Direkt zum Hauptbereich

Beischlaf beim Schweden - mit Hä? und Nä? in den Hauptrollen

Manchmal habe ich Tage, da treibt es mich aus dem Haus. Floh in der Birne, Umsetzung bitte sofort. Heute war ich der Ansicht, dass nicht nur endlich mal der Flur einen Anstrich bekommen soll, nein, auch Grün soll in die Wohnung. Nachdem nach dem Auszug der Ex meine Fähigkeiten der externen Grün-Lebenserhaltung auf -5 gesunken waren, waren nur zwei biologische Organismen mit Erdbindung übrig. Zum einen eine Flamingoblume, die sich bisher damit zufrieden gibt, Wasser zu bekommen, wenn die Flügel hängen. Ist ja ein Flamingo, da sollte sie das auch abkönnen. Zweitens ein Riesenblatt oder Einblatt. Das Ding, welches an Weihnachten als Weihnachtsbaumersatz gedient hat.

Bischen wenig, auch auf dem Balkon gepflegte Steppe. In der letzten Woche waren schon Zitronen der Sorte "Erbarmdichunser" im Angebot, die mussten wohl einen Dummen finden oder auf dem Kompost weiter wachsen. Darf ich vorstellen? Der Dumme war ich. Und für 3,99 war das in Ordnung. Die tragen sogar schon. Nuja...

Heute nach dem Aufstehvorgang, dem Kaffee und der Dusche die LaMama darüber informiert, dass es mich zum Schweden zieht. Raffinierterweise sind wir genau zwischen zweien angesiedelt, einmal Erfurt, einmal Nürnberg. Ich weiß ja, dass ich in dieser Woche noch zu Selgros und METRO nahe Nürnberg fahren will, zwei Mal wird sie nicht wollen. Was eigentlich nichts macht, weil ich sehr gerne sehr lange einkaufe. Das ist die feminine Seite, die meiner Mutter eigentlich fehlt. Und ja, ich habe sie (LaMama) heute wohl beim einkaufen kaputt gemacht. Hat immerhin gepflegte neun Stunden gedauert.

Wäre auch alles kein Problem, hätte LaSiste in dieser Woche nicht Urlaub. Und noch dazu kein Auto, weil 2.0 dieses aufgrund einer kleinen Regenwolke mit in die Arbeit nahm. So stand also der Wocheneinkauf an, aber zu Fuß...? LaMama wurde angerufen, ein Shuttle-Dienst erbeten. Was solls, dachte dabei an den Markt mit dem leckeren Kaffee und Kuchen. Wurde dann aber ALDI, die LaSista mit Beuteln voller TK-Ware, also heimwärtsorientiert. Dumm gelaufen. OK, wäre schön, wäre es dumm gelaufen, so war das dumm gefahren.

LaSista wieder abgeliefert, LaMama ausgeliefert. Nämlich mir. Kurze Ansage und Richtung Erfurt. Fast zumindest. Denn, auf dem Weg dorthin wohnt LaTanta. Diese kurz angerufen von LaMama (manche Tage verfluche ich die Technik für jedermann...), LaTanta auch eingeladen.

Früher war es so, dass die Nebensitzerin (aka "Die Ex") ab ca. 180 km/h wegschlummerte und ich meinen Weg in Ruhe fahren konnte. Heute? Heute ist Ol´ blue bei 180 ziemlich am Ende (Kutsche der LaMama, üppige 101 PS), dafür das Gezeter von Rückbank und Beifahrersitz recht groß. Was gäbe ich manchmal für die Sonderausstattung von Bonds AM. Wisst schon, der mit dem besonderen Sitz....
Mal unter uns... Wenn ich mit dem Espresso unterwegs bin, dann ist das bei freier Bahn eher die Bummelgeschwindigkeit. Wahrscheinlich würde sie da in Ohnmacht fallen. Hmmm.... Bin ja für Feldversuche immer zu haben.... Schau mer mal...

Jedes Mal wieder, bei jeder neuen, längeren Fahrt, muss ich mich dann auch an das "Hä?" und "Nä?" am Ende der Sätze von Hanni und Nanni gewöhnen. Bei "normalen" Menschen ist das im Gespräch meist die Aufforderung, zu reflektieren und eine Rückantwort zu geben. Hier? Nö. SO werden eben die Sätze beendet. Irgendwann dann schalte ich in den "ich hör nix-Modus". Meist nach 200 km. Also auf dem Rückweg in der Regel. Muss ich dran arbeiten.

Wie immer gibt es tausend wirklich doofe Fragen auf dem Weg, die sich, würde man einen Fitzel von Moment selber denken, von alleine erklären. Ich mag da jetzt nicht drüber nachdenken, sonst muss ich wieder an den Blutdruckmessautomaten. "LaMama und LaTanta im Pack schaden Ihrer Gesundheit!".

"Wo muss man denn da parken?" - direkt vor uns: Ein riesiges weißes "P" auf blauem Grund.
"Wo gehts denn da rein?" - mit dem Blick auf die Buchstaben "E I N G A N und G" gerichtet.
"Warum steht denn da nix in deutsch drauf?" - mit dem Zettel und der deutschen Beschreibung unter der Bezeichnung "Nixhirnik" in der Hand..... Und so geht es, bis der Tag die Lust verliert und aufhört hell zu sein.

Das sind die Tage, an denen ich mir wünschte, ich hätte wenigstens eine Drogensucht, die mich fliegend und mit einer gewissen Egalität durch den Tag bringt. Ne, ich muss ja gesund leben wollen. Und Schiss vor Drogen haben. Kacke.

Der beste Spruch des Tages war aber: "WO ist denn das Lokal???" als wir schon mitten zwischen den Tischen standen. Kann man wirklich 100 gleiche Tische mit Stühlen dazu für eine Möbelausstellung halten? Aaaalder.... Da muss man psychisch schon recht stabil sein, um nicht mit den knochenharten Elchexkrementen in Rundform an der "Essensausgabe" zu werfen.

Natürlich wird auch nicht geschaut, wie das vonstatten geht. Warum auch, wenn doch einfaches reinlatschen und drängeln an der Essensausgabe - natürlich ohne Tablett - viel einfacher ist? Hab´ dann vorsichtshalber mal drei Tabletts genommen, mit Besteck und Servietten. War besser, wie es sich gezeigt hat.

Tagesangebot: Krautroulade mit Bratensauce und Salzkartoffen. Der Schwede ist für viel bekannt, leider auch mittlerweile dafür, dass das Essen eigentlich nix mehr taugt. Das Kraut hart, als käme es vom Feld, die Fleischfüllung mit gefühlt 99 % Semmelfülle, 0,5 % Knoblauch und etwas Fleischähnlichem. Logisch, Sauce aus der Rührmichan-Packung und Salzkartoffeln, die sich unter der Höhensonne einen kleinen Stärkepanzer zugelegt haben. Egal, für 3,90 € kann ich eben nicht mehr erwarten. Zumal das auch angebotene Rumpsteak mit Pommes und Kräuterbutter zu 9,80 € eher eine viertel Portion war.

Suppe des Tages gekrallt (Indische Currysuppe) zu 0,99 € ein Getränk und ab zur Zahlung.
Am Tisch - ich sage mal, das Essen war auf jeden Fall essbar, wenn auch ausbaufähig -, Dauergemecker. Alles nicht heiß genug (zu Hause: viel zu heiß!), nicht gewürzt, keine Kräuter, kein Geschmack (Hallo? Pfund Knoblauch dran? - ach ja, sie droht mir immer, dass sie den Knoblauch rausschmeckt. Wisst Ihr was? Tut sie nicht ;-)).

Und die Suppe. Viel zu scharf und dafür lauwarm. OK, wenn ich die zuerst nehme, mich an der längsten Schlange anstelle und dann nicht kapiere, wie der Getränkespender geht, dann kann das passieren.

Apropo Getränkespender. Na, wer ahnt es? Rischtisch: Viel zu kalt. "Trink Du, Du magst das doch so!" Ne, ich mag keine Zitronenlimonade mit Süßstoff. Aber ich mag auch nichts umkommen lassen. Blöd, ich weiß. Ruckzuck geleert ohne hinzuschmecken, dann klappt das. LaMama wieder zum Getränkespender "Free Refill" genutzt. Zurück mit einem Mineralwasser. Welches jetzt die richtige Trinktemperatur hatte. Unter uns: Das Zeug kommt aus der Leitung, Durchlaufkühler, Kohlensäure dazu und ein Löffelchen Chemie für den Geschmack. Die Temperatur ist für alle Getränke aus dem POM gleich. Hab´ ich mir aber verkniffen, das wäre wieder eine Diskussion geworden. Memo an mich: Nächstes Mal ein Infrarotthermometer mitnehmen...
So sieht der IKEA-Schlemmerteller aus:
Vielleicht drohe ich meiner Mutter beim nächsten Meckern an, ab sofort auch nach Art IKEA zu kochen. Sollte helfen.

Hier der Blick auf den Parkplatz. Nürnberg bietet da mehr, besonders zur Zeit des Semesterbeginns. Heute waren leider keine VW Polo zu sehen, in die ganze Wohnungseinrichtungen geschlichtet werden sollen. Schade.

Bla Bla Bla... Alles böse.... Bla Bla Bla.... In den Keller, Kruschabteilung. Kurzform: War teuer, ich habe eine Kaffeeplantage hier grünen und noch ein paar Exemplare der Abteilung "Alter, der Mann hat wohl die Midlifecrisis bei der Größe der Pflanzen". LaMama hat es fertig gebracht, NICHTS zu kaufen. Leere Hände. Während ich gut daran tat, einen eigenen Wagen zu nutzen. Hrmpf...Kartenzahlung sei Dank. Und eigentlich gehe ich Barfinanziell gut bestück auf Beutezug. Egal. Auch die Küche hat ein paar neue Teile bekommen, die in den letzten Jahren irgendwie abhanden kamen. Weg. Puffffff.... Wohin auch immer. Mal im Ernst: Wer braucht einen gebrauchten Bratenwender? Und dann gleich beide Teile?

Ach so, ja. Wie ich auf den Beischlaf beim Schweden in der Überschrift komme? Na, ich war so gut zwei Jahre nicht mehr dort. Kein Bedarf, dann ging es nicht, lauter Gründe eben.
Weil ich aber so strulltechnisch durch die Tabletten doch öfters mal "Wasser abschlagen" muss (das gefriert doch nicht, warum wird das so genannt???), ging es auch in die unverkäuflichen Keramsammlungen.
Hier mal ein Bild für ALEX ;-)

Und das hier hat mich auf eine ganz andere Idee gebracht....:
Dieser Spender für Utensilien einer durchzechten (oder der Erwartung einer zu durchhm hm hmten) Nacht hängt bei den Männern. Warum da auch Kondome zu ziehen sind, erschließt sich mir nicht. Schlussendlich war auch heute die Kundschaft wieder aus 70 % angeknusperter Frauen bestanden.
Die Idee wäre, anstatt sich teure Hotelbetten zu mieten, den Urlaub künftig in der Nähe von IKEAs zu verbringen. Abends die Küchen genutzt, dann das Bettchen, früh aus dem Automaten gezogen, was die Hygiene so braucht - und dann auf zur Stadtrundfahrt. Überschlagen (und nicht erwischt dabei) käme die Übernachtung also auf unter zehn Euro für zwei Personen. Schnarchen wäre dabei zu unterdrücken, damit das Wachpersonal nicht aufmerksam wird. Mal genauer drüber nachdenken....

Der schönste Einkauf geht vorbei, wenn in die Wägen keine Waren mehr passen. Die Kasse........ Tja, die Kasse...... Warum werden zwar 102 verschiedene Kassen aufgebaut, aber nur vier Kassiererinnen eingestellt? Und dann auch noch drei in Urlaub geschickt? Als Faustregel nehme ich die Einkaufszeit plus 30 % derer für die Wartezeit an der Schlange. Wenn keine Komplikationen in Form von vom Vordermann eingepackter Muster aus dem Regal entstehen. Oder ein zugehöriges Teil fehlt (weil man ja unbedingt den einen Faden sparen muss, mit dem man Sets zum Set machen könnte....).

HotDog-Stand vor der Tür. Hab ich einmal, wollte wissen, wie sowas schmeckt. Nie wieder. Auch heute nicht, nachdem die Vandalen scheinbar diese "HotDog-Station" überfallen hatten. Dafür aber dann drei Flaschen Sirup mitgenommen und der LaMama drei Gläser Marmelade aufgedreht. Kann ja nicht sein, dass sie einfach so mitfährt.

Heimwärts dann die obligatorische Runde zum Flughafen. Muhahahhaa.... Wollen die mich verarschen? Kein Counter besetzt. Dafür offene und gähnend leere Reisebüros. Ich habe dann auch den Kaffee und den Kuchen verweigert. Was eigentlich nie vorkommt. Aber das war sogar mir suspekt und ich traue mich sonst schon was.

Besucherplattform? Ohne Sitzmöglichkeit. Gut durchdacht, Hut ab, die habens drauf. Kaffee auf der falschen Seite, Blick zum Parkhaus. Junge, Junge, wie sollen da die Landschaften blühen? LaMama hat den Dreck -tschuldigung, muss ich so ausdrücken: gefressen und gesoffen. Heimwärts war ihr ordentlich schlecht. Selbst schuld, da geht man nicht ran. Ach ja, Abends kämen evtl. drei Flieger. Wenn die sich trauen, dort zu landen. Ich hätte als Pilot Angst, dass da abgeschlossen und das Landelicht ausgeknipst. Is ja eh nix los...

Kurze Rundfahrt, EGA, MDR, KIKA, Dom. Heimwärts. LaTanta hatte auch noch nicht Oberhof gesehen, danach gab es auch da lange Gesichter. Wollten ja nicht hören, als ich von der Wald mit Wald und ein paar Schieferhäuser-Aussicht erzählt habe.

Durch Zella-Mehlis, durch Suhl, mit LaMama gestritten, WO da mal die Abfahrten waren und wo die Kunden (sind Pleite, oh Wunder) - und natürlich(!) gewonnen. Hätte ich mal um ein Essen gewettet. Sollte härter werden, die Rentner haben doch die Penunze. ;-)

Bergab ein Rostbrätel gekauft und wieder was in Sachen Kundenabzocke Umsatzoptimierung gelernt. Brot "hammernich wiewärs mim nemKartoffelsalat"? Lustig, hätte 2,20 € Aufpreis gekostet. Der nach mir hat nicht die Preistafel gelesen und somit als Ersatz geordert. Ich sag mal so... Drei Kaffeelöffel irgendwas mit irgendwas als Kartoffelsalat zu diesem Preis ist mutig. Bin mir nicht sicher, ob der Imbiss nicht ab und zu von marodierenden Butterausflüglern thermisch entsorgt wird.

Ein weiteres Highlight des Tages: LaMama und LaTanta haben über den Dialekt (russisch-erfurterisch), den Dreckstall an Imbiss und auch über die Brötchen gelästert. In adäquater Lautstärke, wie sie zur Verständigung direkt hinter einem startenden Jet nötig wäre. Und richtig dumm gelaufen war, dass diese Servierfrau in diesem Moment direkt neben uns stand. Ich kann nur hoffen, dass sie des fränkisch-itzgründischen Idiom nicht mächtig ist. Ansonsten werden uns wohl die innerlich vergebenen Flüche demnächst übel dahinraffen.

Wie das so ist, jeder schöne Tag geht zuende. Ein paar mal den Körper (sind ja nur noch zwei Drittel der Masse übrig - halleluja!) mit Grünzeug und chinesischer Qualitätsware die Treppen hochgewuchtet und das war es auch schon. So, liebe Leser, gleich kommt das Sandmännchen (Ost) und streut mir Schlafsand in die Augen. Deshalb wünsch ich für heute eine gute Nacht!

P.S.: Sollte die heute gekaufte Kaffeeplantage anwachsen, gebe ich in gut 20 Jahren eine Tasse selbst geernteten Kaffee aus.






Kommentare

  1. Höhö - ich war vor über fünf Jahren das letzte Mal beim Schweden. Naja, eher gegenüber am Sperrmüllhof ^^ Kann dem Hype nicht mehr so recht nachvollziehen. Klar, ich habe ein paar Sachen daher. Kleiderschrank, Küchenstühle, Küchentisch und Hocker. Die sind allerdings schon etliche Jahrzehnte alt und aus der Zeit, wo es dort noch einigermaßen massive Qualität gab ;) Und für die Kleinzeugabteilung konnte ich mich - zum Entsetzen meines Exfreundes - nie begeistern. Wenn man mobile Haustiere hat, kauft man keine Teelichter *g*

    Und Autofahren mit naher Verwandtschaft ist für mich ebenso der Horror. Ok, die Leute, die keinen Führerschein haben, verkneifen sich jede Bemerkungen (zünden sich nur zwei Sekunden nach der Ankuft hektisch eine Zigarette an . ghihihi). Mein Vater ist da ganz schlimm: hat seit fast über 60 Jahren den Führerschein und immer wenn ich fahre kommt ein "Jetzt fahr doch nicht so schnell! Wir haben doch Zeit!" Wenn ich es wage, statt 50 km/h 55 oder gar 58 km/h zu fahren *umfall* Er fährt selber furchtbar unsicher. Weiß dies auch, möchte aber seinen Wegen wegen Unabhängigkeit so schnell nicht abgeben - eine Zwickmühle :/

    Da muß ich zwischendurch mit meinem kleinen Flitzer (bitte nicht nach der Marke fragen - der 3er-BMW ist schon seit 20 Jahren Geschichte) die 90 Kilometer zu meiner Tante in knappe 30 Minuten fahren *hüstel*

    Sabine

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Na, IKEA ist quasi ein Zwang. Einmal, weil LaMama da unbedingt mal wieder hinwollte, die LaTanta da noch nie war und ich Kleinteile benötigt habe. Möbel? Noch nie. Und auch nicht alle eigentlich benötigten Teile habe ich gekauft, wenn die mir dann doch zu "windig" vorkommen. Muss ja nicht. Der Rest wird eben bestellt. Aber sowas wie ein Dressierbeutel und die Blümchen (Orchidee für LaMama, tolles rot erwischt!), ist mir zu blöd, das zu bestellen. Dumm, dass in Coburg alle unsere Haushaltswarengeschäfte geschlossen haben. Hab da eigentlich alles geholt früher. Und dann waren die weg. Schade.

      Na, ich fahre gerne und eigentlich immer gesetzestreu, auch vorsichtig. Aber das heißt ja nicht, dass man die Karre auch mal gen 300 schicken kann (OK, etwas übertrieben), wenn die Trasse frei ist. Und die Autobahn in Richtung Erfurt ist fast immer frei. Und die A73 hat seeeeehr lange Strecken, die frei und fast nicht befahren sind. Da geht das schon mal. :-)

      Tja, ich war heute meist zu weit rechts oder zu sehr in Schlaglöchern. Pffff.... Aber wenn sie fährt, dann ruckt und zuckt das Auto, das ist dann aber normal. Ich hatte mal ´nen offenen Wrangler, den 4.0 H.O. - der konnte auch ohne Türen gefahren werden und war bei 180 abgeriegelt. Das hat sie nur einmal mitgemacht. Ich fands lustig, sie weniger. Naja, ist ja auch schon 23 Jahre her.
      Grüße, Holger

      Löschen
    2. Meine Mutter hat keinen Führerschein (ok, mittlerweile könnte sie nicht mal ein Automatikfahrzeug bedienen). Sie hat mir drei Autos "gesponsert" und immer darauf geachtet, dass der Kofferraum schön groß ist - das war ihr Hauptanliegen noch vor Benzinverbrauch. Aber da sie mir bei diesen Einkaufsfahrten auch die Füllung für meinen Vorratsschrank bezahlt hat, habe ich natürlich kaum, äh, nicht gemeckert *g* Oder diese Fahrt mit ihr und einem Kumpel von mir in den Odenwald zu meinem Onkel zwecks Weinkauf. Ich durfte natürlich keinen Fingerhut voll Wein probieren, hatte allerdings die ruhigste Rückfahrt aller Zeiten - weil die zwei nach drei Minuten im Koma pooften und meine von ihr bezahlte Kiste Wein am sichersten im Kofferraum lag ;)

      Mit meinem Vater war ich vor zwei Jahren eine längere Strecke unterwes. Er hatte ein Klassentreffen in Paderborn (gute 200 Kilometer von Köln entfernt). Und er wollte unbedingt hinfahren (ich zurück wegen des zu erwartenden Alkoholkonsums seinerseits ;). Ich habe wirklich Blut und Wasser geschwitzt, weil er es einfach kaum geschafft hat, sich die Sonnenbrille anzuziehen und gleichzeitig weiter gerade aus zu lenken! Nach den drei Stunden (meine Tante musste auch noch eingeladen werden) war ich fertig wie noch was und hätte einen Schnaps gebrauchen könnten - ging aber leider nicht, weil ich ja zurückfahren durfte. Wenigstens war er da so abgefüllt, dass sein kleiner Fiesta endlich mal zeigen konnte, was er so draufhat. Anscheinend steht dieses Jahr wieder ein Klassentreffen an ... *ichmöchtedasnicht*

      Aber dank grippalen Infekt + Angina + netten Pillen ist mir das momentan sowas von egal ... gnihihi.

      Sabine

      Löschen
    3. Hrhrhrhr... Es lebe die Pharmazie :-)
      Ne, ansonsten sind die ja anspruchslos. Nur eben auf langen Strecken, da sind sie ein wenig wie Kinder. Wenn die Beschäftigung fehlt, dann quängeln sie etwas. Früher konnte ich das mit Keksen oder Schnitzelbrötchen eliminieren. Heute findet sich LaMama zu dick und LaTanta muss auf den Zucker aufpassen. Ach egal, Hauptsache die gibts noch. Der Rest ist ja auch zu ertragen :-)

      Löschen
    4. Ach je ... die Verpflegung ^^ Früher wurden wir auf mehrstündigen Fahrten mit Käse- bzw. Fleischwurstbrot und Zuckerlimo aus Dreiecken stillgestellt. Heute gibt es eine "Vollfüllung" (wenn man selber fahren darf).

      Ich glaube, ich muß demnächst mal wieder mal meine Tante besuchen. So ganz alleine mit einem Tiegel Kaffee auf dem Beifahrersitz - der schwappt höchstens über, meckert aber nicht *g*

      Und die Pharmazie wird langsam dürftig. Muß morgen Nachschub besorgen *hüstel*

      Ich bin zwar der Typ, der nie gerne lange Tabletten schluckt - aber manchmal geht es mir doch am Pöpes vorbei ;)


      Sabine

      Löschen
  2. Meine Empfehlung bei akustischer Belästigung: Ohropax! Die klassischen Wachskugeln schützen zuverlässig vor jedwedem dummen Kommentar. Man hört nur, was sich zu hören auch lohnt und geniest ansonsten eine himmlische Ruhe.

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Ja, aber dann höre ich auch vom miesen Radio und vom restlichen Straßenverkehr nichts mehr. Da wäre ein Sprachfilter wie beim Handy ideal. Naja, träumen darf man ja...

      Löschen
  3. Habe beim Lesen mit dir mitgelitten. Aber auch ein bisschen gelacht. Ich bin ja nur eine Leserin. *g* Ich mag den Möbelschweden eh nicht mehr besonders, aber wenn du jemanden quälen willst, dann schickst du ihn am Samstag mit der falschen Begleitung hin. ;)

    Was den Kaffee angeht: Wenn ich in 20 Jahren noch bloggen sollte, würde ich gerne auf das Angebot zurückkommen. ;))

    AntwortenLöschen

Kommentar veröffentlichen

Beliebte Posts aus diesem Blog

90 Minuten Ruhe und Entspannung

Bild: Eingangsbereich zum Bad in Bad Staffelstein

Piscina. Ich war überrascht, dass ich zu meinem Geburtstag einen Gutschein für einen Aufenthalt im Piscina bekommen habe. Mir war der Begriff bis dato nur als kirchlicher bekannt, bezeichnend für das Handwaschbecken in Kirchen. Einfach zu Reinigung.

Bild: Die Piscina

Und die Assoziation war nicht einmal so falsch. In oben genannten Gutschein-Fall ist Piscina etwas erweitert zu sehen, und zwar als Becken, in welches man Wasser füllt - und eben wieder ablässt. Dieses Piscina befindet sich in dem der Klinik Bad Staffelstein angeschlossenen Bad. Unseres, wir hatten das mit der Nummer eins, wird durch eine Art Schleuse betreten, die gleichzeitig auch als Umkleideraum fungiert. Da diese nur durch einen einfachen Fallriegen zu verschließen ist, empfehlen wir, Wertsachen im Auto zu belassen.

Die Piscina selbst ist komplett gefliest, helle, freundliche Farben, zwei Schalen mit Kerzen sorgen für eine gewisse Grundstimmung, eine eigene Dusche sowie z…

Ragout Fin - der Convenience-Test

Mitte der 70er Jahre im 20. Jahrhundert war es ein Edel-Essen auf jeder besseren Party; Ragout Fin. Ich kann mich noch daran erinnern, wie meine Mutter diese -damals noch recht teuren- Blätterteigförmchen gekauft hat. Und drei Tage vorher wurde uns das Maul schon wässrig gemacht. Zumindest haben mich diese Teilchen auf Anhieb überzeugt. Eigentlich mehr der Inhalt, den ich auch Heute noch gerne esse. Zeit, einen Test zu veranstalten, nachdem in der letzten Zeit immer mehr dieser Convenience-Produkte auf den Markt kommen.

Im Test befinden sich Aufwärm-Produkte von verschiedenen Discountern, teils auch Aktionsware wie das Produkt der Marke Sodergarden, hergestellt von Tulip. Zwar sind diese nicht immer zu bekommen, einen Geschmackstest kann man ja trotzdem machen. Natürlich völlig uneigennützig... Erwärmt werden die Produkte jeweils auf 60° Celsius, um eine Basis für die Vergleiche zu haben. Gemessen werden die Temperaturen mit einem Digitalthermometer, um eine Überhitzung und somit Beei…

Erdoganien

Herzlichen Glückwunsch, liebe Deutschtürken. IHR habt es geschafft, in einem dummen Protest gegen Deutschland, also einer Demokratie, die EUCH sicheren Wohnort und Auskommen beschert, den Türken in Euerer "HEIMAT", wie Ihr sie immer wieder gerne nennt, eine Quasi-Diktatur zu bescheren. Pünktlich zu Ostern habt Ihr da ein feines Ei gelegt.

Mal ernsthaft, so als Deutscher. Auch, wenn das eher traurig ist, was da abgeht - ich lache darüber. Wie kann man seine "Heimat" so um ihre Rechte beschneiden, um einen Protest auszudrücken? Unter uns: Es interessiert mich nicht die Bohne, ob Ihr in Eurer "HEIMAT" nun bald eine wilde Hinrichterei habt oder eine Demokratie.

Gezeigt habt Ihr mit Eurem Abstimmungsverhalten nur Eines: Dass Ihr absolut nichts in der EU zu suchen habt. Holt 500 Jahre rückständiges Denkvermögen auf, dann reden wir weiter. Dann, wenn Ihr eine Demokratie zu schätzen wisst. Freie Meinungsäußerung ohne Staatskontrolle. Und dann, wenn Ihr bereit sei…