Direkt zum Hauptbereich

Bin ich es?

Oder sind die Anderen heute etwas komisch?

Nachdem heute außerplanmäßige Arztgänge angesagt waren, wollt ich mich für den Stress mit einem leckeren Abendbrot und ein paar Petit Fours zum Kaffee belohnen.

Der erste Weg zum Lidl in Ketschendorf. Der Einkauf klappt gut wie immer, ich begebe mich zur Kasse. Auf dem Weg dorthin - die Kasse ist noch nicht besetzt - grüße ich eine Angestellte des Hauses. Laut und deutlich, bin ja freundlich. Nix kommt zurück. Stelle mich an die Kasse, baue meine Einkäufe auf. Und warte.... Da ich etwas erkältet bin, muss ich husten. Worauf ich einen "ich-komme-ja-schon"-Blick ernte. War zwar nicht so gemeint, wenn es aber hilft... Die Kassiererin muss an mir vorbei, ich grüße nochmals - wieder erfolglos. "Acht vierundsechzig" - gelangweilter Blick inklusive. "Schöntachnoch". Wünsch´ ich Ihnen auch... Der ältere Herr hinter mir wird übrigens mit "Schönen guten Morgen" begrüßt.

Weiter in die Innenstadt, meinen Vater hatte ich ja vorhin nach dem Arztbesuch vor dem Café abgesetzt, jetzt ist bald wieder Abholzeit. Auf den Albertsplatz gestellt, will zum Parkscheinautomaten. Da kommt einer von der "SMS&park" auf mich zu. Will mir schon wieder erklären, wie das funktioniert. Ich versuche -höflich- zu unterbrechen und ihm zu erklären, dass ich das bereits genutzt habe, also auch Bescheid weiß. Interessiert ihn nicht. Kurzer Blick, den Inhalt meiner Sätze hat er wohl nicht erfasst. Und erklärt mir das Ganze noch einmal von vorne. Ich gehe nun einfach weiter, scheinbar kommt man ja auch frech durch das Leben. Er setzt mir nach und bietet an, mir von seinem Handy aus vorzuführen. Will ich nicht, gehe zum Automaten. Jetzt erklärt er mir, das hätte ich auch mit dem Handy und viel einfacher haben können. Weiß ich, will ich aber nicht. Zum Glück fährt ein neues Opfer auf den Parkplatz. Viel Spaß, armer Parkender.

Seit unserem Besuch in der Walderholung habe ich Lust auf Petit Fours. Und die gibt es in Coburg nur an zwei Stellen. Einmal in der Mohrenstraße, die fällt aber aus wegen schlechter Parkmöglichkeiten. Und die zweite Verkaufsstelle ist in der Ketschengasse, genau am Treffpunkt und gegenüber meines Parkplatzes. Vorfreude kommt auf. Ist fast wie Weihnachten.

Vor mir ist ein junges Paar dran, welches im Café sitzen möchte und fragt, ob es den Kuchen serviert bekommt. "Ja". Und ich werde gleich danach gefragt: "Und Sie?" "Guten Morgen, bitte die zwei bunten Petit Fours..." "Is Kirsch und Pfirsich!" "Ja, bitte, und die zwei etwas längeren da..." "Linzer Schnitten, sind keine Petit Fours". Mir doch wurscht, ich WILL die Zwei. Gestopft wird das gute Essen in eine Tüte der Größe "B". Wird sonst für zwei Brötchen genommen. Kein Teller darunter, kein bisschen Gefühl beim in die Tüte geben. Ich zahle € 7,40 (knapp 14 Mark!!) und gehe grummelnd zum Auto. Ach ja, einen Wiedersehensgruß habe ich nicht bekommen. Und das, obwohl ich der letzte Kunde im Laden war. Nett.

Ich denke, die Bilder sprechen für sich.

Kommentare

Beliebte Posts aus diesem Blog

Ragout Fin - der Convenience-Test

Mitte der 70er Jahre im 20. Jahrhundert war es ein Edel-Essen auf jeder besseren Party; Ragout Fin . Ich kann mich noch daran erinnern, wie meine Mutter diese -damals noch recht teuren- Blätterteigförmchen gekauft hat. Und drei Tage vorher wurde uns das Maul schon wässrig gemacht. Zumindest haben mich diese Teilchen auf Anhieb überzeugt. Eigentlich mehr der Inhalt, den ich auch Heute noch gerne esse. Zeit, einen Test zu veranstalten, nachdem in der letzten Zeit immer mehr dieser Convenience-Produkte auf den Markt kommen. Im Test befinden sich Aufwärm-Produkte von verschiedenen Discountern, teils auch Aktionsware wie das Produkt der Marke Sodergarden, hergestellt von Tulip . Zwar sind diese nicht immer zu bekommen, einen Geschmackstest kann man ja trotzdem machen. Natürlich völlig uneigennützig... Erwärmt werden die Produkte jeweils auf 60° Celsius, um eine Basis für die Vergleiche zu haben. Gemessen werden die Temperaturen mit einem Digitalthermometer, um eine Überhitzung und somit ...

Ich spüre eine wohlige Wärme...

Irgendwie ist es mir seit heute um die Mittagszeit so wohlig warm. Kuschelig warm wurde mir, was ich nicht erklären konnte. Dann komme ich nach der Arbeit nach Hause und schalte die Nachrichten ein. Und siehe da, die Wärmequelle war gefunden: Die Griechen haben uns fein über den Tisch gezogen, die Wärme war also die Reibung auf dem Tisch. Und siehe da, es war, wie es das deutsche Volk befürchtet vorhergesehen hat. Lustig am Rande: Griechenland will einen Fond einrichten, in dem ca. 50 Milliarden aus Privatisierungen hineinfließen. MO Ment Mal! War da nicht schon beim letzten Geldgeschenk schon vereinbart worden, dass das Geld hereinkommen muss? Da wage ich mal keck die Prognose, dass das nun zu überweisende Sümmchen keine drei Jahre den Betrieb aufrecht hält - was ja avisiert ist - sondern es in spätestens zwei Jahren wieder heißt: " Γεια σας , είμαι ελληνικά . Θα ήθελα ευρώ . Πολύ ευρώ ."

Gelegenheit macht Liebe

Öfter als man denkt, unverhoffter als man glaubt. ´n paar Beispiele? Bitte! Kürzlich, als die Vanillelady da war, haben wir ein wenig nach Pferden gesucht. Online, nicht im Garten. OK, in der Regel würde sich die Suche bei Tieren bei mir ja auf Teile davon beschränken. Eben die Teile, die man braten, schmoren, grillen kann. Oder räuchern. Nenene, nicht an diesem Abend. Da haben wir nach Pferd geschaut. Das kommt nicht ins Haus (kein Platz ;-) und schon gar nicht in die Pfanne. OK, die Vanillelady wäre dann Veterinärin und macht Fleischbeschau, da würde ich wohl ein Fert bekommen, dass auch essbar ist. Hab ich schon mal von dem verkrebsten und mit Medikamenten vollgestopften Fert erzählt, welches zum Metzger ging? Nicht? Na, dann lass´ ich das auch jetzt, sonst kommt noch jemanden sein Mittagessen hoch. Im Zweifelsfall mir.Moment - hatte ja gar keines. Die Vanillelady hat sich also irgendwie scheinbar verliebt. In ein Fert, natürlich. In was denn sonst. Ein Mann würde nur unter An...