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Der Pummel, der Hampfel und die Klosterfrau sowie die Flüsterlügnerin

Gut 25 Jahre habe ich den gleichen Job gemacht. Erst als Lehrling, zum Schluss als Chef. Aufregende Zeiten, abwechslungsreich und auch manchmal kurios. In dieser Woche habe ich in der Tageszeitung ein Foto gefunden, welches mich an so manche kuriose Begegnung erinnert hat. Die Frau "Pummel und Hampfel".

Irgendwann Mitte der 80er Jahre hatte ich das erste Mal das Vergnügen, auf die Kundschaft im Abholgeschäft losgelassen zu werden. In der Regel waren das angenehme Stammkunden, die teilweise seit 60 Jahren treu gekauft hatten. Da war oft schon klar was der Kunde möchte, als er den Laden betreten hat. Manchmal wurde auch per Telefon bestellt, dann durfte ich die Waren durch die Stadt laufend ausliefern. Man stelle sich einen Lehrling vor, der mit einer Großpackung Toilettenpapier über den Markt zum Kunden läuft. Die Kommentare gingen von "beschissene Zeiten?" bis hin zu "na, Rosettenbrand?" und noch schlimmeren Dingen in der Regel unter die Gürtellinie. Aber, das härtet ab und schult die Schlagfertigkeit. Diese Sprüche kamen übrigens immer und ausnahmslos von älteren Menschen.

Naja, ich habe es überlebt. Auch die Kunden, die drei Packungen AP1 bestellt hatten. Die Packung wog 25 kg und es hat da noch niemanden interessiert, wie man das handelt. Über den Markt mit dem kleinen Transportwagen? Dank Kopfsteinpflaster und kleinen Plastikrädchen keine Chance. Also: ab auf die Schulter. So um die 800 m durch die Stadt könnenganz schön lang werden. Absetzen war nicht drin, denn an wieder aufnehmen war nicht zu denken.

Am liebsten habe ich die Metzger und damals noch vorhandenen Feinkostläden beliefert. Von letzteren hatten wir sogar drei. Den Berlin am Markt, den M. C. Mönch in der Judengasse und den Schaper am Markt. Nr. 1 und 3 waren sehr sympathisch, bei Nr. 2 war der Betrieb schon recht groß und die Cheffen sehr - nennen wir es selbstbewusst. Der Favorit war natürlich die Fa. Schaper, da gab es auch bei kleinsten Lieferungen ein "Nascherle". Entweder eine Mozartkugel oder eine kleine Tafel besondere Schokolade. Sehr herzliche und korrekte Menschen, die wirklich ausgefallene Produkte angeboten haben. Schade, ist Geschichte. Und der riesige Neon-Sarotti-Mohr ist auch aus dem Stadtbild verschwunden. Da wurde schon Jahre vor der Geschäftsaufgabe abgesprochen, wer den bekommt.

Zurück in den Laden. Früh am Morgen, kurz nach sieben, der erste Anruf. "Habt ihr Pergamó und Maulpapier?" Da steht man neben dem Apparat und fragt sich "was zum Teufel...?" Aber man ist ja Leid gewohnt und bittet um Besuch mit Mustern. Ja, das geht, Mittag hat ihr Fahrer frei, dann kommt sie vorbei.

Kurz nach der Mittagspause -Läden hatten zu dieser Zeit noch von 12 - 13 Uhr (wie wir) oder von 13 - 15 Uhr geschlossen, stand sie dann vor mir. Gut 150 cm mit ebenso vielen Kilogramm. Listig blitzende Augen hinter einer Flaschenbodenbrille unter einem Minipli, der vorne länger als hinten war. Quasi ein VoLaHiKu. Eine Mode dafür gab es nie, später sind wir dann darauf gekommen, dass es wohl ein "Topfschnitt" war. Selbstausgeführt und nur vorne angepasst. Passiert halt, wenn man nur einen Spiegel verwendet.

Gereicht wurden mit nach der Begrüßung mit "Endlich ist jemand da..!" zwei Fetzen übelst verschmutztes Papier. Das gewünschte Pergamò war also ein Pergamentersatzpapier, das Maulpapier eine Prägeserviette, einlagig, 33 x 33 cm, weiß. Ersteres zu 25 kg gepackt, letzte Position zu 500 Stück. Damals haben die 500 Stück knapp 2 Mark fuffzich gekostet. Das war also geklärt, jedoch die Größe vom Papier noch nicht. Dieses ging von 75 x 100 (1/1 Bogen) cm für ganze Schinken und auch als Schnittpapier für die Heimwerkerinnen bis hin zum 1/4 Bogen (knapp 37,5 x 50 cm). Darunter konnten wir auch herstellen, Maschinen für solche Schnitte waren in der Produktion vorhanden. Am Fetzen des Musters konnte man nicht erkennen, welche Größe gewünscht war. Nur, dass da wohl was Fettiges mit viel Senf eingewickelt war. Wahrscheinlich eine Coburger Bratwurst mit Sempfd.

"Für was brauchen sie das Papier?" um abschätzen zu können, welche Größe in der Regel genommen wird. "Ha, für Fettstängel und Schlickla...." "Bitte wofür?" "Für Fettstängla und Schlickla.... " Nach einiger Zeit war dann klar, dass Fettstängla Bratwürste sind und Schlickla die dörflische Kurzform von Schaschlik. Also wahrscheinlich 1/4-Bogen. Ein Muster gezeigt, gut ists. 1/4-Bogen waren genehmigt.

Die nächste Frage war - wieviel. Auch der Preis hing davon ab. Kurz die Liste gezeigt, lose Ware war im Handling schwieriger, kostete also mehr. "Ein´ Hampfel nehm ich!" Ein Hampfel? Was war denn das für eine Einheit? Nach langem hin und her haben wir uns dann darauf geeinigt, dass ein Hampfel so viel ist, wie in ihre Hand passt. Gut drei Kilogramm also. "Und ´an Pummel Arschkrepp". Wie viele Lagen? Natürlich das einfachste, Krepp, 10 - 12 Rollen. Dumm nur, dass diese Qualität ohne Unterverpackung zu 60 Stück im Pack waren. Der Pack ist übrigens gleichzusetzen mit dem gewünschten "Pummel". Nach langem hin und her stand dann fest, das so ein Paket für drei Jahre reichen würde. Position drei war dann das "Maulpapier". Die gleiche Diskussion von vorne, aus hygienischen Gründen konnte so ein Pack natürlich nicht geöffnet werden.

Bei der Konkurrenz in Bamberg hätte sie das immer bekommen. Was wohl auch erklärt, hat, warum die Konkurrenz geschlossen hatte... Bis heute habe ich nicht herausbekommen, wo die Frau ihren Laden betrieben hat.

Ein anderes Unikum war die "Schwester Melissengeist". Alle halbe Jahre ist ein uralter Opel Kadett bei uns auf den Hof gefahren, blieb mitten in der Einfahrt stehen und heraus gekrabbelt kam eine Ordensfrau und der Fahrer dazu. Später haben wir dann erfahren, dass der Fahrer der leibliche Bruder war und die Nonne eigentlich eine Rot-Kreuz-Schwester. Nett waren beide, nur irgendwie seltsam. Sie hat immer besondere Papiere gekauft, daraus dann Karten und Kärtchen gebastelt. Eine halbe Stunde Beratung, Umsatz in Höhe von drei Euro. Manchmal auch fast vier Euro. Aber die beiden waren immer sehr nett und eine angenehme Abwechslung vom Alltag.

Komisch fanden wir nur, dass immer abwechselnd einer von beiden vom Verkaufsgespräch weg ging und kurz darauf wieder auftauchte. Diebstahl? Wir waren einiges gewohnt und hatten gelernt, dass vom Schulkind bis zum Herrn Doktor jeder bei uns geklaut hat. Diese beiden waren aber irgendwie erhaben von den Vorwürfen. Ein paar Jahre später haben wir dann ein Kamerasystem installiert, welches uns staunen lies.

Eine der Kameras war auf eben diesen Gang gerichtet, in dem die Beiden immer verschwunden waren. Auflösung des Rätsels: die beiden haben unheimlich geschnäpselt. Aber nicht etwas profanen Schnaps - Klosterfrau Melissengeist wurde gekippt. Jeder hatte einen kleinen Glasflachmann in der Tasche, der sich im Laden geleert hatte. Wir reden hier von gut 250 ml Hochprozentiges je Person. Und wenn man erst einmal informiert ist, dann riecht man das Offensichtliche auch. Und die Fläschchen im Müllkübel vor dem Laden hatten sich auch erklärt.

Ein Klassiker war auch die Dame aus gehobener Sozialstellung, die sich immer sehr gewählt ausgedrückt hat. Das Wort "Toilettenpapier" kam ihr dabei niemals über die Lippen. Dafür aber das Wort "Tussi" und "Pattex dreilagig". Gemeint war ein Tissue-Papier und ein Papier der Firma "Artex". Hat die Kunden auch bekommen, die Scherze im Hintergrund - darüber bewahre ich lieber mal stillschweigen.

Auch mit einer weiteren Kundin haben wir unseren Spaß gehabt. Wöchentlich am Freitag am diese zu uns, locker 90 Jahre alt. Und das in den 80ern. Also im 19 Jahrhundert geboren. Samstag gab diese ihre Wäsche zur Tochter, soweit haben wir das damals in Erfahrung gebracht. Und um die Wochenwäsche(!) nicht in der Hand transportieren zu müssen, kam diese Kundin jeweils an eben den Freitagen, hat eine Postkarte für 10 Pfennige gekauft - und ihren Spruch abgelassen: "Haben sie Tiiiiten? Ich brauche Tiiiiiten....!" Klar, sie hat ihre Kunststofftasche bekommen, die im Einzelverkauf den gleichen Wert hatte. Den Spruch wollte sich bei uns niemand entgehen lassen. Ach, was daran so lustig für uns war? Die Frau kam Sommers wie Winters in einem dünnen Pullover, der - hätte man es nicht besser gewusst - sie wie ein Mann aussehen ließ. Kapiert? Naja, in der Situation war das jedenfalls lustig.

Eine Frau, die mochte aber niemand bei uns im Betrieb: die Flüsterlügnerin. Eine Gastronomin aus dem Bad Rodacher Bereich, die sich einen Spaß daraus gemacht hat, uns zu triezen. Eine Lehrererin, bei der wir uns gefragt haben, wie die Frau in diesem Beruf zurecht kommt. Vielleicht hat sie sich auch nur bei uns abreagiert.
Auf den Hof kam also ein roter BMW Compact, der jeden, der dieses Auto gesehen hat, die Flucht ergreifen ließ. Dumm nur, dass ich mit dem Rücken zum Hof saß - und irgendjemand musste sich der Frau ja annehmen.

Sie hat also den Laden betreten, wir wussten nach ein paar Einkäufen natürlich, was sie wollte. Aber, da man nie sicher sein konnte, war unsere Maxime, den Kunden immer trotzdem zu fragen, eben, um ihm und uns Zeit zu sparen und die wirklich gewünschten Waren zu bringen. Sie, die Kundin hat also in einer undeutlichen und absolut kaum hörbaren Lautstärke ihre Wünsche geäußert. Nachfragen, abklären, aus dem Lager holen - aushändigen. Die ersten paar Male war das natürlich immer falsch. Egal, welche Variante wir erfragt und geholt haben. Erst dachte ich, ich wäre die Fehlerquelle. Irgendwann haben sich die Kollegen auch beschwert. Und dann wurde uns klar, dass die Frau ihren Spaß daran hatte, uns mehrmals den weiten Weg in das Lager zu schicken und auch mehrmals die Lieferscheine ändern zu lassen.

Aber, auch wir waren ja nicht auf den Kopf gefallen, den Spieß kann man durchaus auch umdrehen. Die Vorbesprechnung erfolgte wie immer, ein Lieferschein wurde erst einmal nicht ausgefüllt. Ab in das Lager und genau das Gegenteil von dem geholt, was die Frau eigentlich wollte. Das Gesicht bei den ersten paar Malen war göttlich. Quasi die kleine Rache von uns. Klar, irgendwann war auch der Spaß totgelaufen, eine Zeit lang war sie kuriert, bestellte ordentlich und bekam auch das Gewünschte. Bis sie eines Tages wieder in das alte Muster verfiel. Was nun tun? Die alte Strategie war abgegessen. Nun hatten wir oft Freitage dabei, die Nachmittags für solche Planungen geradezu prädestiniert waren. Neue Order: abfragen, Ware holen - und im Zwischenraum erst mal Pause machen. Während also der Kollege, der die Frau am Backen hatte, in das Lager ging um die Ware zu holen, war der zweite auf dem Weg außenherum unterwegs, um mit zwei Tassen Kaffee die Pause beginnen zu lassen. Was soll ich sagen, nach drei oder vier solcher Aktionen war auch diese Frau geheilt, ab da ging es nur noch anständig zu. Tja, lege Dich nie mit Menschen an, die es gewohnt sind, mit Hunden und Pferden umzugehen. Hat sie nicht gewusst....
Schade, die Zeiten sind vorbei, die alten Kunden alle weggestorben, das hat mir in den letzten Jahren meiner Berufstätigkeit schon gefehlt. Na, wer weiß, vielleicht ist ja schon was in Planung..... :-)

Kommentare

  1. Als ich hierher zog und den ersten Patientenkontakt hatte, konnte ich mitunter ohne dolmetschende Hilfe der Töchter (ganz selten der Söhne) gar nichts verstehen. Die ganz alten Leute hier haben nämlich Westfalenplatt gesprochen - ausschließlich! Mit der Zeit hab ich gelernt, es wenigstens zu verstehen. Aber nun lebt kaum noch einer, der es spricht und es wird auch nicht gepflegt (so wie das Küstenplatt zum Beispiel). So bleiben halt nnur ein paar ganz spezielle Fälle.

    Ja im Laufe eines Berufslebens mit Kundenkontakt kann man allerhand kuriose Geschichten erzählen, das ist wahr.

    Grüße! N.

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  2. Das Schlimme ist ja, dass ich hier aufgewachsen bin. Aber die Worte kannte auch sonst niemand. Kommt wohl daher, dass die Frau Kundin kriegsbedingt und dank der frühen Heimat nicht so recht aus dem Kreis der Familie kam. Sonst hätte sie wohl "Pummel" und "Hampfel" übersetzen können.

    Und die Jahre über kamen wirklich viel mehr solche Anekdoten zustande. Sind mir beim Schreiben wieder eingefallen. Müsste man mal notieren, damit das nicht wieder im Nirvana verschwindet....

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  3. Bitte notieren, habe mich köstlich amüsiert.
    Gruß vom Frollein

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  4. Hallo Frollein, danke. Gehts Dir wieder besser? Tja, das sind Geschichten, die eben das Leben schrieb. Richtig entspannt kann man das wohl erst ein paar Jahre später sehen :-)

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  5. Herrlich, die Geschichtchen. Bitte mehr davon.

    Und, ich hab's kapiert, das mit den Tiiiiten ;-). Aber neugierig bin ich auf das Resultat des letzten Satzes...

    Ganz liebe Griiieße *wink*

    Ach ja, hier setzt jetzt der Umzugsstress ein. Hab wenig Zeit und bin auch ein wenig geschafft (hast Du schon mal 2 Schlafzimmer incl. Schränken und Nachtschränken) und eine Wohnzimmerschrankwand in Kartons verpackt bewältigt? Horror...). Also nicht wundern, wenn ich mich ein wenig rar mache...

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  6. Brisy, das waren ja wahre Begebenheiten, da gibt es leider nicht endlos viele davon. Ja, die Tiiiiten haben uns jahrelang für umsonst unterhalten. Und der letzte Satz... Tja.... Man wird sehen :-)

    Brisy, ich hatte früher ja einen LKW und einen Bus mein Eigen genannt. Frage nicht, wie viele Samstage ich auf der Strecke und in Haushalten war, um Bekannten den Umzug zu ermöglichen. Ich wünsche gutes Gelingen, vergiss zwischendurch die Pausen nicht!

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