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Dumm und Dümmer

Der Staat (sprich das Volk, denn, der Staat, das sind wir!), hat sich also dazu durchgerungen, die kränkelnde Automobilindustrie versteckt zu unterstützen. Unter dem Deckmäntelchen der Abwrackprämie (eigentlich Umweltprämie) sollte ja die Umwelt künftig besser vor nicht ganz so sauberen Autos geschützt werden. Dass dabei aber Unmengen an Energie und Resourcen für die Neuproduktion von Fahrzeugen verbraucht wird, hat niemand einberechnet. Wären die Autos vielleicht noch zwei bis drei Jahre länger in Betrieb geblieben und wäre deshalb kein Ersatz nötig gewesen..... Ach, ich bin ja kein Fachmann. Die dort oben haben das sicher gut durchdacht. Oder so.

So, jetzt wird also der Automobilindustrie auf die Sprünge geholfen. 2.500 Euro je Altfahrzeug soll es unter bestimmten Umständen geben beim Kauf eines Neufahrzeuges - oder eines Jahreswagens. Das freut wohl dann auch die Hersteller, die momentan hohe Haldenbestände haben. Und den reichen Unternehmer, der irgendwo noch ein altes Auto vom Hausangestellten herumstehen hat. Wird nun gegen einen Dacia oder Skoda getauscht. Da hat dann der deutsche Hersteller wieder nichts davon, der Angestellte vielleicht etwas mehr Sicherheit, der Wert ist aber abgeschöpft. Kollateralschaden.

Unsere Automobilhersteller sind ja auch schlaue Menschen. Angebot und Nachfrage regeln den Markt und somit den Preis. Komisch, ich dachte bisher, in den letzten Monaten hätte es KEINE Nachfrage gegeben. Billiger wurden die Wagen aber auch nicht. Nun ist wieder eine Nachfrage da. Der Abwrackprämie sei Dank. Und was machen die Hersteller? Nein, nicht über die gestiegene Nachfrage wird Umsatz und Gewinn gemacht. Die Preise werden erhöht! Und die Rabatte zusammengestrichen. Unter dem Strich bleibt also für den Käufer nicht die Summe von 2.500 Euro übrig, sondern die 2.500 Euro ./. die -nennen wir es "Gewinnmitnahme" - der Hersteller. Der kleine Kunde soll also wieder die Sanierung der Großen übernehmen. Und zwar diesmal indirekt, indem er zwar die 2.500 Euro Prämie von Staat einstreicht, dafür aber Einbußen beim Rabatt hinnehmen muss. Habe ich da nicht etwas von Rekord-Gewinnen in Milliardenhöhen in den letzten Jahren gehört? Gewinne sind doch die Summen, die nach dem begleichen aller Rechnungen übrig bleiben. Habe ich mich hier geirrt? Oder warum müssen nun die, die Milliarden "verdient" haben, staatlich gestützt werden?

Ich bin ein klein wenig verwirrt.

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