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Fahren, spritzen, essen, kaufen, kaputt

Mittwoch, 06.07.2011, 9.30 h Erdenzeit. Das Mutterschiff befiehlt dem kleinen Tanker, sich bereit zur Abreise zu halten. M´am, yes, M´am!
Vereinbart war eine Abreise um zehnhundert MESZ. Darauf war auch der Tagesplan ausgerichtet. Die Abreise hat sich dann jedoch aufgrund unvorhersehbarer Ereignisse vorgezogen. "Vielleicht komme ich eher dran..." Ja, genau. Und der Herr Professor fährt einen gebrauchten Golf als Erstfahrzeug. Wers glaubt...

So, Spaß beiseite, so ein Tag mit der Mutter ist harte Arbeit. (DAS ist Selbstmitleid!!!)

Erst, wie immer, die Tante abgeholt. Mir ganz recht, wir unterhalten uns immer gut, in einem Café in den Laptop starren ist auch irgendwie blöd. Zwischenstop in Baiersdorf bei Bamberg, die Mutter hatte Hunger, mir ging es ebenso. Gewünscht hatte ich mir einen Streuselplätz, bekommen habe ich eine Leberkäsesemmel. Ja, das Leben ist kein Wunschkonzert. Dafür habe ich den Leberkäse den ganzen Tag über in schöner Regelmäßigkeit geschmeckt. Wieder. Und wieder. Und konnte bis kurz nach zanzig Uhr nichts essen, so schwer lag der im Magen. Brauch´ ich nimmer. So schaut die Gute (Tante) aus:
Tante, Wasser und Mettbrötchen

Die Schwester von LaMama ist aber keine betende Heilige, sie hat auch keine besondere Angst vor Salmonellen auf dem Mettbrötchen. Hier hat einfach mal wieder mein "Talent" für besondere Fotos zugeschlagen. Das Essen gab es übrigens für € 1,20 inclusive Eiauflage und Zwiebeln, sowie € 0,90 für 0,2 Liter Wasser im Kantinentrakt in der Arisklinik.

Ich habe es nur zu einem Eiskaffee geschafft, lecker mit Eis von Mövenpick. Preis: € 2,80.
Eiskaffee
Und wieder hat LaMama den Zeitplan durcheinander gebracht. Wir waren bereits eine halbe Stunde vor ihrem Termin vor Ort und dann ist sie auch noch pünktlichst dran gekommen. Bereits 12:15 h war sie wieder vom Arzt entlassen. Die Tante hatte wieder Appetit, es gab für sie:
Eines der Tagesgerichte: Gyros, Zwiebeln, Tzatziki, € 3,55

Balkangemüse, € 1,60 - Relation zum Gyros?
 Das Fey + Pfaff im HTCN (Neumeyerstraße 48 in Nürnberg) steht jedem offen, wir haben dieses Mal die Chance genutzt. Den Tzatziki habe ich probiert, wohl Eimerware aber essbar. Das Gyros und das Gemüse waren dem vernehmen nach essbar bis gut schmeckend. So what, ich habe ja nicht geordert. Beeindruckt hat mich aber das Buffet für den Salat, welches sehr frisch ausgeschaut hat und nach Gewicht berechnet wird. Die Tageskarte hat im Umfang einiges zu bieten, u. a. auch Viktoriabarschfilet mit Tomaten-Ingwersud, dazu Romanesco und Risotto, € 6,90. Oder auch Waldpilze und Semmelknödel, € 4,95. Beilagen sind frei wählbar, vier an der Zahl. Kosten aber auch extra.

Meine Mutter hat sich einen Milchreis mit Ananas genehmigt, vom Duft her sehr lecker und ihr hat er auch gut geschmeckt. Der Preis in Höhe von € 1,60 geht in Ordnung. Bild? Bild!

Hier der Link zum Lokal und der jeweils aktuellen Speisekarte. Kann man bei Nürnbergbesuchen durchaus für ein kleines Essen zum kleinen Preis berücksichtigen. Aber ACHTUNG: die schließen bereits um 15 Uhr.

Irgendwann dann, von der Sonne schon gut angeschmurgelt (hinter dem Glas haben wir gesessen!), fuhren wir zum nächsten Haltepunkt. Knapp 15 km weiter, im Nürnberger Hafen gegenüber der Feuerwache, befindet sich der Werksverkauf der Firma HoWe. Klingelts? Macht nix, hier mal der Link zum Inhaber KLICK!
Und auch einen Link zu den Angeboten des Monats gibt es: NOCHMALKLICKBITTE!
Und da die Kompressorkühlbox im Kofferraum stand, schön vorgekühlt auf -23°, war der Einkauf doch umfangreicher als geplant. Als ob bei mir noch eine liebe Fressraupe wohnen würde. ;-)

Bratwurstbruch für ein Würstelgulasch, Spießbraten für den Grill und den Backofen, geräucherte Lende, divere Griebenschmalze, heißgeräucherter Bauch... Sag ich doch, so eine Kühlbox ist doch ruck zuck gefüllt. Und für wirklich schmales Geld. Wie die Qualität ausfällt werde ich in den nächsten Tagen berichten.

Die Kühlbox ist voll, was uns nicht davon abhält, weiter einzukaufen. Fehlt eigentlich nur der weiße Schaum der Gier vor dem Mund. Ruhig bleiben, hammer nich, uns gehts gut.

Blende, neun Kilometer weiter, Richtung Messegelände.Mit ein bisschen Ortskenntnis noch ein wenig Zeit und Kilometer gespart (die in den Hinterhöfen haben irgendwie blöd geschaut....), sind wir da eingetroffen. KLICKEDIKLICK! 

Gekauft habe ich eine Tüte mir irgend so einem Zeug mit Lakritze und anderem Gedöns, wie es die Unaussprechliche immer mitgebracht bekommen hat. Mag ich nicht mal, Macht der Gewohnheit. Bekommt morgen die Schwester geschenkt. Und ein Kilogramm für einen Euro kann ich verschmerzen. Bin ein Netter, oder? Ja, so macht man sich Freunde ;-)

Ich behalte für mich dann die Packungen mit den gemischten Beuteln, 2.375 g für € 3,99. Auch in Ordnung, da habe ich Monate dran. Schneller werden sich wohl die Brausetabletten in Wohlgefallen auflösen, die erinnern mich an meine Jugend. Wir hatten ja NICHTS. Wir waren so arm, wir hatten nicht einmal einen Nachnamen! Ich schwörs! *fingerkreuz* Gierig wie ich bin, habe ich von jeder Farbe auf dem Weg zum Auto eines geschluckt. Und am Auto eine Dummheit gemacht, die ich die nächsten Kilometer bereuen sollte. Ich habe aus lauter Durst einen halben Liter warme Cola light hinunter gestürzt. Muss ich genauer ausführen? Nein? Danke. Kennt jemand die Filmchen mit den Mentos und der Cola aus dem Internet? Hier noch ein KLICK, kost´ ja nix. Wer denkt denn an sowas? Bei Mentos hätte es geklingelt. Übrigens stimmt es nicht, was im Video gesagt wird, die Cola spritzt nicht meterweit nach OBEN. Eher so vorne-unten.

Wie immer hat LaMama nicht gehört, als ich ihr auftrug, sich etwas zu trinken mitzunehmen. Und die Frau Tante wollte in der Kantine auch nicht mehr auf das Klo. Das Ergebnis war, dass ich mir vorkam, als wäre ich mit den Kindern unterwegs, die ich leider nicht mehr von Ex-FrauDSL bekommen werde. Gequengel auf allen Sitzen. Schnell zu Burger King (Ex-FrauDSL wüsste, welchen ich meine, "Guten Morgen..." ;-) und Wasser geholt und gelassen. Klappt doch. Musste nur wissen, wo du was bekommst.

Das Wasser war natürlich einmal zu kalt und einmal mit zu wenig Kohlensäure, "schmeckt wie Leitungswasser..." Ich habe mir erspart, zu erklären, wie das Tafelwasser bei den Filialisten produziert wird. Was sie nicht wissen, müssen sie nicht stundenlang diskutieren. Die zwei Beifahrer, meine ich.

An Bord waren somit Süßigkeiten, zwei Quengler, eine Höllenhitze trotz Klimaanlage und Brotbelag. Fehlte nur noch Brot. Ach ja, wenn ich doch sage, dass eine Klimaanlage direkt auf das Auge gerichtet nicht gut ist, wenn da erst der Augendoc dran war, dann kann man mir das doch eigentlich glauben. Oder mal darüber nachdenken. LaMama sieht das anders (Wortspiel ;-), und strahlt das Auge gepflegt an. Das Ergebnis was ein Glotzauge. Mitleid von mir? Eher weniger. Als der Juckreiz zu groß wird, wird unauffällig doch der Luftstrom auf die Frontscheibe umgeleitet. Zu diesem Zeitpunkt haben sich bei mir an der rechten Hand Frostbeulen und am linken Arm (Fensterseite) Brandblasen gebildet.

Nur noch zwei Zwischenstationen bis zu Hause. Einmal nach Serkendorf, frisches Brot (2 kg runder Laib) mitnehmen, damit ich mir das Griebenfett am Abend nicht mit dem Löffel einverleiben muss. Die Mutter (ich hab´ doch keinen Hunger....) hat einen kompletten Zitronenkuchen gekauft, der am Abend schon - oh Wunder - zum guten Viertel weggegessen war.

Letzte Station des Tages: Halt in Dörfles-Esbach, Tante ausladen, nach Hause. Und irgendwie war ich froh, dass ich vorhin ein wenig die Gräten ausstrecken konnte. Von wegen, das Leben eines Privatiers ist angenehm. Nur in Teilen, nur in Teilen....

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