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Großmaul

Eigentlich bin ich ja nicht so einfach klein zu bekommen. Immer vorne dabei, immer das Maul weit auf und nichts ernst genommen. Meist, weil es einfach nicht so schlimm empfunden wird von mir. Manchmal auch aus Verlegenheit. Und ab und zu auch aus Unsicherheit. Zynismus, Sarkasmus, Ironie. Das ist mein Schild gegen das Leben.

Funktioniert. Bis auf einen Moment, der mir doch mehr in den Knochen steckt, als ich dachte.

Montag letzter Woche. Todesangst, nicht zum ersten Mal im Leben. Aber so präsent, wie nie zuvor. Öfter schon stand es schlimm um mich, eigentlich dachte ich, ich wäre es gewohnt. Könnte damit umgehen. Nicht dieses Mal. Drei Mal an einem Tag dem Tode näher als dem Leben, ich glaube, das hat mich geprägt. Ein Erlebnis, auf welches ich gerne verzichten würde.

Wenn dir der Notarzt sagt, dass du gerne zu Hause bleiben kannst, dann aber in drei Stunden die Sache erledigt ist. Wenn du realisierst, dass es nun anders als sonst läuft, du nicht die Wahl hast, es langsam zu probieren oder einen Notfall abzugeben.

Wenn du dann im Krankentransporter unterwegs bist, die Nierenschale in der Hand, Tücher, mit einem Gurt einfach an den Sitz gefesselt wirst, weil du keine Kraft mehr hast, dich von selbst zu halten. Wenn in dir zwei Stimmen laut werden. Die eine sagt: "Reiß Dich zusammen, das ist ein weiterer Tiefpunkt, aber der vergeht. Musst Dich nur ein wenig quälen." Und die andere Stimme sagt dir: "Ach was, lass´ es sein, schon wieder ein Arzt? Ist das Dein Ernst? Komm schon, verweigere die Behandlung, dann ist das endlich vorbei. Vier Jahre, lass das jetzt den Höhepunkt sein. Sterben kannst Du doch von alleine, das ist nicht schwer. Jeder kann das."

Und dann hält der Wagen abrupt an, weil ein Idiot vor dem KTW noch über die Kreuzung muss. Du wirst aus den Gedanken gerissen, schaust mit letzer Kraft nach drausen und siehst diese Bäume, die du ein Jahr lang nicht mehr berühren konntest. Willst du das aufgeben? Ja. Sagt die eine Stimme. Nein. Kommt von der anderen.

Dann wirst du vom Gurt befreit, in die Notaufnahme geschoben. Und ab da ist es besiegelt. Was auch immer kommt - du musst da jetzt durch. Hier interessiert es keinen, ob du Spritzen nicht magst. Alle nett und professionell, auf Mimosenhaftigkeit kann niemand Rücksicht nehmen. Freundliche Worte kannst du dir beim Hilfsdienst per Telefon abholen, hier wirst du schlicht am Leben gehalten.

Tage später ist der erste Teil hinter dir. Du bist wieder zu Hause. Glücklich, wieder in dein Gefängnis des letzten Jahres zu kommen. Weil du auch weißt, dass es dieses mal nur für begrenzte Zeit ist. Das noch ein sehr weiter, sehr unbequemer Weg vor dir liegt, ist egal. Auch, dass dein bisheriges Leben vorbei ist. Egal, du bist am Leben. Mehr kann nicht gemacht werden, der Rest ist deine Sache. Die deiner Einstellung.

Die Treppen geht es leicht hinauf. Leicht, wie seit Jahren nicht mehr. Kein Schnaufen, keine Atemnot, keine Quälerei, keine Schmerzen. Keine Hilfe ist nötig. Und doch kommt die kleine Panik. Was, wenn es jetzt wieder passiert? Zwar wird der Hauptgrund behandelt, aber der Grund, warum du ein Notfall wurdest, konnte nicht genau lokalisiert werden. Was, wenn es in der Nacht passiert? Wenn du es nicht bemerkst? Wenn es dann zu spät ist? Leise wirst du aus der Welt scheiden. Unbemerkt, unspektakulär. Im schlimmsten Fall.

Was, wenn es wieder passiert, wenn du wach bist? Wie lange kannst du es herauszögern, den Notarzt zu rufen, wie Dir befohlen wurde? Wird es von alleine vergehen? Musst du wirklich sofort den Notruf wählen, egal, wo du gerade bist? Hat die Ärztin bei der Entlassung gesagt. Sofort in die Notaufnahme. Ohne wenn und aber. Und doch ist da ein kleines Aber.

Dieser Gedanke, diese Angst vor der Wiederholung, wird dich tagelang verfolgen. Du bückst dich nicht. Du hebst nichts. Du achtest auf jedes kleine Ding, verfällst in Panik. Der Blutdruck steigt sofort an; gerade das sollte er nicht. Und dann kommt die Müdigkeit. Bleiern. Wach bleiben um jeden Preis. Die Augen fallen zu, du versuchst, dich zusammenzureißen. Und irgendwann wachst du auf. Der Fernseher hat abgeschaltet, es ist morgens, die Vögel schreien, es wird hell und - du lebst. Ohne, dass der Vorfall, den du befürchtet hast, eingetreten ist. Es fühlt sich nicht mal schlecht an, länger als die bisherigen drei bis vier Stunden zu schlafen.

Du merkst erstmals, dass die ganzen Untersuchungen, die ganzen Löcher im Körper, der noch steile vor dir liegende Weg, es wert sind. Und dass du es schaffen kannst. Wie all der andere Mist, der dich in den letzten Jahren getroffen hat. Und die ersten schrägen Scherze klappen auch schon wieder. Nicht zum Schutz, einfach, weil dir egal ist, was Andere über dich denken. Was interessiert es dich, ob du angestarrt wirst, ob dir jemand versucht blöd zu kommen oder will, dass du dein eigenes Leben nach seiner Art lebst. Vielleicht sind das gerade die Menschen, die nicht verstanden haben, dass jeder seinen eigenen Weg gehen muss. Mal leichter, mal schwerer. Und am Ende sind alle tot und unwichtig. Das Leben können wir gestalten, nicht das, was danach kommt.

Kommentare

  1. Gute Besserung, mein Freund.
    Ich bin ehrlich gesagt etwas schockiert. So schockiert, dass mir nicht mehr einfällt.
    Pass auf dich auf...

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    1. Danke, Du Gute! Warum denn schockiert? Das kommt doch täglich tausendfach auf der ganzen Welt vor. So wie es momentan aussieht, bin ich endlich auf dem Weg dahin, wieder ein normales Leben führen zu können.
      Versprochen, ich pass auf! Schon alleine deshalb, weil Du noch ein Essen hier gut hast!

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  2. Jeden Morgen beginnt mit dem neuen Tag auch eine neue Chance, die es zu ergreifen lohnt. Alles Liebe ST.

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    1. Sturmtänzerin, so ist es. Und ich habe nicht vor, auch nur noch eine Einzige davon verstreichen zu lassen, ohne diese zu nutzen. LG, Holger

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  3. Wenn all das, was du erleiden musstest für etwas gut ist, dann für genau diese Erkenntnis. Diesen Teil des Weges musste ich auch schon mal gehen und bin an einem ähnlichen Punkt angekommen. Und obwohl mir sehr bewusst ist, wie hart das Leben sein kann, finde ich es heute schöner zu leben als damals.

    Sei wie du bist, denn das ist sehr gut so.

    Liebe Grüße Suse

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    1. Suse, ich glaube auch, dass alles irgendwann für irgendwas gut ist. Aber mal ehrlich, sechs Jahre lang Mist in Reihe, eigentlich langt es mir jetzt mal wieder. Wenn das nicht besser wird, dann werde ich ernsthaft böse ;-)

      LG zurück, Suse, Holger

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  4. Ach Holger... ich weiß gar nicht, was ich sagen soll. Das geht mir so ans Herz, was Du da so treffend beschrieben hast. Ich bin mir so sicher, dass es mit dir gesundheitlich nur noch in eine Richtung geht, und zwar bergauf. Steil, ganz steil.

    Ich denk an dich, muss jetzt zur Arbeit *wink*

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    1. Danke brisy. Und weißte was? Ich drohe Dir gleich mal den Besuch an. Der wird nämlich immer wahrscheinlicher :-) Aufwärts gehts ja auch zur Küst, vom Süden aus.

      LG, Holger

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    2. Drohen is gut... Mensch Du, ich freu mich so. Nicht nur auf deinen Besuch, wann auch immer das sein wird, sondern vor allem, dass es dir schon so viel besser geht, dass Du wenigstens schon mal die Möglichkeit in Betracht ziehen kannst.

      Ganz besonders liebe Grüße
      brisy

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    3. Ja, sieht ganz gut aus bisher. Allerdings gibt es dann keinen Alk für mich, der ist tabu. Musst Du halt meinen Anteil vernichten ;-)
      LG, Holger (bis bald!)

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    4. Och, Alk vernichten is zwar ein Scheixxjob, aber einer muss ihn ja machen, näch? *gg* Das krieg ich schon hin, wenn's weiter keine Probleme gibt...

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    5. Du bist sooo tapfer....! Prinzessin brisy von der Küste! Sie lebe HOCH!

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  5. Seit Tagen ringe ich mit mir und traue mich am Ende nicht, nach Details zu fragen... aber ich kann da nicht aus meiner Haut. Wenn mir etwas nahe geht und beschäftigt, dann möchte ich mehr wissen.

    Also... wenn das ok für dich ist... gerne auch per Mail... oder PN... oder auch gar nicht...

    Hilflose und besorgte Grüße vom Schäfchen

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    1. Wer fragt, bekommt Antwort ;-) Nein, hier steht lange nicht Alles im Blog, auch früher nicht. Eigentlich nur das, was auch öffentlich "einsehbar" ist.
      Klar antworte ich Dir im Detail. Ich schick Dir dann mal was zu.
      LG, Holger

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  6. Alles Liebe von mir!
    Und dein letzter Satz ist so richtig!
    Auch wenn ich nicht weiß, was genau bei Dir passiert ist, so kann ich Dich doch sehr gut verstehen.
    Ich habe nur mit einer Meute von Schutzengeln eine doppelseitige Lungenembolie überlebt und weiß jeden Tag zu schätzen, an dem ich atmen und leben darf.
    Das Du dein Leben jetzt so intensiv spürst und nach vorne blickst, dass finde ich klasse!
    Glückwunsch!
    Und ich drücke ganz fest die Daumen, dass es weiter aufwärts geht mit deiner Gesundheit.

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    1. Danke schön! Für alles. Und Lungenembolie ist nicht ganz falsch. Auch. :-(
      LG, Holger

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  7. Hallo Holger!

    Ich habe deinen Blog erst gestern entdeckt und bin beim "Rückwärtslesen" erst im September 2013 angekommen (man ist ja neben der ganzen Blogleserrei noch berufstätig *hüstel*).

    Du hast mich etliche Male zum lachen bzw. sabbern gebracht (ich könnte selbst bei 35 Grad noch Gulasch essen) *g*

    Leider bzw. zum Glück auch zum Nachdenken. Ich weiß nicht, was dich krankheitsbedingt so runterzieht - aber ich drücke dir die Daumen, dass es sich wieder bessert (durch das, was ich bisher gelesen habe, scheint es das meistens auch zu tun).

    Ich bin ein knappes Jahr älter als du und bis auf den hohen Nikotinkonsum und dem, äh, dezenten Übergewicht gesund, wurde gerade erst durchgecheckt. Leider haben sich meine körperlichen Probleme als psychisch herausgestellt. Nun bekomme ich in diesem Alter meine ersten Drogen auf Rezept ;)

    Ich drücke dir die Daumen, dass dein Körper wieder den On-Schalter betätigt! Und auch, dass du bald wieder was fürs Herz findest - da liest man ja manchmal Sehnsüchte durch, die mir seit etlichen Jahren fremd sind ;)

    Sabine

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    1. Grüße, Sabine!
      Danke und herzlich willkommen. Freut mich wirklich, dass ich in meinem Alter noch Frauen zum lachen und sabbern bringe. Bin ja fast selbst alt genug, grenzdebil zu lachen und zu sabbern. Naja... Alles zu seiner Zeit ;-)

      Krankheitsmäßig gehts vorwärts. Endlich, hat sooo (und viel) zu lange gedauert. Aber, nicht aufzugeben und den Strick um den Bauch und nicht den Hals zu legen, das hat sich gelohnt.

      Ein Jahr älter? Also im besten Alter. Und das trotz gutem Essen und rauchen. Wer sagts denn. Ich war übrigens auch überrascht, dass meine Werte im Bestbereich sind. Kein Scheiß, ich dachte, da ist eigentlich alles hin. Hat sich also doch gelohnt, nur Gutes zu kaufen und zu braten :-)

      Die Psyche. Tja, ich sehe das ja täglich im Umfeld, wie diese den Körper beeinträchtigt. Nicht aufgeben, das kommt alles wieder ins Lot. Sag ich mal so aus Erfahrung.
      Drogen auf Rezept. Bring mit, ich habe jetzt auch sieben Sorten, die legen wir zusammen und machen einen schönen Abend. Und wem zuerst ein dritter Arm wächst, der hat gewonnen :-)

      Danke nochmals für Deine Wünsche, ich drücke Dir auch die Daumen für Deine Blessuren.
      Und nein, ich suche nicht wirklich jemanden, bin eigentlich ganz zufrieden. Wenn das mit der Gesundheit wieder klappt, dann will ich erst mal reisen und das Leben nachholen. Dann kann ich immer noch weiter sehen. So ein oder zwei nette Mädels kenne ich ja. Aber - Anderes hat Priorität. Mal sehen. :-)
      Gruß, Holger

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    2. So sehe ich das auch. Ich bin keine Misanthopin - komme mit den meisten Menschen gut aus. Aber ich komme auch gut ohne Mitmenschen zurecht ;) Ich habe wenige Verwandte/Bekannte, an denen wirklich mein Herz hängt. Für die würde ich sprichwörtlich durchs Feuer gehen. Und wenn mich jemand nicht leiden kann, ist es mir auch egal. Ich kann nicht mit der gesamten Menschheit freundschaftlich verbunden sein *schulterzuck*

      Zum Verreisen fehlen mir leider die monitären Mittel (aber wenn ich groß und reich bin, will ich mir endlich mal die Azoren ansehen). Aber ich habe meine eigene kleine Wohnung mit kleinem gemütliche Balkon für mich. Sowie das Bett und die Fernbedienung. Und die Klotür kann ich auch offen lassen *g*

      Und wenn es mich wirklich juckt (also jetzt nicht auf der Art, an die man sofort denkt), fahre ich halt in die Stadt. Hier in Köln gibt es selbst für Menschenfeinde genug Möglichkeiten, sich unters Volk zu mischen :)

      Sabine

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    3. Ach, Misanthropin muss man ja nicht unbedingt sein, um einige von den Menschlein nicht zu mögen. Eher muss man wohl ein besonderer MenschenFREUND sein, wenn man diese Spezies liebt ;-)

      Siehste, das Singledasein hat eigentlich fast nur Vorteile. Und wenn dann noch die Freunde zu Besuch kommen, dann ist das auch mal schön.

      Köln war ich bisher erst einmal anschauen, da sind mit nur dunkle Straße, der Dom, viel Schmutz um den Bahnhof und Dunkin´ Donut im Kopf geblieben.
      Gruß, Holger

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    4. Ja, Köln könnte so eine schöne Stadt sein. Aber die Oberen leben nach dem Motto "Levve und levve losse" und jedem Kölner sein Kölsch und jeden Tag irgendwie Fastelovend. Wenn man seinen Dreck auf die Straße (oder wie gestern verwesende Leichen vom Balkon) wirft denkt man sich: "Egal, irgendeiner räumt das schon weg ...". Und der Dom ist nur noch ein riesiges Urinal :(

      Es gibt wenige wirklich sehenswerte Ecken. Die liegen aber nicht bzw. selten mal an den üblichen Touristenrouten.

      Einziger Vorteil von Köln: die Stadt ist sehr grün. Also jetzt botanisch gemeint ;)

      Warum ich nicht wegziehe? Ja mei ... ich bin hier geboren und irgendwie hängt man dadurch doch an diesem Drecksloch *g*

      Grüsse von der schäl Sick

      Sabine

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    5. Naja, ich kann das ja nur von meiner Warte aus sehen. Oberfranken, Natur pur. Grün habe ich Köln nicht empfunden. Eher kalt, grau, trist. Und niemand hat gelächelt. Auch in den Shops keine Herzlichkeit. Schade, keine gute Erinnerung daran.

      Und klar - jeder findet seine Heimatstadt toll. Schließlich ist man da ja auch aufgewachsen, wurde dort geprägt. Vielleicht sollte man wirklich mal genauer hinschauen. Damals war leider wenig Zeit. Auch viel Stau, das war zum IMM, alles verstopft und - ich weiß nicht. Am schlimmsten: Ich habe damals kein gescheites Lokal gefunden. Höchststrafe ;-)

      Grüße zurück aus dem Frankenland, Holger

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    6. "Am schlimmsten: Ich habe damals kein gescheites Lokal gefunden. Höchststrafe ;-)"

      Siehste - genau dafür braucht man eher die Einheimischen. Besucher lassen sich in den gängigen Brauhäusern über den Tisch ziehen, vom Köbes anraunzen und finden es auch noch toll. Ok, Köbesse schleimen sich bei Gästen nicht gerade ein und sind eher ruppig - aber nie unverschämt und beleidigend.

      Dann lieber ein Lokal, bei dem man sich von Aussen denkt: "Oh, Gott! Nööö ..." und drinnen sieht man dann die "Ureinwohner" glücklich zusammen sitzen, trinken und mampfen *g*

      Muß nicht kölsch sein. In meiner Straße z.B. gibt es einen unscheinbaren Italiener, dem man eher mitteldurchschnittliche Pizza abnehmen würde. Drinnen auch ein wenig "old school" - aber das Essen ist beste italienische Hausmannskost ohne Schnörkel.

      Sabine

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    7. Geschaut habe ich schon, die drei Guten, die empfohlen wurden, die waren allerdings heillos überfüllt. Na, mein Fehler, hätte ich mir ja denken können. Drumherum war auch nur eher mittelmäßiges bis schlechtes Essen zu bekommen. Einzig das "Gut Wirstorfs" oder ähnlich, das war gut. Gab ein mehrgängiges Menü, sogar recht günstig. Aber leider auch weit weg.

      Für einen Franken ist es ein Graus, solchen kleinen Gläser mit Farbwasser und Alkoholanteil zu sehen ;-) Und ein Köbes, ne, das brauche ich wirklich nicht. Finde ich unmöglich. Solche Lokale meide ich ja auch hier.

      Vom Äußeren lasse ich mich eigentlich eher selten abhalten, da bin ich schon eher der Typ, der nach dem Gefühl geht. Da muss mehr passen. Saubere Außenanlagen, die Fenster sauber, die ausgehängte Speisekarte aktuell... Sind Kleinigkeiten, die das gut geführte Lokal verraten. Und dann passt meist auch das Essen gut dazu.

      Pizza mache ich heute selber, kommt Besuch. Aber - sobald ich hier wieder einmal essen gehen, ist einer der ersten Wege in eine Pizza ;-)

      LG, Holger

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  8. Hallo Holger,
    ich bin auch vor ein paar Tagen zufällig bei deinem Blog ausgekommen und leide seitdem mit. Anders als Sabine im Kommentar über mir habe ich es noch nicht geschafft, allzu weit rückwärts zu lesen (habe ich mir aber für die nächsten freien Tage fest vorgenommen). Ich drücke die Daumen, dass es gesundheitlich weiterhin bergauf geht und dir weitere Erlebnisse dieser Art erspart bleiben.
    LG Dani

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    1. Hallo Dani, na, was weiter hinten steht ist ja auch schon länger vorbei. ;-) Vorne gehts weiter, war schon immer so :-)
      Danke für die Wünsche und auch Dir alles Gute!
      LG, Holger

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  9. Puhh... dieses Posting muss man erst mal sacken lassen.

    Aber wenn ich die Kommentare und Deine Antworten hier lese, dann muss ich sagen... HUT AB!! Nicht in ein tiefes Loch zu fallen kann auch nicht jeder.

    LG und alles Gute für Dich

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    Antworten
    1. Ach was, halb so schlimm. Wenn ich drüber schreibe, dann ist es ja schon Vergangenheit.
      Tiefes Loch? Ne, ich hoffe doch, dass es jetzt nach vier Jahren aufwärts geht. Endlich wurde der Hauptgrund lokalisiert. Bisher gab es ja immer diese Diagnose, die vage war. Jetzt bestätigt und lässt sich somit behandeln.

      LG auch für Dich, Holger

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  10. Musst du denn immer "HIER" schreien, wenn es um verteilen von unschönen Dingen geht?
    Gefällt mir so gar nicht!!! :(
    Gute Besserung *drücker*

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    Antworten
    1. Naja, vielleicht ist ja jetzt endlich mal ein Schritt nach vorne getan. Da hat sich mit der Diagnose ziemlich viel aufgeklärt, einiges bestätigt. Und scheinbar ist das besser zu behandeln, als gedacht. Wenigstens hieß es dieses mal nicht: "Löffeln sie heim, können nicht helfen!" .
      Danke Ghetti!

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    2. Na, dann hoffe ich nun auf "fast" nur noch positives von dir ;)

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  11. Den Post gelesen, dafür nicht alle Kommentare.

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  12. Zu früh gedrückt.
    Nicht alle Kommentare.
    Wichtig für mich und für DICH ist nur der letzte Absatz.

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