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So nicht, meine Herren!

Heute durfte ich wieder ein Kabinettstückchen aus der heimischen Gastroszene miterleben. Dankbar bin ich dafür aber nicht, eher baff.

Fast alle in der Gastronomie jammern. Sei es der Umsatz oder, dass gleich ganz die Kunden wegbleiben. Da passt es nur noch weniger in die Landschaft, dass Kunden, die einen Umsatz machen wollen, weggeschickt werden.

Kurz zur Auflösung:

Wir, also meine Eltern, meine Lebensgefährtin und ich, waren heute in der Laune, ein Stückchen spazieren zu gehen. Nach reiflicher Überlegung haben wir dann ein Lokal ausgesucht, in dessen Nähe wir gut laufen und danach einkehren können. Gesagt, getan, im Industriegebiet von Coburg-Neuses haben wir uns auf den Parkstreifen vor einer Transportfirma gestellt. War genug frei und den Parkplatz am Lokal wollten wir nicht unnötig in Anspruch nehmen. Zwei Stunden vergingen so recht schnell, mit hängenden Zungen kamen wir dann am Lokal an.

Wir wurden sehr freundlich begrüßt, uns wurden die Karten ausgehändigt und wir studierten die recht hochpreisige Liste. Die Getränke kamen schnell, das Essen in angemessener Zeit, war auch gut zubereitet und angerichtet.

Gegen 17.30 Uhr wollten wir dann die Rechnung und haben diese auch beglichen. Bei der Verabschiedung im Biergarten wurden wir dann aber noch Zeugen eines sehr ungewöhnlichen Dialoges. Zeitgleich mit unserem Aufbruch betrat eine sechsköpfige Familie den Biergarten. Eigentlich zur besten Biergartenzeit. Die Getränke wurden aufgenommen und gebracht. Als die Familie dann um Essen bat - "da muss ich erst mal nachfragen, ob die Küche noch warmes Essen zubereitet...". Die Gesichter der Familie können Sie sich sicher vorstellen. Keine Schnitzel, keine Currywurst - nichts warmes.... Aber, Wurstbrote könnten noch gemacht werden. Oma + Opa, die Kinder und die Eltern haben sich ihren Ostermontagsabschluss sicher anders vorgestellt.

Und der nächste Gastronom, der jammert, der muss mit einem Lächeln von mir leben.

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