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Das Frauenmaterial am freien Markt.

Wie wahrscheinlich in den letzten Jahren seit Februar 2011 jeder mitbekommen hat, bin ich ja gesinglet worden (bevor wieder Irrungen entstehen: Ich wurde verlassen).

Der anfangs übermächtigen Trauer wird jeder irgendwann Herr. Gut, bei mir kamen noch ein paar Altlasten dazu, zudem hatte ich mich wohl geweigert, anständig erwachsen zu werden. Dem Schmerz ist dann die Verzweiflung nach gekommen.

Alleine. Oh Gott. "Du wirst einsam sterben!" Solche Gedanken hat man. OK, schon nach drei Tagen dachte ich, dass das Leben nun vorbei wäre. Alleine im Bett, einen Husten und Schnupfen, begleitet von einem Schüttelfrost und die zu diesem Zeitpunkt noch schwer vermisste Innigstgeliebte war nicht da. Zum trösten, zum betüddeln. Und ich hatte nicht einmal die Kraft, auf das männliche "Sterbesofa" umzusiedeln. War wohl einfach eine Entkräftung gepaart mit einer Erkältung und als gezogene Option auch ein Schlafmangel. Aber ein Schock war es schon, zu sehen, wie hilflos Mann auf einmal ist. Heute? Seitdem auch nicht mehr den Anflug eines Schnupfens gehabt, Husten nur, wenn ich mich im Liegen an einem Happen verschlucke. Kann also so bleiben.

Sprung in die Jetztzeit. Das Erwachsenwerden ist abgeschlossen. Was nicht bedeutet, dass da nicht noch ein kleiner Junge in mir wohnt, der ab und zu ausbricht. Aber nicht mehr so oft. Und die Anzahl der Sexersatz bedeutenden Spielzeuge mit Kabel und Licht und Geräusch hat sich extrem verringert. Tja, sowas wird einem bewusst. Und ich habe mich sogar von einigen Spielzeugen getrennt. RC-Fahrzeuge, Küchengeräte etc. Vielleicht war das symbolisch. Und es hat nicht einmal weh getan.

So. Hier bin ich, bin theoretisch bereit, eine neue Beziehung einzugehen, die auch Bestand haben könnte. Also kein hektisches "hinein in die nächste Beziehung, um nur nicht alleine zu sein". Die Vergangenheit ist Vergangenheit, die Zukunft scheint ganz gut zu werden, das Jetzt ist so, wie es mir gefällt. Kurz: Ich ruhe endlich in mir, komme auf die Füße und habe Spaß am Leben wie noch nie. Gut, ein klein wenig hapert es noch an der äußeren Form, aber innerlich bin ich wieder fit.

Eine gute Gelegenheit, sich anzusehen, was es an Frauen gibt in der Umgebung. Dazu  muss ich sagen, dass ich zwar nicht suche, aber auch nicht tot bin. Und ich habe Augen und ein paar Brillen. Die RESPA und wohl auch das Frollein bescheinigen mir allerdings, dass ich einen Frauengeschmack habe, der scheinbar "speziell" ist. Was sich nicht auf das Äußere der Damen bezieht, eher auf das Sozialverhalten. Gut, man könnte auch sagen, dass ich auf "Zicken" stehe. Was mich zum ersten Typ Frau führt. Und alle in meinem "fortgeschrittenen Alter", also so ab 35. Auf jeden Fall aber nach einer langen Beziehung.

1. Die Langweilige
Steht früh auf, ist unkompliziert im Bad, geht zur Arbeit, kauft danach ein und sitzt neben mir auf der Couch. Findet gut, was ich so mache und hat für Vieles Verständnis. Initiative kommt da wenig. Wo ist da der Reiz? Da wäre ich sicher versucht, mehrmals am Abend den Puls zu fühlen. Ach, geh weiter...

2. Die Extrovertierte
"Hallo, ich bin da, Alle mal das Maul halten - Blicke auf mich!" Und mit einer entsprechenden Bekleidung. Eine, die schon von weitem schreit, dass da entweder die Zeichnerin der Biena Maja kommt oder ein laufender Tuschekasten. Passend dazu ein Make-Up, welches einem Soldaten im Kosovo gut zu Gesicht stünde. Darf es etwas Botox sein? Upps, das wurde ein wenig mehr, macht doch nichts, oder? Diese Frau hat einen Reiz auf mich. Einen Brechreiz.

3. Die Glucke.
Kind(er). Am besten vielleicht noch ein frisch geschlüpftes Teil. Puhhh... Junge, da holst du dir ein Problem. Oder mehrere. Je nach vorheriger Fruchtbarkeit der Frau, wandelt sich das in der Partnerschaft zur nachhaltigen Furchtbarkeit um. Eigentlich mag ich Kinder. Fremde, denen man Blödsinn beibringen kann, die dann auch wieder gehen. Mit denen man nicht auf das Klo muss, die man nicht 24 Stunden lang umsorgen muss. Tja, wenn die Kleinen (oder später dann Größeren) was haben (kränkeln, drogeln, schulschwächeln), dann ist der Mann abgemeldet. Und nach meinen Beobachtungen hat es ein Nichtleiblichvater bei den Kindern nach Kuckucksart besonders schwer. Drei Mal habe ich mir bisher in meinem Leben vorstellen können, mein wertvolles ErbGUT zu teilen. OK. Tot, verlassen, nicht interessiert. Gibts halt keinen Erben. Und fremde Bälger bekommen auch nix. :-)

4. Die Beziehungsgeschädigte.
Kaum raus aus einer Beziehung, schon wieder in der nächsten. Entweder die Frau hat noch nicht realisiert, dass sie eigentlich Zeit braucht, um das zu verarbeiten. Oder sie sucht einen Ernährer. Ist so. Am besten gleich ein Balg aufdrehen lassen, dann ist die Versorgung perfekt. Wie kann ein Mann erkennen, dass eine Frau in der Menopause ist? Mal ehrlich? Wäre doch mal ein brauchbarer Test, könnte die Pharmaindustrie sicher ein Vermögen mit machen. Aber habe ich Lust, jeden Abend Psychosen auszuhalten? Eher nicht. PMS ist schlimm, aber eine Ovarialinsuffizienz habe ich bisher immer nur aus der Ferne anschauen müssen. Reicht auch aus. Dumm, dass im Klimakterium eine Klimaanlage immer nur der Frau hilft. Schlimmer als der Anstieg des Meeresspiegels dürfte für die meisten Beziehungsmänner eher der Abfall des Östrogenspiegels sein.

5. Die Torschlusspanische
Egal, wie der Typ aussieht, egal, wie er vom Charakter her ist - der wird probiert. Entsprechend viele Männer (geflüchtete...) stehen auf der Uhr. Und wenn man selbst nicht aufpasst, kommt man einfach mit unter die Räder. Schön watteweich umsorgt - bis die Hochzeit rum ist. Dann kommt der klare Blick und der Katzenjammer. Zu spät. Für beide Seiten. Schlimm ist, dass Mann das nicht am Alter festmachen kann. Die Panik habe ich schon bei Frauen um die 20 erlebt. Manchmal auch erst ab dem 50. Lebensjahr. Da muss ich allerdings zugeben, dass auch ein wenig Berechtigung dazu gegeben ist.

6. Die Unabhängige
Mein Typ. Macht ihr Ding, entscheidet Sachen selbst, weiß aber, wo das Heim steht und wer zu ihr gehört. Manchmal auch ein wenig resolut, was das Leben im Privatbereich und in der Firma angeht. Und oft stoßen diese Frauen an bei der Umwelt. Eigentlich sind das die pflegeleichtesten Frauen. Ehrlich. Und dem Mann wird unmissverständlich klar gemacht, wo er an diesem Tag steht. Kein BlaBla - das Problem wird beim Namen genannt. Kein Gefrage, wie die Frisur sitzt. Sie weiß es sowieso schon, warum das kräftige Ego unnötig in Gefahr bringen? Dieser Typ Frau macht eine gute Figur sowohl in Jeans und Pullover als auch im Businesslook. Wandelbar, selbstbewusst. Allerdings muss man sich auch mal selbst zurücknehmen und machen lassen. Diese Frauen wissen, was sie wollen, die brauchen keinen Betüddeler, die brauchen eine gleichwerigen Partner. Und sind leider nicht an mir interessiert :-) So schließt sich also wieder der Kreis.

Kommentare

  1. Trotz alledem - auch wenn Du recht hast: Mir würde die Katalogisierung irgendwie.. Beklemmung machen ;)
    Andererseits musste ich aber auch ein bisschen in mich reinlachen: Die gelben Seiten wollten immer eine unabhängige, starke Frau, die auch allein Entscheidungen treffen kann und damit nicht immer er als Mann gefordert ist.
    In der Realität damit umgehen können... sieht dann aber doch anders aus :) Er beklagt sich oft, dass er vor manchen Entscheidungen gar nicht gefragt wird; er findets gut, dass ich meinem Umfeld gegenüber energisch auftreten kann - aber doch bitte nicht ihm gegenüber *lach*
    Auch in meinen Singlezeiten habe ich oft gehört, dass der jeweilige Mann sich eine starke Frau wünscht. Die Wahrheit aber kristallisierte sich immer recht schnell heraus: Fast alle wollten eigentlich ein Puschelchen, das sie ohne Ende anhimmelt.
    Hm.
    Ich überlege grad.. ob ich vielleicht auch mal so nen Katalog anfertige, namens "Die Spezie Mann - das wegsame Gelände" *lach*

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    1. Helma, das ist mir gestern so durch den Kopf gegangen. Vorher wieder die Diskussion, warum ich nicht aktiv suche.
      M, also die Ex, war eine fast 100 %ige Typ 6. Das hat 15 Jahre gut geklappt, von der Willensstärke her waren wir sehr ähnlich. Klar, ein Weichei geht unter. Und ein Puschelchen, welches mich anhimmelt? Niemals. Wenn sich sowas abzeichnet, bin ich schnell weg.

      Und die Idee des "Männerkataloges" - klingt gut. Ich würds lesen. Und sicher auch schmunzeln, wie Du bei mir. Vielleicht auch, weil ich mich in einer oder mehreren Kategorien wiederfinden würde ;-)

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    2. das was Helma beschreibt, kenn ich auch. da wollens immer starke Frauen, haben ihren Spaß mit mir und sind dann kurze Zeit später mit einem süßen kleinen "Hasiputzimausischwanzi" fix zusammen :/
      bin mir trotzdem sicher, dass es DEN Mann für mich gibt. irgendwo, irgendwann *lach*
      (fortpflanzen will ich mich eh nicht :p )

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    3. "Hasiputzimausischwanzi"? Niemals. Das würde mich nerven. Ne, meinen Haushalt habe ich ab dem 17. Lebensjahr bis zum 27. alleine geführt. Dann kam die Ex, war eine schöne Zeit, mit geteilten Aufgaben. Aber seit gut drei Jahren geht es wieder alleine. Ich brauche also nicht wirklich eine "Putzfrau", das mach ich lieber selber. Und wenn die in meine Küche wollte - ich bekäme einen Anfall. Ernsthaft. Aber Wäsche waschen hasse ich noch immer. Und bügeln. Ansonsten - kein Problem.

      Fortpflanzen? Na, wenn heute noch eine wegen mir in eine Spontanschwangerschaft verfallen würde, dann wäre das Kind frühestens aus dem Haus, wenn ich 63 bin. Wenn das dann noch Schulblödheit ans Tageslicht bring, dann vielleicht doch mit viel Glück studiert - dann bin ich über 70. Ja ne is klar.... ;-)

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    4. ah, nicht putzi, sondern butzi (von butzig, bzw Butzi = Baby)

      http://www.ostarrichi.org/woerterbuch.html

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    5. Egal, reißt es ja auch nicht raus ;-) Bin autark :-)

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  2. Gibt es in Deiner Aufstellung denn keine Mischformen? Vielleicht mag Dich ja Eine mit 50 % Anteil Typ 1, 20 % Typ 5 und 30 % Typ 6?

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    1. Eine Hybridin des Wesens sozusagen? ;-)
      Gibts sicher irgendwo. Und ich glaube auch, dass jede Frau eine Mischform aus mehreren Typen ist. Das Ganze ist ja mit einem Augenzwinkern zu sehen ;-)

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  3. Genauso hab ich's auch verstanden und hab mich auch gleich in mehreren Typen wieder erkannt. Ich hab mir nie Gedanken über mein Idealbild des Mannes gemacht, der das Leben mit mir teilen soll, daher gab's da ziemlich große Unterschiede. Lass Dich doch einfach vom Leben überraschen!

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    1. Ach Quatsch, das Idealbild gibt es doch nicht. Weder vom Mann noch von der Frau. Es kommt, wie es kommt. Und wenn nicht - dann nicht. So ists doch recht kommod :-) Ist ja nicht so, dass ich eine Sinnkrise oder gar eine Midlifecrisis habe. :-)

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  4. Warum sollte "Typ 6" nicht an Dir interessiert sein? Du warst doch 15 Jahre mit einer solchen Frau zusammen.
    Ich bin beruhigt über das Augenzwinkern - im ersten Moment dachte ich,Du meinst die Typisierung ernst.

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    1. Klar, Augenzwinkern. Ach, die Wege des Herrn sind manchmal wundersam ;-) Hab´ ich mal gehört.

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  5. Ich hab eine für dich! Meine Freundin :)
    Bei Interesse melden oder guck auf ihren Blog (den verrat ich dir, wenn Interesse besteht ;)
    LG Dani (eindeutige Mischform! mit dem perfekt passenden Gegenstück)

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    1. Hahaha.... Du bist ja Eine :-) Aber immer her damit, gute Blogs lese ich immer gerne ;-)
      LG, Holger (auch irgendwie ein bisschen was von Allem ;-) )

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  6. Hallo Holger,
    genau hier schließt sich der Kreis, es geht immer um Sex, tzz, auch ich finde mich in jeder der
    sechs Typen irgendwo, ;-) Wie heißt es so schön:"Die Mischung machts"
    Die richtige Frau für dich steht bestimmt schon in den Startlöchern, jetzt wo du wieder bereit bist.
    LG Sadie

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    1. Sadie, nee, keine Angst. Da steht bei mir nicht im Vordergrund. Wie beim Kaffee, die Melange machts!
      Sicher ist da irgendeine Frau für mich. Rein rechnerisch sogar noch mehr :-)
      LG, Holger

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  7. "wenn ich mich im Liegen an einem Happen verschlucke" ich krieg mich im Moment nicht wieder ein. Den Rest les ich später...................lg BINE

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    1. Heee.... Da kann MANN dabei draufgehen. Ernsthaft. ;-)

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