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Direktvermarkter in Gefahr


Bild: BBV 2009
München (bbv) – Die Verbraucher legen zunehmend Wert auf Regionalität beim Einkauf. Nach Aussagen der Politik hätten kleine Betriebe auch erhebliche Erleichterungen bei der Umsetzung der EU-Hygiene-Vorgaben erhalten. Eigentlich müsste die Direktvermarktung nun guten Zeiten entgegen gehen. Für den Bayerischen Bauernverband zeichnet sich allerdings ein ganz anderes Bild ab: „Zwei Drittel aller Schlachtbetriebe in Bayern stellen bis dato keinen Antrag auf Zulassung und stehen somit zum 1.1.2010 vor dem Aus“, betont Regina Ettwein, Referentin für Direktvermarktung im Bayerischen Bauernverband.

Deshalb schlagen die Direktvermarkter jetzt Alarm: „Schluss mit industriellen Bürokratievorgaben“ – Mit dieser Forderung starten die Bayerischen Bauernmärkte, die Direktvermarkter und Gehegewildhalter eine gemeinsame Unterschriftenaktion. Der Bayerische Bauernverband ruft alle Verbraucher auf, sich daran zu beteiligen, um den Direktabsatz regionaler Produkte zu fördern und die Möglichkeit zu erhalten, auch in Zukunft direkt auf dem Bauernhof oder auf Bauernmärkten einkaufen zu können.

Der gesetzliche Rahmen, die damit verbundenen Investitionskosten und die Umsetzung der Kontrollen in Bayern schafften nach wie vor zunehmend Frust bei den Betrieben und Neueinsteiger in die Direktvermarktung würden abgeschreckt. Dies müsse dringend korrigiert werden, wenn Regionalität für den Verbraucher nicht nur in schönen Werbebildern angeboten werden sollte.

„Wer als kleiner Betrieb Wurst, Fleisch, Käse oder Eier anbieten will, braucht gute Nerven, wenn es um Kontrollbehörden und Dokumentationsauflagen geht“, sagt Josef Unglert, Vorsitzender der Bayerischen Bauernmarktkonferenz. „Um diese Bürokratie zu verhindern, soll und kann jeder bei der Unterschriftenaktion mitmachen. Die Unterschriftenlisten liegen bei den jeweiligen Direktvermarktern aus“, erklärt Ettwein. Alle Direktvermarkter sollen hierzu ihre Kunden unterschreiben lassen.

Und hier gibt es die Listen zum PDF-Download

Ein Link zum Tageszeitungs-Bericht in Tageblatt Coburg

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