Eigentlich ist Montag immer der zum-Arzt-geh-Tag. Ich bin nur froh, dass ich für heute keinen Termin ausgemacht habe. Um sieben Uhr rappelt es auf der Straße. Die Bauarbeiter räumen Teile der Baustelle weg, zudem ist der Nachbar am befahren seines Hofes. Nylonräder vom Hubwagen auf Kopfsteinpflaster haben einen eigenen Klang. Mir war es egal, meine Mutter hat es aus dem Bett gerissen.
Gegen neun Uhr wollte ich dann auch aufbrechen, da ich meist so gegen 9.30 Uhr beim Doc eintreffe, ist so abgesprochen. Heute war es damit Essig. LaMama hat das Auto geschlachtet. Nix ging mehr. Was tun? Innen geht keine Beleuchtung, kein Lichtlein brennt. *grrrrrrrrr* Ausgerechnet jetzt orakelt das Voltmeter einen Herztod der Batterie. Startblock angeklemmt, Auto springt an. Kurz über die B4 - müsste reichen. Abgestellt - Ergebnis wie vor der Fahrt, der Startvorgang misslingt. Also Batterie ausgebaut, ab zum Händler. Schlanke knapp 100 Euro berappt, Batterie eingesetzt, gestartet - und es funktioniert. Ich war zu diesem Zeitpunkt schön durchgeschwitzt, hatte eingesaute Hände und der Zeiger ist gen Highnoon gekrabbelt. So kann ich nicht zum Arzt. Gut, fahre ich also Morgen gleich ganz früh hin.
Also wieder zurück ins Haus, Hände gewaschen, Hemd gewechselt und Hunger verspürt. Zum Kochen hatte ich keine Lust, war ja auch nichts im Kühlschrank (Fressattacke die letzten Tage....)
Mal wieder zum Schulze, mal wieder war die Speisekarte im Internet gut zwei Wochen hinterher. So habe ich dann keine Pfifferlingssauce zu Semmelknödeln bekommen, es hätte ersatzweise Schupfnudeln mit Speck und Pfifferlingen gegeben. Och... Dann halt den Kantinenklassiker:
Für 5,50 Euro ein Riesending mit gutem Geschmack. Der Kartoffelsalat ging nur etwas angerührt in Küche zurück - zu viele Kohlenhydrate. Schade, war lecker.
Mittlerweile war es kurz nach 13 Uhr. Zeit für Kultur. Ein ehemaliger Kunde von mir hat in Kleintettau ein Flakonglasmuseum mit Café und Hofladen eröffnet. Der Hofladen vertreibt Produkte der hofeigenen Langhaarrinder, wäre schon mal interessant gewesen. Dumm nur, dass das Café sowas von wenig einladend ausgeschaut hat, dass ich lieber weiter gefahren bin. Schade, aber es war trotzdem nicht ganz vergebens, ich konnte eine herrliche Fahrt bei weit geöffneten Fenstern Überland genießen. Ganz weit ausenrum. Und so ging es auch zurück, dieses Mal aber über Kronach anstatt über Sonnberg, wie bei der Anfahrt.
Einen Kaffee hätte ich dann trotzdem gerne gehabt, McDonalds Unterrodach wäre mit etwas Umweg erreichbar gewesen. Aber, ich habe Zeit, das Wetter ist traumhaft und ich möchte in einem Biergarten sitzen. Mit fast dem letzten Tropfen Sprit habe ich kurz vor Friesen getankt und war schon erstmals erleichtert. Im Frankenwald sind Tankstellen abseits der Hauptrouten eher Mangelware. Hat ja geklappt. Und für 1,47 Euro war der Kraftstoff sogar knapp vier Cent billiger als in Coburg direkt. Na also.
Beim gemütlichen Über-die-Käffer-fahren kam mir die Idee, dass ich ja schon sehr lange nicht mehr im Bauernhannla war. Mit Ex-FrauDSL war ich da früher ab und zu mal, das Essen war immer sehr gut, die Preise ok. Aber, da konnte ich auch die Berge rauf und runter wie eine Bergziege. Oder ein Bergbock? ;-)
War aber kein Problem, im Biergarten war außer mir nur ein älteres Ehepaar. Und das um kurz nach 16 Uhr. Ich war irgendwie überrascht, hatte da einige mehr Besucher erwartet.
Hier der Blick in das Tal hinter dem Haus
Hier der Biergartenblick:
Und dann der "Silberblick":
Mein Kuchen, vor lauter Gier habe ich wieder vergessen, vorher zu fotografieren. Ich gelobe Besserung. Auch im Umgang mit Sonnencreme, denn mir brennt nun das Gesicht ordentlich. Merke: Nivea am Morgen reicht nicht aus. Ja, ich weiß, Männer.....
Noch ein paar Spezi getrunken, das Treiben beobachtet, ging es gegen neunzehn Uhr dann wieder langsam nach Hause. Und ich bin stolz: ich habe Abends nichts mehr genascht. Bisher zumindest.
Auch zum "Ver"naschen sind die kleinen Dinger:
Der Wetterbericht hat für Dienstag nochmals ein schönes Wetter vorhergesagt, am Mittwoch soll es schon wieder maximal 20 Grad warm werden. Da ist dann auch ein Indoor-Treffen mit meinem Noch-Schwager angesagt. Brisante Neuigkeiten hat der. Mehr sog i net....
Trotzdem das heute ein sehr schöner Tag war, zumindest ab dem Mittagessen, habe ich trotzdem manchmal wieder eines sehr vermisst: Ex-FrauDSL. Egal, wie schön Erlebnisse im Leben sind, zu zweit ist das einfach nicht mehr zu steigern. Schade, mir fehlt sie. Und auch fast fünf Monate nach dem Auszug wird der Schmerz einfach nicht weniger. Morgen dann auf ein Neues, jeder Tag will bewältigt werden. Und er wird es. Zu zweit in Freude oder allein mit Selbstdisziplin.
Gegen neun Uhr wollte ich dann auch aufbrechen, da ich meist so gegen 9.30 Uhr beim Doc eintreffe, ist so abgesprochen. Heute war es damit Essig. LaMama hat das Auto geschlachtet. Nix ging mehr. Was tun? Innen geht keine Beleuchtung, kein Lichtlein brennt. *grrrrrrrrr* Ausgerechnet jetzt orakelt das Voltmeter einen Herztod der Batterie. Startblock angeklemmt, Auto springt an. Kurz über die B4 - müsste reichen. Abgestellt - Ergebnis wie vor der Fahrt, der Startvorgang misslingt. Also Batterie ausgebaut, ab zum Händler. Schlanke knapp 100 Euro berappt, Batterie eingesetzt, gestartet - und es funktioniert. Ich war zu diesem Zeitpunkt schön durchgeschwitzt, hatte eingesaute Hände und der Zeiger ist gen Highnoon gekrabbelt. So kann ich nicht zum Arzt. Gut, fahre ich also Morgen gleich ganz früh hin.
Also wieder zurück ins Haus, Hände gewaschen, Hemd gewechselt und Hunger verspürt. Zum Kochen hatte ich keine Lust, war ja auch nichts im Kühlschrank (Fressattacke die letzten Tage....)
Mal wieder zum Schulze, mal wieder war die Speisekarte im Internet gut zwei Wochen hinterher. So habe ich dann keine Pfifferlingssauce zu Semmelknödeln bekommen, es hätte ersatzweise Schupfnudeln mit Speck und Pfifferlingen gegeben. Och... Dann halt den Kantinenklassiker:
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Schnitzel "Wiener Art", dieses Mal mit Ruccola-Kartoffelsalat |
Mittlerweile war es kurz nach 13 Uhr. Zeit für Kultur. Ein ehemaliger Kunde von mir hat in Kleintettau ein Flakonglasmuseum mit Café und Hofladen eröffnet. Der Hofladen vertreibt Produkte der hofeigenen Langhaarrinder, wäre schon mal interessant gewesen. Dumm nur, dass das Café sowas von wenig einladend ausgeschaut hat, dass ich lieber weiter gefahren bin. Schade, aber es war trotzdem nicht ganz vergebens, ich konnte eine herrliche Fahrt bei weit geöffneten Fenstern Überland genießen. Ganz weit ausenrum. Und so ging es auch zurück, dieses Mal aber über Kronach anstatt über Sonnberg, wie bei der Anfahrt.
Einen Kaffee hätte ich dann trotzdem gerne gehabt, McDonalds Unterrodach wäre mit etwas Umweg erreichbar gewesen. Aber, ich habe Zeit, das Wetter ist traumhaft und ich möchte in einem Biergarten sitzen. Mit fast dem letzten Tropfen Sprit habe ich kurz vor Friesen getankt und war schon erstmals erleichtert. Im Frankenwald sind Tankstellen abseits der Hauptrouten eher Mangelware. Hat ja geklappt. Und für 1,47 Euro war der Kraftstoff sogar knapp vier Cent billiger als in Coburg direkt. Na also.
Beim gemütlichen Über-die-Käffer-fahren kam mir die Idee, dass ich ja schon sehr lange nicht mehr im Bauernhannla war. Mit Ex-FrauDSL war ich da früher ab und zu mal, das Essen war immer sehr gut, die Preise ok. Aber, da konnte ich auch die Berge rauf und runter wie eine Bergziege. Oder ein Bergbock? ;-)
War aber kein Problem, im Biergarten war außer mir nur ein älteres Ehepaar. Und das um kurz nach 16 Uhr. Ich war irgendwie überrascht, hatte da einige mehr Besucher erwartet.
Hier der Blick in das Tal hinter dem Haus
Blick am Haus vorbei Richtung "Tal" |
gähnende Leere, hat sich aber dann schnell geändert |
Und dann der "Silberblick":
einmalig, kommt erst mal nicht mehr ;-) Danke an die Frau vom Service für das "Knipsen" |
Mein Kuchen, vor lauter Gier habe ich wieder vergessen, vorher zu fotografieren. Ich gelobe Besserung. Auch im Umgang mit Sonnencreme, denn mir brennt nun das Gesicht ordentlich. Merke: Nivea am Morgen reicht nicht aus. Ja, ich weiß, Männer.....
gedeckter Apfelkuchen - etwas anders erwartet, aber auch gut |
Noch ein paar Spezi getrunken, das Treiben beobachtet, ging es gegen neunzehn Uhr dann wieder langsam nach Hause. Und ich bin stolz: ich habe Abends nichts mehr genascht. Bisher zumindest.
Auch zum "Ver"naschen sind die kleinen Dinger:
Familie Hahn, die kleinen weißen Dinger vor der Henne sind die McNuggets |
Der Wetterbericht hat für Dienstag nochmals ein schönes Wetter vorhergesagt, am Mittwoch soll es schon wieder maximal 20 Grad warm werden. Da ist dann auch ein Indoor-Treffen mit meinem Noch-Schwager angesagt. Brisante Neuigkeiten hat der. Mehr sog i net....
Trotzdem das heute ein sehr schöner Tag war, zumindest ab dem Mittagessen, habe ich trotzdem manchmal wieder eines sehr vermisst: Ex-FrauDSL. Egal, wie schön Erlebnisse im Leben sind, zu zweit ist das einfach nicht mehr zu steigern. Schade, mir fehlt sie. Und auch fast fünf Monate nach dem Auszug wird der Schmerz einfach nicht weniger. Morgen dann auf ein Neues, jeder Tag will bewältigt werden. Und er wird es. Zu zweit in Freude oder allein mit Selbstdisziplin.
Hallo, Du kommst ja rum in der Weltgeschichte. Was ist den in den Museum zu bewundern und lohnt sich eine weitere Anfahrt?
AntwortenLöschenLiest den Deine Exfrau hier nicht mit? Ich hab von ihr noch keinen Kommentar gelesen. Oder hat sie eine Nickname?
Grüße und Kopf hoch
Aljena
Hallo Aljena, willkommen auf meinem Blog.
AntwortenLöschenJa, ich nutze das Wetter aus, habe auch fast ein Jahr verloren. Im Glasmuseum war ich nicht, wollte ja nur einen Kaffee. Das Museum ist spezialisiert auf Flakonglas. Ob das interessant ist? Keine Ahnung.
Ex-FrauDSL war nicht meine Frau, habe das verbockt. Und nein, ich gehe davon aus, dass sie hier schon seit Wochen nicht mehr mitliest. Warum auch? Ich denke, dass interessiert sie nicht mehr.
Grüße zurück aus dem noch immer sehr warmen Coburg!