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Entwarnung, die Luft ist rein!

Und das im wahrsten Sinne des Wortes. Der liebe Herr CONRAD hat gestern heiß ersehnte Ware geliefert. Und zwar ein Snüffelstück. Besser: einen CO²-Detektor in USB-Stick-Form.




Warum haben wir so einen Stick zugelegt? Ganz einfach aus dem Grund, weil der Specksteinofen am Abend über die Maßen müde macht. Nun war die Frage: zu warm eingeschürt oder - was ungleich gefährlicher wäre - eine zu hohe Konzentration an schädlichen Gasen in der Luft.

Die Vorbereitung für unseren "Versuch" war denkbar einfach. Zehn Minuten kräftig gelüftet, dann das Fenster geschlossen. Im Wohnzimmer ist in dieser Zeit die Temperatur von knapp 21° auf unter 15° gefallen. Der Stick war schnell installiert, einfach einstecken, die Software ist auf dem Stick. Zumindest die, die für den Stick-Betrieb notwendig ist. Im Internet dann die Auswertungs-Software geladen, den Stick in Standard-Konfiguration geladen, fertig. Ab da ist der Wert von knapp 370 ppm nur leicht angestiegen, aus maximal 420 ppm. Lt. Anleitung ist die Luftqualität erst beeinträchtigt, wenn die 900 qqm überschritten werden. Einmal direkt in den Stick geatmet bringt einen kurzfristigen Wert von über 2.500 und ein rotes Anzeigenfeld, ein Piepen und ein Warnfeld auf dem Bildschirm. Funktioniert also.

Nach weiteren vier Stunden hat sich da wenig an den Werten getan, es sei denn, eine zweite Person kam dazu. Zu diesen Zeiten waren leichte Anstiege zu verzeichnen, aber nur um 50 - 80 ppm. Eine nette Funktion ist, dass die Software andauernd die gemessenen Daten in einem einfachem Protokoll mitschreibt. Verwendet wird dafür der Windowseigene Editor.

Später am Abend, die Heizung wurde leicht gedrosselt, haben wir dann versuchsweise auf 24° aufgeheizt. Das Ergebnis: von einem Wert um die 550 ging es sogar leicht abwärts, Werte um die 500 qqm waren zu messen. Warum das? Die Erklärung, die wir für uns gefunden haben, ist einfach: der Ofen stößt die verbrauchte Luft und das Rauchgas durch das Kaminrohr aus, wird zwar teilweise mit Frischluft durch einen weiteren Zug versorgt. Aber, wenn das Feuer zu hoch brennt, dann wird Luft aus der Umgebung angesaugt. Was dazu führt, dass frische Luft in das Zimmer gesaugt wird. So zumindest unsere Erklärung. Wer eine andere Idee hat - raus damit!

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