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Schmorgurken und Hackfleischklößchen

Ich mag keine Gurken in der Version Salatgurke. Und schon gar nicht warm. Damit kann man mich jagen. Bis... Ja, bis ich darauf Appetit bekam. Warum auch immer.

Kurze Nachfrage in der Familie - das Zeug wird gegessen. In dieser Woche im Angebot: Rinderhack beim Metzger und Salatgurken. Was solls, wir sind doch flexibel. Und die Nominierten für heute sind:

Für die Schmorgurken
- 2 Salatgurken (ungeschält, in ca. 2 cm dicke Scheiben geschnitten, nicht entkernt)
- 1 große Zwiebel, in feine Stückchen geschnitten
- 1 kleiner Bund Dillspitzen (oder getrockneter Dill)
- 1 Esslöffel Senf
- Salz
- Pfeffer
- 400 ml Kochsahne
- 200 ml Wasser
Für die Hackfleischklößchen
- 1.000 g Rinderhack
- 2 Volleier
- 1 kleine Zwiebel in feine Stückchen
- 1 Tl, Kapernblüten
- Salz
- Pfeffer
- etwas Curry
- etwas Paprika rosenscharf

- Öl zum anbraten
Die Zutaten für die Hackfleischklößchen gut vermengen und abschmecken. Ein kleines Klößchen zur Probe braten. Wenn das in Ordnung ist, dann den Rest portionieren und langsam auf zwei Seiten anbraten. Aus der Pfanne nehmen und im Backofen ziehen lassen. 100° reichen aus. Ich habe rohe Zwiebeln genommen, weil ich die gerne mit Biss in den Klößchen habe. Semmelmehl oder sonstige Bindung neben den Eiern habe ich nicht verwendet. Die Klopse halten auch so, da muss nicht mehr rein als nötig.

Die Pfanne mit dem Bratansatz nehme ich gleich wieder her, um die Zwiebeln für die Schmorgurken anzubraten. Glasig reicht aus, dann die Gurken zugeben. Alles auf mittlerer Hitze vorsichtig schmoren. Sobald sich etwas Flüssigkeit bildet, den Senf zugeben, glatt rühren und mit Wasser aufgießen. Wieder auf Temperatur bringen und die Sahne sowie den Dill (bei mir leider nur getrockneter, weil der Biomann den frischen nicht am Lager hatte) einrühren. Deckel auf den Topf, Temperatur auf ca. 1/3 der Leistung senken.

Abschmecken mit Salz und Pfeffer, evtl. noch etwas Senf zugeben.

Die Klößchen auf die Soße aufsetzen und servieren. Als Beilage hatten wir Salzkartoffeln. Guten Appetit!


Kommentare

  1. OH!

    Das klingt lecker!

    werde ich auch mal machen. Ich fürchte nur, dass die Süße das nicht essen wird.

    Wie hast du die Bällchen so perfekt hinbekommen?

    Die sehen ja aus, als ob sie industriell hergestellt wurden.
    Da gleicht eines dem anderen!

    Und das sollte bitte als Kompliment verstanden werden;-)

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    1. Hallo Lady, danke für das Kompliment! Ganz einfach: Ich nehme einen Eisportionierer. Ein stabiles Teil mit "Drücker", der eine Kugel auswirft. Alle gleich groß, alle gleich schwer und alle gleich gar. :-)

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    2. Welch großartige Idee!!!

      Die schnappe ich mir!

      Danke;-)

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    3. Gerna, hab´ ich mir auch nur mal in einer Großküche abgeschaut :-)

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  2. Lecker! Ich mag Gurken so schon gerne (aber nur, wenn sie auch Geschmack haben, nicht die, die nur nach Wasser schmecken), aber Schmorgurkengerichte kommen hier bei der ganzen Familie gut an. Ich nehm dafür allerdings keine normalen Salatgurken, sondern "richtige" Schmorgurken und mach z. B. Suppe draus.

    Liebe Grüße,
    Jessica

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    1. Jessica, eigentlich mag ich solche Salatgurken gar nicht. Aber ab und zu muss man auch mal einen neuen Weg begehen. Die Gäste fanden es gut, ich auch.

      Meinst Du mit den "richtigen" Schmorgurken diese kleinen, die z. B. für Salzgurken verwendet werden? Wo liegt da der Unterschied? In der Textur?

      Suppe werde ich im Sommer mal machen, vielleicht eine geeiste. Mal sehen ;-)

      Gruß, Holger

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    2. Genau, Jessica !
      Das sind zwei verschiedene Schuhe

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  3. Da bringst Du mich etwas durcheinander.
    Salatgurken esse ich gern. Als Salat.
    Schmorgurken sind ein Trauma aus meiner Kindheit. Die werden warm ge" schmort"
    Wo liegt mein Denkfehler?

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    1. Nö, nur keine Konfusion. Die werden angebraten. Und dann in der Soße "geschmort", oder eben fertig gekocht. Trauma kann ich mir vorstellen :-) Denkfehler? Wo sollte der sein?

      Momentan ist mir irgendwie nach "alten" Dingen. Steckrübe in der letzten Woche. Ich bin da unvoreingenommen, weit nach dem Krieg geboren und so unbelastet. Micht graust es eher vor Dosenravioli (obwohl ich die mal sehr gern mochte) und diese flachen Metallverpackungen, die man in das warme Wasser legt. E-Pack von der Bundeswehr sind wohl die selben.

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    2. Meines Wissens sind das aber 2 verschiedene Produkte.
      Habe noch nie Salatgurken gekocht oder geschmort.
      Die sind lang und dünn.
      Schmorgurken kurz und dick.

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    3. Na, Du kennst mich doch. 140 Kochbücher und bisher immer nur die Bilder angeschaut. Zu meiner Schande. Gut, in drei oder vier Stück habe ich auch gelesen und die rezensiert. Aber sonst? Probieren und nachkochen. Oder von hören und nachkochen.

      Und in unserer Region gibt es im Moment nur die Salatgurken. Die kleinere Variante ist mir zwar bekannt, aber - muss ich zugeben - dachte immer: Was will ich mit den kurzen Teilen? Zudem dachte ich auch, dass die für die Herstellung von Senfgurken und Salzgurken verwendet werden.

      Wie auch immer - das Zeug war richtig gut, hat auch den Mitessern geschmeckt. Im Nachhinein bin ich nun froh, dass das nicht in die Hose ging ;-) Alle satt, fast nix übrig geblieben.

      Und heute gibts Huhn mit Gemüse. Auf wieder unorthodox, frei Schnauze, bis es schmeckt. Und Surbraten liegt im Backofen. Bis er schmeckt. Auf Zwiebelbett im Bierbad ;-)

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