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Der Martin Schulz-Effekt

Gerade eben kam im Radio, dass die SPD in Deutschland sich seit der Ankündigung, dass Martin Schulz sich der Bundeskanzlerwahl stellt, über neun Prozent Zuwachs in der Wählergunst freuen darf.

OK, noch ist nicht Wahltag, noch besteht Euphorie. Darüber, dass ein offensichtlich wählbarer Kandidat als Gegenpol zur Frau Doktor Angela Merkel platziert wurde. Mal Hand auf´s Herz... Wer hat sich schon genauer mit diesem Kandidaten befasst? Mit dem Mann, der immerhin das dritthöchste Amt im Staat bekleiden will.

Siehste, niemand. Oder zumindest kaum jemand.

Erstaunlich ist für mich nicht, DASS die Umfragewerte gestiegen sind, erstaunlich ist für mich, wie schnell und auch wie hoch diese geschossen sind. Als wäre der durchschnittliche Wähler froh, dass nun eine Alternative zur Alternative (für Deutschland) bestünde. Das Wählerherz ist schier erfreut, nun zwar weiter rechts zu denken, aber halbmittelinksrechtswischiwaschi wählen zu dürfen. Aufatmen im Land. "Hurra, wir sind ja doch keine Nazis, aber...!" Tja, das "Aber". Ich bin gespannt, welche Enthüllungen und bis zur Wahl noch offenbart werden. Momentan ist die Medienlandschaft verdächtig still. Nur nichts zu schnell an das Tageslicht hieven. Hätte man doch nur auch bei der neuen Partei (AfD) auch diese Grundsätze walten lassen. Da wurde gehauen und gestochen, dass ich mich manchmal schon für unsere Medien geschämt habe.

Noch fehlen mir klar definierte Ziele und Wünsche des Martin Schulz. Und das Versprechen, diese auch 1 : 1 umzusetzen nach der Wahl. Aber, das fehlt mir eigentlich bei jedem Politiker....

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