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Hurra, billige Uranendlager gefunden

Zumindest für die uranproduzierende Industrie hat sich seit Jahren ein Abnehmer gefunden, der das abgereicherte Uran (Nebenprodukt bei der Herstellung von z. B. Brennstäben für AKWs) mit Kusshand abnimmt. Für beide Seiten ist dies eine Win-Win-Situation. Was heissen soll: die Industrie muss keine teuren Gelder für die Endlagerung/Entsorgung der Stahlenlast bezahlen. Und die Waffenschmieden bekommen ein Uran, welches in die Sprengköpfe eingebaut wird. Kosten: nur die Abholung muss organisiert und bezahlt werden.

Wer jetzt aber glaubt, aus diesem abgereichertem Uran wird eine Atombombe gebaut, der irrt. Nicht der ganz große Knaller ist das Ziel, das würde nicht funktionieren, abgereichertes Uran ist für eine Atombombe nicht einsetzbar. Nein, der ganz normale Soldat schleppt in Form von Projektilen strahlende Last durch die Gegend. Für die Kampfherren ist Uran eine prima Sache. Durch die hohe Dichte ist dieses Metall härter als die meisten anderen Metalle, die an gepanzerten Fahrzeugen verbaut werden. So kann es auch festeste Panzerungen durchschlagen. Das ist aber nur ein "angenehmer" Nebeneffekt. Ganz besonders angetan hat es das Uran in der Munition dem Militär, weil die Uranpartikel durch den Innenraum des getroffenen Gegenstückes fliegen. Mit einer Hitze von bis zu 5.000° Celsius wir der Soldat quasi pulverisiert, euine Gegenwehr ist somit ausgeschlossen.

Was ansich ja schon schlimm genug wäre, es geht aber noch dümmer. Beim Aufschlag und der Detonation solcher Geschosse wird das Uran in die Umgebung freigelassen. Nach wenigen Tagen sind diese Partikel fein zerstreut, ein "Auflesen" ist nicht möglich. Kosovo, Afghanistan, Irak - alles weite Landstriche, die auf viele Millionen Jahre(!) verseucht bleiben werden. Auch wenn der letzte Soldat dort abgezogen ist, haben diese Länder eine "strahlende" Zukunft vor sich.

Hier gibt es etwas tiefere Infos. HIer eine Petition dagegen.

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