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Die Bundeswehr nach Griechenland!

Mindestens. Denn mit Griechenland führen wir ja keinen Krieg. So wie bis vor kurzem offiziell mit Afghanistan. Der liebe Herr von Guttenberg hat die Reform der Bundeswehr eingeleitet. Brauchbar. Dumm nur, das dem Herr De Maiziere ein Trümmerfeld an Planung übergeben wurde. Optisch passt der Nachfolger zwar um einiges besser zu unserem Verteidigungspersonal, das war es aber auch schon.

Wie auch immer, für ein paar Wochen turnen noch die letzten eingezogenen Rekruten in den Kasernen herum. Es wäre also an der Zeit, dringend für den Nachschub zu sorgen. Und da liegt der Hase begraben: kaum jemand möchte zur Bundeswehr. Der Ruf ist doch leider noch immer folgender: saufen, faulenzen, keine sinnvollen Aufgaben, Zeit bis zur Entlassung absitzen, schlechte Ausrüstung. Ab und zu wird einem Soldaten im bis-vor-kurzen-noch-nicht-Krieg der Schädel weggeblasen. Für die Politik ein hinnehmbarer Kollateralschaden. Nicht so schlimm, sind doch alles nur anonyme Uniformträger.

So das Verständnis der Bundeswehr in der Bevölkerung. Höchstrichterlich abgesegnet darf der deutsche Bundesbürger einen Soldaten sogar "Mörder" schimpfen. Und da fragt sich die Politik, warum der Deutsche keine Lust auf Bundeswehr hat? Wie wäre es denn, wenn uns, dem kleinen Bürger im Wahlvolk, mal jemand deutlich erklärt, warum unsere Soldaten am Hindukusch und Restafghanistan ihr Leben riskieren?

Prima auch das vom Herrn Gates aus Amerika. Von dem aus dem Verteidigungsministerium. Der schimpft uns Europäer aus, weil wir doch einen Tick besser aufgeklärt sind als der amerikanische Durchschnittsbürger. Naja, auch nicht so direkt deshalb. Aber doch, weil wir nicht mit wehenden Fahnen in jeden von den Amerikanern ausgerufenen Öl-Krieg mitziehen. Ich finde es ganz gut so, dass sich die deutschen Soldaten auf helfende Unterstützung und humanitäre Einsätze beschränken. Dass es noch gefährlich genug ist, zeigt ja die immer länger werdende Liste der Toten. Und er verschweigt, dass einige Aktionen der USA nicht möglich wären ohne die stille Unterstützung der Deutschen. Ich denke da nur an die Aufklärungsflugzeuge.

Mir fehlt einfach noch die Erklärung, was wir in Arabien zu suchen haben. "Befreiung der Völker!" Tja, hat denn jemand die Völker gefragt, ob sie befreit werden wollen? Oft genug ist der Begriff der Ölkriege schon bemüht worden. Mir wird himmelangst, wenn ich daran denke, dass irgendwann in naher Zukunft das Wasser knapp wird. Was wird wohl den Kanadiern vorgeworfen, wenn die Panzer gen Ottawa fahren. Zuviel Sauererstoff aufgrund unkontrolliertem Baumwachstum? Zu liberale Gesetze? Oder geht der Mounty marodierend mit seinem Muli über Feldwege und erschreckt brave Bürger mit seiner roten Uniform? Da wird sich schon was finden. Wäre auch zu blöd.

Da hätten wir dann noch Griechenland. War da nicht mal ein Denker mit einem Fass? Hatte das auch keinen Boden? Wie auch immer, Griechenland und seine Staatsfinanzen entwickeln sich für die Eurozone zum Fass ohne Boden. Kaum ein Tag, an dem nicht eine weitere Forderung gestellt wird, kaum ein Tag, an dem im Fernsehen nicht das protestierende Volk gezeigt wird und kaum ein Tag, an dem Wirtschaftsweise von zu viel Hilfe abraten.

Den Deutschen wird mittlerweile vorgeworfen, mit ihrer starken Wirtschaft den Griechen einen Nachteil zu verschaffen. Soweit ich weiß, war nicht der soziale und mildtätige Gedanke für die Mitgliedsstaaten der Gründungsgrund der EU (EG). Wenn ich die einzelnen Staaten mit Firmen vergleiche, dann haben wir für Deutschland z. B. die AUTOBAU AG. Und für Griechenland die Öl+Oliven GmbH. Was passiert in der Wirtschaft mit Konzepten, die nicht aufgehen? Richtig. Entweder der Inhaber schießt immer und immer wieder Geld zu (hier die EU-Migliedsstaaten) oder er schließt den Laden (was einem Austritt aus der EU gleichkommen würde). In meinen Augen ist es falsch, ohne Ende Geld in eine marode Firma (Staatswirtschaft) zu pumpen, wenn die Mitarbeiter (Einwohner) nicht bereit sind, zur Gesundung der Firmenfinanzen beizutragen. Von einer Akzeptanz der Griechen in Hinblick auf die geforderten Einsparmaßnahmen durch die EU ist noch nicht viel zu sehen. Von mir aus dürfen die Griechen gerne weiter über die Stränge schlagen und die Sonne genießen - aber bitte nicht mit unserem Geld. Jaja, ich höre es förmlich: "Wir geben doch größtenteils nur Garantien, kaum Bargeld". Richtig! Aber eine Garantie - hier eine Bürgschaft - kann als Option auch gezogen werden. Und dann hat Deutschland das Problem einer Zahlungspflich im hohen zweistelligen Milliardenbereich.

Der ehemalige bayerische Ministerpräsident, Edmund "Flughafen" Stoiber, wurde oft in der Politik belächelt. Er hat früh erkannt, dass man faulende Stellen an der Pflanze abschneiden und großzügig ausschneiden muss, bevor man düngt. Auf Griechenland bezogen muss erst eine klare Richtung vorgegeben werden, zur Not auch ein Kapitalschnitt gewagt werden. Und DANN kann frisches Geld zum Wiederaufbau der Staatsfinanzen gegeben werden.

Die EU -allen voran die Nicht-Ökonomin Dr. Angela Merkel- verstößt gegen zwei Dinge.

Erstens: die EU sieht "Rettungsschirme" nicht vor, hier wird klar gegen EU-Recht verstoßen, wie auch bei Island und Irland.
Zweitens: den in Bankenkreisen obersten Leitsatz bei der Kreditvergabe: "never catch a falling knive!" Eine seriöse Bank würde dem schlechten Geld nicht auch noch gutes Geld hinterher werfen.

Ich habe nur eine von gut 82 Millionen Meinungen in Deutschland, bin aber nach wie vor der Meinung, dass ein Ende mit Schrecken besser ist, als ein Schrecken ohne Ende. 

Aber, um meiner Überschrift gerecht zu werden: wollen wir denn die Bundeswehr nicht zu Übungszwecken für humanitäre Hilfen nach Griechenland senden? Wäre doch auch schon mal was...

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