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Hohoholts Maul....

Tja, Weihnachten, das Fest der Liebe. Gut, Nächstenliebe kann sich auch darin ausdrücken, dass man sich gegenseitig streichelt. Im Zweifel eben mit Fäusten. So, wie es eben im Radio kam. Hat eine Familie das mit der Tradition falsch verstanden, die haben sich - laut Radiomann - im letzten Jahr schon geklopft. Bin mir nicht sicher, aber dann ersatzweise nur stumm auf den Teller starren, ist irgendwie festgemäßer.

Im Vorfeld zum Heiligabend hat sich wieder so manches Drama in der Familie aufgetan. Nur gut, dass mir Religion und auch der Großteil der Familie so richtig gepflegt am Arsch vorbei gehen. Liebe... jaja, schon klar...

Da haben wir also die "Arme", die mal wieder in die Klinik muss. Soll ich Mitleid haben, wird mir immer mit einer Bitterleidensmiene berichtet. Mit Mitleid habe ich es eh nicht so, dann helfe ich lieber, als Menschen zu bemitleiden. Anteilnahme, OK, aber Mitleid? Hat sowas herabsetzendes. Mal abgesehen davon, dass mich manche Schicksale einfach nur ankotzen.

Also die "Arme", die jetzt wieder für Wochen ins Krankenhaus muss. Weil die Ärtze nicht finden, was sie quält. Komisch, immer dann, wenn es an Familienfeiertage geht, fällt sie um und muss ins Spital. Bitte? Jaja, sie säuft und raucht. Was? Ob es auch nach der Warnung der Ärzte bei den letzten Einlieferungen nicht besser wurde? Nein, natürlich nicht. Denn - man ist ja krank, das hat mit Alkoholmissbrauch und mehreren Schachteln Zigaretten nichts zu tun. Auch nicht die Lungenkrankheit, die die Atmung eh schon schwerer macht. Blöd? Man selbst? Nein nein - die Ärzte sind einfach zu dumm, etwas zu finden.

Ob ich ihr etwas wünsche? Klar - nächstes Mal einen Krankenwagen, der im Stau steckt. Von mir aus kann er ja gerade noch so rechtzeitig kommen, vielleicht lernt sie dann mal. Ich fürchte aber, dass es dann einen weiteren Schuldigen gibt - die Stadtplaner.

Ich hab´ noch nicht herausbekommen, was es ist, aber in unserer Familie läuft etwas gewaltig schief. Unter anderem. Warum man an Weihnachten zum Mittag unbedingt und unabänderlich Linsensuppe aus der Tüte (Hmmm.... die schmeckt am besten! - Zitat LaMama) fressen muss und abends dann die mir verhassten "Wienerle" mit dem pappigen Kartoffelsalat - was weiß ich. Auch der dezente Hinweis, dass Linsen eigentlich an Silvester heruntergewürgt werden, weil diese dann stellvertretend für viel Knete im Neuen Jahr stehen, wurde abgeschmettert. "Das machen wir schon immer so!" Und wäre es Tradition, einem am Tisch sitzenden ein Auge auszustechen; es ginge immer so weiter. Bis die Augen ausgehen.

In diesem Jahr hatte ich die Schnauze voll von ledrigen Kartoffelfetzen aus der Tütenpackung. Und auch vom Geschmack "Mit extra viel Speck", der dann aus 0,3 % Anteil besteht. 30 % wären auch in Ordnung. Aber so? "Ach, die schmeckt mit viel Essig erst so richtig gut!" Ich bin der Meinung, nur mit Essig kann man den Geschmack nach Dreck und dem Zeug, welches sich unter einer Holzwerkbank ansammelt, erst erfolgreich verdrängen. Also wird das selbst gemacht. Linsen weichen, Zwiebeln und Salzgemüse anbraten, Linsen dazu, Brühe und etwas Salz. Hat sogar mir als Linsenhasser geschmeckt. Speck durfte nicht, denn ".... den vertrage ich doch nicht!" Neben Butter, Brot, Marmelade, Kaffee, Tee, Säften und vielen anderen Dingen nun auch noch der Speck. Ausahmsweise, weil Weihnachten ist. Dazu ein selbst gebackenes Zwiebelbrot und Kartoffelstückchen in der Suppe. Was sagt LaMama auf die Frage, ob es nicht doch besser schmeckt, als der Tütenfraß? "Ja, schmeckt genauso". Bin mir nicht sicher, ob das ein Lob ist. Ich denke mal eher, es ist ihr egal.

Abends dann die Würste. Mit Kartoffelsalat. Nix leichtes Dressing oder fränkisch - 1 : 1 wird der gemacht. 1 Teil feste Stoffe plus 1 Teil Mayonnaise. Plus Apfel. Und Möhren. Und Erbsen. Ich HASSE "Wienerle" und Bockwürste. Einzig als Currywurst ist das Zeug akzeptabel. Oder von dem einen Metzger heiß und frisch aus der Brühung. Ansonsten: *würg*.

Weil das Abendessen aber nicht schon Scheiße genug ist, muss auch die Laune auf dem Tiefstand sein. Nicht bei mir, denn mir geht Weihnachten am Arsch vorbei, also interessiert mich auch nicht, ob und wann wer in der Kirche war oder ob Dieser oder Jener dummerweise kurz vor Weihnachten krepiert ist. Als ob es etwas Besonderes wäre, kurz vor Weihnachten den Löffel möglichst weit zu werfen. Wahrscheinlich haben die nur aufgrund der Mistfeiern und des Fröhlichkeitszwanges kapituliert. Fast beneidenswert.

Tja, da saßen wir nun. Red und ich, bester Laune, LaMama am wuseln, wo es eigentlich nichts zu wuseln gibt. Fröhlich ignorierend, dass ein Nein auf eine Frage auch ein Nein bedeutet. Nervt manchmal, wenn man fünf Mal bekräftigen muss, dass man keinen Bock auf ein zweites Paar dieser verschissenen Würste hat. Tja, und dann noch LaSista und 2.0.

2.0 hat in diesem Jahr beschlossen, dass eigentlich Alles dumm ist. Wie in jedem Jahr. Heuer aber: Totalverweigerung. Während Red und ich stundenlang außerehelichen Freuden nachgingen beim Frühstück saßen, ist es dort ein wenig ausgeartet. Muss wohl einige unschöne Szenen gegeben haben. Unter anderem, weil er entschieden hat, erst am Nachmittag dem Bette zu entfleuchen. Mit der Bitte an die Holde und Hausherrin, in den nächsten drei Wochen bitte zu berücksichtigen, dass er seine Ruhe haben möchte. Was nicht unbedingt mit ihren Plänen korrespondiert, weil sie nur um Weihnachten frei hat und diese Tage gerne genutzt hätte. Auch 1.0 kam mal wieder unter die Räder in die Gemengelage. Freitag wird das Kind geliefert. Schlimm genug, denn der Herr 2.0 ist natürlich komplett ratlos, wie diese Zeit zu gestalten ist. Und dann auch noch unsere Abwesenheit auf dem Geburtstag von Reds Vater in Neufünfland. Find´ ich prima, für uns wird das sicher lustig. Plus Übernachtung. Fein weg vom Hort des Elends. Für den Samstag hat sich der Herr ausgedungen, bitte "alleine und ungestört" nur mit der Tochter die Weihnachtseinkäufe für diese besorgen zu wollen. Heute (25.12!) darauf angesprochen, was es denn für die Tochter geben solle: Das kann man auch am Einkaufstag entscheiden. Na prima, das Kind wird sich freuen, wenn es erst am Samstag Geschenke bekommt. Irgendwas. Hauptsache, was gekauft. Hach, glückliche Kindheit.

Gestern abends, also am Heiligabend, dann erst einmal Fressen, die bis zum Boden hängen. Er mag nicht mit zu uns kommen, wird aber wohl mehr oder weniger mit guten Worten überzeugt. Sitzt dann grenzdebil grinsend hier und denkt, wir finden das lustig. Eher nicht, aber niemand reagiert. Warum auch, das Spiel kennen wir nun schon seit dreieinhalb Jahren. Die Schwester schiebt einen Infekt im Bauch vor. Gerne genommen in der letzten Zeit, hält es a) uns davon ab, einen Anspruch an längerer, gemeinsam verbrachter Zeit mit der Familie -uns- zu verbringen und b) 2.0 auf seiner Bettseite.

Heute dann schon Besserung. Aufgehellte Fressen und weniger weher Bauch. Warum dann gestern...? Bleibt mal wieder 2.0s Geheimnis. Soll es auch, denn die Auflösung würde einen normalen Menschen wohl nur verwirren.

Red und ich haben uns am Heiligabendnachmittag übrigens aufgemacht, die restlichen Stollen und Plätzchen aus dem Vorrat mit etwas Kaffee und Tee zu vernichten. War sowieso kaum noch etwas übrig. Abends dann ab in die Heia, gegen die Kälte etwas unternommen. Große Thermoskanne mit weißem Glühwein. Richtig guter Stoff, von einem der Mandanten von Red. Huiiii... Ich bin der Meinung, die Engelein haben irgendwie gelallt. Ach, schön wars. Kann aber auch an den Fressereien gelegen haben, die mit ins Bett gewandert sind.

1. Weihnachtsfeiertag. Entspanntes Rumblödeln im Bett, aufstehen. Red "muss" zu einer Freundin, bisschen seelische Unterstützung leisten. Wurde aber mit Ente und Zubehör vergolten, sollte also angenehm werden. Mich hat was erwartet? Na? Richtig. Die Familie. *stöhn*

Highnoon war als Essenstermin vereinbart. Hat aber irgendwie nicht geklappt, um 11 Uhr wollten die Massen abgefüttert werden. Da ich aber an diesem Tag Herr der Knödel war - arschlecken. Feine Sache, hab´ das Essen bis kurz vor 12 Uhr herausgezögert. Rouladen, Rotkraut, Semmelknödel. Feine Sache. Und siehe da, das Weihnachtswunder ist geschehen, 2.0 und LaSista kommunizieren wieder ein wenig. Dreieinhalb Jahre Terror und taktische Spielchen. Nuja. 2.0 wollte mir ein wenig komisch kommen, hab´ ein wenig zu Diesem und Jenem gesagt, da war es auch schon Zeit für den Aufbruch.

Ach, an Geschichten gab es auch wieder so einige. Unter anderem die arme Großcousine, die mit knapp 32 Jahren bisher nicht einen(!) Tag gearbeitet hat. Und das, weil sie schlechte Augen hat. Oder zu deutsch: Einen Sehfehler, der gut korrigieren ginge, dann müsse man aber die ganzen Finger aus dem Arsch bekommen und sich bewegen. In die WEFA? Also eine Beschäftigungsstelle für behinderte Menschen? Nein, um Gottes Willen, wie soll das Kind (siehe Alter oben...) denn machen? Wie soll sie denn zur Arbeit kommen? Tja, vielleicht genauso wie in den Supermarkt, um sich die Tüten mit Chips und Schokolade zu kaufen? Für Alles ist genug Energie und Alltagstauglichkeit da, nur zum arbeiten reicht es nicht mehr. Warum auch? Gibt doch fein ALGII und die Wohnung und das drumherum sind bezahlt. Reicht das Geld nicht mehr, wird eben bei der Familie gefressen. Ja, essen kann man diese Mengen nicht nennen. Die Ex hatte schon einen gesegneten Appetit - aber was da verschlungen wird. Hut ab, muss man erst einmal verkraften.

Der Onkel ist auch sooo arm dran. Ostrobrose. Hat er. Laut meiner Mutter. Was das ist? Hab´ ich auch gefragt: Osteoporose. Und die ist auch daran schuld, dass er auch immerzu umfällt und nicht mehr sprechen kann. Und der Buckel kommt davon. Den hat nur er, sonst niemand. So schwer ist er erkrankt. Dass aber der Rundrücken eigentlich typisch ist im Alter, das wird so nicht anerkannt. Merke: Bei uns in der Familie ist alles immer etwas tragischer und schlimmer, als bei Anderen. Nur die eigenen Kinder, die mögen sich doch bitte zusammenreißen und nicht mit Krankheiten belasten.

"Und haste schon gehört?????" - "Was?" - "Die Frau mit dem grauen Hund ist immer gestorben. Die, die wir immer beim Spaziergang um den See getroffen haben!" - "Bin ich doch nie dabei, kenne die nicht!" - "Freilich, die mit den so grauen Haaren." - "Kenn´ ich trotzdem nicht", mit leicht genervter Stimme. "Ha freilich kennste die! Die hat doch den Mann, der so lange im Rollstuhl saß. Der mit der Kappe." - "Mutter, ich kenne die Menschen nicht und es ist mir auch egal, was mit denen ist. Immer nur so negatives Zeug!" - "Mit Dir kann man ja gar nicht mehr sprechen. Ich sag gar nix mehr!" Sitzt so da, schmollt, um 15 Sekunden später zu erzählen, dass der Nachbar ein neues Auto hat und dieses so fürchterlich hässlich ist, wie hätte er nur das Teil in braun kaufen können. Also SIEEEE würde sowas verbieten, wenn sie könne. Zum Glück kann sie das nicht, denn sie würde.

Ihr neuester Satz als Antwort auf Dinge des Lebens: "Kann ich mir nicht vorstellen!" Na, dann frag´ doch nicht, wenn du es nicht glauben kannst. Schlimm. Und dann ein paar Tage später wird mir mitgeteilt, dass Person X erzählt hat, dass der Sachverhalt so und so ist. Also genauso, wie ich es schon Tage zuvor mitgeteilt habe. Darauf angesprochen herrscht in der Regel Schweigen.

Beispiel? Gerne. Da haben wir also den Kohlenhändler. Braunkohle, 25 kg am Bündel, 30 Pakete. Mit Anlieferung und bei sofortiger Barzahlung kostet der Scheiß 338 Euro. Also gut 11 Euro je Bündel. Auf meinen mehrmaligen Einwurf, dass im Baumarkt die gleiche Kohle für 5,59 zu haben ist, die Selbstabholung kein Problem wäre, kommt nur die Erwiderung, dass die Kohle nicht die selbe wäre. "Kann ich mir nicht vorstellen, dass das günstiger und besser ist!" Meine Erwiderung, dass das wohl an ihrem dann sehr begrenztem Vorstellungsvermögen liegen würde, wurde mit einem bösen Blick gewürdigt. Also noch böser als sonst.

Ein paar Tage später, ein Ableger aus der Verwandtschaft war zu Besuch, wird mit freudestrahlend erzählt, dass dieser - eingeheiratete Arsch - doch seine Kohle immer im Baumarkt holt, diese dort vieeeeel günstiger sei und er diese auch nach Hause bringen würde. Von Gratis hat er nix gesagt, wie ich ihn kenne, wird er aber ordentlich aufschlagen. WTF soll diese Scheiße? Ein dezenter Hinweis darauf, dass ich das nun schon im zweiten Jahr vorschlage, die Kohlen selbst zu holen, wird übergangen. Auch die Bemerkung, dass anderer Rat mehr zählt als der des Sohnes, wird geflissentlich nicht gehört.

Die Familie ist in Facebook zum weitaus größten Teil gesperrt. Auch aus dem Grund, weil eine der Tanten immer wieder nach dem Stand der Enkel und Ur- und Ururenkel gefragt hat. Ob mir das auf den Sack geht? Klar, weil es immer brühwarm weiter erzählt wurde, ich hätte gesagt, dass... Ich wäre nicht im Traum darauf gekommen, solche Kackbratzengeschichten zu erzählen, wäre ich nicht explizit aufgefordert worden, aktiv zu suchen.

Einer aus dieser Brut wird wohl gestalkt. Wurde mir zugetragen, angehört und gaaanz weit hinten abgelegt. Was schert mich, was da im Gange ist? Eben. Der erste Job wurde angeblich verloren, weil "ein Mann" dort angerufen hat, diese Person "schlecht gemacht" hat und darum gekündigt wurde. Nun ist es ja nicht so, dass ich nicht auch ein paar Menschen kenne. Diese Arbeitgeber, die also so böse sind, sind Reiterleute. Kenne ich also auch privat. Mal kurz gefragt, was denn das so vorgefallen ist. Ergebnis: Der Rausgeworfene war nicht mal mehr namentlich bekannt. Nur auf Beschreibung hin, mit dem Hinweis, dass das Praktikum doch nur vier Wochen gelaufen wäre, alles ohne Reibung verlief. Nu, hört hört, wertes Plenum.

Vor zwei Wochen dann die Nachricht, dass das Menschlein einen neuen Job hat, DEN Traumjob, und dass da Angst bestünde, dass da wieder angerufen wird. Also mal ein wenig gegrinst, aber nichts gesagt. Ich bin der Meinung, der Hinterausgang, zu dem sich das Menschenkind rausschleichen kann, sollte mit dieser Aussage geöffnet werden. Und siehe da, in der letzten Woche die uninteressante Nachricht, dass an dessen Arbeitsstelle sich "ein Mann" gemeldet hat, der wohl bekannt sei und nun so schlechte Dinge erzählt habe, dass dieser neue Job auch in Gefahr wäre. Kolportiert wurde, dass es sich um einen festen Job handele. Dumm nur, dass ich auch da.... Genau, jemanden kenne. Und meine Info? Richtig: Praktikum, vom Arbeitsbeschaffungsdienst verordnet. Und der "böse Mann" ist der Kursleiter, der sich nur erkundigt hat, ob auch alles in geregelten Bahnen verliefe. Aber, diese Stelle wäre bereit, ihn "weiter zu beschäftigen, er habe ja gut gearbeitet". Mal sehen, in sechs Wochen ist das dreimonatige Praktikum herum. Bin auf die Ausrede gespannt, warum es dieses Mal auch nicht geklappt hat. Wahrscheinlich der "böse Mann". Meine Mutter war sich übrigens nicht zu schade, mich zu frage, ob ich denn der Typ wäre, der...? Bin da wohl ein wenig laut geworden, habe auch mit plastischen Ausdrücken klar gemacht, was mich dieser Zweig der Familie mal kann und dass ich nicht einmal einen Telefonanruf mit Denunzierung absetzen würde, für so unwichte halte ich diese Wurmabteilung.

Aber nett, dass die eigene Mutter einem so etwas zutraut.

So, genug gekotzt, ich muss in die Küche. Red bekommt heute gedämpften Lachs und Bachsaibling, Wildreis, kleines Gemüse und eine Hummer-Garnelensauce. Und wenn der Dampf schon läuft gleich eine Dampfnudel mit selbstgemachter Vanillesauce. Ist ja Weihnachen. Das Fest der Liebe. Nicht nur körperlich.

Kommentare

  1. Frohe Weihnachten ;) - Wenn ich sowas lese, bin ich wieder sehr froh keinerlei Verwandschaft mehr zu haben. Der gestrige Abend war wie immer ruhig und lecker, das heutige Brunch bei Freunden urgemütlich und morgen liegen wir, außer zum Gassi gehen, die ganze Zeit faul in den jeweiligen Ecken rum.

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    1. Manchmal ist das schon ein Kreuz. Zu manchen habe ich Kontakt, da passt das, die sehen die Situation auch ähnlich wie ich. Und dann gibt es noch die Anderen. Die werden wohl ähnlich über mich denken. Macht aber auch nichts, ich bin glücklich mit meinem Leben :-)

      Brunch wäre auch mal gut. Demnächst. Mit Freunden und gaaaanz wenig Familie ;-)

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  2. Liebe Goldi, wir sind nicht auf den Hund gekommen, waren also nicht Gassi und liegen trotzdem müde und faul in unseren Sofaecken und gucken Märchenfilme, manche älter als ich. Verwandtschaft? Dieses Jahr nicht - und ich genieße es sehr. Hat durchaus auch was :)
    Lieber Silberlöffel, ich mag das total: kein Mitleid, aber Anteilnahme. Hat für mich auch viel mehr Ehrliches. Essen aus der Retorte kommt mir auch außerhalb von Weihnachten Nichtraucher den Tisch: Es schmeckt einfach nach nichts außer diesen E's für Haltbarkeit und Geschmacksverstärkung. Muss man sich dann auch nicht wundern über drei neue Pickel am Arsch.

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    1. Helma, faul rumliegen geht irgendwie immer. Da findet sich schon ein Grund für ;-)

      Siehste, sag´ ich auch immer - Pickel am Arsch. Glaubt nur niemand ;-)

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  3. Was soll ich nun dazu sagen?
    " Fröhliches Fest"
    Manchmal kam ich mir schon etwas verlassen hier vor.
    Jetzt aber " Danke" Holger, jetzt weiss ich mein Glück zu schätzen.
    Ich liebe meinen Hund. Ist da noch wer?
    Ein Glück. Niemand!
    Wir beide sind dagegen die glücklichsten Menschen der Welt. ( wenn auch manchmal sehr einsam)

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    1. Gerhard, Glück kann in so vielen Formen erscheinen. Manchmal in der Form eines Menschen, manchmal reicht auch nur ein einfacher Sonnenstrahl.
      Genießen muss man Beides können, sonst gibt es keine Freude.

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  4. Wie im richtigen Leben ::))
    Bin ich froh das unsere Verwandschaftweit weg ist.Da ist es dann schön wenn man sich nach langer Zeit wieder mal sieht.

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    1. Wie überall. Die Leute haben auch erst die Kartoffeln zu schätzen gelernt, als sie stark bewacht und künstlich verknappt wurden. Die Dosis macht das Gift ;-)

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  5. Mensch, irgendwie überall das gleiche Drama (Außer bei Frau Gold, der Glücklichen).

    Ich mag Wiener und ich mag Kartoffelsalat.
    Aber nicht zu den Feiertagen, um Himmels Willen, sondern im Sommer, zum Camping oder so.

    Meine Mutter hat sich vor ein paar Jahren das Backen ab- und das Fertigkekse-kaufen angewöhnt. Nun sitzen wir hier mit 12(!) Tüten Dominosteine (Vollmilch! *örks), Butterspekulatius, gefüllten Schokoherzen und ähnlichem Mist, der in ein paar Tagen im Müll versenkt wird.
    Gestern hatte sie mich, Mann und Kinder zum Abendessen eingeladen.
    Einige Tage vorher erzählte sie, dass sie ganz viele Rouladen selbst hat drehen müssen, weil der Bauer, der die sonst fertig verkauft, seinen Hofladen dichtgemacht hat.
    In Erwartung von Rouladen, Klößen, Rotkohl und lecker Sößchen haben wir tagsüber kaum gegessen. Abends gab es dann:
    Toastschnittchen mit Lachs, Frischkäse, Kochschinken, rohen Schinken. Zum Nachtisch Schokopudding ausm Becher.
    Wieder zuhause musste ich erstmal was KOCHEN, weil wir Hunger hatten.

    Alle Jahre wieder...

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    1. Kulinarisch war also DEIN Weihnachen ähnlich dem Meinigen. Und warum machen wir trotzdem in jedem Jahr gute Miene zum bösen Spiel??? Falsch verstandene Nächstenliebe? Oder haben uns die "Alten" einfach nur perfekt manipuliert zu ihren Gunsten? Tja, die liebe Erziehung. Manchmal ist das auch ein wenig egoistisch.
      Wird Zeit, neue Bräche zu finden. Wie wäre es denn mit Sushi an Weihnachten? Finde ich gut...

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  6. Familie in solch unmittelbarer Nähe kann man nur lieben wie Flöhe:-).
    Da ich das nicht wollte, mußte ich einige Postleitzahlen zwischen selbiger und mir legen. Die meisten, die seinerzeit mit mir abhauten haben sich das nicht lebenslang zu leben getraut und sind wieder ins vertraute Städtchen zurückgekehrt, oftmals auch ins Elternhaus. Tja, und dann wird es immer symbiotisch.
    Ich fand den richtigen Mann für's Leben, auch nicht familienkompatibel, und wir suchten uns einige wenige Wahlverwandschaften. Wir sind zwei verheiratete Einzelgänger und waren der Familie oftmals ein Rätsel. Zu den üblichen Feiertagen waren wir immer in den Tropen unterwegs und haben uns einfach nicht vereinnahmen lassen.
    Ich bewundere deine Geduld.

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    1. Oder man holt sich "Bolfo Mensch", das klappt auch ganz gut. Gibts in der Wirkrichtung "Facebooksperre", "Neue Handynummer" oder "Deutliche Ansage". ;-)

      Geduld? Eher nicht ;-)

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