasererzeugnis. Zwar ein billiger, aber doch süffiger Lambrusco. Was willste machen.... Zwei kleine Gläser haben mich dann auch davonsegeln lassen.

Die Mädels, die mic…

Im kalten Wasser erwachsen geworden

Die letzten 40 Jahre habe ich es irgendwie geschafft, ein großes Kind zu bleiben. Männerläden (die mit der Elektronik im Angebot!) waren meine Lieblingsläden, ich habe das Leben leicht genommen und nach der Devise gelebt "Alles wird gut, es renkt sich schon ein".

Genau genommen hat es sich auch immer eingestellt, ich habe mehr Netzteile herumliegen als ein mittlerer Elektroladen und natürlich auch die passenden Geräte dazu. Und was sich nicht von selbst geregelt hat, konnte mich mit einem Gespräch aus der Welt schaffen - oder man einigte sich. Wenn es der Gesprächspartner zugelassen hat und mir die Chance gegeben hat.

In diesem Frühjahr ist alles anders. Ich bin erwachsen gemacht worden. Weg die Leichtigkeit von früher, der Junge ist dem Nachdenklichen gewichen. Dem Besorgten und dem, der Angst hat. Dominant ist eigentlich der Ängstliche. Der, der Angst hat, einen Teil seines Lebens zu verlieren und der Angst hat, alles gegen die Krankheit zu tun und dass es doch nicht genu…

Der Schwanzlose im Garten

Im letzten Jahr ist er mir erstmals aufgefallen. Hinter dem Vogelhäuschen, direkt an der Hecke hat er sich herumgetrieben. Schwarz gewandet, graue Strähnen, irgendwie heruntergekommen. Und lauernd, immer auf der Hut. Und ohne Schwanz. Hüpfend von Hecke zu Hecke, weshalb er eigentlich auch erst aufgefallen war.

Über eine Woche lang konnte ich ihn beobachten, auch das eine oder andere Beweisfoto von ihm machen. Bis er plötzlich von heute auf morgen verschwunden war. Einfach weg, genauso schnell, wie er aufgetaucht war, war er auch wieder wie vom Erdboden verschluckt.

Bis Gestern. Als ich aus dem Dachbodenfenster geschaut habe, war er plötzlich wieder da. Eigentlich hatte ich gedacht, das ihn die Katze oder der strenge Winter oder ein Auto oder ein das Alter ereilt hat. Noch immer ohne Schwanz, immer noch zerrupft aber wohlgenährt: der Amselopa ohne Schwanz!