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(S)Kaufbefehl

Eigentlich war ein ruhiger Tag angedacht (welch Wunder ;-), mit Erbseneintopf und Besuch vom Kumpel.

Meist kommt es ja anders, als man denkt. Und so geschah es, dass der Kumpel mit einem halben Kasten Bier (so ein teilbares Dingens) aufkreuzte. Dabei hatte ich nur den Wunsch nach EINEM Bier geäußert. Na, wird schon werden. Da haben dann also über Nacht zehn kleine Kartuschen in meinem Kühlschrank geschlummert. Bis zur Reaktivierung heute um 13 Uhr.

Jaja.... Die Erbsensuppe ist gut geworden, aber mehr als probieren ging nicht. Grund: des Kumpels Mutter hatte gestern Geburtstag. Und was liegt zwei Stier-Herzen näher, als Essen vor dem Mülleimer zu retten? Fast nichts....

So gab es also ein hervorragendes (aufgewärmtes, damit umso besseres!) Sauerkraut nach fränkischer Machart. Dazu ein paar Scheiben Grillschinken und je Person zwei gewickelte Bratwürste. Konnte ich mir nichts drunter vorstellen, scheint eine Machart aus dem Lichtenfelser Raum zu sein. Konkret sind das kleine Würstchen aus einem mit recht viel Zitronenzeste versetzte Brätlinge, gewälzt in einer Panierung. Ausgebacken in Butterfett und dazu serviert. Himmlisch.

Und weil es ihm wie mir eigentlich egal ist, ob einer (oder wir Beide) schon am Nachmittag in den Seilen hängen, gab es lecker Bier. Für ihn Weißbier von Weismainer. Nicht so mein Fall. Kumpel wäre nicht Kumpel, wenn er mich nicht kennen würde, wie kaum ein zweiter Mensch. Für mich waren also zwei Stück von diesem Stöffchen hier reserviert:
WWW.ALT-BAMBERGER.COM

Alt-Bamberger. Nie gehört. Näschen voll - riecht gut. Mal probiert - einfach fein. So ein gutes Bier habe ich bisher erst zwei Mal probiert. Einmal das Landbier vom Schnupp und zum anderen das Bier von der Schwanen-Bräu in Ebensfeld. Und als dritter Anwärter eben dieses hier. *räusper* Um 17 Uhr hatten wir den halben Kasten aufgearbeitet. He, ich hatte nur zwei von dem köstlichen Stöffchen. Auf der Internetseite gibt es einen Nachweis für die Verkaufsstellen. :-)

Und trotzdem gab es für den Rest der Familie gehaltvollen Erbseneintopf. Für mich dann halt erst morgen ;-)




Kommentare

  1. Diese gewickelten sagen mir gar nix.Aber die Metztgereien lassen sich ja immer wieder was neues einfallen,wichtig das es gescvhmeckt hatt.

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    1. War richtig gut und scheint es - hab nachgefragt - da schon Jahrzehnte zu geben.

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  2. Nun sitz ich hier schon ne halbe Stunde mit der Lupe, und ich kann einfach kein Fleisch finden. Der einzige Grund, warum ich keine Erbsensuppe esse ist, dass die immer mit Fleisch gemacht wird das so fitzelig wird beim Kochen, dass es nicht mehr sortierbar ist. Die da oben sieht jedenfalls total lecker aus, hast mal das Rezept dazu bitte? Ich sabber solange weiter...

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    1. Fleisch? Speck, ja. Rezept schreibe ich Dir hier.
      je 700 g gelbe und grüne Erbsen am Vortag in Wasser einlegen. Dieses schon leicht salzen und zuckern!
      1/2 Knollensellerie, 10 Möhren, 5 Zwiebeln, eine mehligkochende Kartoffel in kleine Stücke schneiden.
      400 g Gelderländer Bauchspeck (oder einen anderen) Würfeln (ca. 2 x 2 cm)
      1 Bund glatte Petersilie fein häckseln
      200 g Kochsahne
      3 Liter Gemüsebrühe
      5 Schinkenwürstchen ohne Darm

      Speck im Topf ohne Ölzugabe langsam auslassen. Temperatur erhöhen und Gemüse zugeben, anrösten. Erbsen dazu, auch etwas vom Einlegewasser. Kurz aufkochen und dann ziehen lassen bei ca. 80°. Sahne dazu,mit Salz, Pfeffer, einer Messerspitze Zimt(!) abschmecken, mit dem Zauberstab kurz einen Teil pürieren (für die Sämigkeit). Würstchen zugeben und kurz vor dem Servieren die Petersilie unterrühren.
      Kannst ja den Speck größer schneiden, dann geht der auch besser aussortieren. Aber Speck ist Du ja, oder?

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    2. Danke schön für das Rezept! Ja, Speck esse ich, wenn er überwiegend rot und nur wenig weiß ist, Und dann ausgelassen.

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    3. Dann kann ich Dir die Verwendung von Lardo empfehlen. Der ist zwar nur weiß, aber schmilzt schon im Mund. Beim anbraten bleibt da quasi nichts übrig. Ganz tolles Zeug.

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  3. Was liegt zwei Stier-Herzen näher, als Essen vor dem Mülleimer zu retten? Oh Mensch, ich ahnte doch, dass mit meinem Herzen was nicht stimmt. Ich (Stier mit Herzfehler?) kann Essen sehr gut entsorgen. Aber nur, wenn ich es nicht mag. ;)

    Und ich danke für die Erinnerung an Erbseneintopf! Mag ich eigentlich sehr gerne, kommt aber aus Gründen nur so selten auf den Teller, dass ich irgendwann überhaupt nicht mehr daran denke. ;)

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    1. Naja, Leber würde ich mit einem Lächeln in den Abfall gleiten lassen. Und Zucchini, Kürbis und Aubergine stehen auch nicht auf der Liste der rettenswerten Gemüse. Aber sonst - tut mir weh....!

      Erbseneintopf - ab und zu trifft es mich wie Eintopfblitz, dann brauche ich was Handfestes. Erbse ist ein Familienkonsens, serbische Bohnensuppe bliebe dann komplett für mich. Mal sehen, vielleicht nächste Woche. Oder mal eine scharfe Suppe. Hühn mit charf. Oder so. :-)

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