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Wieder da!

So, nach nunmehr zwei Wochen bin ich eigentlich recht gut dabei. Das Leben geht weiter.

In der Zeit ist ja nun einiges passiert. Ägypten, Libyen, ganz Afrika ist in Aufruhr, unsere Lieblingsspritsorte "Super" bzw. "Super Plus" kostet nunmehr 1,63 Euro an der Tankstelle, open End. Wie sang Markus in den 80ern? "Und kost´ der Sprit auch drei Mark zehn....." Ha, da können wir doch über. Und das Kartellamt schweigt dazu, schließlich verdient der Staat recht gediegen an den Steuern. Je höher der Benzinpreis, desto mehr gibt es für die Staatskassen.

Wir haben  nun von OMV und ARAL endgültig an die freien Tankstellen gewechselt. Das macht an manchen Tagen bis zu 8 Cent(!) aus. Je Liter, nicht je Tankfüllung. Da lohnen sich auch die zwei Kilometer Umweg.

Fahren müssen wir leider, da kommen wir nicht drumherum, zumal der ÖPNV bei uns im Eck recht umständlich ist. Schade. Aber, zumindest den Schaden können wir begrenzen.

Ein weiteres Thema ist das "zu Guttenberg´sche" Phänomen. Da wird also einem jungen Politiker ziemlich sicher nachgewiesen, dass er bei der Dissertation etwas nachlässig war, um es mal so auszudrücken. Und das Volk fordert nun nicht Brot und Spiele, nein, das Ansehen der Person steigt sogar noch an in der Bevölkerung. Mir, der ich sonst eigentlich ziemlich stabile Meinungen zu solchen Themen habe, ging es ähnlich. Einerseits ist da ein promovierter Wissenschaftler, der scheinbar abgekupfert hat. Das ist böse. Dann aber auf der anderen Seite erscheint der Politiker, der erstmals sympathisch ist und vielleicht das Zeug dazu hätte, die Dinge in Deutschland beim Namen zu nennen, die gerne umschrieben oder verschwiegen werden. Ich sage nur "Krieg in Afghanistan". Leider handelt es sich bei diesen zwei Charakterzügen nicht auch um zwei Personen.

Meine Prognose: wie so oft wird Gras über die Sache wachsen, in ein paar Jahren kommt der Freiherr zurück auf die politische Bühne, leistet Abbitte (hoffentlich schon vorher und diesmal ohne Druck von außen) und kämpft sich bis in das Kanzleramt. In Deutschland ist einiges möglich, warum nicht auch das?

Dann ist in meiner Heimatstadt auch immer etwas geboten. Der Handballverein wird so gut wie sicher in der dritten Liga verschwinden, dafür ist der neue Heimatbau (knapp 15 Mio. Baukosten) so gut wie fertig. Der ausführende Bauunternehmer hatte ursprünglich zugesichert, das Gebäude zum 31.12.2010 zu übergeben. Nutzungsfertig, dicht, warm und weich. Sollte dies nicht der Fall sein, wurde vertraglich festgelegt, dass eine Konventionalstrafe zu bezahlen sei. Gemunkelt wird, dass es sich um 800.000 Euro handelt. Viel Geld, auch, wenn sicherlich ein guter Teil davon einberechnet wurde. Anstatt aber sich zu schämen, dass das Versprechen gebrochen wurde, der Abschluss der Bauarbeiten keinen Termin bekommt und die Halle nicht nutzbar ist, weigert man sich nun von bauausführender Seite, die Strafe zu bezahlen. Grund: Wintereinbruch. Haha.... Wenn es nicht so traurig wäre, dann könnte man dem Geschäftsführer mal einen Kalender zukommen lassen, in dem die Jahreszeiten eingezeichnet sind. Zumindest für den Großteil der Coburger kam der Winter nicht überraschend und Termingerecht zum Jahresende. Bauleute werden offenbar davon überrumpelt. Der Ausgang: es geht vor Gericht. Und irgendwie habe ich das Gefühl, dass das nicht die einzige Auseinandersetzung vor dem Kadi bleiben wird.

Ein anderes Dauerthema ist das Flugplatzelend. In Coburg haben wir einen kleinen aber feinen Verkehrsflugplatz, auf dem mit Ausnahmegenehmigung für gewerbliche Flüge der Instrumentenflug erlaubt war. War deshalb, weil die Ausnahmegenehmigung scheinbar seit Jahren verlängert wurde und es sich nichts getan hat. Vertane Chance? Wer weiß. Nun wurde dem Flugplatz die Ausnahme zum 31.12.2010 entzogen, was bedeutet, dass bei schlechtem Wetter eventuell der Flugplatz nicht angeflogen werden darf. Genau blickt da keiner durch, denn es wird wohl auch zwischen Privat- und Gewerbefliegerei unterschieden.

Das Kind liegt nun im Brunnen, die Stadt Coburg als Betreiber des Flugplatzes muss nun reagieren. Zumal die ortsansässigen Industriebetriebe eine Reaktion einfordern. Und wie es in Coburg mittlerweile "schöne Sitte" ist, werden nicht die eigenen Leute auf das Thema angesetzt, sondern es wird mal wieder ein externer Gutachter eingesetzt. Macht ja nix, dass Coburg in 2011 ein Defizit von gut 41 Millionen hat. Wer nun den Flugplatz bauen soll, wo und wann, wie hoch die Kosten werden, weiß niemand. Befürchtet werden muss aber, dass für einige wenige Nutzer die öffentliche Hand herhalten muss. Weitere gute Berichte zum Thema gibt es hier: Coburg-Life.de, Coburger Tageblatt, Neue Presse Coburg

Kommentare

  1. Schön, wieder von Dir zu lesen.

    Ich glaube nicht, dass das mit dem KaThe Jahre dauern wird. Ich tippe da eher auf Monate. ;-)

    LG

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  2. Ein Revival dieser Tage! Herr DSL und Vesteblick sind wieder da - WELCOME BACK!!!!

    super!

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