Direkt zum Hauptbereich

Schlemmen in Bad Rodach - Das Hellerter Wirtshaus in Heldritt

Ingrid und Sylvain Siegfried kennen wir schon fast zwei Jahrzehnte. Ehedem im "Storchennest" in Bad Rodach zugange, nun im Stadtteil Heldritt am Werk. Unter dem Namen "Hellerter Wirtshaus". Auch dieses Lokal ist uns bekannt, hier war früher das "Braune Ross" ansässig, besser bekannt unter "Fetzer".

Was Anderes als die blanke Genusssucht sollte uns hierher getrieben haben? Richtig, zusätzlich der Hunger!

Vorsichtshalber haben wir am Vorabend bereits reserviert, war doch bei unserem letzten Besuch mit Pfannenschwenker und PeterThai der letzte Platz der unsrige. Auch dieses Mal hatten wir gut an einer Reservierung getan.

Der erste Blick galt dem Fünf-Euro-Schnitzel, welches früher Montags und Freitags zusammen mit einer Kartoffelbeilage serviert wurde. Gibt es ncht, kostet jetzt leichten Aufschlag, eben fünf Euro achtzig. Überhaupt ist die ganze Karte neu, mein damals so geliebter Salat Ingrid ist auch wieder auf der Karte. Den gibt es aber erst später einmal.

Heute hatten wir:

Die Schlemmerpfanne zu 13,80 €

Das fränkische Schnitzel zu 9,00 €

und einen kleinen Salat als Beilage zum Schnitzel für 2,50 €

Famile Thai hatte ebenfalls ein Schnitzel und ein Pfännchen, dazu fallen mir aber weder die Namen noch die Preise ein. Auch hier gab es wieder ein Extra: Beilagensalat für 2,50 € zum Schnitzel.

Ein Spezi 0,4 Liter für 2,40 € und ein Hefeweizen Alkoholfrei 0,5 Liter (Weismainer, brrrr...), ebenfalls 2,40 € liegen in der Norm. Gut gekühlt, schnell am Tisch. Kurz darauf folgte auch schon der Beilagensalat. Bei den Pfännchen war dieser im Preis inkludiert, bei den Schnitzeln wird er extra berechnet. Aber dies wird bei der Bestellung nicht angekündigt, lediglich die Frage "Mit Salat?" wird gestellt. Hier ist dringend bessere Aufklärung am Gast nötig.

Überhaupt die Preise. War man es im Storchennest gewohnt einen Kurortzuschlag zu berappen, so ist Heldritt sicher nicht gerade für höhere Preise prädestiniert. Merke: der unter-dem-Jahr-Gast (also der, der außerhalb der Waldbühnen-Saison kommt) hat ein Gedächtnis. Und der Franke liest die Speisekarte IMMER von rechts nach links. Ein Schnitzel mit Salat kommt - wie in meinem Fall auf 11,50 €, aufwändigere Schnitzel locker auf über 12 Euro. Der vierköpfigen Familie wird so wohl ein Besuch in Hellert" nicht oft unterkommen. Soll aber nicht mein Problem sein, wir kommen halt künftig wieder Montag oder Freitag.

Runde Eins, die Salate. Knackig, frisch, lecker. Das Topping könnte etwas Würze (oder einfach nur Salz) vertragen, hierhin verirren sich eher die rustikalen Esser als die Kurgäste.

Als nächstes kam mein Schnitzel. Fränkisch. Was wohl heißt: deftig. Jawohl, war es. Eine leckere Senf-Meerrettich-Schicht unter der Panade, das Fleisch zart und weich. Und das, obwohl man kein Geklopfe aus der Küche vernommen hat. Prima, so muss ein Schnitzel sein, pfannengebraten und weich. Dazu gab es eine leckere Soße, hervorragend aber leider zu wenig. Die Bratkartoffeln hatten einen guten buttrigen Geschmack, Menschen mit Neigung zu Sodbrennen sollten aber davon Abstand nehmen. Für mich war das Essen jedoch sehr gut.

FrauDSL hatte - mal wieder - ein gemischtes Erlebnis. Das Fleisch gut und weich, die Spätzle (eher Knöpfle) gut im Geschmack. Aaaaaber: zu wenig Soße, zu kräftiger Käse. Wer einen recht kräftigen Käse mag, der sollte das Schlemmer-Pfännchen bestellen. Zartere Gemüter lieber etwas ohne Käse. Ich habe probiert, ich fand es OK. Aber, jedem Menschen sei sein Geschmack belassen. Naja, bei der Soßenmenge muss ich ihr Recht geben, diese war fast nicht vorhanden. Schade, denn die Soßen schmecken ausnehmend gut.

PeterThai und Frau Gemahlin waren zumindest zufrieden, das genaue Urteil wird wohl auf deren Blog zu lesen sein.

Fazit: das Essen gut und reichlich, preislich leicht über dem Niveau der Umgebung. Der Euro mehr sei für die gute Qualität verziehen, Wir kommen wieder, dann aber, wenn es Sommer ist.

Kommentare

  1. Danke für die Unterstützung. Vielleicht können wir mal gemeinsam etwas anschauen.

    Gruß Oliver

    AntwortenLöschen
  2. Kein Problem, ist ja auch eine Art Dienstleistung. Ja, gerne können wir auch etwas zusammen unternehmen.

    AntwortenLöschen

Kommentar veröffentlichen

Beliebte Posts aus diesem Blog

Ragout Fin - der Convenience-Test

Mitte der 70er Jahre im 20. Jahrhundert war es ein Edel-Essen auf jeder besseren Party; Ragout Fin . Ich kann mich noch daran erinnern, wie meine Mutter diese -damals noch recht teuren- Blätterteigförmchen gekauft hat. Und drei Tage vorher wurde uns das Maul schon wässrig gemacht. Zumindest haben mich diese Teilchen auf Anhieb überzeugt. Eigentlich mehr der Inhalt, den ich auch Heute noch gerne esse. Zeit, einen Test zu veranstalten, nachdem in der letzten Zeit immer mehr dieser Convenience-Produkte auf den Markt kommen. Im Test befinden sich Aufwärm-Produkte von verschiedenen Discountern, teils auch Aktionsware wie das Produkt der Marke Sodergarden, hergestellt von Tulip . Zwar sind diese nicht immer zu bekommen, einen Geschmackstest kann man ja trotzdem machen. Natürlich völlig uneigennützig... Erwärmt werden die Produkte jeweils auf 60° Celsius, um eine Basis für die Vergleiche zu haben. Gemessen werden die Temperaturen mit einem Digitalthermometer, um eine Überhitzung und somit ...

Ich spüre eine wohlige Wärme...

Irgendwie ist es mir seit heute um die Mittagszeit so wohlig warm. Kuschelig warm wurde mir, was ich nicht erklären konnte. Dann komme ich nach der Arbeit nach Hause und schalte die Nachrichten ein. Und siehe da, die Wärmequelle war gefunden: Die Griechen haben uns fein über den Tisch gezogen, die Wärme war also die Reibung auf dem Tisch. Und siehe da, es war, wie es das deutsche Volk befürchtet vorhergesehen hat. Lustig am Rande: Griechenland will einen Fond einrichten, in dem ca. 50 Milliarden aus Privatisierungen hineinfließen. MO Ment Mal! War da nicht schon beim letzten Geldgeschenk schon vereinbart worden, dass das Geld hereinkommen muss? Da wage ich mal keck die Prognose, dass das nun zu überweisende Sümmchen keine drei Jahre den Betrieb aufrecht hält - was ja avisiert ist - sondern es in spätestens zwei Jahren wieder heißt: " Γεια σας , είμαι ελληνικά . Θα ήθελα ευρώ . Πολύ ευρώ ."

Gelegenheit macht Liebe

Öfter als man denkt, unverhoffter als man glaubt. ´n paar Beispiele? Bitte! Kürzlich, als die Vanillelady da war, haben wir ein wenig nach Pferden gesucht. Online, nicht im Garten. OK, in der Regel würde sich die Suche bei Tieren bei mir ja auf Teile davon beschränken. Eben die Teile, die man braten, schmoren, grillen kann. Oder räuchern. Nenene, nicht an diesem Abend. Da haben wir nach Pferd geschaut. Das kommt nicht ins Haus (kein Platz ;-) und schon gar nicht in die Pfanne. OK, die Vanillelady wäre dann Veterinärin und macht Fleischbeschau, da würde ich wohl ein Fert bekommen, dass auch essbar ist. Hab ich schon mal von dem verkrebsten und mit Medikamenten vollgestopften Fert erzählt, welches zum Metzger ging? Nicht? Na, dann lass´ ich das auch jetzt, sonst kommt noch jemanden sein Mittagessen hoch. Im Zweifelsfall mir.Moment - hatte ja gar keines. Die Vanillelady hat sich also irgendwie scheinbar verliebt. In ein Fert, natürlich. In was denn sonst. Ein Mann würde nur unter An...