
Kann man nicht anders beschreiben. Gemeint ist ein Weißlacker, also ein Käse von der Sennerei Lehern.
Ich hatte vor sehr langer Zeit aufgrund eines Gespräches mit einem Bekannten aus dem Allgäu diesen Käse gekauft. Erwartet hatte ich recht viel, kurz: ich war sehr enttäuscht. Die ganze Diskussion dazu kann hier verfolgt werden.
Dieser Tage kam dann überraschend eine E-Mail, dass ich mich bei Pfannenschwenker in Ebensfeld einfinden solle, weil eben dieser Weißlacker mir mitgeschickt wurde. Einerseits, die Freude war riesengroß, andererseits - was ist, wenn die Probe von damals so schmeckt wie der jetzt mitgebrachte Käse?
Dick und sicher eingepackt (Plastiktüte, verschließbare Dose, Innenbeutel, silikonisiertes Papier, Frischhaltefolie) wurde er unbesehen mit nach Hause genommen. Die erste Amtshandlung: auspacken. Und dass mit einer Vorfreude wie früher kurz vor Weihnachten. So viele Umverpackungen......
Die Erleichterung schon dann, als ich nur noch die Frischhaltefolie entfernen musste. Der Käse war viel fester als mein Einkauf, Poren waren zu erkennen und der Geruch - ganz anders als damals. Und der Geschmackstest bewies mir dann endgültig, dass dieser Weißlacker sich von dem ersten Stück so unterscheidet wie ein Gummiboot zu einem U-Boot im Verhältnis steht. Zur Brotzeit ein überraschender Geschmack, in etwa so wie ein sehr weicher Parmesan jüngeren Alters. Zum Rettich, Weißbier und zur Brezn. Vorm Fernseher oder als "Kick" bei der Brotzeitplatte. Eigentlich mit keinem anderen Käse vergleichbar.
Was mir dann auch wieder einmal gezeigt hat, dass man regionale Spezialitäten nur in der Ursprungsregion kaufen sollte.....
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