Direkt zum Hauptbereich

Kinderschänder

Die Posse um die mutmaßlichen Kinderschänder und die Abstufung in verschiedene "Perversionsstufen" macht mich wütend.

Da wird wirklich argumentiert, man dürfe nackte Kinder auf dem Bildschirm haben. Also nicht die eigenen, die im geschützten Garten herumtollen. Nein, auf gekauften Bildern. Begründet wird man das mit der Stufe dessen, was da sichtbar ist.

Tut mir wirklich leid, lieber Gesetzgeber, aber gekaufte, getauschte oder wie auch immer in den Besitz gelangte Bilder von Kindern ohne Kleidung sind bei mir nicht abgestuft. Da gibt es keine Grauzone, nur schwarz und weiß. Und Nacktfotos von Kindern SIND pervers. Egal, in welcher "Stufe" diese gezeigt werden.

Bisher wusste ich nicht, dass auch da unterschieden wird. Aber scheinbar ist auch eine gewisse Perversion schützenswert. Auf Kosten der Schwächsten und Wehrlosesten.

Kommentare

  1. Sic!

    Ich würde jeden am Sch... aufhängen bis der Eununch eintritt, wenn er ein Foto von der Süßen machen, verkaufen oder kaufen würde.

    Was denken sich die Gesetzgeber eigentlich?
    Die Kinder werden missbraucht, egal in welcher Form.

    Es hinterlässt einen psychischen Schaden...

    AntwortenLöschen
  2. Hallo Holger,
    Das ist für mich ein Sachverhalt bei dem ich ausrasten könnte, auch
    für mich gibt es hier keine Graustufen, nur schwarz und weiß, doch wie
    schon in der 2.Klassen Medizin, die ja bestritten wird, genauso gilt es in der Gesetzgebung,
    der den besten Anwalt hat, der gewinnt. Was mich besonders wütend macht ist die Tatsache,
    dass die Täter alle Möglchkeiten von Therapien haben und die Betroffenen auf der Strecke bleiben,
    ein Leben lang traumatisiert und keine Hilfe. Das ist Gerechtigkeit????!!!!, da bleibt mir nur zu hoffen, dass die irgendwann einmal siegen wird.
    Ich wünsche dir einen schönen Sonntag.
    LG Sadie

    AntwortenLöschen
  3. Ich liebe Kinder. Hab aber leider keine. Aber wenn ich sowas lese, dann bin ich fast froh, daß ich keine hab....wobei jetzt ja dann schon eher meine Enkel betroffen sein würden...
    Ich glaube, denen, die so einen Mist von sich geben, fehlt irgendwo was ganz entscheidendes im Hirn...

    AntwortenLöschen
  4. Ja, ja und ja.
    Und was ist bisher passiert? Auf Friedrich wird rumgehackt (gut, der war und ist ein Dödel), ein Ermittlungsbeamter kam per Strafzahlung um eine Anklage herum und des Edarthy scheint man nicht habhaft werden zu wollen, aus den von dir angeführten Gründen.
    Und die Grünen, die in dieser Hinsicht unaufgearbeiteten Dreck am Stecken haben, krähen mal wieder am lautesten.
    Solange die einen Cohn Bendit mit 20' Öcken monatlich alimentieren und die Heinrich Böll Stiftung angewiesen haben, die Pädophilie Unterlagen weitere 30 Jahre zu sperren, ist es unerträglich wie die olle Künast ihre Klappe aufreißt.

    AntwortenLöschen
  5. Also, mal kurz unser Grundgesetz ausser Kraft gesetzt (das mit der Menschenwürde), die Sache selber in die Hand genommen, sprich, Selbstjustiz üben, geht ja um unsere Kinder, da ist das schon mal erlaubt und scheiß Justiz, die sind ja viel zu weich und durch uns wird alles gut. Hau ihm gleich die Klöden ab, hat's nicht besser verdient - oh, hat den falschen erwischt, nähen wir sie ihm einfach wieder an. Auch wieder alles gut!?

    Danke für das Gespräch, da wird mir richtig übel, wenn ich so was lese. Erstens: Das mit der Menschenwürde. Gilt für jeden und immer. Das ist das wichtigste Gut unserer Gesellschaft.

    Und ist hier schon jemand verurteilt? Von der Justiz momentan jedenfalls nicht. Das sollten wir respektieren. Auch ein wichtiger Grundsatz unseres Zusammenlebens.

    Nicht zuletzt: die Gesetze, die wir haben, sind diesbezüglich ausreichend und müssen nur angewendet werden und zwar von denen, die dafür da sind. Geht alles mit rechten Dingen zu, dann passiert das auch und der straffällig Gewordene wird ihnen unterworfen. Damit müssen wir es bewenden lassen.
    Was sich in unserem Kopf diesbezüglich abspielt, ist das eine, ganz normal, das geht mir genauso. Cohn-Bendit und die Grünen sind ein anderer Skandal, der versucht wird, zu vertuschen. Allerdings ist da die Frage nach der größeren Sauerei durchaus legitim.

    Aber mit dieser öffentlich kommunizierten medialen Schlachtbank werden wir unserem eigenen gesellschaftlichen Anspruch nicht gerecht und begeben uns eher auf die Ebene der Täter. Und helfen wir damit den Opfern?
    Mit etwas mehr Rationalität und emotionalen Abstand sicherlich mehr.

    AntwortenLöschen
  6. Und was ist mit der Menschenwürde der Opfer? Ich denke an diesen traumatisierten 28-Jährigen, der über 10 Jahre (bis er 16 war) von seinen Pflegeeltern misshandelt wurde. Nur ein Beispiel der Gräueltaten: Er und sein Zwillingsbruder wurden ohne etwas Trinkbares eingesperrt. Um nicht zu verdursten, haben sie ihren Urin getrunken. Jetzt endlich, nach 12 Jahren hat er es geschafft, diese "Menschen" anzuzeigen. Ist aber egal, das ist verjährt. Die werden nicht zur Rechenschaft gezogen. Und nun erzähl mir noch einer was von ausreichenden oder gerechten Gesetzen. Und emotionalen Abstand, sorry, das kann ich bei Kinderschändern nicht. Das berührt mich. Sehr.

    AntwortenLöschen
  7. Also, liebe Brisy, Du sprichts hier einen sehr diskutablen Punkt an, die Verjährung. Sie muss sein, allerdings sind im Falle von Straftaten gegen Kinder und Schutzbefohlene die aktuell gültigen 10 Jahre augenscheinlich zu knapp bemessen. Diese Frist hat auch der (katholischen) Kirche bei der Aufarbeitung Ihrer dunklen Kapitel geholfen. Traurig, aber wahr.

    Was ich sagen wollte, ist, da wird wieder ein Fall aufgedeckt, sicherlich einer von vielen, und wir schalten unseren Verstand aus und stürzen uns auf den "Täter" wie die Raubtiere. Wir schmeißen in dem Fall leichtfertig alles weg, was wir uns in den letzten Jahrzehnten mühevoll erarbeitet haben und was unser Land gegenüber anderen auszeichnet.
    Und was ist, wonach es aktuell jedoch nicht aussieht, wenn sich herausstellt, dass der Beschuldigte gar nicht schuldig ist? Helfen wir ihm dann, seinen Schaden, sei es im familiären, öffentlichen oder finanziellen Bereich, wieder zu beheben? Nein, Edathy braucht schon heute keinen Gerichtsprozess mehr.

    Wir können unseren Kindern nur Werte vermitteln, nach denen wir selbst leben. Kinder haben da sehr feine Antennen. Und da braucht's in solchen Ausnahmesituationen einfach unseren Verstand.

    Emotionaler Abstand ist notwendig bei der Be(Ver-)urteilung des Beschuldigten. Wie jeder für sich damit umgeht, steht auf einem anderen Blatt. Die Gedanken sind frei ...

    AntwortenLöschen
  8. Lieber blogspargel,
    warum bitte muss Verjährung bei schwerster Kindesmisshandlung sein, bei Mord aber nicht? Wenn jemand umgebracht wird, dann hat er es wenigstens hinter sich. Ein misshandeltes Kind (ob nun sexuell oder sonst wie) ist sein ganzes Leben lang traumatisiert.
    Natürlich ist das ein großes Problem, die Vorverurteilung oder auch Fehlurteile. Wer einmal in einen falschen Verdacht geraten ist, der ist auch für sein weiteres Leben gebranntmarkt. So etwas ist furchtbar und dürfte niemals passieren. Hast Du völlig Recht.
    Verstand, ja, den braucht es. Auch da hast Du Recht. Vor allem von Seiten der Täter, dann würde so etwas gar nicht erst passieren. Wenn ich mir allerdings vorstelle, meinen Kindern würde etwas angetan werden, ich weiß genau, dann würde ich jenseits allen Verstandes reagieren. Weil ich nämlich Mutter bin. Und bei so etwas würde mein Verstand einfach ausgeschaltet werden. Da reagiert man dann einfach nur noch emotional. Und ich habe vollstes Verständnis für Selbstjustiz. Nicht falsch verstehen, das ist nicht der richtige Weg, aber ich denke, dass man in einer solchen Situation einfach nicht mehr rational reagieren kann.

    Und überhaupt, wie viele Misshandlungen würden gar nicht erst passieren, wenn nicht Institutionen wie Jugendämter völlig unterbesetzt arbeiten müssten. Schlimm genug, dass es Jugendämter überhaupt geben muss, um die Kinder vor ihren eigenen "Eltern" zu beschützen. Nur wieder ein Beispiel, dass ich selbst erlebt habe: Als ich noch im alten Haus wohnte, wohnte ein paar Häuser weiter eine Familie in der es immer hoch herging, alkoholtechnisch. Die regelmäßig zerbrochenen Fensterscheiben waren da nur das kleinste Übel. Das Kind kannte mit 4 Jahren Ausdrücke, die ich nicht mal in den Mund zu nehmen wage. Als dann eine Nachbarin das Kind nachts um 3 Uhr tief und fest schlafend mitten(!!!) auf der Straße gefunden hat, hab ich beim Jugendamt angerufen. Antwort: "Ja, die Familie ist uns bekannt, da kommt ab und zu jemand von uns vorbei und guckt nach dem Kind. Mehr können wir nicht tun".

    AntwortenLöschen
  9. Also, die Institution der Verjährung beruht auf der unserem Gesellschaftssystem immanenten Annahme, dass jeder Mensch gut ist bzw. sich bessern kann. Tritt nach einer Straftat innerhalb der Verjährungsfrist kein weiteres diesbezügliches Delikt auf, so gilt es als "geheilt".
    Ein anderer Aspekt ist, dass man nach einer so langen Zeit ein Delikt auch nicht mehr zweifelsfrei aufklären kann, Zeugen nicht mehr genau wissen, wie es tatsächlich war und auch Opfer gewisse Dinge verdrängt haben können.

    Als Mutter sollst, ja musst Du emotional sein, zu Deinen Kindern stehen, sie wie eine Löwin verteidigen, dass zeichnet eine Mutter aus. Auf der anderen Seite hast Du aber auch die Verantwortung, Ihnen die richtigen gesellschaftlichen Werte zu vermitteln, auf Basis derer sie dann ihr weiteres Leben führen. Selbstjustiz mit all seinen Folgen gehört sicher nicht dazu.
    Es zeichnet unsere Gesellschaft aus, dass wir in diesen emotionalen und strafrechtlichen Extremsituationen auch und gerade hier die Grundrechte der Beschuldigten respektieren. Das macht unser Zusammenleben so wertvoll und lebenswert.

    Ich erlaube mir, einen anderen Aspekt des Posts von DSL aufzugreifen, den mit der Grauzone. Ich finde es wichtig, dass man hier abstuft und nicht nur schwarz/weiß malt. Sonst wären wohl die meisten von uns zu verurteilen. Warum?

    Schaut einmal in ein Familienbilderalbum. Szene: Kindergeburtstag im Sommer, Eltern dabei, Kinder hupfen nackt im Planschbecken herum, auf den zufällig gemachten Fotos sind Eltern, eigene Kinder, eigene Kinder mit fremden Kinder, nur fremde Kinder, ... Folgender - fiktiver - Dialog zweier Mütter: "Hab' meinen Foto nicht dabei, machst Du mir Abzüge?". "Klar, gibst mir halt dann das Geld." Peng! Gekaufte Nacktbilder fremder Kinder.
    Die Badewannen-, Wickel- und Poolbilder unserer Kleinsten von vor zwanzig Jahren? Im heutigen Kontext wohl nur noch mit rotem Kopf zu betrachten.
    Und heute gibt es Eltern, die Bilder Ihrer Kinder, Porträts, faschingsgeschminkt, in alltäglichen Szenen ... auf Facebook und Instagram im Internet veröffentlichen. Schwarz/Weiß betrachtet eine Kindertauschbörse .... ?!

    Die Drecksacken in der Branche gehören bestraft, keine Frage. Aber mit legitimen Mitteln. Die öffentlichkeitswirksame Aussage "Er hält den Dreck am Leben" von Adele Neuhauser, Ihres Zeichens TV-Kommissarin ist da wiederum wenig hilfreich. Österreicherin eben.

    AntwortenLöschen
  10. Das ist alles schon so, aber es kann doch *hiereinigeFlüchevorstellen* nicht sein, dass solche Monstren ungestraft davon kommen! Das kannkannkann nicht richtig sein.
    Zeugen, die gibt es doch nicht wirklich bei Kindesmisshandlung. Höchstens den Nachbarn, der da mal was gehört hat. Schon wieder ein Beispiel, hat mir neulich ein entfernter Bekannter erzählt: Der hat gehört, dass aus der Wohnung über der eines Freundes eindeutige Geräusche kamen. Es war nur der Vater mit der 12-jährigen Tochter dort, das wussten die Beiden. Emotional geschockt hat der Mann die Tür eingetreten und den "Vater" von dessen Tochter gerissen. Was nicht ganz ohne Verletzungen geblieben ist. Ergebnis: Der Mann hat eine Anzeige wegen Hausfriedensbruch und Körperverletzung bekommen.

    Genau, ich habe als Mutter diese Verpflichtung und der komme ich nach und Selbstjustiz ist falsch aber nachvollziehbar. Ich gehe sogar soweit dass, hätte ich die Wahl einen Sexualstraftäter der mich angreift entweder durch einen gezielten Schnitt/Schuss/wasauchimmer zu entmannen oder mich durch Flucht zu entziehen, ich die zweite Variante wählen würde. Wobei die erste Variante für alle besser wäre, vor allem für die weibliche Bevölkerung. Dazu kommt ja noch, dass unsere Gesetze es nicht einmal erlauben, einen solchen Täter auf SEINEN EIGENEN WUNSCH HIN von seinem Trieb zu befreien.

    Mit den Fotos, da habe ich auch schon oft drüber nachgedacht. Ich selbst habe Nacktfotos von meinen Babys und Kleinkindern, welche Familie hat das nicht. Auch deren Freundinnen hab ich so auf Fotos. Da hat sich doch zu der Zeit niemand etwas dabei gedacht. Ob ich das heute auch noch machen würde weiß ich nicht. Wahrscheinlich nicht. Dabei ist doch Nacktsein eigentlich das Natürlichste der Welt...

    Unsere Gesetzgebung ist fortschrittlich und oft gerecht, aber nicht das Nonplusultra. Auch die Höhe/Art der Bestrafung ist oft zu niedrig angesetzt. Allerdings tröstet es mich ein wenig, dass Kinderschänder im Knast auf der alleruntersten Stufe stehen und es unter ihren Mithäftlingen nicht leicht haben. Recht so. Denn auch in unserer Gesellschaft stehen sie unter allen anderen. Ach, was sag ich, solche Individuen haben in keiner Gesellschaft etwas verloren.

    AntwortenLöschen
  11. Also, Du sprichst hier ein sehr gutes Beispiel an, das Gefängnis. Hier sieht man deutlich, was passiert, wenn man dem Spiel der Kräfte freien Lauf lässt. Menschenwürde? Wahrscheinlich Fehlanzeige. Gerechtigkeit? Lachen die drüber. Muskeln und Seilschaften.

    (Randnotiz: Vermutlich machen die Wärter auch noch mit. Warum? Weil sie es können. Offensichtlich ein zutiefst menschliches Problem.)

    Ganz, ganz schlimm, aber hier wird bedauerlicherweise weggesehen, was das Zeug hält, schlimmer noch, wir freuen uns über die dortige Selbstjustiz. Dass der eine oder andere daran zerbricht, der Knacki hat's ja verdient. Dumm nur, dass man gebrochene Menschen schlechter resozialisieren kann. Und nur die wenigsten bleiben lebenslänglich.

    Und was ist, wenn wir uns sogar täuschen? Aktuell ist der Fall des vermeintlichen Kinderschänders und -mörders, der seit 10 Jahren einsitzt, es aber vermutlich nicht war und die Justiz lässt sich Zeit, einen möglichen eigenen Fehler zu korrigieren. Stellt sich heraus, dass er tatsächlich unschuldig ist, wer ersetzt ihm das Leid, das er im Gefängnis erfahren hat, was wir tolerieren und ihm sogar gewünscht haben?

    Auch wenn es sich wahrscheinlich um die verabscheuungswürdigsten Verbrechen handelt, die es gibt, es sind Menschen, die diese verbrechen. Auch diesen Menschen sollten, ja müssen wir, auch wenn sie Täter sind, grundlegende Rechte zugestehen, die auch wir beanspruchen. Nur so können wir uns von Tätern und einer eigenen Täterschaft abgrenzen.

    AntwortenLöschen
  12. Ich bin der festen Überzeugung, dass ein sehrsehr großer Teil der Kinderschänder weder therapier- noch heilbar ist. Wie viele Fälle hat es schon gegeben, da gab es eine gute Sozialprognose, der Typ wurde als geheilt entlassen und hat sich postwendend das nächste Kind gekrallt.
    Gefängnis - das ist doch für Viele gar keine Abschreckung. Die haben es warm und trocken, TV und alles mögliche, bekommen ihre Mahlzeiten serviert. Ich weiß, Grundrechte eines jeden Menschen. Aber wer die grundlegenden Rechte wie körperliche und seelische Unversehrtheit Anderer, in diesem Fall der wehrlosesten Mitglieder einer Gesellschaft missachtet, dessen Würde ist nicht viel wert. Weil er gar keine hat, sonst würde er so etwas nicht tun. Und wie Viele gibt es, die trotz jahrelanger Resozialisierungsbemühungen (auf unser aller Kosten, also, finanziel) absolut resistent sind? Ich bin auch immer dafür, jedem Menschen eine zweite Chance zu geben. Auch ich glaube fast immer an das Gute im Menschen. Bei Manchen jedoch gibt es das einfach nicht, das Gute.

    Natürlich, hab ich ja schon mal gesagt, Justizirrtümer sind schrecklich. Wiedergutmachung gibt es wohl kaum, auch mit allem Geld der Welt kann man einem fälschlich Inhaftierten nicht die verlorenen Jahre wiedergeben und sein Seelenheil wieder herstellen. Das so etwas nicht passieren darf (und trotzdem immer wieder passiert) wird wohl immer so bleiben. Weil nämlich Menschen diese Urteile fällen und Menschen Fehler machen. Darum sind sie Menschen, sonst wären sie Roboter. Was den Grundsatz "in dubio pro reo" rechtfertigt. Auch wenn dadurch immer Einige ungestraft davonkommen.

    Und JA (würd ich am liebsten in Meterhohen Buchstaben schreiben), wenn ein Kinderschänder im Knast zerbricht, dann ist das eben so und das hat er sich selbst und niemand anderem zuzuschreiben.

    AntwortenLöschen

Kommentar veröffentlichen

Beliebte Posts aus diesem Blog

90 Minuten Ruhe und Entspannung

Bild: Eingangsbereich zum Bad in Bad Staffelstein

Piscina. Ich war überrascht, dass ich zu meinem Geburtstag einen Gutschein für einen Aufenthalt im Piscina bekommen habe. Mir war der Begriff bis dato nur als kirchlicher bekannt, bezeichnend für das Handwaschbecken in Kirchen. Einfach zu Reinigung.

Bild: Die Piscina

Und die Assoziation war nicht einmal so falsch. In oben genannten Gutschein-Fall ist Piscina etwas erweitert zu sehen, und zwar als Becken, in welches man Wasser füllt - und eben wieder ablässt. Dieses Piscina befindet sich in dem der Klinik Bad Staffelstein angeschlossenen Bad. Unseres, wir hatten das mit der Nummer eins, wird durch eine Art Schleuse betreten, die gleichzeitig auch als Umkleideraum fungiert. Da diese nur durch einen einfachen Fallriegen zu verschließen ist, empfehlen wir, Wertsachen im Auto zu belassen.

Die Piscina selbst ist komplett gefliest, helle, freundliche Farben, zwei Schalen mit Kerzen sorgen für eine gewisse Grundstimmung, eine eigene Dusche sowie z…

Ich wähle AfD!

So, die Intoleranten, also die, die nur in der Überschrift lesen, um sich eine Meinung zu bilden, die dürften sich bereits verabschiedet haben. Für die Menschen, die sich Gedanken um ihre Zukunft machen, welche über das reine Schwarzweiß-Denken hinaus gehen, für die wage ich einmal eine These, die gerne in den Kommentaren -mit anständigen Worten- diskutiert werden kann.

Ich wünsche mir, dass die AfD mindestens 51 % bei der Bundestagswahl bekommt.
Warum ich diesen Wunsch habe, der von vielen Menschen verteufelt wird? Erklärung folgt:

Nehmen wir an, die AfD hat 51 % der gültigen Stimmen bekommen. Diese Partei darf somit die Regierung bilden und muss sich nicht um Kompromisse (wahrscheinlich eher der faulen Art) mit der Opposition scheren. Lasst sie mal machen. Entweder es wird exorbitant gut oder es wird grottenschlecht.

Gehen wir davon aus, dass die AfD selbst überrascht ist und mit der Bildung einer akzeptablen, nicht zerstrittenen Regierung überfordert. Es kommt also dazu, dass sich …

Ragout Fin - der Convenience-Test

Mitte der 70er Jahre im 20. Jahrhundert war es ein Edel-Essen auf jeder besseren Party; Ragout Fin. Ich kann mich noch daran erinnern, wie meine Mutter diese -damals noch recht teuren- Blätterteigförmchen gekauft hat. Und drei Tage vorher wurde uns das Maul schon wässrig gemacht. Zumindest haben mich diese Teilchen auf Anhieb überzeugt. Eigentlich mehr der Inhalt, den ich auch Heute noch gerne esse. Zeit, einen Test zu veranstalten, nachdem in der letzten Zeit immer mehr dieser Convenience-Produkte auf den Markt kommen.

Im Test befinden sich Aufwärm-Produkte von verschiedenen Discountern, teils auch Aktionsware wie das Produkt der Marke Sodergarden, hergestellt von Tulip. Zwar sind diese nicht immer zu bekommen, einen Geschmackstest kann man ja trotzdem machen. Natürlich völlig uneigennützig... Erwärmt werden die Produkte jeweils auf 60° Celsius, um eine Basis für die Vergleiche zu haben. Gemessen werden die Temperaturen mit einem Digitalthermometer, um eine Überhitzung und somit Beei…