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Schwanger. Ich auch... Und ich...

Um mich herum wimmelt es nur noch so von Schwangeren. Mal mit Mann, mal ohne. Alles dabei. Und von einer Bekannten wurde ich gar - ich hoffe im Scherz - gefragt, ob ich sie in den Kreißsaal begleiten würden, wenn ihre Mutter und Schwester sich weiterhin weigern würden.

Ich im Kreißsaal. Klar, gerne.... Bitte angeschnallt im Rollstuhl, damit ich beim zu erwartenden Eintreten der Bewusstlosigkeit einfach auf die Seite gerollt werden kann. Ne, also das wäre so gar nichts für mich. Klar, beim eigenen Kind schon. Aber muss man sich als "nur Bekannter" das Massaker antun? Wo ich doch sogar mein Fleisch meist nur mit Gabeln oder Handschuhen anfasse. Ne, das wird nichts.

Und wenn nun überall die Nachkommen sprießen, merkt man doch recht oft, dass die Frauen sich freuen, die Männer aber arg im Zweifel sind. Es aber den Frauen nicht anvertrauen. Warum eigentlich nicht? Die Kugel ist doch in das Rollen gekommen. Jetzt ist es zu spät.

Eine schwangere Frau alleine ist in Ordnung. Zwei auf einem Haufen - Drama. Ein Gequietsche, ein einzges zeigen von Bildern, die meine Erinnerungen an frühe Telespielzeiten wecken. Und ab und zu auch ein 3-D-Bild. Manchmal ist man ob der Qualität versucht, die Frau zu fragen, von wem das Kind ist. Ich sag´ da mal lieber nix.

Und natürlich ist auch das Thema "rausquetschen" immer gerne angeschnitten. Drei Arten scheint es da zu geben. Die Geburt, bei der der Balg quasi pünktlich, also zum errechneten Termin kommt. Idealfall, sozusagen.

Dann gibt es die eiligen Bratzen, die es nicht erwarten können, die Eltern vom Nachtschlaf abzuhalten, den Sex zum erliegen zu bringen und sich in den Mittelpunkt zu drängen. Soll es geben, Horror für die Eltern.

Und dann noch die Faulenzer, die es sich gerne bei 37 Grad gemütlich machen und nicht einsehen, sich alleine zu ernähren und zu atmen. Gibt es eigentlich Studien darüber, ob diese Kinder später auch länger bei den Eltern wohnen?  Diese Neubürger bekommen also nach 10 Tagen die Räumungsklage und werden nach 14 Tage Säumigkeit rausgeworfen. Entweder per Medikament oder gleich per Schnitt quer durch die Frau. Für einen Mann stellt sich das im Kopfkino schon grausam genug vor, kaum zu glauben, dass die Frauen dann die Kleinteile trotzdem lieben können. Ein Hoch auf das vermeintlich "schwache Geschlecht"! Wenn ich da nur an die Entfernung meiner Harnsäuresteine denke, und die waren winzig.....

Eines jedoch konnte mir keine Frau bisher erklären: warum muss das Kind unbedingt 14 Tage nach dem errechneten Termin geholt werden? Was, wenn sich der Arzt verrechnet hat? Und was, wenn es einen Tag später sowieso gekommen wäre? Meine Mutter sagt dazu immer: "Drin ist noch Keines geblieben!" Hat sie wohl recht und ich gehe jetzt mal googeln!

Übrigens: in dieser Woche haben alleine vier enge Freunde Geburtstag.


Kommentare

  1. Meine beiden Kinder kamen zu spät. Einmal 8 Tage, einmal 10. Ich werde dann in ein paar Jahren berichten, ob die sich dann auch zum Nesthocker entwickelt haben. Beim Junior bin ich mir eigentlich jetzt schon sicher, dass es so kommen wird... *soifz*

    Genau 14 Tage kann ich mir nur so erklären, dass bis dahin auch das Fruchtwasser nicht mehr so gut sein kann. Da geht es nicht um einen Tag hin oder her, sondern eher um Statistik. Vermute ich jetzt mal...

    LG

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    1. Muss ich direkt mal sehen, ob auf den Mädels ein Verfallsdatum steht. Wäre ja sinnvoll. Ich dachte immer, das Fruchtwasser wird laufend erneuert. Tja, Männer halt...

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  2. Die Kinder werden dann "übertragen", also, im Sinne von "zu lange im Bauch". Und das is nicht gut. Es droht Schwangerschaftsvergiftung. Da hammers wieder, das Halbwissen, mehr weiß ich da nicht drüber. Ich hatte beim letztzen Kind eher das andersrumme Problem, vier Wochen zu früh und als es losging hatten wir Stühlerücken bei uns zu Hause und alle waren angetrunken incl. Gatte...

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    1. Deckt sich ja mit der Vermutung von Manu. Davon habe ich noch nie gehört. Ich weiß schon, warum ich M lange Zeit keine Schwangerschaft zumuten wollte. Da tun sich ja Abgründe auf...

      Meine Mutter ist damals zur Entbindung in das Krankenhaus gelaufen, gut sechs Kilometer mit Wehen. Und dann wollte ich die ganze Nacht nicht raus. Um 5:05 früh, das war ich dann wohl erschöpft, habe ich nachgegeben. IN der Zeit. Einen Tag über den Termin. Hab´ ich schon gesagt, dass ich Unpünklichkeit nicht mag ;-)

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  3. Wie bei jeder Grenze, ist das eben eine immaginäre Durchschnittszahl, 14 Tage, mehr wird (meistens) gefährlich. Da reichen dann eben Platz und Ernährungskapazität doch nicht mehr aus. Wenn das Fruchtwasser knapp wird, eckt Kind eben zu oft an. Die Plazentaschranke bröselt, das Kind wird vom Mutterkörper als Fremdkörper wahr genommen und vergiftet (Mal vereinfacht gesagt) ... ja wer will denn so was. Also raus damit.
    Drin geblieben ist wirklich noch keins, aber lebendig und möglichst auch noch gesund raus kommen wäre schon schön.

    Und das mit dem Verrechnen ist in Zeiten des Ultraschalls schwierig geworden.

    Grüße! N.

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    1. Ahhhh! Danke für die fachliche Erklärung. Da wird es schon verständlicher. Eines der Kinder unserer ehemaligen Nachbarn wurde mit einer "Zange" auf die Welt geholt. Der Schädel... Ne, die Form hätte ich nicht gehabt. Aber, wie Du schreibst, besser gesund und ein wenig verbeult als von der eigenen Mutter abgestoßen.

      Aber auf den U-Bildern erkenne ich nichts. Die 3-D-Dinger sind aber besser, ein wirklicher Fortschritt.

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  4. Ich war auch ne Zangengeburt. Kumma, schon antik, so ne Zange ;-).

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