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Der Pflegedienst und ich - neuer Job?

Im letzten Jahr im Juni bekam ich einen Anruf von einem Bekannten, der in den Ruhestand gehen wollte. Vorgezogener, würde aber finanziell ausreichen, da er noch als Dozent tätig ist an irgendeiner Akademie.

Der Job wäre für mich wie geschaffen gewesen, Leitung eines Pflegedienstes. Somit also Büroarbeit und Verwaltungskram. Genau meines. Wir hatten dann vereinbart, dass ich mich im Oktober letzten Jahres noch einmal bei ihm melde, da er im Februar endgültig aufhören wollte. Eine Einarbeitszeit wäre somit gewährleistet, die fachliche Qualifikation hätte ich zusätzlich zu meiner Kaufmännischen Lehre und der Arbeit als Chef und Ausbilder auch gehabt, denn die geforderten Kurse waren machbar.

Ich habe also meine Unterlagen dorthin geschickt, mit Lebenslauf, Qualifikationen, Gehaltsvorstellung und eben allem, was dazu gehört. Eigentlich nur eine Formsache, da ich ja vom damaligen Chef angesprochen wurde. Sollte also kein Problem sein. Dachte ich. Die Freude war groß, wäre es doch ein Job gewesen, der die Sozialversicherungen mit eingeschlossen hätte, wieder das Gefühl, gebraucht zu werden und nebenbei ein nettes Salär. Und Marlies zeigen zu können, dass es aufwärts geht.

Im August habe ich dann erstmals nachgefragt, wie es denn nun weitergehen soll. Ja, der Herr B. ist leider nicht da, der ist krank. Der kommt in zwei Wochen wieder. OK, nach drei Wochen wieder angerufen, da war der Herr B. auf Vortragsreise. Das Handy war aus. Nochmals zwei Wochen später, es war dann schon Ende September, habe ich ihn endlich erreicht. Na, ja, also. ähem... Da gibt es noch Schwierigkeiten mit seiner Pensionierung. Er meldet sich in den nächsten Wochen wieder, ich soll mir aber keine Sorgen machen, das wird schon. Blödes Gefühl dabei, ist so.

Es wurde Oktober, der Oktober ging, auch der November, der Herr B. war nicht erreichbar. Ich glaube, Marlies dachte damals schon, ich hätte kein Interesse an dem Job. Ich habe es wirklich oft versucht, immer und immer wieder hat er sich verleugnen lassen. Mitte Februar, mit dem Auszug von Marlies, war mir dann auch dieses Thema zu blöd geworden, ich hatte einfach keine Kraft und keine Lust mehr. Warum auch sowas nachweinen?

Und, wer hat mich vorhin angerufen, um mir einen Job anzubieten, den ich im nächsten Februar übernehmen könnte? Der liebe Herr B.! Es wäre zwar noch nicht spruchreif, ob ich anfangen könnte im Januar. Könnte schon, aber ich habe nun andere Jobs in Aussicht, die im nächsten Jahr beginnen. Darauf werde ich mich konzentrieren, nicht auf vage Versprechungen. Das habe ich in den letzten Monaten gelernt.

Kommentare

  1. Recht so!

    In welcher Welt lebt der denn, denn der liebe Herr B?
    Ich drück´ Dir die Daumen für die Alternativen, die Du in Aussicht hast.

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  2. Du hast die anderen Jobs in Aussicht, also fest zugesagt? Dann ist ja alles gut. Hey, nun freu Dich mal! Es gibt viele, viele Menschen, die händeringend einen Job suchen.

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  3. Hallo individu! Danke für das Daumendrücken. Tja, der hat wohl noch nicht kapiert, dass die Zeiten sich leicht bessern für Arbeitnehmer.

    brisy, die Jobs habe ich fest zugesagt. Ich freu mich ja auch wirklich, aber bei mir kam immer so viel dazwischen in den letzten Jahren. Meist kurz vor dem Punkt, an dem man sagt "Alles ist gut!". Ich bin aber verhalten optimistisch. Klingt jetzt blöd und ist auch ohne Aussicht auf Rückkehr: aber ich habe Marlies versprochen gesund zu werden und mein Leben auf die Reihe zu bekommen. Jaja, ich bin blöd, aber für SIE mache ich es. Auch wenn sie es nie erfahren wird und es ihr auch egal ist.

    Zwar dauert es nun von vier Monate länger, aber ich bin nah mit dran und werde gebraucht! Und für die Verzögerung kann der neue AG überhaupt nichts, das ist den deutschen Paragrafen geschuldet.

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  4. Paderkroete, was meinst Du? Ich stehe da auf dem Schlauch...

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  5. Kerle ...ich meinte .....also so das ich ebenfalls nen Job suche :-)

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