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Schlemmen in Altendorf - Der Egloffsteiner Hof

Mittwoch, 07.06.2011 - was tun? Der Flur ist recht kühl gestaltet, was mich schon seit Jahren stört. Eine Bekannte von Ex-FrauDSL wollte den mal als Objekt für ihr Studium (Innenarchitektur an der FH Coburg) umgestalten. Leider war dies aufgrund der baulichen Gegebenheiten nicht möglich. Und Farbmuster sind schon seit eben dieser Zeit an der Wand. Nachdem mich so einiges in der Wohnung sehr an alte Zeiten erinnert, sind selbige reif zur Umgestaltung. Kataloge sagen mir recht wenig, ich muss Möbel und Farben und Werkstoffe sehen, spüren und riechen. In Rödental nahe Coburg haben wir zwar das Möbelhaus Schulze, aber fündig bin ich da noch nie wirklich geworden. So wird dieses gerne für gute und günstige Nahrungsaufnahme genutzt, jedoch nicht für einen Möbelkauf.

Bamberg, respektive Hirschaid, ist von Coburg aus in gut 20 Minuten zu erreichen. Dort ist das Möbelhaus Neubert, besser bekannt unter dem XXXL-Dach, angesiedelt. Viele, viele Möbel, aber eine Kantine zum davonlaufen. Früher, unter der Regie der Familie Neubert und vor dem Umbau des SB-Bereiches, war dies deutlich besser zu einem fairen Preis. Gut, ich war ja hauptsächlich zur Ideenfindung vor Ort. Das muss sich nun setzen, dazu brauche ich ja auch noch Bodenbelag und Wandfarbe. Na, schau´ mer mal.

Nachdem es noch recht früh am Tag war, ging es weiter Richtung Nürnberg, dort habe ich kein Möbelhaus gefunden, IKEA kenne ich zur Genüge. Dafür lag ein kleines Café am Wegrand. Milchkaffe im großen Kaffeebecher, € 2,45. Und Leberkäse im Brötchen. Als Snack für € 1,50 die Portion. SB-Café mit einer Bedienung hinter dem Tresen. Männlich, desinteressiert und maulfaul. Prima, da weiß man gleich wieder, woher der Franke den schlechten Ruf hat. Milchkaffee war prima, das Leberkäsebrötchen allerdings eine Gewinnmaximierung, die der Angestellte seinem Chef zugeschanzt hat. Ich  habe zur Veranschaulichung der Scheibenstärke einfach einmal eine Euromünze daneben gestellt. Sonst heißt es gleich wieder, dass für mich eine Leberkäsesemmel erst bei einem Kilo Auflage anfängt. Hier das Foto dazu

Ersatzweise hätte man auch die Brötchenhälfte am Leberkäse reiben können, das Ergebnis wäre wohl dasselbe gewesen. Merk´ ich mir, das war es.

Heimwärts auf der Autobahn nachdem ich ziellos nach weiteren Einrichtungshäusern geschaut habe ging dann die Welt unter. Auf Höhe der Bergkirchweih in Erlangen regnete es in Strömen. Sieht man hier schlecht, aber das Foto entstand im SOMMER umd ca. 17:40 h. Da sollte doch die Sonne noch gemütlich vom Himmel brennen. Hier nicht. Kurz darauf wurde es wieder freundlicher aber doch noch zu kalt für einen "Keller".

Auf Höhe von Hirschaid (also auf dem Heimweg) fiel mir das Restaurant "Landhaus Friesen" ein. Sehr schlicht und eher für Imbissbude und Möbelhaus gekleidet habe ich für mich entschieden, da doch fehl am Platze zu sein. Aber, in der Nähe, quasi gegenüber, liegt das Örtchen Altendorf. Und dort das Lecker-Lokal "Egloffsteiner-Hof". Die fleischaffine Ex-FrauDSL wurde sogar dort satt, was für die Portionsgröße spricht. Rumpsteak ist sehr lecker, gut gebraten und für um die 13 Euro im Preis recht günstig. Rumpsteak hatte ich in letzter Zeit öfter, eine Brotzeit kann ich auch zu Hause selbst zubereiten und bin bei Wurst sehr wählerisch. Fisch wäre gut gewesen, evtl. der selbst zubereitete. Leider war ich am falschen Tag am richtigen Ort:


Gut, dann heute keinen Fisch. Ich hätte mich auf eine leckere Forelle vom Grill gefreut, beim nächsten Mal halt. Spargel gibt es auf einer umfangreichen Karte, auf Nachfrage zum EHEC-Problem wird offen gesprochen und der Lieferant genannt. Somit durfte es ein Salatteller dabei sein. Obwohl mir die Gründe nicht eingängig wurden, warum das Gemüse und der Salat aufgrund seiner Herkunft "Knoblausland" frei von diesem Erreger sein soll. Egal, irgendwann erwischt es jeden.

Hier die gemischte "Nicht-EHEC-Platte" als Beilage, frisch, knackig aber nichts herausragendes in Sachen Salatbeilage (leider waren die Bohnen aus der Büchse):

Und eigentlich wollte ich etwas "Leichtes", also Fisch oder Salat oder so. Geworden ist es Schnitzel "Wiener Art", für schlanke € 6,90 habe ich eine überschaubare Portion erwartet, ich hätte jedoch aus der Vergangenheit lernen müssen. Bekommen habe ich diesen Riesenhaufen Fleisch:


Knusprig, buttriger Geschmack, saftig zart und lecker im Geschmack. Noch einmal zur Notiz: sechs Euro neunzig! Und es ging sogar etwas zurück in die Küche, ich habe es einfach nicht geschafft. Schade, aber ich halte nichts vom fränkischen Spruch "Lieber den Magen verrenkt als dem Wirt was geschenkt".

Durch die Baustelle vor der Tür war heute sogar recht wenig los, als Einzelperson habe ich aber bisher noch keine Probleme gehabt, an einem Tisch einen Platz zu bekommen. Die Sanitäranlagen sind sauber, die Zugänge mit Rollstuhl und für Gehbehinderte gut zu erreichen und Barrierefrei. Der Biergarten ist gepflegt, teilweise überdacht und windgeschützt. Beide Daumen hoch, hier ist fränkische Gastlichkeit zu Hause.

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