Mitte der 70er Jahre im 20. Jahrhundert war es ein Edel-Essen auf jeder besseren Party; Ragout Fin . Ich kann mich noch daran erinnern, wie meine Mutter diese -damals noch recht teuren- Blätterteigförmchen gekauft hat. Und drei Tage vorher wurde uns das Maul schon wässrig gemacht. Zumindest haben mich diese Teilchen auf Anhieb überzeugt. Eigentlich mehr der Inhalt, den ich auch Heute noch gerne esse. Zeit, einen Test zu veranstalten, nachdem in der letzten Zeit immer mehr dieser Convenience-Produkte auf den Markt kommen. Im Test befinden sich Aufwärm-Produkte von verschiedenen Discountern, teils auch Aktionsware wie das Produkt der Marke Sodergarden, hergestellt von Tulip . Zwar sind diese nicht immer zu bekommen, einen Geschmackstest kann man ja trotzdem machen. Natürlich völlig uneigennützig... Erwärmt werden die Produkte jeweils auf 60° Celsius, um eine Basis für die Vergleiche zu haben. Gemessen werden die Temperaturen mit einem Digitalthermometer, um eine Überhitzung und somit ...
Silbern gelöffelt - Leben, Essen, Trinken
Also, erlaube mir die Anmerkung, dass wir uns vielleicht einmal bewusst machen sollten, was Lebensmittel tatsächlich kosten. Ich gebe die vier Euro gerne aus, wenn ich weiss, dass es Bio ist. Und so klein schaut des Weckla dann auch ned aus.
AntwortenLöschenIch finde es schrecklich, wenn wir beim Essen in erster Linie auf den Preis und dann erst auf die Qualität achten. Die Folgen dieses Handelns sind wir uns nicht bewusst (oder wollen es uns nicht bewusst machen).
Mir würde das Teil jetzt schmecken. Die vier Euro in Briefmarken per E-Mail an Dich, dann sag' mir, wo ich es herunterladen kann ...
Hallo Blogspargel. Gesundes Essen kostet mehr. Allein die Tatsache, dass ich beim BIOmetzger war, sollte dies ja belegen. Und ich habe gerne etwas mehr für mein Fleisch ausgegeben (ist ja leider nur noch für eine Person, da ist das eh egal... :-(
AntwortenLöschenAber eine Semmel, welche gerade einmal etwas größer als Handtellergroß war (vergleiche mal die Tomatenscheibe....), ist absolut überzogen. SO holen sich diese Metzger keine Kundschaft, die gerne auch einmal ein BIO essen würde.
Auch ich bin Freund von Geiz ist geil oder alles billig,aber 4 € für ein " Wurstbrötchen " wäre auch mir zuviel.
AntwortenLöschenAuch Bio ist keine Garantie für gute Ware !!!
Und ob Bio unbedingt gesünder ist da bin ich mir auch nicht so sicher.
Ich war neulich in einem Lokal ,da waren erst die Kochprofis.Es wurden die Speisenkarten neu erstellt.Auf der gesamten Karte keinerlei Auszeichnung von Zusatzstoffel.
Da in der Karte darauf verwiesen wird das nur noch frische Produkte aus der Region verwendet werden und auch der Mettger dabeisteht hab ich diesen kontaktiert.
Eine Wurst oder Schinken so ganz ohne Zusatzstoffe.Kein Geschmacksverstärker,kein Pökelsalz,keine Konservierungsstoffe usw in den Würsten das wäre auch was für mich gewesen.
Aus dem Telefongespräch hatt sich ergeben,das der Metzger auch Glutamat verarbeitet ,ja er liebt das sogar.Er kocht auch privat für sich damit.
Von wegen keine Zusatzstoffe .
Da ist mir doch ein Fehler passiert.Es soll natürlich heissen:
AntwortenLöschenIch bin kein Freund von Geiz ist geil.
Also, lieber Pfannenschwenker, ich verstehe den Zusammenhang zwischen "aus der Region" und "Bio" nicht.
AntwortenLöschen"Aus der Region" (welche eigentlich?) ist ein ungeschütztes Zeichen, das heute gerne verwendet wird, um gute Qualität vorzugaukeln, aber eigentlich gar nichts sagt.
Ich habe für das Anzweifeln von Bio-Produkten und der Qualität keinerlei Verständnis, wenn man konventionelle Lebensmittel dagegenstellt.
Es gibt sicherlich auch bei Bio Qualitätsunterschiede, aber jedes Label wird kontrolliert und hier besteht wenigstens ein wenig die Möglichkeit, dass Lebensmittel im Einklang mit der Natur produziert werden und gesund für den Menschen sind.
Bei "konventionell" hergestellten Produkten der Lebensmittelindustrie stolpern wir von einem Skandal in den nächsten, werden bei der Etikettierung und Angabe der Inhaltsangabe regelmäßig hinter's Licht geführt und wissen teilweise gar nicht, was wir essen und wo es herkommt.
Aber Hauptsache, unserem Geldbeutel geht es gut. Na denn Mahlzeit!
Bitte nicht falsch verstehen ,ich bin grundsätzlich nicht gegen Bio.Aber bei dem Preiss für das Brötchen ????Und darum geht es hier doch.
AntwortenLöschenUnd was es mit regional zu tun hatt? Ich wollte das nur mal so als Beispiel bringen.Es ist nicht alles Gold was glänzt.
Und wenn ich in einer Speisenkarte lese nur Regionale frische Produkte ,oder die beste Ware hatt der Metztger --------,und wenn dann keine Zusatzstoffe ausgewiesen sind,dann gehe ich als Gast davon aus das auch keine drinn sind ,ist für mich gleichwertig mit Bio.(Obwohl auch in manchen Bio Erzeugnissen Zusatzstoffe drinn sind.)
Ein Erzeugniss vom Metzger meines Vertrauens den ich auch kenne kann genau so gut und gesund sein wie Bio.
Und das Bio keine Garantie ist hatt sich doch erst bei der Sprossengeschichte gezeigt.
Auch wenn der Biohof dabei "unschuldig" war.
Also, wenn auf einer Speisekarte keine Zusatzstoffe vermerkt sind, ist das kein Adel für Bio, sondern eher ein Verstoß gegen die Zusatzstoff-Zulassungsverordnung und hier gehört dem Wirt eines auf die Zwölf, denn ich habe noch kein Restaurant erlebt, das Bio auf diese Weise verheimlicht, wenn tatsächlich Bio drin ist. Dann kann ein Schweiners oder ein halber Giecher auch nicht nur 6,50 Euro kosten. Aber da wir das wollen, bekommen wir auch die entsprechende Qualität serviert.
AntwortenLöschenBio hat natürlich auch Zusatzstoffe, auch vernebelnde Bezeichungen wie Hefeextrakt für Glutamat kommen dort vor und werden auch genannt. Und hier setzt meine Kritik an, dass bei Bio-Produkten ehrlicher etikettiert wird, als bei konventionellen Lebensmitteln, natürlich auch, weil hier durchgängiger kontrolliert wird.
Einen hab' ich noch: setze BSE, Schweinegrippe und Hühnerpest gegen EHEC. Im Poker würde man Straight Flash sagen, oder?
Auch ich zahl lieber etwas mehr wenn ich gute Ware bekomme.
AntwortenLöschenIch habe mich auch schon informiert mich zertifizieren zu lassen.Hab darüber mit einen Wirtekollegen der es ist gesprochen.
Die Kosten ca 1000 bis 1500 € jährlich.Die Einkaufspreise für zum Beispiel Bio Putenbrust fast das 3 fache.
Und dann der ganze Verwaltungsaufwand.
Die Preisse wo ich dann verlangen müsste würde bei uns keiner bezahlen.
Und wenn du ohne Zertifizierung Bio Produkte verwendest darfst du nicht damit werben.
Ich darf es nicht mal auf die Speisenkarte schreiben.
Also für mich unintersant.
Man kann auch ohne Bio auf Qualität achten zu annehmbarten Preissen.
Also, zu dem „BIO“: Erdöl, aus dem alle Stoffe, die wir so verteufeln, gewonnen werden, ist entstanden als es keine Menschen gab - ist also rein und pur und ursächlich BIO! Und nun komme mir keiner mit der These, „ja aber wir essen ja kein reines Rohöl“! Wir verarbeiten in der Regel ALLE unsere Lebensmittel weiter. Aus Korn wird Mehl, Fleisch wird gegart, Obst und Gemüse wird „eingebacht“, das Wenigste wir roh und pur gegessen.
AntwortenLöschenDiese ganze „Masche“ mit Biolebensmitteln ist nichts anderes wie eine ganz dumme Geldschneiderei! Nur um „Bio“ auf ein Produkt drauf schreiben zu dürfen, müssen immense Summen aufgebracht werden, die aber am allerwenigsten dem Produkt zugutekommen. Verdienen tun hauptsächlich die Organisationen die diese diversen
„Labels“ erdacht haben. Dadurch, dass diese Organisationen Leute beschäftigen und „Kontrollen“ durchführen wird das Produkt verteuert, NICHT durch die bessere Qualität, das würde nur einen Bruchteil des Preises ausmachen. . So wie Pfanni schon sagte, gute und vernünftige Qualität kann man zu vernünftigen Preisen auch ohne „Bio - Pickerl“ auf den Tisch bringen!
Also, Anonym, das sind doch nur die Argumente der konventionellen Lebensmittelindustrie, die hier nachgeplappert werden und mit denen die Bio-Erzeuger geschädigt werden sollen. Die Argumente hierzu sind hinlänglich ausgetauscht und wenn Sie weiter lieber Plastik als Gesundes essen wollen - bitteschön.
AntwortenLöschenWas Sie hier beschreiben, lieber Pfannenschwenker, ist leider traurige Realität und Folge der Politik, dass man in Deutschland eigentlich nicht richtig sagen darf, was im Essen drin ist - will man dagegen gute und gesunde Qualität anbieten und dies entsprechend publizieren, auch, um die Preise zu rechtfertigen, sind die Hürden so hoch, dass sie einen leicht finanziell ruinieren können. Und wenn man dann Gäste hat wie Anonym, dann wird das sowieso nicht honoriert.
Ach ja, die Lebensmittelindustrie war dabei als das Erdöl entstand … ja schon klar, die Erde ist eine Scheibe und wenn wir zu weit laufen fallen wir runter.
AntwortenLöschenNur mal zum Nachdenken: Zitat: „auch vernebelnde Bezeichungen wie Hefeextrakt für Glutamat“,zur Info: Glutaminsäure kommt in den meisten Proteinen in unterschiedlichen Anteilen vor und ist in jedem eiweißhaltigen Nahrungsmittel vorhanden. Des Weiteren ist Glutamat einer der wichtigsten erregenden Neurotransmitter im zentralen Nervensystem! Natriumglutamat entsteht zudem im menschlichen Körper im normalen Stoffwechsel! Einige Lebensmittel wie z. B. Pilze, reife Tomaten oder Parmesankäse, die wegen ihres besonderen Aromas verwendet werden, enthalten natürlicherweise große Konzentrationen an freiem Glutamat!
Ich bedauere es, aber wenn man auf einen Sack haut, sollte man wissen was drin ist.
Ich möchte die Diskussion nicht noch mehr ausdehnen,nur noch soviel.Bio ist eigentlich eine gute Sache ,aber das wenigste von den enormen Mehrkosten kommt doch dem der es eigentlich verdient hätte dem Erzeuger zugute.Das ganze drumherum ist doch das was Bio so teuer macht.
AntwortenLöschenAber das ist ja mit vielen Sachen so.
Also, Bio ist nur auf den ersten Blick teurer, es ist eher ehrlicher im Preis.
AntwortenLöschenBio-Hähnchen, die fünf Monate wachsen und ein strukturiertes Fleisch bilden können, können natürlich nicht mit Fünf-Wochen-Hähnchen aus der Massentierhaltung mithalten, die für 2,50 Euro in der Gefriertruhe liegen. Die Medikamente gibt's ja auch noch gratis dazu.
Wer muss denn beispielsweise für die verseuchten Böden aufkommen, die durch Monokultur und Überdüngung ausgelaugt und unbrauchbar werden? Der Steuerzahler, wenn die Bauern wieder Subventionen bekommen.
Wer muss für die Entschädigungen für die Hühnerzüchter aufkommen, wenn sie bei einer Seuche alle gekeult werden? Der Steuerzahler. Und diese Kosten werden nicht an der Lebensmitteltheke erhoben und stehen auf keinem Preisetikett, das ist das Unseriöse daran.
Bio ist nicht teurer, sondern eben ehrlicher im Preis. Ich kenne einen Bio-Metzger, der nicht aus Überzeugung, sondern aus wirtschaftlichen Erwägungen auf Bio umgestellt hat, nachdem er ausgerechnet hat, was ihn die Medikamente für seine in Massen gehaltenen Tiere zusätzlich kosten und dass der Zusatzaufwand, den er durch Bio hat, lediglich in mehr Arbeitszeit besteht, also durch persönlichen Einsatz erbracht wird und nicht durch Einkauf von Medikamenten und anderen Hilfsstoffen.
Vor 60 Jahren gab es den Begriff "Bio" noch nicht, da war alles natürlich. Fleisch gab es halt nur am Sonntag, an Obst und Gemüse das, was die Region zur entsprechenden Jahreszeit hergab.
Erst wir Verbraucher haben durch "Ja, täglich Fleisch" und "Wichtig: immer billiger" und "Das ganze Jahr alles" die Lebensmittelindustrie beflügelt, durch Einsatz von unnatürlichen Mitteln das vom Verbraucher gewünschte Ergebnis auf den Teller zu bringen und andererseits die Politik dazu gebracht, ihnen beim Verschleiern der Vergehen an der menschlichen Gesundheit zu helfen.
Und wer mit Erdöl beim Essen argumentiert, sollte besser anonym bleiben.