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Ratespiel...

Zu gewinnen gibts nix. Außer der Erkenntnis, dass manchmal die Frechheit doch siegt und jeden Tag ein Dummer aufsteht, der nur gefunden werden muss. Oder ein hilfesuchender Mensch, der abgezogen wird.

Ach, ich weiß gar nicht, wo ich anfangen soll. Vielleicht erst mal ein paar Bilder, so zu Einstimmung? Die Erklärung gibt es dann ganz hinten. Oder ganz unten eben.



















Nach der Meinung des zuständigen Amtes ist ein Umzug nicht notwendig, da es sich bei der Immobilie um ein mietbares und zumutbares Objekt handelt. Ach ja, der "Vermieter" bekommt dafür übrigens 400 Euro im Monat.

Dafür gibt es einen Gestank im Haus, der sofort in die Kleidung zieht, eine Heizstelle - in der Küche. Massig unbewohnbare Räume, ein Schürofen, dessen Rohr IN der Waschküche endet. Die "Entrauchung" erfolgt über das geöffnete Fenster, der Funkenflug ist nur halb so schlimm, denn durch das raffiniert undichte Dach ist die Bude sowieso so undicht, dass da nichts brennen kann.

Im Keller lecken die Öltanks vor sich hin und verseuchen langsam aber stetig den Untergrund. Garagen gibt es. Doch doch... Drei. Ach so. Nur eine ist nutzbar unter Lebensgefahr, weil die anderen beiden schon marode und teils eingestürzt sind.

Die Zufahrt. Oder besser: Der Abenteuerweg. Kein Scherz - am Anfang ist da nur ein Q3 von Audi nicht daran gescheitert. Da ging nichts mehr. Bis eben ein Kumpel Schüttgut vorbei brachte und dafür sorgte, dass das Haus auch mit dem Auto erreichbar wurde.

Das Haus. Nicht die Wohnung. Denn der Haupteingang ist so gut wie nicht begehbar. Dafür geht es über eine Terrassentür aus billigstem Kunststoff. Da wiederum ist ein Glas herausgeschlagen worden. Der Vermieter ist der Meinung, das zu reparieren ist Mietersache. Begründung: Ein geringfügiger Mangel. Und der ist ja vom Mieter zu beseitigen.

Wie, Ihr wollt wissen, wie man das Haus verschließt? Na, wenn man zu Hause ist, dann über einen normalen Verschluss wie am Fenster. Und wird das Haus verlassen, dann gibt es einen Schieberiegel und ein Vorhängeschloss... Ist doch egal, dass das mit einem Seitenschneider zu knacken ist.

Tja, so sieht die traurige Wahrheit im Deutschland 2014 aus. 

Kommentare

  1. Ich wage gar nicht zu fragen: In diesem Schutt- und Müllhaufen wohnen doch nicht etwa Leute?

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    1. Ja, drei Menschen. Davon zwei minderjährige Kinder.

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    2. Unglaublich! Die zuständige Behörde sollte verklagt werden, wenn dies so ist, wie Du es beschreibst!

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    3. Ist wirklich so. War vor Ort. Und ein paar Dinge habe ich lieber mal nicht beschrieben.

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  2. Oh, Du willst umziehen? Da haste dir ja was vorgenommen :-) Ich sach mal, vier Monate à 10 Stunden Arbeit täglich, 30 000 Euros, dann kannste einziehen. Also los, hopphopphopp...

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    1. Ich sach mal: Das Ding platt gemacht und was Neues gebaut - und dann ists gut. :-)

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  3. Lieber Holger,
    diese Zustände sind einfach unvorstellbar für die heutige Zeit,
    doch "Frechheit siegt immer" da gebe ich dir Recht.
    400 Euro - ein Wahnsinn in Anbetracht dieser Bruchbude, hier
    würde ich nicht mal umsonst wohnen wollen.
    (Beim Zappen im Fernsehen habe ich am WE so eine Sendung entdeckt, über
    Schnäppchenhäuser, das hat ähnlich ausgesehen - einfach schlimm)
    Sehr anschauliche Bilder.
    Ich wünsche dir einen entspannten Wochenbeginn.
    Lg Sadie

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    1. Hallo Sadie, sei froh, dass wir noch keine Geruchsübertragung haben. Das sind unmenschliche Zustände. Ich frage einfach mal die ketzerische Frage: Was, würden da Asylaten "eingesperrt" werden? Wäre dann die Bude auch bewohnbar? Natürlich kann man da wohnen. Wenn man ein Zyniker ist, kann man das auch fordern. Aber scheinbar sind die Amtsmenschen in diesem Fall eher von der nicht so auffassungsbegabten Sorte.
      Dir auch eine schöne Woche, wird schon werden :-)
      LG, Holger

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  4. Antworten
    1. Und mir sind sie bei dem Anblick des Hauses in Massen eingefallen. Aber leider nicht druck- bzw. gesellschaftsfähig...

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  5. Also ich glaube es nicht! Ich habe mir die Bilder angesehen
    und behaupte mal, diese Wohnung ist NICHT bewohnbar.
    Allein der erkennbare Schimmel (Bild 10+14) widerspricht
    einer Bewohnbarkeit! (Beim ersten Bild habe ich allerdings
    im ersten Moment an die Küche vom Gerhard gedacht ☺)
    Eigentlich sollte man diese „Herrschaften“ vom Amt da mal
    für zwei / drei Monate in diese „Wohnung“ zwangseinweisen.
    Mann o Mann hab ich einen Hals!

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    1. Hans, da sind wir einer Meinung. Alleine die Sicherheit ist nicht gewährleistet. Dann zusätzlich die Gefahr durch das Rauchgas, die offenen Installationen im Haus, die unbeheizten Räume im Winter - ein Drama sondergleichen.
      Die "Herrschaften" sind in diesem Fall eine Frau. Ich dachte auch erst, da wird maßlos übertrieben. Glaube mir, die Bilder sind noch mild.

      Mal sehen, was da machen geht... Vielleicht eine Dienstaufsichtsbeschwerde? Oder gleich an die Zeitung???

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    2. In dem Fall eigentlich beides, Dienstaufsichtsbeschwerde
      einreichen und danach mit der Kopie zur Zeitung. Damit
      sehen auch die Presseleute, dass es ernst gemeint ist.

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    3. Aufsichtsbehörden sind eine wunderbare Sache...

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    4. Hans, so wird es wohl werden. Ich treffe den Kumpel, der das mitmacht, am Mittwoch. Da werde ich das in jedem Fall mal vorschlagen.
      Paterfelis, eigentlich bin ich ja nicht so. Aber dieses Mal scheint es keinen anderen Weg zu geben.

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  6. Du meine Gütte,was für eine Grotte!
    Bißchen Öffentlichkeit kann sicher nicht schaden,falls da echt jemand wohnt und der Vermieter sich nicht regt.

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    1. Ja, da wohnt WIRKLICH jemand. Aus Erzählungen kannte ich das bereits. Aber vor Ort - das spottet jeder Beschreibung. Bin am schreiben, mal sehen, ob da was kommt :-)

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    2. Es heißt natürlich "Güte".....

      Viel Erfolg!
      Finde ich gut,dass Du Dich einsetzt!

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    3. Mal sehen, was da dabei rauskommt. Ich kann ja nur versuchen zu vermitteln.

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  7. War denn da vom zuständigen Amt jemand schon mal drinn.

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    1. Nö, die geben sich mit Bildern zufrieden. Eben DIESEN Bildern.

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  8. Sorry, vielleicht irre ich mich ja, aber Vieles sieht für mich so aus, als ob da nicht nur die Vermieterin dran Schuld ist. Ich spreche natürlich nicht vom offenen Dach, sondern von der "Vermüllung" und von dem Dreck...

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    1. brisy, SO war das Haus am Tag der Übergabe, die Mieterin hat das -soweit möglich- beseitigt. Der Müll ist natürlich mittlerweile weg, allerdings sind die "Bausünden" nach wie vor vorhanden, könnten von ihr auch nicht abgestellt werden.

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  9. Kann es sein das da vorher so ne Art Messis drin waren.
    In dem Haus wo wir wohnen sind 4 Wohnungen.Die Mieter in den unteren Wohnungen wohnen schon über 20 Jahre drin sind sehr nette Leute.In der oberen Wohnung neben uns hatt ein junges Pärchen gewohnt ,mit Baby und Katze.Unsere Vermieterin wohnt nicht hier ,und wir haben die bisher nur 3x gesehn.Einmal beim Vorgespräch einmal beim Mietvertrag unterschreiben und einmal zufällig als das Junge Paar ausgezogen war.Die Frau eine nette ältere Frau hab ich noch nie so fassungslos gesehn.Die Wohnung hatt unter aller Kanone ausgesehen.Die Renovierung im 5 stelligen Bereich,und da war und ist die Substanz top in Ordnung.Das waren nur "Schönheitsreperaturen" !!!.
    Aber warum sind die denn erst eingezogen wenn di Wohnung so dermasen kaputt ist?.

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    1. Was vorher war - keine Ahnung. Der Müll ist natürlich bisher schon entsorgt worden, ist ja klar. Aber der Rest - frage nicht. Müllhalde vom Feinsten....
      Eingezogen? Weil keine andere zu haben war.

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  10. Nicht zu fassen.
    Mal die Entscheidungsträger für 24 Stunden da zwangseinquartieren, vielleicht hülfe das ihrem "Sachverstand" auf die Sprünge.

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    1. Würde vielleicht helfen. :-)
      Aber die Wohnung ist nur Geschichte, Umzug baldigst auf eigene Rechnung und eigene Suche in eine bessere Welt.

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