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Dosenwurst "Conchita"

Fürchterliches Schwuchtelschwein!
Schönste Transe!
Ein lebendes Kunstwerk!
Ein Bollwerk der Freiheit!
Ein Signal an Russland!

Eine Person, so viele Meinungen dazu sind im Internet zu finden.
Vom blanken Hass bis hin zu abgöttischer Verehrung, alles ist momentan zu finden. Ein Lied und ein Interpret, welche in Kombination nicht unbedingt zu den Favoriten der Buchmacher gehört haben, verdrängen die Schlagzeilen, die Toten in der Ukraine, der Referendum dort und die Diskussion über das TTIP hierzulande.

Eine Kunstperson aus der muskialischen Umgebung macht das, was nötig ist, um Erfolg im Showbusiness zu haben - sie polarisiert. Mehr als noch vor Jahren, als die Hardliner gegen Raab und sein "Wadde hadde dudde da" und später gegen Lordi und das für meine Ohren unangenehme Geschrei randalierten. Beides Versuche, sich ein Stück vom großen Kuchen zu holen. Legitim.

Und? Der Erfolg gibt doch recht. "Der Zweck heiligt die Mittel", was sich hier mal wieder bewahrheitet hat. Als "normale" Person war der Erfolg der "Conchita Wurst" eher bescheiden. Mit der radikalen Neuausrichtung kam auch das Aufsehen, das Rampenlicht - und zuletzt der Gewinn des ESC. Mission erfüllt, könnte man sagen.

Soll ich da ein "Signal an das homophobe Russland" hinein interpretieren? Soll ich eine tiefere Botschaft erkennen? Hat das telefonabstimmende Deutschland; nein, ganz Europa eine Erklärung abgegeben, die als Inhalt die Botschaft "WIR SIND TOLERANT" hat?

Ich glaube eher, dass da ein einziges Kriterium für den Erfolg bei dem ESC erfüllt wurde: Auffallen und überzeugen im immer schrilleren Showbiz.


Ach ja, meine Meinung noch: Mir doch Wurst. 

Kommentare

  1. Ganz ehrlich? Ich guck diesen Schwachsinn nicht mehr. Zweimal hab ich früher das Spektakel mitverfolgt und mir schwoll der Kamm, wie sich diese ganzen osteuropäischen Länder die Punkte gegenseitig in die Schuhe geschoben haben.
    Wenns denn wenigstens eine schöne Show wäre, könnte man ja vor Punkteverleihung abschalten. Aber nee - das, was da geboten wird, ist ja noch grottiger als DSDS. Rangiert für mich auf gleichem Level wies Unterschichten-TV. Nää. Mit mir nich.

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    1. Nach dem Abschluss meiner Pubertät habe ich das erstmals wieder gesehen mangels einer besseren Alternative auf den anderen Programmen. Ging so.
      Was mich aber unheimlich genervt hat, war dieser Peter Urban, der Moderator. Der Mann scheint auch zu polarisieren. :-)

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    2. Peter Urban war in diesem Jahr doch schon fast doppelt mit Perwoll gewaschen, so harmlos war er selten.

      Ich empfinde es schon als eine gewisse Art von "Zeichen" wenn man sich anschaut, dass aus erzkonservativen Ländern eine hohe Punktzahl vergeben wurde, scheint dort dann entweder die entsprechende Szene sich die Finger wund gewählt zu haben oder aber man hat wirklich auf den Gesang gehört.

      Conchita hat für meine Ohren eine außergewöhnlich schöne Stimme und sie hat sich als Person ja nicht für den ESC "entworfen" sondern steht schon lange so auf unterschiedlichen Bühnen.

      Ich habe einige der Kommentare auf unterschiedlichen Kanälen gelesen und mich erschreckt dieser Hass.

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    3. Peter Urban war für mich ein Novum. Muss ich zugeben. Was wohl auch ursächlich damit zusammenhängt, dass ich eben diesen ESC schon lange nicht mehr gesehen habe. Auch aus Selbstschutzgründen. Dieses Jahr wollte ich es wagen. So what....

      Mich hat eben genervt, dass er an keinem einzigen der Auftritte ein gutes Haar gelassen hat.

      Von mir gab es - wie auch bei keiner anderen Sendung jemals - auch nur einen Cent für eine Abstimmung. Mir reicht schon die Zwangsabgabe alle drei Monate.

      Die Stimme von ERSIEES (als was möchte Conchita bezeichnet werden? Ich weiß es wirklich nicht) ist kräftig und hat durchaus Potential. Mehr, als die meisten anderen Teilnehmer. Meine subjektiven Gewinner waren Malta, Schweiz und Dänemark. War ja wohl nix. Und der Beitrag für D ging auch irgendwie in die Hose. Aber die Bassistin finde ich nett. Nur zu dünn.

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  2. Hallo Holger,
    Selbst als Patriotin schaute ich diesen Song Contest nicht. Natürlich sind bei uns die Zeitungen voll mit Conchita Wurst, aber mir ist es wurscht, Ich habe mir schon gedacht, dass es so ausgehen wird, jemand der polarisiert, hat immer gute Chancen. Für meinen Teil gilt wie immer: Leben und leben lassen, ich muss weder das Lied anhören, noch den Fernseher aufdrehen, Gott sei Dank. Das waren noch Zeiten mit "Ein bisschen Frieden" ;-))
    LG und einen schönen Tag heute ohne Wurscht, die hat mich schon von meiner Frühstückszeitung aus angestarrt.
    Sadie

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    1. Patriotismus beim ESC? Na, wohl kaum. Da geht es um Geschacher und Gelder und Imponiergehabe. Außerdem fühle ich mich vom ESC nicht im Ansatz vertreten. Von daher.... Ein Jahrmarkt der Eitelkeiten und ab und zu tritt die bärtige Jungfrau auf.

      Früher wurde in der Landessprache gesungen. Heute? Nö....
      Am ESC habe ich erst- und letztmals dieses Lied gehört. Faszinierend ist nur, wie viel da hinein interpretiert wird. Na, mal sehen, wann das Alles in Vergessenheit gerät.

      LG, Holger
      P.S.: Ich hab´ nicht mal eine Zeitung abonniert, ich mag keine Verträge. :-)

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  3. Das mit den Verträgen ist gescheit, ich nehme nur die Gratis-Abo ;-))
    Geiz ist geil.
    LG und einen schönen Tag.
    Sadie

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  4. Gute Stimme mit einer liebevollen Verneigung vor seinen Vorbildern (Shirley Bassey, etwas Streisand...).
    Ein bescheidener und sympathischer Mensch dem ich allen Erfolg wünsche, und ein paar gute Songschreiber dazu.

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    1. Tja, wenn es läuft wie sonst auch, werden wir wohl nicht lange nicht viel zu hören bekommen. Kurz hochgejubelt, verbrannt, fallen gelassen.

      Mal sehen, ob die Toleranz auch für Nachfolgeerfolge ausreicht.

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  5. Ich unterschreibe!

    Außerdem fand ich Peter Urban viel kritischer und zynischer als sonst. Nur mal so am Rande erwähnt.

    LG

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    1. Ich kann ja zu den letzten Jahren nichts sagen, aber es ist mir eben aufgefallen. Zynisch und manchmal auch verletzend. Wäre wie gesagt kein Problem, wäre er bei den Privaten. Da erwartet man irgendwie Übergrifflichkeiten.

      Bei den ÖR erwarte ich aber eine politische Neutralität.
      LG, Holger

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    2. Kommentar erfragt?
      Ich brauche diese Art von Sendungen, diese Typen, diese Massenverarschung, diese sinnlosen Dinge nicht.
      Möchte sie auch nicht sehen.
      Leben ist etwas anderes.
      Schönes, nicht nur Sch......

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    3. Panem et circenses. War halt Knäckebrot ohne Belag ;-)

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  6. Ich habs nicht gesehen. Wusste nich mal, dass es das gab an dem Tag. Das Lied hab ich kurz gehört, zu kurz, um dazu eine Meinung zu haben. Ich finde nur, dass doch der ganze Kram sowieso nur darauf ausgerichtet ist (wie eigentlich das Meiste in der heutigen Zeit) möglichst viel Kohle rauszuschlagen. Und das dieses Abstimmungsverfahren auch nur annähernd irgendwie gerecht oder objektiv ist hab ich schon immer bezweifelt und dabei bleibe ich auch. Gibt bestimmt technische Möglichkeiten, da innerhalb kürzester Zeit tausendmal anzurufen und auch zu umgehen, dass man nicht für sein eigenes Land abstimmen darf.

    Und wo bitte gibt es noch den einfachen, guten Musiker, der in einer verrauchten Kneipe zufällig entdeckt wird und zu Ruhm kommt, weil er EINFACH GUTE MUSIK MACHT?

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    1. Ich vermute einfach mal, dass durch diese Castingshows, die Lizenzen dazu, die Anrufergelder - dass sich so mancher damit gesund gestoßen hat. Warum denn im Kleinen und auf eigene Gefahr, wenn der Anlauf mit Getöse und vorfinanziert geschehen kann? Das spart die Werbung, verkürzt die Zeit, bis die Interpreten Geld einfahren.

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