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Warum mir Weihnachten nicht fehlt

Jubel, Trubel, Heiterkeit. In jedem Jahr wieder.

Weihnachten mochte ich noch nie, irgendwie war es entweder schlimm oder schlimm. Und das auf vielfältige Weise. Manchmal war es auch sehr schlimm mit ein wenig unfreiwilliger Komik.

Meine allererste Erinnerung ist aus 1972, im Alter von zwei Jahren. An was kann ich mich erinnern? Natürlich an die Geschenke. Komisch, aber scheinbar ist es mit meinem Sternzeichen verknüpft, dass ich SOWAS merke. Naja...

Ansonsten war Weihnachten immer irgendwie gleich.

Und drumherum gibt es in 42 gelebten Weihnachten natürlich auch kleine Anekdoten. Wie diese, als Ms Opa sich eine Krippe zu Weihnachten von ihr gewünscht hatte. Eine selbstgebaute, denn M ist eine gelernte Schreinerin. Und wie Schreiner eben so sind: sie arbeiten exakt. Eine Hütte vor 2.000 Jahren war sicher nicht so statisch ausgewogen, wie diese. Und natürlich braucht so eine Hütte auch ein Dach. Erst wurden Schindeln angedacht, aus Holz. Nachdem aber beim Abflämmen, um diese zu rustizieren, ein Teil Raub der Flammen wurde, mussten wir uns etwas Neues einfallen lassen.

Zu dieser Zeit gab es eine Art FIMO-Nachfolger, eine Masse, die man in der Fläche verarbeiten konnte, und die dann luftgetrocknet ist. Dumm nur, dass wir (ich nach Vorgabe von M, M nach eigener Bestrebung) exakt arbeiten wollten. Also klare Kanten, saubere Konturen. Und sogar die Schindeln haben wir eingeritzt. Was wir dabei nicht beachtet haben: die Masse schrumpft beim Trocknen. So haben uns nach ein paar Tagen ein paar Zentimeter an jeder Kante des Daches gefehlt. Irgendwie haben wir es also so auf diesem Weg doch noch geschafft, die Hütte wirklich erbärmlich aussehen zu lassen. Eben eine Hütte wie zur damaligen Zeit.

Noch heute muss ich lachen, wenn ich daran denke, dass in dieser Krippe das Jesuskind liegt und mit entsetztem Blick das eigene Heim anschaut. M fand das nie lustig, aber ich habe wirklich die ersten Jahre herzhaft lachen können. Wenn das Gespräch auf die Krippe kam, musste ich kein Wort sagen, nur ein weinerliches Gesicht machen, sie wusste dann schon, was gemeint war. Dafür habe ich dann böse Blicke geerntet. Einmal waren wir bei ihrem Opa sogar kurz vor Weihnachten vor Ort. Was steht da? Die Krippe. Muss ich sagen, dass es sehr, sehr schwer war für mich, während des Besuches diesen Haufen Holz nicht anzusehen, um nicht lachen zu müssen? Mein Respekt gilt auch heute noch ihrem Opa. Entweder war sein Herz von der Gabe der Enkelin wirklich berührt und er daher blind für die Realität- oder er war und ist ein gnadenloser Schauspieler, denn er hat sich wirklich gefreut. So hat jeder seinen Spaß an Weihnachten gehabt.


Einmal war sogar ich selbst dafür verantwortlich, dass Weihnachten nicht so optimal gelaufen ist. Muss um 1985 herum gewesen sein, zu der Zeit, als wir das Luftgewehr für uns entdeckt haben. Nein, wir waren nicht draußen damit, auch nicht auf der Jagd nach Nikolaus und Christkind. Innen, Dachboden. Direkt neben dem Christbaum haben wir uns unseren "Schießstand" gebaut. Und wie der Teufel eben so spielt, der erste Schuss auf den Baum war ein ungewollter Querschläger. Getroffen hat er das erbärmliche Kunststoffgerüst an einer Kugel. Weg war sie. Und wenn sich zwei Menschen verstehen, dann braucht es da nur noch einen Blick. Der Baum war schnell vor den Kugelfang gezerrt, der Rest ist Geschichte.

Der erste gezielte Schuss galt der Spitze. Kurz darauf war diese nicht mehr zu erkennen. Als letztes vom Baum abgeräumt wurden komische Engel, die aus einem Kleid als Körper, Stroh als Haaren und  einer kleinen Holzkugel als Kopf gebaut wurden. Haben wir zuerst nur auf die Kleider geschossen, wurde uns schnell bewusst, dass auf den Kopf gezielt, dieser als erstes einfach wegspringen würde. Dann war noch Zeit für die Kleidung.

Wie auch immer, irgendwann war der Baum ziemlich gerupft, uninteressant und aus der Schusslinie genommen worden. Kaum noch Kunststoffzweige dran, ein paar Stellen gar ohne Nadeln (da, wo wir versucht haben, den "Watteschnee" abzuräumen), ein Bild des Trauers. Über das Jahr in Vergessenheit geraten, wurde das Thema am Weihnachtstag brandaktuell. Klar, als Jugendlicher denkt man nicht daran, was es bedeuten könnte, wenn am 24. noch kein Naturweihnachtsbaum auf der Terrasse steht. Mulmig wird es einem erst dann, wenn die Mutter verkündet, nun den irrtümlich für geschmückt und fein geputzt gehaltenen Weihnachtsbaum vom Dachboden zu holen.

Ich bin mir sicher, meine Mutter konnten auch die Nachbarn zehn Häuser weiter noch schreien hören. Auch wenn das das Donnerwetter meines Lebens war, der Spaß war es wert. Nicht lustig war allerdings, den Baum fast zwei Wochen im Wohnzimmer "bewundern" zu müssen. Es war schlicht und einfach zu spät einen Neuen zu kaufen.

Zudem wäre dies auch die Aufgabe meines Vaters gewesen. Der hatte aber von Weihnachten, sprich dem 24.12., ganz andere Vorstellungen als meine Mutter. Bei ihm war es seine ganz eigene Philosophie, dass man dieses Gedudel nur komplett ausgeknipst ertragen konnte. Was also hieß: in jedem Jahr nach den drei oder vier Stunden Arbeit ging es zur Stammkneipe. Ob da auch feste Nahrung dabei war, ich kann es nicht sagen, gehe allerdings eher davon aus, dass dies nicht so war. Die Auswirkungen konnte man dafür auch Abends noch erleben. Ein vom Vater widerwillig geschmückter Baum, bei dem man schon froh sein konnte, wenn dieser durch die einseitige Belastung nicht einfach umgekippt ist.

So blieb es in jedem Jahr an meiner Mutter, das Essen zu richten. Klar, den Einkauf hatte mein Vater immer erledigt, einmal im Jahr hat er unsere Kunden besucht, die Feinkost hatten. In Coburg die Firmen "Berlin", "M. C. Mönch" und "Schaper". Feinste und leckerste Dinge, aus denen man leider - er war schließlich leidenschaftlicher Nichtkoch - kein Essen kochen konnte. So gabe es eben Unmengen an Speisen, die nicht unbedingt zusammen gepasst haben. Irgendwann einmal war es meiner Mutter dann doch zu dumm - Fondue war der letzte Schrei in diesen Jahren. Ich kann mich noch daran erinnern, als wäre es Gestern gewesen. Ein schwarzes Grundgestell, ein Brenner darin, obenauf ein rot emailierter Topf für das Fett oder die Brühe.
Das Fleisch geschnitten, die Beilagen gerichtet, die obligatorische Cocktailsauße daneben, ging es frisch an das Werk. In unserer Familie ist es üblich, Anleitungen maximal zum anschüren für Grill oder Ofen zu verwenden. So passierte es, dass ein kaltes Öl den Weg in den Topf gefunden hatte. Der Brenner war aufgefüllt, der Vater wach, wir Kinder genervt, unser Essen auch noch selbst kochen zu müssen.

Kaum hat der Brenner den ersten Funken gesehen, ging es auch schon los. Rauchschwaden ohne Ende, der Topf in kürzester Zeit erhitzt. Auch der Inhalt. Aber die Luft war ebenso schnell zum schneiden dick. Also runter mit der Flamme, genauso schnell war auch die Hitze wieder weg. Flamme wieder aufgedreht, Rauchwerfer an. Irgendetwas war falsch gelaufen. Was, das hat meine Mutter Wochen später in der Drogerie erfahren, als sie die schlechte Qualität des Brennmateriales reklamieren wollte. Erst hat der Mann hinter dem Tresen ungläubig geschaut, dann ein wenig gelacht und dann auch die Erklärung gebracht. Der Brenner wird mit Spiritus befüllt, nicht wie in unserem Fall mit Petroleum. Verhungert sind wir auch an diesem Tag nicht, es gab Gulasch aus Fonduefleisch in der Pfanne. Den Geruch vom Fonduebrenner hat man aber noch Wochen später wahrnehmen können in unserer Wohnung. Und die Brandspuren sind bis heute noch am Fondueset meiner Mutter klar zu erkennen.

So war es irgendwie kein Wunder, dass Weihnachten für uns eher Pflicht als Kür war. Zumal am Weihnachtsfeiertag noch herausgeputzt und die Verwandtschaft besucht wurde. Einziger Lichtblick: eine meiner Tanten hat an einem der Weihnachtsfeiertage Geburtstag. Wenig Familie, viele Freunde meiner Eltern und elend viel zu trinken und gute Speisen. Ist aber auch schon lange her, heute flüchten die auch in das Ausland und feiern lieber alleine. Wer würde es ihnen verdenken?

Kirche war und ist in unserer Familie nie ein großes Thema gewesen. Eigentlich nicht einmal ein kleines. Klar, wir sind getauft, konfirmiert und wer dumm genug war zu heiraten, der hat das auch kirchlich getan. Aber sonst? Mit Horror denke ich an das Jahr 1980 zurück. Ostern zwar, aber Kirche. Da wurde meine Schwester in der Ostermette getauft. Früh am Morgen, vor dem regulären Gottesdienst. Zudem war sie das einzige Kind an diesem Tag, welches alleine zum Taufstein laufen konnte. Mit sieben Jahren sollte man das in der Regel auch schaffen. Grund für die späte Konfirmation: erst war man sich über den Namen meiner Schwester nicht im Klaren, dann wurde das schlicht vergessen. Ich behaupte heute noch, die wollten sie zurück geben oder umtauschen. So kam es eben, dass rechtzeitig zur Schuleinführung meine Schwester auch ihrer Konfession zugeführt wurde. Aber mit der Kirche haben wir wenig am Hut, was auch vielleicht an den schlechten Terminen liegt. Sonntags wurde lange geschlafen, da passte das einfach nicht.

Seit 2008 bin ich eh aus dem Verein ausgeschieden, was nach einem kleinen Streit mit der Organisation zu tun hat, die hier auf Erden das Werk des großen Schöpfers tun soll. Und zudem ist so Einiges passiert, was mich ernsthaft an der Existenz eines übergeordneten Wesens zweifeln lässt. Aber, jeder wie er mag, ich demissioniere niemanden, habe meinen Frieden mit Herrn Darwin geschlossen. Dumm nur, dass es kein Darwinfest gibt, an dem man ebenso reich beschenkt wird. 

Das Thema Geschenke ist eher ein schwieriges welches. Ich schenke von Herzen gerne und mag es, wenn ich Augen leuchten sehe. Aber nicht, weil da ein gewisser Tag vorgegeben ist. Valentinstag, Namenstag, Geburtstag - und Weihnachten. Was soll der Mist, das ist nicht meine Veranstaltung. Und auch, dass jeder versucht, den Anderen zu übertrumpfen, was den Wert der Geschenke angibt. Lieber was, was von Herzen kommt. Aber, viele Menschen haben leider vergessen, ihr Herz zu befragen, was dem Gegenüber wohl gefallen könnte. Oder sie wissen es schlicht nicht, weil zwischen dem ganzen Konsum und Termindruck keine Zeit mehr bleibt, den Partner wirklich kennenzulernen. So gesehen bin ich froh, dass ich diese Weihnachten so gut wie alleine verbringen darf.

Keine Besuche bei der eigenen Familie, keine Besuche bei der Familie der M, keine Pflicht, nur Kür. ICH stehe ganz oben auf der Liste, werde drei Tage verbringen, wie sonst auch. Vielleicht mit lieben Besuch, wenn dieser Zeit findet, vielleicht auch nicht. In jedem Fall werde ich keinen Stress haben und mich mit Menschen umgeben, bei denen es "Pflicht" ist, diese zu besuchen. Kein mieses Essen, kein hundertstes Paar Strümpfe, die im Schrank vergammeln und weiter verschenkt werden, keine Zeit, die man lieber zu Zweit verbracht hätte.

Ich bin glücklich, denn ich habe Menschen, die mir wirklich etwas bedeuten. Ich bin glücklich, weil es das Leben mit mir gut meint, ich in einem friedlichen Staat leben darf, es warm und weich habe, ohne Angst vor Mord und Totschlag ruhig schlafen kann, sauberes Wasser und genug zu essen habe.

Einen Wunsch habe ich dann doch: schön wäre es, würden alle Menschen so gut wie ich leben können.

In diesem Sinne wünsche ich allen Lesern, besonders denen, die Freunde geworden sind, aber auch den Freunden, die hier Leser wurden, ein frohes Weihnachtsfest genau so, wie IHR Euch das wünscht. Eine ruhige Zeit und vielleicht findet Ihr auch die Zeit und die Muße, Euch etwas zu gönnen, was sonst nicht alltäglich ist.

Euer Silberner Löffel, Holger

P.S.: ein ganz besonderes Dankeschön an LaMama, die RESPA und ganz besonders sehr an die Vanillelady! Danke!

Kommentare

  1. So wie du bei mir, so ich auch bei dir:

    Merry X-Mas, lieber Holger und ruhige besinnliche Weihnachtstage ;)

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    1. Liebe Ghetti, vielen Dank für die Wünsche, hat geklappt.

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  2. Lieber Holger
    Dir auch ein Frohes Weihnachtsfest und einen guten Rutsch.
    GLG Shippy

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  3. Danke, ich wünsche dir auch ein schönes Weihnachtsfest!

    Liebe Grüße,
    Jessica

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  4. Ich feiere zwar Weihnachten im Kreis der Familie und habe es schon immer geliebt und äh ja manche Dinge auch nur ertragen, wie das so ist.
    Aber dieses Jahr ist es komisch, erst alles hektisch wie üblich und dann, als es endlich besinnlich werden könnte...
    Weisheitszahnweh.
    Beide auf der rechten Seite schieben, einer ist eh schon fast draußen, autsch.
    Alles wie ein Ballon gespannt, war gerade beim Beritschafts-Zahnarzt, kann schon froh sein, wenn ich mir morgen die Lammkeule nicht pürieren muss.
    So ein Pech aber auch!
    Dir wünsche ich aber ein genussvolles Fest, lass es dir wenigstens kulinarisch gut gehen.

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    1. Frollein, was machst Du denn für Dinge? Ich hoffe, die Lammkeule war am Stück? Kulinarisch war es mehr als lecker. Logisch, habe ja halt eben so lange gekocht, bis es mir schmeckt ;-)

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  5. Danke für die unterhaltsame Geschichte und dafür, wie Du uns immer wieder zum Lachen, manchmal auch zum Nachdenken bringst. Und ein riesendickes Dankeschön für Deinen lieben Brief, ich hab mich sooooo gefreut! Ich hab`s leider noch nicht auf die Reihe gekriegt, es ging mir bis gestern richtig beschi****. Aber dran gedacht hab ich die ganze Zeit und es tut mir so leid. Aber was nicht geht, das geht eben nicht. Kann ich nicht ändern. Ich hol´s ganz bestimmt nach. Ich wünsche dir entspannte Restweihnachtstage, lass es dir gut gehen.

    Liebe Grüße

    brisy

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    1. Liebe brisy! Wie Du schreibst: was nicht geht, geht eben nicht. Und? Von einem Brief geht die Welt nicht unter. Hauptsache, dass es bei Euch gemütlich und besinnlich war. Was will man mehr?

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