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Zuchtlinien und andere Katastrophen

Im Fernsehen läuft eine Dokumentation über das Millionengeschäft Hundezucht.
Ganz stolz wird da erklärt, dass der mittlerweile ebenfalls stark überzüchtete Retriever (als exemplarisches Beispiel) eine ganze Reihe an Untersuchungen über sich ergehen lassen muss. Von Ellbogen- und Hüftdisplasie bis hin zu Augenuntersuchungen und teils sogar Gentests ist alles dabei.

Schön, dass wenigstens um die armen, degenerierten Tiere so gekümmert wird.

Dann kommt die Tochter des Hauses um die Ecke und du fragst dich nur "WTF????" und möchtest die Forderung nach einem Elternschein stellen.

Kommentare

  1. Um Himmels Willen ! Wenn wir den einführen, dann können wir das Land gleich abschließen und den Schlüssel wegschmeissen ;-)

    Ich habe schon vor vielen Jahren die ganzen vermurksten Schäferhunde, Boxer und Spaniels bedauert, deren Hintergestell ausschaut wie ein hingeschissenes Fragezeichen. Weil ich kenne noch die Hunde aus meiner Kindheit, als ich als Pimpf mit Riesendoggen spazieren gegangen bin - oder sie mit mir. Die sahen durch die Bank deutlich gesünder aus als das was ich heute so sehe.

    Wieso bin ich nicht überrascht, dass sie noch ein paar Rassen mehr vermurkst haben ?

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    1. Aber in meinem Brennpunktmarkt würde es in sieben bis acht Jahren angenehm ruhig werden. Sehr ruhig.

      Alles was sich "Rasse" nennt ist irgendwie pervers überzüchtet. Die Zuchtlinie muss stimmen, da ist es nur nebensächlich, wenn die Tiere leiden. Nasen? Überbewertet... Bulldoggen, die im Stand schon überhitzen und Atmungsschwierigkeiten haben? So wird das gewollt.

      Meine Schwester hatte immer Mischlinge, die kamen vom Hof. Aufgewachsen mit den Resten der Schlachtschüssel. Und meine Mutter hatte ein Auffanglager für aussortierte Zuchttierchen. Ein Chihuahua, der seine Zunge nicht in das Maul bekam, einen von der Zucht ausgemusterten Yorkshire, der nach dem x-ten Wurf einfach keinen Kaiserschnitt mehr verkraftet hätte.

      Und das alles von der Krone der Schöpfung zugefügt. Wenn ich dann in meinem Brennpunktdiscounter die Blicke schweifen lasse, dann graut es mir vor der Zukunft. Kann man nur hoffen, dass die Zöglinge den steten Nachschub vom Amt wirklich ausschließlich dazu nutzen, literweise den Klaren nachzufüllen.

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  2. Da hab ich gestern (oder wars vorgestern? Egal...) einen Bericht gesehen über eine ach so bedauernswerte Familie, die zusätzlich zum Arbeitseinkommen auf Unterstützung vom Amt angewiesen ist. Die haben genau die monatlichen Kosten aufgeführt, weil ja angeblich nicht genug übrig ist, um dem Kleinkind vernünftiges Essen zu kaufen. Tatsächlich stand da: 153 (!!!!!!!!!!!) Euro für Telefon und Internet. Ich wäre fast in den Fernseher gesprungen...

    Wobei ich darauf bestehe, bitte nicht alle, die darauf angewiesen sind, über einen Kamm zu scheren...

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  3. Manchmal ist der Blick für die Realität schon arg verschoben. Wenn dann im Frühstücksfernsehen ein fast unbekannter Schauspieler dasteht und sich aufregt, dass manche Schauspieler nur an 15 - 20 Tagen im Jahr zu Tagesgagen von 15.000 Euro beschäftigt sind; dass dies in seinen Augen zu wenig ist, weil der durchschnittliche Deutsche im Jahr auch um die 60.000 Euro einstreicht..... Eine sehr liebe und nette Bekannte ist praktizierende Tierärztin, muss täglich über Leben und Tod entscheiden, hat lange Jahre studiert, nimmt eine körperliche und zeitliche Belastung auf sich - und das für einen Bruchteil dessen, was da angeblich der Durchschnittsdeutsche bekommt.

    Da ist die Abgehobenheit mancher schon sehr deutlich wahrzunehmen. Ach ja, der Schauspieler lebt in Frankreich und genießt es, auf der Straße von Bettlern angehimmelt zu werden, was ihm in Deutschland abgeht.

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  4. Da hilft mir mein Mirtazapin auch nicht mehr, ich REGE MICH AUF!
    Diese verdammte Durchschnittsrechnerei und jeder geilt sich nur nach
    oben hin auf, dass nach unten noch sehr viel mehr Luft als nach oben
    ist wird einfach ignoriert!

    Nur mal so zum Nachrechnen: wenn einer mit z. B. 5 Millionen nach
    Haus geht, wie viele müssen dann mit sehr weit unter dem Durchschnitt
    nach Hause gehen? Ich möchte gar nicht wissen, wie wenige es sind, die
    tatsächlich mit dem „Durchschnitt von 5.000 € monatlich nach Hause
    kommen.

    Ach ja, „Durchschnitt“:

    Kopf im Kühlschrank,
    Füße im Backofen,
    Durchschnitts-Temperatur 37°C
    ... viel Spaß dabei wünscht der
    Allgäu Hans

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    1. Hans, mit solchen Leuten kannst Du einfach nicht diskutieren, die haben eine vorgefasste Meinung und das war es dann. 5.000 Euro netto im Monat? Da gibt es bei uns im Umkreis durch die große Versicherung und dem Autozulieferer einige. Aaaber, und da hast Du Rech: wie viele Menschen müssen mit ihren Werkverträgen (neue Spielvariante der Angestelltenpervertierung) am Existenzminimum herumkrabbeln und verlassen täglich durch das gleiche Tor die Gebäude....

      Durchschnitt ist eine feine Sache, um wahre Missstände gezielt zu verschleiern.
      Gruß
      Holger

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  5. Ganz üble Sache. Tier vor Kind. Weil Tier die Fresse hält, höchstens mal rumquiekt oder gar bellt. Pff! Manchmal wäre so ein Elternschein sehr sinnvoll!

    Wenn ich hier nun noch was von Durchschnittsverdienst und Werkverträgen lese, neigt sich mein Puls der Obergrenze. Bei der Thematik stellt mein Puls stets auf ein neues seinen Highscore auf... Ich denk jetzt einfach an was Schönes. Irgendwas.

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  6. Nach meiner Erfahrung geht die schlechte Behandlung von Tieren auch gleich mit dem selben Umgang mit Kindern einher. Wenn keine Empathie da ist, dann ist da keine da. Egal für was. Und wie oft schrammt eine "liberale" Erziehung an der Vernachlässigung vorbei?

    Wir hatten noch Perspektiven. Heute? Hauptsache Kind/Tier sind still. Ansonsten: der Doktor wirds schon richten.

    Werksverträge sind eine neue Spielart der modernen Sklaverei. Möglich durch die Drohung, eben in Hartz IV abzurutschen. Ein für die Zivilisation perverses und für die Politik feines Instrument, Massen rechnerisch zu behandeln.

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  7. Das kommt noch dazu, Kinder (!!!), die praktisch Medikamente und Psychopharmaka auf ihrem täglichen Speiseplan haben, damit sie auch ja funktionieren. Geht doch nicht an, dass das Kind krank wird und einfach ein paar Tage das Bett hütet und von Mama betüdelt und gepflegt wird. Mama muss schließlich Karriere machen. Da ist für so etwas keine Zeit... Nein, ich will mich nicht aufregen. Jetzt nicht. Nein.

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    1. In der erweiterten Verwandtschaft war ein Fall eines Jungen, der bereits als Kleinkind auffällig war. Die Mutter überlastet, der Vater (wie die Mutter) Alkoholiker und starke Raucher (auch während der Schwangerschaft), konnte mit dem Kind nicht umgehen. Ratschläge wurden nicht angenommen, das Ende vom Lied war der Besuch einer entsprechenden Förderschule, ein Selbstmordversuch mit 11(!) Jahren und endlich die Wegnahme von der Kindsmutter von Amtswegen. Einen Hund hätte man längst weggenommen, das Kind musste erst in einen Ausnahmezustand geraten und auf diese Weise um Hilfe rufen. Ergebnis: löffelweise Tabletten der stilllegenden Art. Jetzt, gut acht Jahre später - der Jugendliche ist unauffällig, nimmt keinerlei Tabletten mehr, hat seine Lehre fast abgeschlossen und Umgangsformen, die er bei den Eltern nie hätte erlernen können. Auch wenn es ein harter Schnitt war - die Wegnahme hat dem Kind damals erst ein würdiges Leben ermöglicht.

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  8. es koennt ja auch der papa beim kranken kinde... ach nein. er macht ja karriere.

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    1. Emanzipation? Dann bitte beide Elternteile zu gleichen Teilen an der Erziehung beteiligen. Was allerdings gerade bei einkommensschwachen Familie ein rein finanzielles Eintscheidungswerk sein dürfte.

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