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Quadtour und Schafe Dinger

Das Handy hat ja angeblich eine Funktion, mit der ich die gefahrenen Strecken per GPS aufzeichnen kann und diese sollen nach der Beendung auch abrufbar sein. Und ich wollte schon länger mal zwei Touren machen, eine in die Rödentaler/Schalkauer Richtung, die andere über das Sonneberger Hinterland und den Kronacher Raum. Früher zu Quad-Zeiten hatte ich die ab und zu mal gemacht, um in der Mittagspause den Kopf frei zu bekommen.

Und wie das eben manchmal so ist: aus zwei mach eins. Sprich: eine große Rundtour.

An dieser Stelle einen herzlichen Dank an Petrus für das herrliche Wetter, an die BMW M GmbH für den Edestahlauspuff und die tollen Bremsen und an den Schleicher vor mir, der mich vielleicht vor einem Schaden an Leib und Leben bewahrt hat. Dazu aber später noch.

Kurz nach ein Uhr ging es los, genug Zeit bis zum Treffen in einem Café, also keine Eile und Hektik. Erst mal an die Tanke, Schlückchen Sprit für den Wagen, einen Liter Cola Light für mich als Betriebsstoff und ein paar Zigarillos als Zündeinheiten. Und da war er wieder: der Schock an der Kasse. 93,45 € *heul* Aber, egal, der Tank hält dafür gut einen Monat oder gar noch länger, dann ist das schon so in Ordnung. Ach ja, ganz vergessen, ich habe nun schon zum dritten Mal E10 getankt, den Kilometerzähler immer brav zurück gestellt und auch den Durchschnittsverbrauch "genullt". Mehrverbrauch? Nicht mehr zu bemerken. Durchzugsschwäche? Auch nicht mehr vorhanden. Warum auch immer, mir eigentlich egal, aber die drei Cent stecke ich gerne ein und hole mir dafür einen Döner. Wenn ich etwas bemerke -vielleicht war das auch früher schon so- dann ein kleines Rucken, wenn ich bei sehr niedrigen Touren in einer 30er-Zone mit Tempomat gefahren bin und dann wieder Gas gebe. Aber, damit kann ich leben.

Vorbei an Dörfles-Esbach ging es Richtung Schönstädtspeicher/Froschgrundsee. Kurz nach Rödental habe ich erst einmal den Parkplatz benutzt und das Handy auf "Streckenaufzeichnung" eingestellt. Spannung pur, wäre toll, wenn ich so die gefahrene Route aufzeichnen und weiterverarbeiten könnte. Wird sich am Ende der Fahrt zeigen, ob es funktioniert. Über den Wohlbacher Kreisel (der mit dem riesigen Goebel-Wanderburschen), wollte ich eigentlich einen kleinen Stopp in Waltersdorf machen und da mal nach meinem ausstehenden Geld fragen. Glück für den Schuldner, dass gerade gegenüber ein Linienbus angehalten hat, dessen LED-Blinklichter mich abgelenkt haben. Hatte ich bei einem Nutzfahrzeug vorne noch nicht gesehen. Und da ich bei eingeschaltetem Warnblinker immer (fast) Schrittgeschwindigkeit fahre, hat hinter mir ein netter Zeitgenosse sein Signalgerät Marke Doppelton eingesetzt. So am Schimpfen und LEDs bewundern habe ich erst in Mittelberg bemerkt, dass ich am ersten Ziel vorbei gefahren bin. Macht nichts, für die Summe werde ich in den nächsten Tagen da mal aufschlagen. Gute drei Jahre als Zahlungsziel sollten wohl ausreichen.

Weiter am Froschgrundsee vorbei, schnell ein Foto von der ICE-Brücke gemacht und weiter in Richtung Weißenbrunn.
ICE-Brücke über den Schönstädtspeicher

Vorher allerdings bin ich abgebogen nach Neufünfland, Richtung Almerswind. Und da standen sie, die schafen Dinger. Alleine. Auf weiter Flur. So wollig. ;-) Keine Ahnung von was ich schreibe? Einfach mal HIER nachlesen, ich fand den toll!
Schafe Dinger, bei Almerswind
Weiter über Seltendorf/Welchendorf und über eine herrliche freie Landstraße gefahren. Viel Wald, viel Sonne, kein Verkehr. Traumhaft. Einfach gondeln.

Wieder aufwärts nach Fichtach - hinter einem Bremsklotz mit Sonneberger Kennzeichen her - welcher mich gute fünf Minuten gekostet hat. Einfach dadurch, dass wir auf einer engen Straße mit maximal 30 km/h und vielem fast-zum-stehen-kommen (nicht übertrieben, wir haben sogar mehrmals wieder anfahren müssen) geschlichen sind. Ich wäre da wohl ungefährdet mit 70 - 80 km/h bei erlaubten 100 km/h gefahren. Früher hätte mich sowas aufgeregt, heute bin ich da nachsichtiger. Einfach auch, weil mich kaum die Zeit drängt. Und ich ja nur auf einer Spazier-/Datensammel-/Fototour unterwegs war. Vielleicht bin ich auch einfach nachdenklich geworden und weiß nun zu schätzen, wie wertvoll das pure Leben ist.

Nach Fichtach ist der Mensch dann abgebogen, die Umluft wieder auf Automatik gestellt und weiter ging es.

Hier ein Foto, geschossen oben auf der Höhe, welches die Energiegewinnung für den Menschen (BE) und die Industrie (kwh) zeigt. Im Hintergrund die Weite Welt.
Getreide - Sonnenfeld - Landschaft

Weiter nach Meng-Hämm (Mengersgereuth-Hämmern), vorher geht es aber auch gepflegt abwärts.
16 % - in den 90ern hatten meine Aktien manchmal eine solche Jahresrendite

Noch mal kurz ein Blick in eines der reichlich vorhandenen Täler. Bei schönem Wetter ist diese Tour einfach nur entspannend und optisch ein Leckerbissen. Als Bonus: wenig Verkehr auf der Straße.
Blick in ein Tal vor dem Abstieg
Weiter in Richtung Sonneberg, leider auf einer Umgehungsstraße, geht es dann nach Judenbach. Zumindest bis kurz vorher, nach Jagdshof mache ich einen Halt und fotografiere eine Landschaft, die mich schon seit Jahren bei meinem Lieferungen fasziniert hat. Auch im Winter einfach schön anzuschauen, zum Glück noch nicht mit Industriebauten vollgestellt. Auch auf die Gefahr hin, dass ich nerve, aber hier hätte ich gerne mit Ex-FrauDSL ein Haus. Genau da. Und einen kleinen Garten, ein paar Obstbäume, träumen darf ich ja.

Blick zwischen Jagdshof und Judenbach, Richtung Kronach
Wunderschöne Serpentinen abwärts, hier hat es richtig Spaß gemacht, mit einer Edelstahlauspuffanlage unterwegs zu sein. Doppelflutig, vorne sechs kräftige Zylinder, nur niedrige Gänge. Männer (und Ex-FrauDSL würde) werden wissen, was ich meine. Und der Hall an den Felswänden ist ein Traum. Umweltschutz lassen wir jetzt mal außen vor, und überall war 100 km/h erlaubt. Die ich trotzdem nur selten erreicht habe. Und ich war in einer Kurve sehr froh, dass ein Fading bei innenbelüfteten Scheibenbremsen nicht mehr vorkommt. Da denke ich mit Grausen an meinen alten Jeep Wrangler. Drei Mal ordentlich gebremst und ab in die Botanik. Heute hat mich einmal die moderne Technik bewahrt, die Leitplanken zu küssen. DSL schwört auf DSC ;-)

Irgendwie habe ich dann doch die Zeit aus den Augen verloren, wollte ursprünglich noch die Strecke über das Bauernhannla in Eichenbühl/Wilhelmsthal und rückwärts über Birnbaum und Kronach fahren. Schade, denn die Strecke ist auch sehr malerisch.

Geworden ist es dann lediglich Pressig bis zur Abweigung Richtung Sonneberg. Abgebogen bei Kaltenbrunn, da dies - meiner Meinung nach - der schnellere Weg nach Creidlitz war. Vorbei am Landgasthof Detsch, in Haig, hinter einem LKW nach Mitwitz. Ex-FrauDSL war da mal mit Bekannten, als es mir schon schlecht ging. Ihr Urteil war damals sehr gemischt. Also: Besuch auf eigene Gefahr, ich habe da keine Erfahrungswerte, ich vertraue aber ihrem Urteil.

Über zwei kleine Kreisel weiter in Richtung Schafberg, ich überlegte bereits, in Sonnefeld die Abzweigung über Biberbach und Ebersdorf zu nehmen. Aber, für mich ist die Strecke erstens nicht besonders reizvoll, zudem ist die Schranke da oft lange Zeit geschlossen. Also: durch Sonnefeld. Und ich schwöre, ich habe weder rechts noch links geschaut, ob ich was entdecke.

Trotzdem habe ich den Schreck des Tages bekommen. Um 15:30 h wollte ich unbedingt in Creidlitz sein, als ich einen Stau nach der ehemaligen "Hummelkreuzung" hatte. WTF? Ich wurde doch von Ex-FrauDSL zu Pünktlichkeit erzogen, mag es nun selber nicht, wenn man zu spät auftaucht. Etwas weiter vorne sehe ich dann den Grund - und mein Herz rutscht in die Hose. Ein Unfall, von dem ich erst nur den RTW gesehen habe - und einen silbernen Kombi mittendrin. Da ich nicht mehr weiß, wann Ex-FrauDSL Arbeitsende hat und wo sie danach hinfährt, war der nächste Blick zur Uhr gegangen. 15:15, möglich wäre es.... Jaja, es geht mich ja nichts mehr an, ist wahrscheinlich auch irgendwo lächerlich mein Verhalten, aber ich kann es halt nicht abschalten - und bekam irgendwie eine Panik. Welche Gedanken mir da durch den Kopf geschossen sind, ich kann es gar nicht in Worte fassen. Weiter vorne, ich schäme mich fast, es zu schreiben, war ich erleichtert, dass Ex-FrauDSL nicht beteiligt war. Gleichzeitig mit mir traf der Einsatzleiter der Feuerwehr Sonnefeld ein, der Unfall konnte somit noch nicht lange her sein. Polizei war zumindest noch keine vor Ort. Wie es und was passiert ist - keine Ahnung. Bei Unfällen versuche ich immer, möglichst schnell die Straße frei zu machen und nicht zu gaffen. Den Link zum Unfall werde ich einstellen, wenn er online in den Tageszeitungen erscheinen sollte. Hier der LINK zum Unfall. Ich bin irgendwie erleichtert. Und der Link zum anderen Blatt. KLICK

Irgendwo auf der Strecke zwischen Sonnefeld und Creidlitz ist mir dann bewusst geworden, dass ich ganz leicht auch in den Unfall hätte verstrickt werden können. Was wäre gewesen, wenn der Schleicher mich nicht aufgehalten hätte? Oder ich ihn überholt hätte? Hätte, wäre, wenn.... Aber zur falschen Zeit am falschen Ort, ich hätte mitten drin gesteckt.

Kaffee war schnell vorbei, war auch irgendwie geschafft, bin ich zwar mit offenem Fenster gefahren, aber ohne Klimaanlage.

So, nun bin ich also wieder zu Hause angekommen, hatte einen ereignisreichen Nachmittag - und keine verwertbaren Daten. Nix war es mit der detaillierten Aufzeichnung, ich muss also die Strecke nochmals abfahren, dann aber mit einem speziellen GPS und mehr Zeit. Schließlich liegen auf der Strecke schöne Lokale und Cafés.

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