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Kritiker, der Hype um

Hab ich noch nie verstanden: Kritiker sind Menschen, die ihre Meinung zu einer Sache oder einer Momentaufnahme kund tun. Nicht mehr, nicht weniger. Kritiker kritisieren Dinge, die ein anderer Mensch geschaffen hat. Warum also einen solchen Hype um Menschen, die eigentlich selbst nichts geleistet haben? Und wenn dann mal einer stirbt, und den ein Kult errichtet wurde, geht gleich eine ganze Branche unter. Gefühlt.

Schade um den Menschen ansich, aber nicht um die Sache im Speziellen.

Kommentare

  1. Sicher hast Du Recht, lieber Holger.
    Andererseits war dieser Mensch schon eine Art Lichtgestalt. Er hat mit seiner unkonventionellen Art viele Menschen dazu gebracht,z.B. ein Buch zu kesen, an dem sie sonst vorbeigegangen wären... Oder Dinge aus einem anderen Blickwinkel zu betrachten.
    Manchmal ist es eben gut und wichtig, daß es Menschen gibt, die mit ihrer offenen (öffentlich geäußerten) Meinung Diskussionen entfachen.
    Liebe Grüße von Felina, die Kritik häufig hilfreich findet.

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    1. Naja, ich habe einfach ein Problem damit, wenn man mir absolut die Denkrichtung vorschreiben will. Eine Buchbesprechung oder einfach nur ein Bericht über einen erfolgten Gastronomiebesuch - kein Problem, das ist für mich hilfreich. Aber eine Kritik, die nur darauf aus ist, das eigene Ego des Kritisierenden zu streicheln, die brauche ich nicht.

      Ich frage mich auch oft, wie viele Denkanstöße sind der Menschheit entgangen, nur weil ein Kritiker von z. B. einem Buch abgeraten hat. Wer weiß, welche großen Dinge dadurch verhindert wurden. Ich bin ein Freund davon, dass sich jeder, der sich für etwas interessiert, seine eigene Meinung bilden soll und nicht von einer von einem Kritiker ausgelösten Strömung beeinflusst werden soll.

      Aber, auch das ist jedem Menschen selbst überlassen.

      Gruß aus dem sonnigen Coburg, Holger (der Buchkritiken NIE liest, egal von wem ;-)

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  2. Kritiker haben schon einen Nutzen: Wenn man einen findet, der in einem bestimmten Bereich die eigene Ansicht widerspiegelt, dann kann man sich massenweise Schund sparen. Denn er muss ihn sich reinziehen, und ihn bewerten.

    Und wenn einer wie MRR etwas in den Himmel lobte dann konnte man recht sicher sein es hat mindestens drei bis vier Anspruchspunkte, null action und no sex ... und ist als Badewannenlektüre evtl. etwas zu schwer.

    Am meisten werde ich aber die eine geniale Parodie vermissen, mit MRR auf einem roten Sofa. Weiß nicht mehr von wem das war, aber ich habe Tränen gelacht.

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    1. Mir ging es eigentlich eher um die Kritiker im Allgemeinen. Dass MRR verstorben ist, war nur wieder ein weiterer Anlass, diesen Kult um Meinungsmacher nervig zu finden.

      Wie oft schon habe ich mich - auch auf anderen Gebieten - auf Kritiker verlassen und bin auf die Nase gefallen. Nein, ich bilde mir gerne mein eigenes Bild von der Welt. Übrigens: "ER ist wieder da" von Timur Vermes fand ich so stinklangweilig und teils mit bemüht an den Haaren herbeigezogener Komik versehen, dass ich es nach einem guten Drittel weiter vererbt habe. Vielleicht bin ich auch einfach nicht Massenkompatibel ;-)

      Gruß
      Holger

      P.S.: Ich könnte fast wetten, dass aus dieser kleinen Meinungsabgabe hier in einem anderen Blog wieder ein komplett verdrehter und widersinniger Bericht wird. Aber, es sei gegönnt. So habe auch ich einen Kritiker, auch wenn dieser oft nicht den Sinn dahinter erfasst. ;-)

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    2. Ja, die eigene Meinung die man sich bilden soll ... es macht total Spaß wieder mal wie der Waldschart da zu stehen, der das nicht tut ;-)

      Nein ernsthaft. Für mich hat das was mit Ökomonie zu tun. Ich kann nicht den gesammelten Ramsch anlesen/antesten/anschauen den es gibt. Wenn den einer dem ich vertraue vorsortiert bin ich persönlich happy.

      Freilich greife ich dabei auch mal ins Klo, nur seltener als wenn ich alles selber anteste.

      P.S.
      Oh je. Blogs über blogs sind mir ja an sich way too meta. Aber die Neugier läßt mich trotzdem fragen: wowowo. Weil ich will auch irgendwo verunglimpft und innig verabscheut werden ;-)



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    3. Die Ökonomie ist eine ganz andere Sache. In Dingen, die z. B. auch finanzielle Belange haben können, ist es schon ratsam, sich vorher die Quintessenz ausarbeiten zu lassen. Allerdings dann bitte nur von unabhängigen Fachleuten. Sich bei der Bank eine Anlageform anbieten zu lassen gehört da z. B. nicht dazu. Ich habe weder Lust, mein Geld in den höchstdotierten Abschluss zu investieren, noch mag ich die Aktien aufgedreht bekommen, welche die Bank aus dem Portfolio haben will. Da bin ich sehr eigen. Eigentlich gibt es auf dieser Kugel nur zwei Menschen, denen ich genug vertraue, um auf deren Rat zu hören. Ist auch so eine blöde Erfahrungssache. Bücher aber, die erschließe ich mir gerne selber. Auch Musik. Try and error. So what.

      Zum P.S. gebe ich bei Anlass Bescheid ;-)

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    4. Ist vielleicht ein Missverständis: Ich meinte Ökonomie hier mehr im Sinne von Zeiteinsatz. Der Stapel Zeitschriften ist bald schon wieder mannshoch, und für die ungelesenen Bücher muss ich eigentlich anbauen oder bald mal den Statiker anrufen, oder Feuer legen ;-)


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    5. Hab das schon richtig verstanden. Zeit ist aber für mich kein Kriterium der Ökonomie mehr. Zeit habe ich. Relevant wäre also das Zuarbeiten nur in Bereichen, in denen es um harten Euro geht. ;-)

      Feuer legen? Oder in Kartons verpacken und den Anton lustig im Kreis schicken. Quasi als rollendes Lager verwenden. Mit nicht ermittelbarer Adresse eines Empfängers - das bringt ein paar Tage extra ;-)

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