Direkt zum Hauptbereich

Klugscheißerei

Mal wieder was zum Thema "Ernährung und wie wir ganz gepflegt über den Tisch gezogen werden".

Wer sich einmal die Mühe macht, einen Einkauf auf den Tisch zu stellen und zu schauen, was da alles so an Zutaten mit nach Hause kam, der wird das eine oder andere Mal an Grenzen stoßen. Was daran liegt, dass dies von der Ernährungsindustrie so gewollt ist. Schon mal in der letzten Zeit versucht, z. B. eine Kochsahne ohne den Zusatz "Carragen" zu bekommen? Viel Glück bei der Suche.

Und was ist in der Wurst denn wirklich drin. Und dies zu klassifizieren, gibt es das "Deutsches Lebensmittelbuch". Aber - bitte nicht zu viel erwarten. Denn das Buch arbeitet im ungekehrten Sinn, als man dies erwarten würde. Wer nun glaubt, das Buch legt Regeln fest, wie, wo, wann, was zu verarbeiten und zu benennen ist, der hat sich leider getäuscht. Realität ist, dass die Autoren dieses Buches sich auf dem Markt (im Sinne von eben allem, was lieferbar ist) umsehen, die Verarbeitungsweisen und Fachbegriffe sammeln und veröffentlichen. Hier wird also den Herstellern keine klare Vorgabe gemacht, hier wird lediglich gesammelt, ob und wie sehr Schindluder mit Begriffen getrieben wird, um dem Verbraucher eine gewisse Sicherheit vorzugaukeln.

Hier der Link zur Seite, welche das Thema "Fleisch und Fleischerzeugnisse" behandelt. Besonders interessant finde ich die Angaben zu den marktüblichen Mindestmengen des namensgebenden Bestandteiles. Einfach anklicken und sich das eine oder andere Mal wundern: KLICK!

Kommentare

  1. Ich glaube ich will das gar nicht wissen.

    Da hilft vermutlich nur eines: Soweit es geht nur unverarbeitete Lebensmittel kaufen...

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Vom Prinzip her schon. Aber - siehe Sahne. Oder Joghurt. Gar nicht so einfach, solche Lebensmittel zu bekommen. Ganz schlimm wird es bei Eis, bei Marmeladen/Konfitüren etc. Da blickt der Laie nicht mehr durch. Vielleicht sollten wir auch lieber wieder mehr Zeit in der Küche mit einkochen etc. verbringen, anstatt die Sünden danach im Fitnessstudion wieder abzutrainieren. Aber, jeder muss das für sich selbst entscheiden.

      Löschen
  2. Das ist wirklich schlimm, vor allem, weil es so vielen Leuten nicht mal im Ansatz bewusst ist. Sie kaufen eben das, was schmeckt und billig ist. Was für Müll teilweise in (verarbeiteten) Produkten steckt, wird ausgeblendet. Klar, steht alles auf der Packung. Aber will man wirklich beim Großeinkauf jedes Produkt erstmal mit den Augen oder dem Iphone scannen? Wir versuchen auch, viel Unverarbeitetes zu kaufen, aber immer klappt das halt nicht. Zumindest kommt Natur- statt Fruchtjoghurt in den Einkaufskorb und Tütchen + Fertigessen bleiben draußen. Das mit dem Einkochen ect. find ich theoretisch gut, ist aber eben auch eine Zeit- und Platzfrage. Und viele, die das früher gemacht haben (Generation 60/70 +), sind heute froh, es nicht mehr zu müssen, "weils ja im Supermarkt alles fertig gibt" (O-Ton meine Eltern:))

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Wenn ich daran denke, was wir früher eingekocht haben. Heute? Fast nichts mehr. Und mit der gleichen Begründung wie Deine Eltern. Zumindest konnte ich mir noch abschauen, wie das gemacht wird. Die nächste Generation muss sich das wohl wieder erst aneignen. Schade drum.

      Löschen
  3. Das mit der Sahne ist nu nicht so schwer. Biosahne ist carragenfrei. Da ich keine Algenzusätze in meinem Essen haben möchte, kauf ich zumindest bei der Sahne bio.

    AntwortenLöschen

Kommentar veröffentlichen

Beliebte Posts aus diesem Blog

90 Minuten Ruhe und Entspannung

Bild: Eingangsbereich zum Bad in Bad Staffelstein

Piscina. Ich war überrascht, dass ich zu meinem Geburtstag einen Gutschein für einen Aufenthalt im Piscina bekommen habe. Mir war der Begriff bis dato nur als kirchlicher bekannt, bezeichnend für das Handwaschbecken in Kirchen. Einfach zu Reinigung.

Bild: Die Piscina

Und die Assoziation war nicht einmal so falsch. In oben genannten Gutschein-Fall ist Piscina etwas erweitert zu sehen, und zwar als Becken, in welches man Wasser füllt - und eben wieder ablässt. Dieses Piscina befindet sich in dem der Klinik Bad Staffelstein angeschlossenen Bad. Unseres, wir hatten das mit der Nummer eins, wird durch eine Art Schleuse betreten, die gleichzeitig auch als Umkleideraum fungiert. Da diese nur durch einen einfachen Fallriegen zu verschließen ist, empfehlen wir, Wertsachen im Auto zu belassen.

Die Piscina selbst ist komplett gefliest, helle, freundliche Farben, zwei Schalen mit Kerzen sorgen für eine gewisse Grundstimmung, eine eigene Dusche sowie z…

Ich wähle AfD!

So, die Intoleranten, also die, die nur in der Überschrift lesen, um sich eine Meinung zu bilden, die dürften sich bereits verabschiedet haben. Für die Menschen, die sich Gedanken um ihre Zukunft machen, welche über das reine Schwarzweiß-Denken hinaus gehen, für die wage ich einmal eine These, die gerne in den Kommentaren -mit anständigen Worten- diskutiert werden kann.

Ich wünsche mir, dass die AfD mindestens 51 % bei der Bundestagswahl bekommt.
Warum ich diesen Wunsch habe, der von vielen Menschen verteufelt wird? Erklärung folgt:

Nehmen wir an, die AfD hat 51 % der gültigen Stimmen bekommen. Diese Partei darf somit die Regierung bilden und muss sich nicht um Kompromisse (wahrscheinlich eher der faulen Art) mit der Opposition scheren. Lasst sie mal machen. Entweder es wird exorbitant gut oder es wird grottenschlecht.

Gehen wir davon aus, dass die AfD selbst überrascht ist und mit der Bildung einer akzeptablen, nicht zerstrittenen Regierung überfordert. Es kommt also dazu, dass sich …

Ragout Fin - der Convenience-Test

Mitte der 70er Jahre im 20. Jahrhundert war es ein Edel-Essen auf jeder besseren Party; Ragout Fin. Ich kann mich noch daran erinnern, wie meine Mutter diese -damals noch recht teuren- Blätterteigförmchen gekauft hat. Und drei Tage vorher wurde uns das Maul schon wässrig gemacht. Zumindest haben mich diese Teilchen auf Anhieb überzeugt. Eigentlich mehr der Inhalt, den ich auch Heute noch gerne esse. Zeit, einen Test zu veranstalten, nachdem in der letzten Zeit immer mehr dieser Convenience-Produkte auf den Markt kommen.

Im Test befinden sich Aufwärm-Produkte von verschiedenen Discountern, teils auch Aktionsware wie das Produkt der Marke Sodergarden, hergestellt von Tulip. Zwar sind diese nicht immer zu bekommen, einen Geschmackstest kann man ja trotzdem machen. Natürlich völlig uneigennützig... Erwärmt werden die Produkte jeweils auf 60° Celsius, um eine Basis für die Vergleiche zu haben. Gemessen werden die Temperaturen mit einem Digitalthermometer, um eine Überhitzung und somit Beei…