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Eingeknickt und Mist gebaut!

So könnte man wohl die Rücknahme des strengsten Nichtraucherschutzgesetzes in Bayern bezeichnen. Schuld ist wohl die Stimmenfang-Mentalität der CSU in Bayern. Sogar für mich als gelegentlich Zigarren und Pfeife rauchenden Menschen war das heute zu viel des Guten. In einem Kaffee am Coburger Markt wollten wir heute ausnahmsweise einmal ein Frühstück genießen. Kurzentschlossen ging es zu einem Café, welches wir erst im Dezember besucht hatten. Zu diesem Zeitpunkt war es nich rauchfrei. Heute aber habe ich das Schild im Eingangsbereich übersehen, welches verkündet: "Rauchercafé im ersten Stock!" Das Ergebnis ist also derart, dass ein zum schneiden dichter Rauchvorhang den ersten Stock belegt. Komischerweise nur Herrschaften weit im Rentneralter. Dafür aber kettenrauchend, die Dame am Nachbartisch brachte es in den 20 Minuten, die wie es dort ausgehalten haben, auf vier(!) Zigaretten. Natürlich muss jeder Gastronom entscheiden, ob oder ob er nicht ein Rauchverbot aufrec...

Filo-Teig mit Hackfleischfüllung

FrauDSL hat ja momentan noch Urlaub, was für mich bedeutet, dass mein regulärer Tagesablauf aus dem Trott gekommen ist. Spät aufstehen, Essen dann, wenn FrauDSL Hunger hat. Und das ist öfter als bei mir. So geht der Tag schnell um, ohne dass ich etwas geleistet hätte. Heute aber kam ich zu ein paar Freistunden. FrauDSL musste zum Haarschneider. Also "musste" definieren FrauDSL und ich naturgemäß anders, aber es war dann wohl mal wieder fällig. Oder gut 100 Euro übrig. Was auch immer... Die freie Zeit habe ich natürlich in die auch mir von der Natur gegebene Veranlagung aller Männer investiert. Was heißt: "Jagen, zubereiten, vertilgen". Jagen war einfach, der Filoteig war bereits tot, das Hackfleischtier erlegt und auch das Gemüse hat wenig Widerstand geleistet. Die Strecke liest sich sodann wie folgt: 10 Blatt Filoteig (vom Asiaeck beim Edeka) 500 Gramm vom gemischten Hackfleischtier, bevorzugt BIO 1 große Zwiebel (aufgewachsen in echter Erde) 3 Karotten...

Schlemmen in Ebensfeld - Kartkassenessen im "Zum Schwan"

Jaja, ich weiß... Schon wieder ein Bericht über den Schwan ... Aber wenn wir doch nunmal dort waren, dann soll auch ein kleiner Bericht abfallen. Die Jungs kommen mal wieder ins Internet, mein Blog füllt sich und der geneigte Leser weiß irgendwann auswendig, was meine Vorlieben sind. Hier auch mal ganz deutlich: Rindersteak. Stattgefunden hat die Feier natürlich vor Weihnachten, wäre sonst ja auch arg verfrüht. Gegenüber unseren unter-dem-Jahr-Gepflogenheiten waren wir anstatt zu viert zu fünft unterwegs. Dabei war dieses Mal ein Kumpel, der aufgrund seiner Nachtschichttätigkeit bei der DB nur wenig mit uns zusammen kommt. Aber, Weihnachten ist das Fest der Nächstenliebe. Wir haben ihm unsere Liebe in Form eines Drei Gänge-Menüs aufgezeigt. Ob er es zu schätzen weiß? Man weiß nichts Genaues..... So, hier die Protagonisten in Einzelaufstellung: Der Thomas - auch als Kobiyashi bekannt Der Frank, auch als Fränk bekannt. Kann man sich merken ;-) Der Michael, unser Mitsch,...

Eisig kalt und knusprig warm

So in etwa könnte man das Arbeitsklima der Straßenwärter bezeichnen. Von 40° C im Sommer bis hin zu -25° C im Winter. Zwar geschützt durch entsprechende Kleidung, aber doch belastend für die Konstitution, gibt es bei jedem Wetter etwas zu tun. Im Sommer sind es die Grünflächen, die gewartet werden möchten, im Winter treibt Schnee und Eis auf den Straßen den Berufsstand in die Gassen. Zeit, einmal nachzuschauen, wie hart so ein Wintereinsatz ist. Zeit, auf einem Räumfahrzeug des Landratsamtes die Landkreisstraßen sicher zu machen. Der deutsche Autofahrer ansich ist ja eher ein verwöhnter Welcher. Im Sommer werden die Löchlein geflickt, im Winter das Frostwasser von der Straße gekehrt. Längst vorbei sind die Zeiten, als mit starren Pflügen und einfachem Streusalz - noch dazu mit Augenmaß verteilt - die Straßen geräumt wurden. Heutzutage wird mit dem neuesten Gerät aus Gaggenau gearbeitet. Ein U400 sollte uns heute bei der Arbeit behilflich sein. Ausgerüstet mit Elektronik bis zu...

Schlemmen in Heldritt - der "Fetzer" schließt

Nach 31 Jahren war es am 24.12..2009 soweit - das Gasthaus " Braunes Ross " in Heldritt hat die Pforten geschlossen. Braunes Ross? Nie gehört? Na, wahrscheinlich ist das Lokal besser unter dem Namen "Fetzer" bekannt. Fetzer ist der Familienname derer, die drei Jahrzehnte lang die Heldritter und auch die Coburger bekocht hatten. Vielen Auswärtigen ist das Lokal auch als Anlaufpunkt nach den jährlich stattfindenden Theaterstücken an der Waldbühne ein Begriff. Unschlagbar auch die pfannengebratenen Schnitzel mit hausgemachtem Kartoffelsalat. Noch dazu mit Beilagensalat, für schlanke fünf Euro. Aus, vorbei. Gibts nimmer. Halt, nicht ganz. Denn: die Familie um Ingrid und Sylvain Siegfried, bisher die Wirte vom " Storchennest " ( hier noch ein Link direkt zu deren eigener Website )  in Bad Rodach, führen das Lokal ab 2010 fort. Nachdem wir das Storchennest aufgrund der bisherigen Preisgestaltung (die Miete soll exorbitant gewesen sein, so wird geraunt) jahr...

Der isi Whip Gourmet

An Weihnachten lag er dann endlich unter dem nicht vorhandenen Weihnachtsbaum: der isi Whip Gourmet. Ein Liter Fassungsvermögen, Edelstahl, für heiß und kalt geeignet. Dumm nur, dass entgegen der Versprechungen des Verkäufers keine Patronen beigefügt waren. Vier Tage Untätigkeit mit einem Weihnachtsgeschenk. Sowas hatte ich auch noch nicht. Am Dienstag war es dann soweit - Patronen vorhanden, qimiq und Sahne in Massen. Zudem allerlei Zutaten aus Küche und Vorratskammer, die geradezu danach geschrien haben, püriert, passiert und pressiert zu werden. Das Internet ist noch nicht so sehr ergiebig, was den Spieltrieb noch mehr fördert. Da war doch mal ein Tupperabend, an dem mit so eine Art Baileys-Ersatz gezeigt wurde. Kurzerhand etwas Nutella erwärmt, in der Sahne verrührt, etwas vom Kochmaltwhisky dazu. Zwei Patronen guten Gases durch die Masse gejagt und über Nacht ab in den Kühlschrank. Gemüsefach, schön kalt. Am nächsten Tag dann erst eine Enttäuschung. Mit hohem Druck aber f...

2009 - Annus horribilis

2009. Noch nicht komplette Vergangenheit, aber schon schaurig genug, um mit einem Horror zurück zu schauen. Tote, Kranke, Ärger, Leid. Egal, wie lange ich nachdenke, für 2009 fällt mir nichts Positives ein. Irgendwie wurde alles schlimmer als befürchtet und weniger gut als erhofft. Viele Menschen, die ich in den letzten Tagen befragt habe, kaum eine Person konnte aus 2009 auf Anhieb etwas Gutes nennen. Veränderungen ja, aber meist zum Schlechten. Auch wenn viele Menschen es nicht wahr haben wollen - die schlechte Lage der Welt; nicht nur die Deutschlands, hat sich auch auf die Gemüter der einzelnen Wesen gelegt. Ein Positives kann ich jedoch aus 2009 für mich persönlich mitnehmen. Die Erkenntnis, dass man sich doch immer selbst der Nächste ist, sich nur auf sich selbst verlassen kann und dann man in den Augen Anderer sicher weit weniger positiv wirkt, als man es selbst gerne hätte. Und auch die Erkenntnis, dass man planen kann wie man will, selbst aber nur einen geringen Einfluss ...

Betrügerische Online-Shops

Ein oder zwei Shops wird es schon geben. Aber, die sind ja bekannt. Hatte ich zumindest gedacht. Und ich dachte auch, dass Betrügereien im großen Stil nur auf Auktionsplattformen möglich ist. Da wird einfach das Geld vom "Versteigerer" kassiert und nichts geliefert. Das dem nicht so ist, ist mir heute Vormittag erst wieder vor Augen geführt worden. Tatsache ist, dass komplette Shops nur für den Betrug entworfen werden. Perfide auch, dass dreist die aktuellen Werbungen von seriösen Shops kopiert und auf den Betrugsshops eingesetzt werden. Und wer denkt "mir passiert sowas nicht...", der sei gewarnt, dass es sich bei diesen Shops nicht nur um Onlineläden handelt, die hochpreisige Ware anbieten, sondern auch um Waren des täglichen Bedarfes. Mehr denn je gilt: Holzauge sei wachsam! Wenn Ihnen etwas zu billig vorkommt, dann ist dies wohl auch so. Hier eine Internetseite, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, vor solchen Abzockshops zu warnen: http://gegen-abzock...

Alles hat ein Ende....

... nur die Wurst hat zwei. Und der Coburger Weihnachtsmarkt ein frühes welches. Das Bild stammt vom 24.12. Vormittags. Keine Chance mehr, noch schnell einen Glühwein zu erhaschen. Schade. Na, vielleicht klappt es im nächsten Jahr mal.

Schlemmen in Coburg - Das Henneberger Haus

Das Henneberger Haus ist mir seit kurz nach meiner Geburt bekannt. Die meisten Coburger, wie ich auch, nennen es "Pflaum". Benannt nach der damaligen Betreiberfamilie Helene Pflaum. Später hat es dann der Heinz Pflaum übernommen, ein Sportkollege von meinem Vater, Sohn von der Helene. Das erste Lokal stand am gleichen Platz wie das heutige Gebäude. Nur viel uriger, in einem uralten Bau. In den achtzigern musste das Gebäude neben der Lutherschule einem moderneren weichen. Irgendwie war die Gemütlichkeit nicht mehr ganz so sehr wie früher. Der Geruch war weg, die Heimeligkeit somit auch. Ein ewig langer Gang führte erst an der vorderen Stube vorbei, links ging es in den oberen Stock, am Gang weiter hinten links die Klos. Und am Ende des Ganges dann die offene Küche. Da gab es nichts wie Maggi, Knorr oder anderes fertiges Zeug. Alles ehrliche Küche, wie sie heute niemand mehr beherrscht. Im vorderen Schankraum stand links der Tresen. Heinz hatte da immer zwei kleine Schränk...

Ho ho hoite ist Weihnachten!

Eigentlich bin ich ja ein Weihnachtsmuffel, Tendenz zu Weihnachtshasser. Was aber nicht heißt, dass ich nicht auch gerne Geschenke annehme. Ho ho hoite war es soweit, eigentlich wollte der Weihnachtspeter bei uns vorbei kommen. War er dann auch, aber uns hat der blöde Kassenautomat im Parkhaus aufgehalten. Ging nicht. Und nach einer gewissen Wartezeit hieß es dann: "Fahrn´ se durch, die Schrange gehd auf!" Hätte man auch eher haben können. Die Schlange an der Ausfahrt und somit auch an der nachfolgenden Ampel war - mindestens REKORDVERDÄCHTIG! Leider haben wir den Peter wohl um Minuten verpasst. Denn: ein Päckchen stand auf der Eingangstreppe. Weich, mit Noppen an der oberen Seite. ????? Also, die Neugierde überwiegt ja immer, das Päckchen wurde somit in die Wärme transferiert. Gerade so viel Zeit blieb, um die Kamera zu holen. Das ursprüngliche Paket, noch unversehrt Die Neugierde wird schon größer, die Spannung steigt.... Ich ahne "Schlimmes" Die ...

Weihnachten 2009

Liebe Leser,  die eigentlich staade Zeit (der Bayer nennt so die besinnlichen Tage um Weihnachten) ist zumeist alles andere als staad. Der Stress der letzten Weihnachtsbesorgungen, die Vorbereitungen für die Schlemmereien - all dies sorgt dafür, dass wir die Zeit um Weihnachten herum nicht mehr genießen können. Familienfeiern werden zur Last, die Besuche sind unangenehm. Und zusätzlich sind die Tage, in denen wir eigentlich zur Ruhe kommen sollen, verplant mit unliebsamen Terminen. Weihnachten ist zum größten Stress im ganzen Jahr verkommen. Kommerziell, verplant, ungeliebt. Und in jedem Jahr wieder nimmt man sich vor, im nächsten Jahr mehr Zeit für sich selbst zu haben. Ich wünsche daher allen Lesern dieses Blogs die Ruhe und die Besinnlichkeit, die diese Tage eigentlich haben sollten. Die Kraft, auch einmal ein "NEIN" zu sagen, wenn Sie wieder einmal zu einem "JA" gedrängt werden. Machen Sie sich frei von der Last der Zwänge und Konventionen, genießen Sie ei...

Wahres über den Nikolaus

Achtung, dieses Foto zeigt, wo der Nikolaus wirkich her kommt, wer er ist - und wie er auf seine Arbeit vorbereitet wird. Nichts für zarte Gemüter und Kleinkinder. Achtung! Ihr Glauben an den Nikolaus wird danach erschüttert sein.

Schlemmen in Sonnefeld - der "Goldene Löwe"

Wie in jedem Jahr zuvior, so auch in diesem Jahr: in den letzten zwei Wochen des Jahres häufen sich die Weihnachtsfeiern. Bei uns in Sonnefeld beim "Bauersachs"; also dem " Goldenen Löwen ", und dann einen Tag später in Ebensfeld im " Zum Schwan ". Beginnen wir chronologisch richtig mit Sonnefeld. Zahlreich wurde der Weihnachtseinladung gefolgt, für uns sollte das hintere Zimmer reserviert sein. Gemütlich weihnachtlich dekoriert, trotz des sehr vollen Hauses bekamen wir zwei Karten. Einmal die reguläre Karte, die auch ansonsten Güligkeit hat, zudem eine Weihnachts-Sonderkarte. Auch diese hätte als alleinige Hauptkarte gut getaugt. Für FrauDSL und mich sollte es an diesem Abend sein: Rinderfiletspitzen im Malzbiersud - € 15,20 Frisches Filet vom Norweger-Lachs, mit Hummer-Soße napiert, dazu Basmati-Reis und Beilagensalat - € 12,00 Nachdem wir in den letzten Jahren hier auch regelmäßig gegessen haben und die Portionen kennen, haben wir auf eine Vor...

Lecker ist gaaaanz anders.

Ganz anders als Analogkäse. Heute haben wir mal einen Selbstversuch gemacht. Toast Hawaii. Einer der Klassiker aus den 1970er Jahren. Natürlich mit Schmelzkäsezubereitung. Dumm nur: gerade einmal 30 % aus der Gesamtmasse sind richtiger Käse. Der Rest besteht aus Pflanzenfetten, Schmelzsalzen, Stabilisatoren und Trennmittel. Quasi dem who-is-who der Lebensmittelchemie. Egal. Wer nicht wagt, der darf auch nicht meckern... Die Packung geöffnet, der "Käse" fasst sich schon irgendwie anders an. Scheibletten von Kraft zum Beispiel, die lassen sich knicken, brechen. Und das, obwohl auch dort nicht 100 % Käse enthalten ist.  Nicht in unserem Fall, die Platten sind sehr flexibel und nicht gewillt, sich teilen zu lassen. Mit reißen funktioniert es dann doch. In der Hand fühlt sich diese Masse irgendwie trocken und kunststoffartig an. Wie ein Zwischending aus Silikon und festem Kunststoff. Den Toast toastdesmutig belegt, ab in die Röhre. Richtig schmelzen und verlaufen, so wie frühe...

Aberwitzige Mathe-Tricks und irreführende Prozentangaben: Wie Dr. Oetker & Co. ihre Produkte schönrechnen

Pressemitteilung foodwatch, 16.12.2009 Viele Lebensmittelhersteller führen Verbraucher durch Rechentricks oder verwirrende Prozentangaben in die Irre. Besonders dreist treibt es Dr. Oetker bei seinem Schokoladenpudding  "PurChoc". Auf der Verpackung steht groß "75% Kakao in der Schokolade" und "Tansania edelbitter" - tatsächlich sind jedoch nur 1,875 Prozent Tansania-Kakao im Produkt enthalten. Die hervorgehobene Angabe von 75 Prozent Kakao bezieht sich nämlich nur auf den Schokoladenanteil, der gerade einmal 2,5 Prozent im Pudding ausmacht. "Ein Blick auf die Verpackung lässt Schokoladenliebhaber dahinschmelzen - bei genauem Nachrechnen aber schmilzt vor allem der vermeintlich riesige Anteil Tansania-Kakao bis auf einen winzigen Rest zusammen", erklärte Henrik Düker von foodwatch. "Mit diesem Trick rechnet Dr. Oetker sein Produkt schön - das ist zwar ein gutes Beispiel für den Matheunterricht, aber keines für anständige Werbung." ...