Direkt zum Hauptbereich

Automatische Kartoffeln - oder "Der Regiomat"

Samstag ist in der Regel einer der Tage, an denen es mir -manchmal- gelingt, Red vom täglichen Trott und Stress zu lösen und auszubremsen im "aber-das-muss-doch-fertig-werden"-Wahn.

Am einfachsten klappt das, wenn ich sie nach dem aufwachen in das Auto setze und einfach losfahre. Meist gibts dann unterwegs ein Frühstück oder einfach was auf die Hand.
Schauen, wohin es uns treibt.

An diesem Samstag in die Bad Staffelsteiner Richtung, nach einem Frühstück im Café "zur schönen Petra".

Erster Anfahrtspunkt war mein Mühlenmensch in Gößmitz. Nur kleine Beute an diesem Tag:



Position Nr. drei gärt bereits vor sich hin. Nur etwas frische Hefe zugesetzt, Wasser drauf (oder Schwarzbier) und backen. Bin auf das Ergebnis gespannt.

Nächste Stelle war der Bäcker im Nachbarort. Gibts aber keine Fotos mehr davon, das Zeug wurde unterwegs Raub des kleinen Hungers.

Neu war dann der Forellenzüchter. Für Sonntagabend dann eine Lachsforelle, frisch aus dem Rauch, ca. 45 cm lang, 14 Euro. Damit kann ich leben, da werden auch zwei Erwachsene davon satt. Dazu gibt es etwas Merch (geriebener Meerrettich) und das Brot. Mal sehen... ;-) Hoffentlich gelingt es mir besser als hier: KLICK

Da fehlt noch die Mittagsausfahrt. Zuerst zu Bekannten, die zwei alten Brötchen verfüttern. War natürlich nur Alibi, um mal wieder zu plaudern und frische Luft zu bekommen. Red mag es bei Pferden, ich ja sowieso. Also auf, bisschen nach draußen.

Auf dem Rückweg sind wir dann an den "automatischen Kartoffeln" vorbei gefahren, von denen uns die RESPA erzählt hat. Ich mochte das ja schon im Norden, wenn man an die Höfe fahren kann und dort gegen Vertrauen das Gemüse vom Hänger nehmen kann. Wenn es nach mir ginge, dürfte es viel mehr solche Gelegenheiten zum Einkauf geben. Die paar Cent mehr sind es mir wert, wenn ich die Ware direkt vom Erzeuger in kleinen Mengen kaufen kann. Bin ja eh ein Verfechter von regionalen Dingen auf dem Tisch.

HIER ist ein Bericht über das, von dem ich schreibe.
So schaut das in Natura aus:
Gezogen habe ich mir zur Probe einen Sack mit 3 kg Kartoffeln, zu 3,00 Euro. OK, bei meinem Stammbauern bekomme ich die 10 kg günstiger - aber warum denn nicht mal die Sorte wechseln. Jetzt weiß ich auch, wo ich meine Hühnereier herbekomme in Zukunft. Gut ist nämlich, dass mein Gemüsebauer direkt in Nachbarschaft liegt. Kann ich wieder was verbinden, wieder eine neue Quelle erschlossen, wieder eine Sache weniger, welche ich im Discounter kaufen muss. Besonders nach dem Erlebnis mit dem Blumenkohl.
Die Adresse des Automaten mag ich auch nicht verschweigen, zumal der leider etwas vom Hauptweg abseits liegt. KLICK. Und für die Interessierten unter uns auch der Link zum Automatenhersteller. KLICK. Mit Video zum anschauen, der Typ grinst wie ich, als meine Kartoffeln ankamen. KLICK.

Natürlich ist es in solch ruralen Gegenden wichtig, einen Montanerzeugnisbewacher bereit zu halten.
Pfiffiges Kerlchen, klopft an der Tür an, wenn er nach innen will.


Ach ja, DAS ist mir beim Frühstück aufgefallen. So früh am Morgen assoziiere ich da noch andere Dinge damit...





Kommentare

  1. Das kernige Brot hört sich gut an.....die Sache mit dem Blumerkohl lässt dir keine Ruhe,was? LG Bine

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Das kernige Brot WAR auch gut. Zwei mal gebacken, beim ersten Mal ist das beim Tanzkurs geopfert worden. Wurde nicht mal richtig kalt. Hrmpf...
      Und die "Blumenkohlsache" - sowas nehme ich persönlich ;-)
      LG, Holger

      Löschen

Kommentar veröffentlichen

Beliebte Posts aus diesem Blog

90 Minuten Ruhe und Entspannung

Bild: Eingangsbereich zum Bad in Bad Staffelstein

Piscina. Ich war überrascht, dass ich zu meinem Geburtstag einen Gutschein für einen Aufenthalt im Piscina bekommen habe. Mir war der Begriff bis dato nur als kirchlicher bekannt, bezeichnend für das Handwaschbecken in Kirchen. Einfach zu Reinigung.

Bild: Die Piscina

Und die Assoziation war nicht einmal so falsch. In oben genannten Gutschein-Fall ist Piscina etwas erweitert zu sehen, und zwar als Becken, in welches man Wasser füllt - und eben wieder ablässt. Dieses Piscina befindet sich in dem der Klinik Bad Staffelstein angeschlossenen Bad. Unseres, wir hatten das mit der Nummer eins, wird durch eine Art Schleuse betreten, die gleichzeitig auch als Umkleideraum fungiert. Da diese nur durch einen einfachen Fallriegen zu verschließen ist, empfehlen wir, Wertsachen im Auto zu belassen.

Die Piscina selbst ist komplett gefliest, helle, freundliche Farben, zwei Schalen mit Kerzen sorgen für eine gewisse Grundstimmung, eine eigene Dusche sowie z…

Ragout Fin - der Convenience-Test

Mitte der 70er Jahre im 20. Jahrhundert war es ein Edel-Essen auf jeder besseren Party; Ragout Fin. Ich kann mich noch daran erinnern, wie meine Mutter diese -damals noch recht teuren- Blätterteigförmchen gekauft hat. Und drei Tage vorher wurde uns das Maul schon wässrig gemacht. Zumindest haben mich diese Teilchen auf Anhieb überzeugt. Eigentlich mehr der Inhalt, den ich auch Heute noch gerne esse. Zeit, einen Test zu veranstalten, nachdem in der letzten Zeit immer mehr dieser Convenience-Produkte auf den Markt kommen.

Im Test befinden sich Aufwärm-Produkte von verschiedenen Discountern, teils auch Aktionsware wie das Produkt der Marke Sodergarden, hergestellt von Tulip. Zwar sind diese nicht immer zu bekommen, einen Geschmackstest kann man ja trotzdem machen. Natürlich völlig uneigennützig... Erwärmt werden die Produkte jeweils auf 60° Celsius, um eine Basis für die Vergleiche zu haben. Gemessen werden die Temperaturen mit einem Digitalthermometer, um eine Überhitzung und somit Beei…

Geschmackstest - "Royal One" Burger für die Mikrowelle von LIDL

Heute stand auf den Speiseplan: Nichts.
Einzukaufen war: Nichts.
Ich war also nur Begleiter und hatte Zeit, die Augen ohne Einkaufszettel einfach so über die Regale schweifen zu lassen. Und siehe da, es gibt Neues.





Neugierig wie ich bin, wenn es um "Lebensmittel" geht, besonders dann, wenn es sich um Neuheiten handelt, muss ich zuschlagen. Manchmal geht es gut, manchman falle ich mit Anlauf auf die Nase.

Die Zubereitung ist für Nichtskönner, ich sollte somit damit klarkommen. Mikrowelle auf, das Teil inklusive Verpackung hinein, 600 Watt, 90 Sekunden. Einfacher gehts nur, wenn die Packung mitgegessen werden kann, ohne das Teil vorher durch die Teilchenkammer zu jagen.

Gesagt, getan, zwei Minuten später steht das Ding heiß und dampfend vor mir. Und riecht. Aber nicht gut, irgendwie "komisch". Nach Schwein. Wer schon einmal Insulin gerochen hat, der weiß, was ich meine.

Eigentlich sage alle Sinne, dass ich die Finger davon lassen solle. Aber, der männliche Forscherdr…