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Frühstückse, mehrere

Manchmal zwingen einen die Lebensumstände dazu, die Angewohnheiten zu ändern und neue aufzunehmen.
Früher gab es kein Frühstück, einen Kaffee so um neun Uhr und dann gegen Mittag erstmals was zu beißen.

Manche Medikamente erfordern allerdings eine Grundlage. So gibt es also Frühstückse, mehrere.

Hier geht es los:
Ganz links, die kleine Runde, die wird gegen Wasseransammlungen verabreicht. Die mag es gerne einsam, schwimmt gerne im Wasser. In viel Wasser. Also gibt es die zwischen sechs und sieben Uhr Morgens. Und schon nach 15 Minuten arbeitet die prima für mich.

Damit die Nummer zwei im Bunde, die Frau Antibiotika, nicht ausgeschwemmt wird, gibt es die um neun Uhr. Sie schwimmt auch gerne, bekommt dafür ein eigenes Bad in Form eines Glas Wassers. Und sie hat Hunger. Was also bedeutet: essen! Dabei ist es egal was. Und Abends noch einmal.

Das kleine Runde und unscheinbare Tablettchen ist dann für die Leber. Die kann gleich mit Frau Antibiotika vergesellschaftet werden, die beiden tun sich nichts, fühlen sich in der gleichen Umgebung wohl. Mittags kommt sie dann noch einmal alleine vorbei und Abends gesellt sie sich wieder zu Frau Antibiotika.

Die lange Gelbe ist zur Säureregulation. Einmal am Tag langt, das reicht vollkommen aus. Die gibt es auch gleich früh, da wirkt die am besten. Sagt die Frau Apotheke.

Ja, so hat man immer einen festen Plan und das Handy läutet regelmäßig über den Tag verteilt. Was macht man nicht alles, um wieder gesund zu werden. Aber immer noch besser als halbtot oder auf der Transplantationsliste gelandet. Muss ja auch nicht sein.

Heute war ich gegen neun Uhr schon unterwegs, neue Tabletten abholen. Die nächsten 20 Tage sind so gesichert, auch mal was wert. Die sind richtig teuer, das geht ganz schön ins Geld. Und auf dem (weiter gefassten) Weg lag ein Metzger, der auch eine heiße Theke anbietet. Ein leckeres Sandwich kostet da zwischen 2,60 und 2,80 €, je nachdem, welchen Belag man wählt. Im Moment sehen die ein wenig "arm" aus, weil da kein Fitzelchen Gemüse oder Salat drauf liegt. Wer jetzt aber denkt, das wird durch eine Extra-Scheibe Wurst ausgeglichen, der irrt.*daziehichdochmaleinebrauehoch*

Heute wollte ich kein Sandwich, mir war nach richtig guter Frikadelle. Und beim Metzger bekommt man in der Regel recht gute Exemplare.


Hier leuchtet der Mercedes unter den Pressfleischsemmeln in silber:
Frikadelle á la Christo - schamhaft verhüllt
Und da das "nackte" Elend:
Ansprechender war die Hülle aus Aluminiumfolie. Wahrscheinlich hätte diese auch besser geschmeckt.




Eine wirklich mickrige, aus dem Discounterregal stammende, komplett salzige Frikadelle. Zur Erinnerung: beim Metzger(!) gekauft. Die Pressform war noch deutlich zu erkennen, genau das selbe Mistzeug wie beim Discounter neben der "Metzgerei". Was da so wie ein Salat oder zumindest etwas Vitamine ausschaut, das täuscht. Es handelt sich hier um eine Art Waldorfsalat, aber eben ohne "Waldorf". Bisschen Sellerie, bisschen Karotte, bischen Remoulade und ´n bisschen krachsauren Paprika. Bitte, zur Erinnerung: das waren mal FÜNF MARK VIERZIG! was da für dieses Stückchen Salzpressfleisch aus der Serienproduktion verlangt wird.

Wieder ein Lieferant weniger auf der Liste. Gutes Geld für gute Ware - ok. Aber abzocken? Nein danke.

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