Direkt zum Hauptbereich

Grillbauch mit Zwiebelsahnesauce



4.656 g. So viel hatte die eine Seite Bauch, die ich im Großhandel mitgenommen habe. Schon gezogene Knochen, vakuumiert, nicht eingefroren gewesen. So soll es sein.

Ein Schnitt der Länge nach, vier Schnitte quer - schon liegen vor mir 10 brauchbare Teile in "haushaltsüblichen" Portionen.

An Gewürzen habe ich im Mörser folgende Zutaten verarbeitet:

- Meersalz
- Koriandersamen
- Majoran
- Kümmel (ganz)
- etwas schwarzer Pfeffer
- Knoblauchzehen
- Senfsaat (schwarz)
- Mark einer Vanilleschote

Pfeffer, Senfsaat, Kümmel und Koriandersamen anrösten, im Mörser vorreiben, dann Knoblauch, Meersalz, Vanille und zum Schluss das Meersalz zugeben, je nach Vorliebe zerreiben.

Die Fleischstücke in einer Schale jeweils von allen Seiten gut einreiben und kurz einziehen lassen. Nochmals einreiben und in passenden Beuteln sofort vakuumieren und umgehend in den Froster geben.

Je nach Hunger (oder benötigter Menge) das Fleisch im vakuumierten und eingefrorenen Zustand in reichlich Wasser bei 60° ungefähr 2,5 - 3 Stunden langsam garen lassen. Ziel: möglichst wenig Saftaustritt.


Gegen Ende der Garzeit schon mal beginnen, die Zutaten für die Soße zu richten. Diese wären:
(für ca. 1 kg Fleisch)

- 3 große Zwiebeln
- 200 g Kochsahne
- 1 Esslöffel Rübensaft
- 1/2 Tl. Salz
- den Sud aus den beiden Garbeuteln
- etwas Öl zum anrösten der Zwiebeln

Die Zwiebeln achteln und in etwas Öl sachte anschwitzen bei mitllerer Hitze (Induktion Stufe 5, 120°).

Während die Zwiebeln sich fein aufwärmen, die Bauchstücke auf der Hautseite in ein Raster schneiden. Dabei auch ruhig durch die Fettschicht schneiden, aber NICHT das Fleisch verletzen, da dieses sonst schnell austrocknen kann.
 


Die angeschwitzten Zwiebeln mit dem Sud aus den Beuteln ablöschen, einen guten Esslöffel Rübensaft unterrühren und das Fleisch wieder mit der eingeschnittenen Seite nach oben aufsetzen. Möglichst weit oben im Ofen bei Oberhitze knusprig backen.



Nachdem der erwünschte Grad der Bräunung erreicht wurde, die Fleischteile aus der Pfanne nehmen und etwas ruhen lassen.


Die Sahne zu den Zwiebeln zugeben, mit dem Zauberstab pürieren, bis eine homogene Masse entstanden ist.


Das Fleisch in Scheiben schneiden und zusammen mit der Sauce servieren.

 Dazu passen ein frisches Bauernbrot oder auch Kraut (Rot oder Sauer) und Knödel sowie Wirsing.

Kommentare

  1. Okay, für mich dann bitte die Variante mit Knödeln und saurem Kraut *sabber*. Solange ich den Bauch nich essen muss is alles gut :-)

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Na prima... Weder Sauerkraut noch Rohwaren für Knödel habe ich im Haus. Rotkraut und Bauernbrot? Andererseits - der Bauch ist ja auch schon weg. Gegessen, verteilt und eingesternt :-) Zu spät, werte Frau Brisy.

      Löschen
  2. Antworten
    1. Ach, Herr MiM, ich bin ein Sterblicher wie Sie auch. Aber ich wäre zum Tausch gegen ein paar Löffel Ihres Currys bereit.

      Löschen

Kommentar veröffentlichen

Beliebte Posts aus diesem Blog

90 Minuten Ruhe und Entspannung

Bild: Eingangsbereich zum Bad in Bad Staffelstein

Piscina. Ich war überrascht, dass ich zu meinem Geburtstag einen Gutschein für einen Aufenthalt im Piscina bekommen habe. Mir war der Begriff bis dato nur als kirchlicher bekannt, bezeichnend für das Handwaschbecken in Kirchen. Einfach zu Reinigung.

Bild: Die Piscina

Und die Assoziation war nicht einmal so falsch. In oben genannten Gutschein-Fall ist Piscina etwas erweitert zu sehen, und zwar als Becken, in welches man Wasser füllt - und eben wieder ablässt. Dieses Piscina befindet sich in dem der Klinik Bad Staffelstein angeschlossenen Bad. Unseres, wir hatten das mit der Nummer eins, wird durch eine Art Schleuse betreten, die gleichzeitig auch als Umkleideraum fungiert. Da diese nur durch einen einfachen Fallriegen zu verschließen ist, empfehlen wir, Wertsachen im Auto zu belassen.

Die Piscina selbst ist komplett gefliest, helle, freundliche Farben, zwei Schalen mit Kerzen sorgen für eine gewisse Grundstimmung, eine eigene Dusche sowie z…

Ragout Fin - der Convenience-Test

Mitte der 70er Jahre im 20. Jahrhundert war es ein Edel-Essen auf jeder besseren Party; Ragout Fin. Ich kann mich noch daran erinnern, wie meine Mutter diese -damals noch recht teuren- Blätterteigförmchen gekauft hat. Und drei Tage vorher wurde uns das Maul schon wässrig gemacht. Zumindest haben mich diese Teilchen auf Anhieb überzeugt. Eigentlich mehr der Inhalt, den ich auch Heute noch gerne esse. Zeit, einen Test zu veranstalten, nachdem in der letzten Zeit immer mehr dieser Convenience-Produkte auf den Markt kommen.

Im Test befinden sich Aufwärm-Produkte von verschiedenen Discountern, teils auch Aktionsware wie das Produkt der Marke Sodergarden, hergestellt von Tulip. Zwar sind diese nicht immer zu bekommen, einen Geschmackstest kann man ja trotzdem machen. Natürlich völlig uneigennützig... Erwärmt werden die Produkte jeweils auf 60° Celsius, um eine Basis für die Vergleiche zu haben. Gemessen werden die Temperaturen mit einem Digitalthermometer, um eine Überhitzung und somit Beei…

Geschmackstest - "Royal One" Burger für die Mikrowelle von LIDL

Heute stand auf den Speiseplan: Nichts.
Einzukaufen war: Nichts.
Ich war also nur Begleiter und hatte Zeit, die Augen ohne Einkaufszettel einfach so über die Regale schweifen zu lassen. Und siehe da, es gibt Neues.





Neugierig wie ich bin, wenn es um "Lebensmittel" geht, besonders dann, wenn es sich um Neuheiten handelt, muss ich zuschlagen. Manchmal geht es gut, manchman falle ich mit Anlauf auf die Nase.

Die Zubereitung ist für Nichtskönner, ich sollte somit damit klarkommen. Mikrowelle auf, das Teil inklusive Verpackung hinein, 600 Watt, 90 Sekunden. Einfacher gehts nur, wenn die Packung mitgegessen werden kann, ohne das Teil vorher durch die Teilchenkammer zu jagen.

Gesagt, getan, zwei Minuten später steht das Ding heiß und dampfend vor mir. Und riecht. Aber nicht gut, irgendwie "komisch". Nach Schwein. Wer schon einmal Insulin gerochen hat, der weiß, was ich meine.

Eigentlich sage alle Sinne, dass ich die Finger davon lassen solle. Aber, der männliche Forscherdr…