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To wähl or not to wähl....

Heute ist sie also angekommen. Die "Amtliche Wahlbenachrichtigung" für die Wahl zum Deutschen Bundestag am 27.09.2009. Und erstmals seit dem Wahljahr 1988 bin ich mir nicht im Klaren, ob ich mein Wahlrecht ausüben soll.

Mindestens die lezten zehn Jahre bin ich im starken Zwist, wen ich denn nun wählen soll. Bei den letzten Wahlen habe ich mich dann immer für das -in meinen Augen-  geringste Übel entschieden. Leider war keine Partei mehr dabei, die klare Aussagen gemacht hat, die sie von den Konkurrenten abgrenzen würde.

So. Was hat der Bürger denn noch für eine Möglichkeit, seinen Protest zu äußern? Briefe an die Parteicheffen? Klappt nicht, wird von irgendeinem Hilfmenschen beantwortet. Und dabei wird man auch noch beleidigt, indem Formsätze zugesandt werden, die erstens nichts aussagen und wischiwaschi sind und zweitens, das fand ich besonders frech: die Sätze haben nicht zueinander gebracht. Schlechtes und holpriges Deutsch, wie ich es nicht erwartet hätte.

So, dann halt an den Landtagsabgeordneten geschrieben. Ergebnis? Das gleiche wie zuvor....

Eine Möglichkeit wäre die der körperlichen Züchtigung. Ist ja aber leider absolut indiskutabel. Und lernen würden die Politiker daraus wahrscheinlich auch nichts, denn: Schuld haben immer die Anderen.

Als letztes bleibt nur, den Parteien da weh zu tun, wo es am meisten schmerzt: am Geldbeutel. Und da hat es jeder Wähler in der Hand. Und zwar, indem man einfach die Wahlstimme nicht abgibt.

Hier der Link zur "Parteienfinanzierung". Früher hieß das ja mal Wahlkampfkostenerstattung. Klartext: keine Wählerstimme = keine Finanzierung von Parteien. Obwohl... Wenn das eintreffen sollte, wären wohl auch wieder die Anderen schuld.

Nachdem kein anderer Protest mehr zieht, werde ich wohl in diesem Jahr zähneknirschend auch "Wahlverdrossen" sein.  Dann darf ich über die Ausgeburten der Politiker zwar künftig nicht mehr schreiben, aber das wäre es mir wert. Meinen Euro bekommen die dieses Mal nicht....

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