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Terror. Angst. Mit mir? Nicht mit mir!

Der IS oder ISIS, mir wurscht, wie sich dieser Haufen Irrer nun auch immer nennt, diese Fehlgeleiteten haben Angst vor unserer Lebensweise. Angst vor unserer Freiheit. Angst vor unserer Freizügigkeit. Angst vor dem, was unseren westlichen Lebensstil ausmacht: Freude, Nächstenliebe, Freiheit.

Dies ist das eigentliche Ziel. Mit Morden, Gräueltaten wollen uns diese Kreaturen ebenfalls verängstigen, uns in den ständigen Ausnahmezustand treiben. Uns und unsere freien Gedanken lähmen, unser Denken auf ihre Untaten zwingen.

Es liegt nun an uns... Bleiben wir den Orten fern, an denen "etwas passieren" kann? Lassen wir uns von einem Gedankengut einengen, welches bei uns vor mehreren hundert Jahren abgelegt wurde? Lassen wir uns im Tun und Handeln wieder in das Mittelalter zurückkatapultieren?

Ich für mich habe beschlossen, mich nicht einengen zu lassen. Weder von Neonazis, die mir vorschreiben wollen, dass ich jeden Menschen, der nicht "arisch" ist, zu verachten habe, noch von den Islamisten, die für mich menschlich auf der gleichen Stufe agieren. Unten, da, wo der Schmutz ist. Da, wo sich das Getier, das Ungeziefer aufhält. Ich werde weiter erhobenen Hauptes durch die Gegend laufen, ich werte weiterhin meine Stimme frei erheben und ich werde weiterhin die Orte besuchen, an denen ich sein mag. Ich werde die Menschen tolerieren, die eine andere Lebenseinstellung als ich haben, die andere Gedanken denken, die ihre Meinung offen aussprechen.

Ich werde diesen Mördern, Quälern, Abartigen keine Chance geben, mein Leben zu beeinflussen. Nicht mir Worten, nicht mit Taten. Jede Sekunde Angst ist eine Sekunde Gewinn für diese Bestien.

Kommentare

  1. Wenn das so wäre, dann hätten sie so dermaßen viele Sekunden schon gewonnen, Sekunden, die sich zu Minuten, zu Stunden, zu Wochen, zu Jahren, zu Jahrzehnten, zu Jahrhunderten summieren, würde man sie alle zusammenzählen. Denn ich, und mit mir viele Millionen andere Menschen, ich habe Angst. Vor Krieg. Vor dem, gegen das ein einzelnes Individuum nichts, aber auch gar nichts ausrichten kann

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    1. Brisy, ich kann Dich gut verstehen. Die mit Angst vergeudete Zeit ist vorüber. Aber Du kannst Dir für die Zukunft vornehmen, einfach zu leben wie immer und dem Abschaum keinen Raum in Deinem Leben zu geben. Ich habe gelernt: Nichts kommt so schlimm, wie man es sich in Gedanken ausmalt.

      Angst ist wichtig, um vorsichtig zu machen, um zu warnen. Aber wenn wir der Angst zu viel Raum geben, uns nicht mehr in unseren Werten wiederfinden - dann haben diese Ungetüme gewonnen. Und ich mag nicht verlieren und ich mag diesen Bestien keinen Raum in meinem Leben gehen. Sollen sie sich Höhlen suchen, Erdlöcher, sollen sie sich sonstwohin verkriechen - in meinem Umfeld werde ich ihnen keinen Platz einrichten. Und schon gar nicht in meinem Kopf. Ein Individuum kann nichts ausrichten? Das stimmt nicht. Auch DU bewegst doch täglich Dinge in Deinem Leben. Und auch die Wüste besteht aus vielen kleinen Sandkörnern. Brisy - lass Dich nicht vereinnahmen, denn dann hat dieses uns so fremde Gedankengut gewonnen.

      Kopf hoch und weiter so! LG, Holger

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  2. Das tue ich ganz bestimmt nicht, mich vereinnahmen lassen. Und Raum in meinem Leben hat der Abschaum auch nicht. Aber die Angst ist nun greifbarer, realer, näher hier bei uns in Europa. Du hast natürlich Recht, jeder bewegt etwas, auch ich und Du, sogar jedes Kind und sei es noch so klein. Klar, ich mache einfach weiter. Und auch das mit den Sandkörnern stimmt. Und das Volk, also wir, hat auch Kraft und Macht, sonst würde nämlich die Mauer noch stehen. Trotzdem, wenn ich die Bilder im TV sehe, bekomme ich Angst. Und die Menschen, die ihre Angehörigen verloren haben, die tun mir so furchtbar leid, dass ich hin und wieder weinen muss. Aber das ist okay, das macht uns menschlich. Und ich möchte gern den alten Brauch wieder aufleben lassen und eine Kerze ins Fenster stellen als Zeichen des Mitgefühls. Aber da wäre ich wohl die einzige. Das wäre schön, wenn weltweit Kerzen in Fenstern leuchten würden. So kann man auch fern ab vom Geschehen Solidarität zeigen.

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    1. Naja, wahrscheinlich war die Gewalt schon länger um uns herum - nun hat sie sich eben einen Kanal an die Oberfläche gesucht.

      Der Brauch gefällt mir. Brisy, vielleicht sollten wir einfach damit anfangen.

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  3. Ja, das sollten wir. Genau die Antwort hab ich von Dir erwartet.

    Bei uns am Rathaus liegen auch ein paar Blumen und Kerzen, hab ich gestern gesehen. Ich bring gleich auf meinem Weg zur Arbeit auch eine Kerze dort hin.

    Gestern wurd mir schon wieder ganz anders, als ich die Berichte zum Länderspiel gesehen habe. Guck, nun ist es nicht mehr nur in Europa, sondern hier in Deutschland. Sogar in dem Bundesland, in dem ich wohne...

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