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Kostet so zwischen 15.500 und 27.000 Euro

Wer Gebäude hat, der muss auch ab und zu etwas in diese hinein stecken. Eine Möglichkeit: einen Generalunternehmer suchen, der zur Not Subunternehmer beauftragt. Das spart zwar Aufregung und Ärger (in der Regel), kann aber dafür sorgen, dass ich kantonesisch sprechen können muss, um mit den Bauausführern zu reden. Ne, das ist nicht meines, ich mag mein Geld gerne in der Region lassen, zudem bei Firmen, die ich kenne.

Also wird das Auftragsvolumen aufgeteilt, eben in Gewerke, die dem klassischen Berufsbild entsprechen. Holz macht der Schreiner, Beton der Maurer, Elektro der Funkenschuster usw.  Vier Lose waren am Schluss übrig. Und die Hoffnung, Firmen aus der Nachbarschaft für Aufträge begeistern zu können.

Um es kurz zu machen: das Interesse der Handwerker ist im Moment eher gedämpft, die Auftragsbücher voll. "Ja, können wir schon, aber in diesem Jahr nicht mehr..." war die Antwort des Heizungsmannes, der eigentlich den Auftrag ausführen sollte. Prima, das würde die Mieter aber freuen, über den Winter nur eingeschränkt über warmes Wasser zu verfügen. Also ist der schon mal raus. Der nächste kennt sich mit der Heizungsanlage nicht aus. Komisch aber, dass die von genau diesem Betrieb installiert wurde. Nummer zwei war also weg vom Fenster. Nummer drei hat angeboten nach der ihm vorgelegten Vorlage. Schlappe 56 % teurer alleine bei den nummerngleichen Ersatzteilen. Auch raus aus der Auswahl. Die Firmen werden also langsam weniger, drohen auszugehen. Also ab zu MyHammer, einen Auftrag eingesetzt. Ergebnis? Kein Schwein hat Lust, einen Auftrag im Wert von immerhin knapp 3.000 Euro zu erledigen.

Heute dann habe ich eine Firma gefunden, die zumindest mal einen Monteur schickt, damit der sich anschaut, was ersetzt werden muss. Bin auf die Summe gespannt.

Wer jetzt aber denkt, das ist ein Phänomen, welches sich auf eine Sorte Handwerker beschränkt, dem sei gesagt, dass ein Los Holzarbeiten im Preis zwischen 250 und 800 Euro für die gleichen Arbeitsgänge als Festpreis schwankt. Erstaunlicherweise war der mit der weitesten Anfahrt auch der Billigste. Ob er auch der sein wird, der noch am längsten am Markt bestehen wird, bleibt abzuwarten.

Insgesamt liegen mir für die vier Bauausführungen nun Kostenvoranschläge vor. Wenn ich die billigsten zusammenzähle, komme ich auf eine Bausumme in Höhe von 15.500 Euro in etwa. Nehme ich die jeweils höchsten Summen, dann würde am Schluss ein Betrag von 27.000 Euro auf der Liste erscheinen. Da fragt man sich schon, wie die Unterschiede begründet sind. Und ob auch alle auftauchen, die einen Auftrag bekommen.

P.S.: die billigsten Anbieter bekommen keinen Auftrag, auch die teuersten werden gestrichen, aus der Mitte wird dann ausgesucht.

Kommentare

  1. Ich habe ja nicht schlecht gestaunt bei der Preisspanne zwischen meinen Umzugsanbietern. Und der mit der besten Performance war nicht mal der teuerste (lag eher so im unteren Drittel und ist es auch geworden). Zwischen 3500 und 6000 Tacken war da alles dabei. Und alle haben die gleiche Wohnung gesehen.

    Man fragt sich so manches mal, wie Preise entstehen. Aber das versuchen mir demnächst ja die Profis bei zu bringen.

    Grüße! N.

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    1. Schon verrückt, wenn man die Unterschiede sieht. Heute wollte ich Aufträge vergeben. In der Baubranche jemanden per Telefon zu erreichen - ein Drama....

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  2. Puuuh, wasn Preisunterschied...
    Das mit den Subunternehmern kenn ich. Wir haben 1997 über eine Baufirma das Einfamilienhaus erstellen lassen. Die hatte dann auch jede Menge Subunternehmer. Und wo die alle ihren Firmensitz hatten - bis fast nach Süddeutschland ging das. Ich fands sehr lustig, als sich einmal die polnischen Arbeiter, die die Innenräume verputzt haben, mit den türkischen Aussenputzern um den einzigen vorhandenen Starkstromanschluss gestritten haben. Nicht, dass die sich auch nur ansatzweise verstehen konnten...

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    1. War bestimmt lustig, wenn die sich unterhalten haben. Ich gebe am liebsten meine Aufträge an Firmen, die ich auch kenne und die vor Ort sind. Lieber Qualität und Ansprechpartner vor Ort, als billigst gebaut und Lauferei.

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  3. Ja, darum haben wir ja einen Bauunternehmer vor Ort genommen. Mit den ganzen Subunternehmern musste der sich rumschlagen, wenn was nicht in Ordnung war. Der war ja für alles zuständig und unser Ansprechpartner. Hihihi, und die Nachbarin, die war auch zustäündig. Weißt ja, wie das aufm Land so ist, die älteren Leute haben Zeit und beobachten alles genau. Als unsere Regenrinne schief montiert wurde ist sie gleich hin und hat gesagt, "so geht das aber nicht". Schwupps, haben die Arbeiter es korrigiert. Wir haben das gar nicht gesehen.

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