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Spareribs satt!

Anruf vom Bosch-Dienst: das Auto leidet an Überspannung. Aha.... Was das genau ist, werde ich erst morgen Vormittag erfahren, wenn wir das Auto wieder abholen. Dummerweise war ich nicht zu Hause, so hat die Frau Mama den Reparaturauftrag gegeben. Und dabei dummerweise vergessen, nach dem Relais zu fragen. Gut, holen wir das morgen nach. Warum ich nicht an das Telefon bin? War doch nicht zu Hause.... Heute war der Spareribs-Tag. So haben die Reste ausgeschaut: Aus ursprünglich knapp zwei Kilogramm haben wir einen erbärmlichen Resthaufen gebaut. Dazu gab es den Krautsalat und ein frisches Baguette vom Bäcker Schoder. Demnächst wollen wir das mal wiederholen, dann aber auf dem Holzkohlegrill und mit Rippen, die mehr Fleisch auf dem Knochen haben. Geschmeckt haben die trotzdem sehr lecker, waren außen knusprig und innen saftig. Genau so, wie sie sein sollen. Als Marinade kam zum Einsatz: frische Piri-Piri-Schoten (andere Chili-Schoten tun es auch), befreit von Kernen und Kernwänden...

Vollmond oder was?

Eigentlich ist der Terminplan für heute schon voll gewesen. Warum dann nicht auch noch voller? Aber gerne doch! Recht früh aufgestanden, Tässchen Kaffee und ein Stück Südfrucht. Vorteil: die Banane kommt in der eigenen Packung, welche ganz sicher die EHEC-Erreger fern hält. Mal ehrlich, ist schon Sommerloch? Oder haben die Pharmaunternehmen noch irgendwelchen zusätzlichen aktuen Finanzbedarf? Zumindest dem Herrn Saddam Hussein können wir es nicht mehr in die Schuhe schieben. Vielleicht dem Herrn Gaddafi ? Egal, rohes Gemüse und Obst stehen nur noch am Rand auf meinem Speiseplan. Da fällt mir ein: haben wir nicht einen Ausbruch am "Grimsvötn"? Ach, so viel Raum für Spekulationen. LaMama hatte wieder eine tolle Idee: das Auto muss nun UNBEDINGT und SOFORT in die Werkstatt. Das Relais ist seit Wochen außer Betrieb, Gefahr für Leib, Leben und Auto besteht nicht, aber so ist sie halt. Gedanke gefasst, raus damit. Nachdenken? Warum dass denn.... So wollte sie also das Auto scho...

IKEA, ARES und der Keller

IKEA - BIO-Hühnchen mit Wok-Gemüse und Reis   Gläschen Latte Macchiato gefällig? Der Keller in Buttenheim, zur Löwenbräu gehörig Montag, kurz nach 10 Uhr am Morgen. Es geht los, die Frau Mama hat endlich ihren Termin beim Professor in der Augenklinik ergattert. Der Coburger Facharzt hatte durch Formulierungsfehler die ganze Angelegenheit verzögert. Unnötig und zum Nachteil meiner Mutter. Die Sehfähigkeit auf dem einen Auge ist nun von 90 %  im August 2010 auf knapp über 20 % gesunken. Laut der DAK war da kein Eingriff notwendig, die haben sich gewunden, dass alles zu spät war. Aberrhabarber, auch wir können uns ausdrücken und es ist von Vorteil, wenn die Schwester knapp drei Jahre bei einer Krankenversicherung gearbeitet hat. Ein Brieflein an die Kasse, eines an den behandelnden Arzt. Das Ergebnis: Termin beim Professor. Und in der Folge drei Spritzen mit Avastin, einem Krebsmittel, welches die Kasse in 2009 genehmigt und 2010 abgelehnt hat. B...

Das doppelte Leben des Herrn DSL

Tagsüber funktioniert es schon wieder recht gut. Ich schütte mich mit Aufgaben zu, um von allem abgelenkt zu sein. Die Mutter muss zum Arzt? Fahr´ ich! Die Schwester braucht Farbe vom Baumarkt? Hol´ ich! Die Familie "feiert" den 101. Geburtstag der Oma in einem Café? Bin ich dabei! Obwohl ich sowas nicht leiden kann. Eigentlich. Im Moment nehme ich jede Chance wahr die sich mir bietet, um zu flüchten. Mir ist bewusst, dass ich nur vor meinem Leben flüchte, vor meinem Kummer. Vor dem schlechten Teil, vor dem Teil, den ich nicht beeinflussen kann. Nicht dem körperlichen Teil, da geht es im Moment ja gut voran. Vor dem "Alleine-Teil". Über drei Monate ist es nun schon her, dass ich verlassen wurde, für mich überraschend, von jetzt auf gleich. Mitten in den Vorbereitungen, eine Hochzeit zu planen. Die von mir und meiner Partnerin. Mit wenigen Leuten mag ich darüber ins Detail gehen, bin ganz froh, wenn ich nicht darauf angesprochen werde. Und trotzdem geht es manchm...

Fenster geputzt, vom Petrus ausgelacht....

Heute dachte ich, dass es doch endlich mal an die Fenster gehen könnte. Die Wolken waren vorüber gezogen, ein Gewitter, dachte ich, würde wohl nicht mehr kommen. Bis auf zwei Fenster habe ich mein Soll geschafft, als sich der Himmel wieder bezogen hat. Danke schön, nächste Woche dann Auflage Nr. 2 der Fensterputzaktion. Sowas kann ich gar nicht leiden. Halt wieder von vorne. Und die Gardinen sind auch schon wieder fällig. Einerseits ist es ja schön, dass die Dinger die Pollen und den Staub abfangen. Aber gelbgraue Gardinen? Ne, da muss ich was tun. Mal schauen, ob die einen Weichspüler brauchen. Ja, man lernt nie aus! Von einem Bekannten habe ich erfahren, dass demnächste bei einem ehemaligen Kunden von mir wieder ein Möbel-Sonderverkauf stattfindet. Angeblich wieder zu den schon in den letzten Jahren geforderten Spottpreisen. Leder mag ich allerdings nicht auf der Couch, mal sehen, ob es da etwas Auswahl an Stoffbezügen gibt. Die momentane Kollektion im Internet ist ja nicht so ...

Botox und Gesellschafts-Schnippschnapp

Gerade eben wieder im Fernsehen gesehen: maskenhafte Gesichter, dicke Nähte unter dem Haaransatz. Mich gruselt es, wenn ich sehe, wie manche Menschen sich das Leben aus dem Gesicht entfernen. Ich hatte mit Ex-FrauDSL ja Glück, diese war perfekt - so es sowas gibt. Und auch wenn sich in den nächsten Jahren Falten und/oder vielleicht ein schwächeres Bindegewebe hätten zeigen sollen? Ist doch egal, gerade diese kleinen Dinge machen einen Menschen liebenswert. Sie zeigen, dass die Zeit und der Mensch sich verändern, gehören zum Leben dazu. Anders in manchen Kreisen, in denen es sogar schon Botox-Partys gibt. Abgesehen davon, dass ich jede Begegnung mit einer Spritze vermeide, hätte ich Angst vor bleibenden Schäden. Immerhin sprechen wir von einem Neurotoxin , welches von Bakterien abgeschieden wird. Und welches direkt in einen Muskel injiziert wird.. Ein prima "Ansichtsobjekt" sind diese beiden Brüder. Die Brüder Bogdanov sind von Natur aus recht schlaue Menschen, führen ...

Feuerwerk

Erst wenn etwas im Leben abhanden gekommen ist, merkt man, was einem fehlt. Besonders bei Dingen wie dem Schlussfeuerwerk zum Frühlingsfest fehlt ein Partner zum in den Arm nehmen und knuddeln. Hier mal die Bilder, die Anfangsminute habe ich verpasst, war schlicht nicht vorbereitet. Der Schlusspunkt

Spargel, Spargel, Spargel...

Fünf Kilogramm Spargel nach Kaliber sortiert, fein säuberlich geschält und zubereitet. Ein Kilogramm geht unbehandelt, also nur geschält, ungegart und ungewürzt, in zwei Vakuumbeuteln in die Kühltruhe, ein Kilogramm ebenfalls geschält, mit etwas Würze und einem Stück Butter. Ebenfalls auf zwei Garbeutel aufgeteilt, ebenfalls bei knapp -30° Celsius. Gute drei Kilogramm habe ich angegart, damit diese bei der Weiterbehandlung nicht zu weich werden. In Varianten mit diversen Würzungen, mit und ohne Butterzugabe etc. wurde auch hier der Schweißautomat eingesetzt. Friedlich nebeneinander ruhen die Beutel nun in der Kühlkammer. Ich bin irgendwie schon gespannt, wie die Zubereitung wird, welche am besten schmeckt. Bis dahin bleiben mir noch gut sechs Liter Spargelcremesuppe mit Bruch und vieeeelen Spitzen.

Schneller Teller - Spargel, Kartoffel, Ei

Auch ich muss essen, und manchmal treiben mich gar komische Gelüste um. Heute sollte es etwas mit Spargel sein. Vom schälen der etwas über 5 kg waren noch einige Bruchstücke wohlbehalten im Kühlschrank zur Ruhe gekommen. Als Basis sollte da doch etwas draus zu machen sein. Schnell soll es auch gehen, denn für einen aufwändig zu kochen ist mir schlicht zu blöd. Verwendet habe ich also: - 1 Kartoffel, festkochend, ca. 150 g - 1 Ei - Spargelstücke, die in etwa drei Stangen entsprechen - Butter - Zitronenzeste - Salz - Pfeffer Die Bereitung ist die einfachste, die man einem Spargel angedeihen lassen kann. Braten. Die Kartoffel schälen, in brauchbare Stückchen für Bratkartoffel schneiden, in die heiß gemachte Butter geben. Ich habe am Induktionsherd die Stufe 5 und 120° gewählt. Den Spargel in mundgerechte Stücke schneiden, ebenfalls zugeben. Hier braucht es etwas Gefühl, damit die Kartoffeln schön kross sind, der Spargel währenddessen aber nicht verbrennt. Am Ende der G...

Wie soll das Kind denn heißen?

Keine Ahnung, denn zu meinem Nachnamen einen Vornamen zu finden, ist schwierig, das meiste klingt echt bescheuert. Ob sich die Eltern heute im Biergarten neben mir überhaupt Gedanken gemacht haben, wie die Kindernamen wirken? Rein äußerlich waren die Eltern, ich nenne das jetzt mal so - normal. Dass man nicht vom Äußeren auf die Gedankengänge zu Hause schließen darf, das wissen wir aufgeklärte Menschen ja schon. Ich kenne Millionäre, die laufen in Schutt und Asche durch die Gegend, während andere Blender mehr Sein als Schein praktizieren. Aufgefallen ist mir zuerst nichts, denn ich hatte ja meinen Laptop mit dabei, war beschäftigt, was es in der Umgebung so alles gibt. Mir geht es oft so, dass ich mich beobachtet fühle. So auch heute, von er Seite. Zwei himmelblaue Augen haben mich aus einem Kinderwagen angeschaut. Ganz aufmerksam, lieb, wie es nur Kinder können. Und dabei gleichzeitig neugierig, ohne aufdringlich zu sein. Komischerweise lachen mich die Babys trotz meines Vollbarte...

Der Narziss und der Spargel

Ich muss der Ex-FrauDSL auch mal dankbar sein. Jaja, bin ich sowieso in vielen Dingen. Aber nun mal in einer Sache, über die ich früher eher unglücklich war. Duschen am Morgen macht wieder Spaß, weil ich mich zur Not nun auch mal nach der Seife bücken kann. In meiner Dusche, wohlgemerkt, allein. Das verdanke ich Ex-FrauDSL, die mir meine Ärztin vermittelt hat.DANKE! Nachdem ich durch die blöde Diät ja eher wie ein Biafrakind ausgeschaut habe, kommen die Proportionen wieder in ein Gleichmaß. Die Waden sind sogar noch um einiges kräftiger als zu meinen Bestzeiten, was wohl auch am bis zu zweistündigen Training am Tag liegt. Oberschenkel werde ich demnächst im Bad in Angriff nehmen, Fahrrad fahren hasse ich. Hab´ ja Zeit, mich hetzt nichts mehr. Wichtiger ist aber momentan der Oberkörper. Der Bauch wird zusehends weniger und flacher, das Wasser schwindet, die Lebensgeister kehren wieder zurück. Meine Schultern sind nicht mehr nur von Haut bedeckt, die Muskeln Bizeps und Trizeps an b...

O2 fröhliche, O2 selige....

25 € Monatsbeitrag für ein mobiles Internet, super Netzabdeckung und immer und überall ohne Beanstandungen zu betreiben. Ja. Oder so.... Eine Datei mit 135 kb anzuhängen an eine eMail und diese zu versenden kann schon mal gut eine halbe Stunde dauern. Oder gleich überhaupt nicht funktionieren.   DAS sind doch mal Leistungsdaten, oder? Für mich Anlass genug, mein Restguthaben zurück zu fordern und zu einem neuen Anbieter zu ziehen. 

18. Mai 1910

Der Tag, an dem meine Oma geboren wurde. Sie hatte ja bekanntlich die 100 Jahre geknackt, war dann aber leider recht bald verstorben. Heute war es an der Zeit, am 101. Geburtstag haben wir uns an der Urnenwand versammelt. Sehr andächtig war war es nicht, gibt es eigentlich nur eine Bronzeplatte mit dem Namen und den essentiellen Daten zu sehen: Anfang und Ende. Wie viel dazwischen liegen kann, was einen Menschen ausmacht, kann anhand der schlichten Endlagerung niemand sehen. Geboren 1910 in Berlin Tempelhof ist meine Oma recht behütet aufgewachsen, eine Kinderfrau schien die Erziehung übernommen zu haben. Genaues weiß man nicht, denn die Zeit vor dem Ende des zweiten Weltkrieges war immer tabu. Erst vor wenigen Jahren haben wir erfahren, dass die Oma schon ein zweites Mal verheiratet war. Nachforschungen machen wenig Sinn, denn Müller und Schmidt kommen in Berlin zuhauf vor. Zudem sind viele Daten im zweiten Weltkrieg Raub der Flammen und Zerstörung geworden. Als einzig gesichert...

Ich bin ein Lügner!

Ja, bin ich. In der letzten Zeit wurde mir das ja mehrmals unberechtigerweise vorgeworfen, zuletzt in der letzten Woche, als eine SMS von mir falsch verstanden wurde. Kann ich nix machen, soll jeder glauben, was er will, mein Gewissen ist rein. Wenn man etwas mit Gewalt sucht, dann wird man auch etwas finden, was man interpretieren kann wie es einem passt. Ist so, bleibt so. Aber einer Lüge von mir bin ich dieser Tage selbst auf die Schliche gekommen. Oh oh.... Wenn mich einer fragt, wie hoch denn Coburg liegt, dann sage ich immer, dass meine Toilettenschüssel 315 m über NN befindlich ist. Gemessen unter dem Dachfenster direkt über dem Klo. Und nur einmalig, mit einem GARMIN eTrex Legend . Im Jahr 2003 hat das noch knapp 200 € gekostet. Für das Geocaching hat es locker ausgereicht, die Genauigkeit zumindest in der Fläche war akzeptabel. Liegt im Schrank. Vorher hatte ich zum Cassiopeia von Casio ein ansteckbares GPS in der Nutzung. Schweineteuer, Sonderanfertigung, hat nie funkt...

Picknick for one

Ex-FrauDSL war für romantische Dinge wie ein Glas Wein auf dem Balkon oder einfach nur auf einem Felsen sitzend dem Sonnenuntergang zusehen sehr schwer zu begeistern. Auch Picknicks haben mich immer glauben lassen, dass ich sie zu etwas zwinge, was ihr nicht gefällt. Das Ergebnis war, dass ich sowas dann komplett einfach eingestellt hatte. Kerzen im Bad und schöne Duftöle dazu? Wenns sein muss.... Schade, denn ich habe durchaus eine sehr romantische Ader. Und da ich nun denWetterbericht für das Wochenende gelesen habe, wieder einigermaßen mobil bin (Penicillin und Diuretika sei Dank!) und endlich wieder eine unbändige Lust auf das pure Leben spüre, möchte ich mich überraschen, man weiß ja nie, wann es zu Ende geht. Mit einem Picknick für mich! Meine Frage nun: was packt Ihr in den Picknickkorb? Los, schreibt doch mal. Kühlen, erwärmen, finanziell, mobil - alles kein Problem, ich bin ausgerüstet für alle Eventualitäten. Ich freue mich auf rustikale Vorschläge ebenso wie über extrava...

Der Bart ist ab....

Ich bin mir nicht sicher, ob ich das Richtige mache. So sollen die Leser entscheiden. Vorher: Bild mit Bart, aus Datenschutzgründen unkenntlich gemacht Nachher: Bild ohne Bart, aus Datenschutzgründen unkenntlich gemacht Und jetzt? Mit oder ohne Bart? ;-)

Rufoch ma den Atahceh!

Das nicht-bayerische Nicht-Premiumprodukt meiner Mutter zickt ein wenig herum. Gut, dass neue Reifen fällig sind, dafür kann das Auto nix. 17-Zöller im 40er Niederquerschnitt, das kostet. Dass irgendwann auch Bremsscheiben und Bremsklötze fällig werden, auch das liegt in der Natur der verschleißenden Autoteile. Blöd aber, wenn beim Reifenwechsel zwei komplett gebrochene Federn an der Hinterachse entdeckt werden. Dafür hat sie jetzt schön beschichteten Ersatz bekommen. Soweit, so gut. Letzte Woche hat das Auto wieder Bedarf angekündigt. Die Motorleuchte macht wieder auf sich aufmerksam. Zwar nur in gelborange und ohne Blinkerei, aber da sollte man schon mal nachschauen. Hin zur Werkstatt des Vertrauens, das Auto über Nacht dort gelassen und die Diagnose erfahren. Glückwunsch, es ist eine Reparatur! Genauer gesagt, ist die Sekundärluftpumpe kaputt. Die ist jetzt nicht soooo wichtig, sorgt dafür, dass der Kat schneller auf Betriebstemperatur kommt. Die Umwelt sagt Danke, dem Auto ist es...

Steakprolocken-Alarm!

So, ich bin also mit Steakprolocken animiert. Oder so. Dagegen gibt es Schimmelpilz, namentlich Peniscillin . Dabei war ich damit immer ganz zufrieden ;-) Aber mal von vorne. Heute war ja so ein Ereignis, vor dem sich Männer gerne und lange drücken - Blutabnahme. Das sind Schmerzen, die kann sich kein Mensch ausmalen. Nur ein Mann. Und dann ist man fast enttäuscht, dass der Stich kaum zu spüren war. Eigentlich sollte da nur 10 ml aus der Ader abgenommen werden, ich war dann tapfer und habe nach gefühlten vierzig Minuten mal hingeschaut, wieviel das wirklich war. Ich schwörs: da sind mindestens zwei Liter in die Spritze gelaufen. Ehrlich! Vielleicht sogar drei bis vier Liter. Gefühlt zumindest. Als es dann endlich vorbei war, konnte ich mich auch wieder entspannen, habe meinen wohlgezüchteten Bauch zur Abtastung freigegeben und die Frau Doktor war wohl etwas entsetzt. Naja, ich habe ihn ja wachsen sehen, bin da einiges gewohnt. Und während im Nachbarraum schon die ersten Untersuch...

Der Vater braucht dringend eine Patientenverfügung :-(

Anrufe nach 21 Uhr sind bei meiner Mutter eher selten. Und wenn dann noch dazu die Nummer vom Wohnheim meines Vaters im Display erscheint, dann schlägt das Herz ganz plötzlich bis zum Hals. Innerhalb von gut eineinhalb Jahren hat sich mein Vater von einem noch relativ selbst bestimmten Menschen in eine Hülle ohne Willen verwandelt, darüber habe ich bereits mehrmals und ausführlich berichtet. Heute war der Anlass des Anrufes, dass es wohl unerwartet noch schlechter um ihn steht. Wir sollen dringend eine Patientenverfügung für ihn erstellen, denn die Anzeichen für eine weitere Verschlechterung wären gegeben. Einen Sonntag Abend stellt man sich anders vor, aber wenn es der letzte Dienst sein soll, den ich meinem Vater erweisen kann, dann werde ich das für ihn tun. Schweren Herzens, aber ich muss zusammen mit meiner Mutter entscheiden, was für ihn das Beste ist. Übrigens habe ich ja schon seit dem Beginn meiner Krankheit auch eine solche Verfügung, diese sollte eingentlich jeder Ste...