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Wenn hie, dann hie...

Da gibt es nichts zu rütteln. Wer tot ist, ist tot. Und die meisten Menschen werden das auch bleiben. Und in den meisten Fällen gibt es einen Kadaver, den es zu entsorgen gilt. Bei meiner Oma, irgendwann bei meinen Eltern, bei mir und auch bei Menschen, die erst noch geboren werden. Der Tod ist individuell und persönlich, jeder Mensch bekommt seinen eigenen und auf sich zugeschnittenen. Kommt daher das Wort Schnitter? ;-) In meinem Alter, so um die 1970er-Jahre geboren, gibt es in den letzten Jahren immer und immer wieder mal das Thema: "Wohin mit den Resten". Manch Gesprächspartner ist es unangenehm, "darüber" zu sprechen. Blödsinn, denn am Ende des Lebens steht immer der Tod. Hat die Natur so eingerichtet, ist auch clever. Ohne Tod kein Platz, ohne Platz keine Fortpflanzung, ohne Fortpflanzun keine Evolution. Strenggläubige sind davon ausgenommen, denn die wurden nach dem Vorbild ihres Idoles (irgendeiner der vielen Götter in den ganzen Religionen auf dieser W...

8-3-2

832! achthundertzweiunddreißig(!) Zugriffe auf den Blog am Samstag. Wie das? Und warum? War mir da ein Stichwort entgangen, welches besonders viele Menschen auf den Blog gezogen hat? Ich konnte nichts feststellen. Vorher immer so zwischen 250 und 400 Zugriffe je Tag, danach auch wieder. Hmmm....

Obwohl es bayerisch is(s)t....

Na aber Hallo? Der Spruch kam von K im Café. Aus dem Kontext gerissen, es ging um Essen und Trinken, was sonst. K scheint die gleiche Vorliebe wie ich zu haben: lecker Essen. Und so kam eben mal wieder die Sprache darauf, was man so isst, was nicht. Sie ist aus Thüringen, da fällt mir eigentlich nur die Thüringer Bratwurst ein (meist recht gut) und das Rostbrätel (meist nicht so gut weil mit schlechtem Fleisch zubereitet). Also ging es um das Essen in Coburger Lokalen, sie kennt diese in Details, ich war wirklich tief beeindruckt. Bis der Spruch kam: "Da schmeckt es trotzdem, auch wenn es bayerisches Zeug gibt....!" Bitte? OK, als Franke kann man das "bayerische Zeug" gerade noch verzeihen, aber es bedarf einer Klärung. Wie sich heraus gestellt hat, ist sie den regionalen Dingen nicht abgeneigt, meinte eher die "fette Abteilung" wie Schweinshaxen, Grillbauch - und Weißwürste. Da hat sie noch keine guten gegessen. Das hat Diskussionsbedarf. Dabei heraus k...

Das Alles Kann

eigentlich nicht korrekt sein. Letzte Woche Mittwoch, im Erdgeschoss läutet das Telefon. Zu einer Zeit, bei der ich vermuten muss, dass da wieder ein paar Sachen zu klären sind. So sei es... Ein paar Minuten später knarrt die Treppe mit dem Knie meiner Mutter um die Wette, die Tür geht auf und der Sermon los. Da hat die Krankenkasse angerufen, wir sollen was unterschreiben, das Essen wird nun von der Kasse übernommen. Also das von meinem Vater. Aha. Hä? Ich dachte bisher, dass die enterale Ernährung, also die mit Ersatznahrung durch die Sonde, seit dem ersten Tag übernommen wird. Nein, meine Mutter besteht darauf, dass dies nicht so ist, ein neuer Vertrag wird uns zugesendet werden. Bin mal gespannt. Und auch etwas verwundert. Am Freitag kam dann ein Schreiben, natürlich nicht von der Krankenkasse - von einem Händler, der sowohl mit Ersatznahrung als auch mit Zubehör für die Heimunterbringung handelt. In dem Schreiben ist nun keine Rede mehr von "der Krankenkasse" sonde...

Flachköpper

Humor? Hab´ ich keinen. Ebenso keinen Sinn für feine Dinge im Leben. Sagt man mir nach, ist wohl so. Der Weg in den Keller ist ausgetreten, da gehe ich zum Lachen hin. Gestern habe ich versucht, den WoWi mit ein paar uralten und ganz einfachen Scherzchen aus der Reserve zu locken. Quasi als Appetizer für die Gespräche. Bin kläglich gescheitert, habe nur wundernde Blicke geerntet. Nicht be-wundernd. Was ich so von mir gegeben habe? Angefangen habe ich damit: "Weißt du, wie die Eltern von Fix & Foxi heißen?" Wusste er nicht, ebenso wie wohl auch 99,9 % der anderen Deutschen. Ich wollte ihm helfen, tippe das in mein Handy und sage ihm, er solle es laut vorlesen. Dort stand: "Die Eltern heißen Paxi & Fixi". Hat er nicht verstanden, dabei könnte man doch....? Etwas später wieder der Versuch, etwas Lockerheit in die Gespräche zu bringen. Muss ich vorher erwähnen, dass ich kläglich gescheitert bin? Wir hatten es von Urlauben, ich habe erwähnt, dass ich nu...

Leckerland

Wer gerne wissen möchte in welch kulinarischem Paradies ich lebe, der kann hier einmal die "Krönung" der Schöpfungen anklicken: KLICK Das sind natürlich nur die zusätzlich "gekrönten" Spezialitäten, wir haben in unserer Region unzählige Kleinerzeuger, Hofläden, Bäckereien, Brauerein, Metzgereien und und und. Nicht zu vergessen die Brennereien, welche teilweise Spitzenprodukte herstellen, hinter denen sich die bekannten Edelstmarken nur verstecken können. Wenn ich alleine daran denke, wie viele hervorragende Erzeuger wir in unserem Coburger Land haben, dann fühle ich so etwas wie stolz auf unsere Region. Kartoffeln, Pilze, Nudeln, Wildschwein, Bier, Säfte, Brände, Brote, Backwaren, sogar Limonaden aus Kleinproduktionen sind so vielfältig, an fast jeder Ecke und in jedem Dorf finde ich eine andere Spezialität. Hier möchte ich erst dann wegziehen, wenn ich meine Geschmacksnerven verloren habe.

Schlemmen in Bad Staffelstein - das "Grüner Baum"

Wir hatten es vor kurzem davon, meine Schwester und ich, dass es schon so lange her ist, dass wir uns so richtig den Bauch vollgeschlagen haben für wenig Geld. Naja, eigentlich nur sie, bei mir kommt das öfter vor. Jaja, ich weiß, die Backen werden wieder voller. Schadet aber nix, dafür geht ja ein wenig Wasser aus dem Körper. Und wie sollte es anders sein, das Gspräch kam auf den "Traditionsgasthof Grüner Baum" in Bad Staffelstein. Riesenspieß war früher mal beliebt, als wir noch Masse der Klasse vorgezogen haben. Heute war es einfach mal wieder an der Zeit, das Lokal zu besuchen. Grund: wir müssen mit WoWi von null anfangen und beginnen eben dort, wo es schmeckt aber ausbaufähig ist. Und satt müssen wir ihn auch bekommen. Was heute allerdings eh nicht schwierig geworden wäre, denn meine Schwester hat mir erzählt, dass er sich den Appetit mit einem Großteil aus der Gummibärchentüte verdorben hatte. Selber schuld. Als Ersatz für die Respa haben wir meine Mutter mitgenomme...

Schweinsaugen und Co.

Brisy hat in ihrem Blog ein kleines Foto gepostet, in dem ihr Schatzi ihr einen Teller gerichtet hat, der vor Liebe nur so sprüht. Ein lachendes Gesicht aus Ketchup und Senf, passend zum Snack "Würstchen". Und wie das so ist in den Kommentaren, man schweift ab. Und kommt auf Dinge zu sprechen, die eigentlich nur noch wenig mit dem Original zu tun haben. So kam die Sprache auf die "Schweinsaugen". Angeblich habe ich die immer bekommen, wenn ich gegrinst habe. Das kommt vor allem dann vor, wenn ich einen Blödsinn gemacht habe, über die Stränge geschlagen war oder einfach einen frechen Spruch gerissen habe. Also sehr selten natürlich. Bisher dachte ich immer, das wäre lieb gemeint gewesen, aber ist es wirklich lieb, wenn man einem Mann sagt, dass er aus Schweinsaugen grinst? Und was ist, wenn der Neue -theoretisch- so nicht mehr betitelt werden kann oder welche von Haus aus hat (was ich natürlich nicht weiß!)? Schlackert der dann ersatzweise mit dem Rüsselchen? Wir...

Der Groschn ist gefallen..

Hier mal offizielle News zum Karussell in der Bäckereienlandschaft: KLICK Bäckergeselle hat es ja schon in einem Kommentar geschrieben. Am besten finde ich natürlich - neben dem wirklich leckeren Zeug vom Dinkel - dass das Personal übernommen wird. Und vielleicht klappt es auch mal, dass eine von den Mädels für Verkauf und Tellerbestückung, eine für die Getränke und der Rest der netten Damen für den Service zuständig ist. Aber, step by step. Hauptsache, ich bekomme weiterhin Kaffee und Kuchen. Viel Glück an alle Beteiligten!

´ch hab´ Reh g´machd!

Also "ich habe Reh gemacht", im fränkisch-ruralen Bereich. Wo der Witz ist oder das Besondere? Ich esse keine Reh mehr, seit ich einmal nach einer Firmenfeier.... Anderes Thema. Und ich war ja auch gar nicht involviert. Der Hauptakteur sind also der neue Mann meiner Schwester. Haben wir für den schon einen "Decknamen"? Hmmm... da fallen mir schon welche ein, aber ich laufe auch Gefahr, dass dieser hier mitliest. Also: Contentance! Ha, nennen wir ihn WoWi. WoWi hat also eine Oma, bei der er aufgewachsen ist und auch mal zwischendurch in frauenfreier Zeit zu wohnen scheint. Genau weiß ich das nicht, denn unsere Gespräche beschränken sich auf flache Verläufe. Ich hätte es nie für möglich gehalten, aber mit ihm habe ich noch weniger Themen über die ich sprechen kann als mit der Marlies. Essen? Hat er keine Ahnung. Leben? Tut er. So, nun wende ich mich in der Regel dem Schwarz unter meinen Fingernägeln zu, welches unterhaltsamer ist Und doch entlockt LaSchwester ihm ...

Die Sache mit der Ostoprose

Von LaMama habe ich ab und zu an dieser Stelle schon berichtet. Die erste und einzige Frau, die es an der Prostata hatte. Zumindest nach ihrer Lesart. Momentan reden wir nur das Nötigste miteinander, was mich jedes Mal mit einem Grinsen an ihr vorbeischweben lässt. Zu gerne wüsste sie, warum ich seit ein paar Tagen einfach nur gut gelaunt bin. Na, lieber platzt sie, als über ihren Schatten zu springen. Zwar ist unsere Kommunikation intern auf ein Minimum herunter gefahren, die Ämter wollen trotzdem ab und zu mit meiner Mutter sprechen. Oder müssen. Und aus reinem Selbstschutz lasse ich sie da nicht alleine hin. Reine Vorsichtsmaßnahme. Oder Schadensbegrenzung. Oder Werteerhalt. OT: ich sehe gerade nebenbei die Rosenheimcops. Korbinian. Der Name hat was. Passt zu meinem Nachnamen auch ganz gut. So sitzen wir nundenn in einem Büro, die Aktenwand neben uns und die Büroblumen (laaaaaangsam wachsende, wir wollen doch keine Hektik im Büro....) im Blickfeld. Bla Bla Bla. Beide Seiten tr...

Schlemmen in Sonnefeld - Das "Gasthaus Heymann" in Bieberbach

Heute ohne viele Worte, es hat durch die Bank geschmeckt und ist sensationell günstig. Schnitzel "Wiener Art", Pommes, kleine Salatbeilage, 5 Euro "Weißer Käs´", gut 400 g, toll gewürzt, drei Brote, 3 (drei!) Euro Rindersteak "natur", gut 350 g, mit Brot, 7 (sieben!) Euro Noch einmal im Klartext: Schnitzel "Wiener Art" mit Pommes und kleiner Salatbeilage für 5 (fünf!) Euro, der "Weiße Käs´" mit drei Broten und mehr als sättigend für 3 (Drei!) Euro, das Rindersteak in großer Version mit Brotbeilage und Kräuterbutter ist für 7 (sieben!) Euro zu bekommen. Nicht dass jetzt jemand denkt, das Zeugs schmeckt nicht - ganz im Gegenteil. Satt und lecker zufrieden, für das Bier 0,5 Liter (1,70) und Spezi (0,5 Liter - 2,00 Euro) lohnt der Weg allemal von Coburg aus. Adresse: Hans-Peter Heymann Am Bieberbach 11 96232 Sonnefeld Tel: 09562 6340 Fax: 09562 6340 Email: info@gasthaus-heymann.de Website: www.gasthaus-heymann.de ...

Jung, blond, ledig - sucht.....

Da ist es, das Bild, welches ich kürzlich in den Zeitenlauf einfügen wollte. War denn zu dieser Zeit jeder blind? Wollte mir niemand sagen, wie sch... ich aussehe? Und das Schlimmste: die Frisur war damals vom Friseur. Muss so um 1988 - 1990 gewesen sein. Und da wunderst du dich als Jüngling, dass die Frauen nix von dir wollen... Im Übrigen: nächstes Jahr feiern mein Bart und ich 20jähriges. ;-)

Ersma ´n Schläfchen

Früh am Morgen ging es schon los, ein paar Sachen für die Betreuung waren zu regeln. Fingerübungen, Gesetzestexte findet der Suchende im Internet. Muss man nur wissen, wo man sucht. Um 10 Uhr Treffen bei Beppo, endlich mal wieder Spint. Oder Kesselfleisch, wie es in manch anderen Regionen Deutschlands heißt. In dieser Woche ist die Familie Ehrsam in Schafhof dran, in der nächsten wieder die Firma Carl in Gossenberg. Nur mal so zur Info, die wechseln sich Kalenderwöchentlich ab. Wer jetzt aber denkt, um 10 Uhr schon Spint? Ist das nicht zu früh? Nein, denn ohne Vorbestellung der Sitzplätze hätten wir wieder umdrehen können. Schon um neun Uhr und noch früher fallen die Horden über die Kessel her, besonders an Tagen wie diesem. Trocken, fast warm, ideales Wetter für Schlachtschüssel. Für mich gab es wieder eine Portion Bauchspint, mager. Klar, ist trotzdem kein Diätessen, aber sehr gut bekömmlich und für € 3,90 eine Portion, die auch für Zwei reicht, wenn man sich am reichlich vorha...

Die K und die Respa und ich mittendrin

Im Blog ist in der letzten Zeit öfter die Sprache von der Respa. Wird auch so bleiben. Und künftig wird es auch die K geben. ;-) Neu in meinem Leben seit Gestern. Vielleicht ist es wichtig, dazu einmal ein wenig Hintergrundwissen zu vermitteln, damit ich in den nächsten Wochen und Monaten nicht immer wieder in den Blogtexten darauf eingehen muss. Zuerst ein wenig Sachliches zur Respa. Die Respa und ich, wir kennen uns nun schon über 23 Jahre. Somit länger als ich Marlies kenne. In den 1980er Jahre gegen Ende war ich in einem Reitstall in GW aktiv, schöne Zeit, viele nette Menschen und vor allem Menschinnen. Es war eine unbeschwerte Zeit kurz nach der Ausbildung, der Führerschein hat die erste Freiheit gegeben, Geld war sowieso immer da zu dieser Zeit, Weil: Single, jung, genügsam. Als Lehrling, so habe ich das Gefühl, konnte man sich mehr leisten als heute. Die eine oder andere Schwärmerei ohne Folgen war auch dabei. Und irgendwann tauchte die Respa mit ihrem damaligen Ehemann im Sta...

Die späte Einsicht

Heute in der Dusche ist es mir endlich klar geworden. Ich hätte IHR nur zuhören müssen. Nein, nicht Marlies, sondern einer ihrer Verwandten. SIE hat vor ein paar Wochen genau das gesagt in einem Satz, was wohl die schonungslose und pure Wahrheit ist. "Was hat sie denn schon noch gehabt? Sie ist zur Arbeit, in den Stall und dann heim zu Dir! Sie ist noch jung und will was erleben...." Ein Satz, der wohl alles gesagt hat, was zu sagen war. Ich konnte ihr leider nur noch mich und meine Liebe bieten, alles Andere war mir damals nicht mehr möglich. Ohne Liebe funktioniert eine Beziehung nicht, ohne neue Einflüsse wie gemeinsame Abende beim Candle-Light-Diner, Urlaube, Ausflüge, Stammlokale, Tee in der Decke unter dem Sternenzelt. Nur weil ich zufrieden und glücklich war, heißt das noch lange nicht, dass auch der zweite Teil der Beziehung angekommen, zufrieden, glücklich und ausgefüllt war. Vielleicht finde ich in ein paar Jahren wieder einen Menschen, der mich nehmen kann wi...

Die Gerüchteküche brodelt.....

Wer viel unterwegs ist, der erfährt auch Vieles. Manches mag man hören, manches nicht. Manchmal ist es uninteressant, manchmal auch von großem Interesse. So geschehen in dieser Woche. Wer hier mitliest, der kennt die paar Cafés, in denen ich mich bevorzugt aufhalte. Also nicht die in den Urlaubsorten, sondern die, die hier in unserer Umgebung sind. Und solche Cafés sind Gerüchteherde und Brutküchen für Halbgares. Kennt man, ist so. In einem der von mir bevorzugten Cafés ist der Service in den letzten Wochen immer mieser geworden. Das Gebäck? Kaum noch zu akzeptieren. Der Kaffee? Mit viel Milch noch in Ordnung. Der Service? Welcher Service....? Gestern bekomme ich einen netten Besuch, der sich in der Bäckereienszene auskennt. Das lösen der Sprachmuskulatur hat dann immerhin sieben Bierchen lang gedauert (ich schwöre Stein und Bein, dass ich nur Wasser trank!), bis endlich die Feinheiten an das Tageslicht kamen. Hier ein Häppchen, da ein Bisschen, bis er es endlich rausgelassen hat. ...

Musik

Hat was, oder? Und die Stimme dieser Dame erinnert mich an jemanden. Hmmm. Küche, Kuchen backen... Wer das wohl war? ;-)

Halloween

Halloween, also eigentlich das All Hallows´ Eve-Fest der heidnisch-keltischen Kultur, greift in Deutschland um sich. Soll machen wer mag, ich mag nicht. Mit kirchlichen oder halbkirchlichen Bräuchen habe ich so meine Probleme, obwohl ich im letzten Jahr fast einen Weihnachtsbaum besorgt hätte. Habe ich dann nicht, denn M hätte den schmücken, abräumen und entsorgen müssen. So war es wohl das letzte zweisame Weihnachten in meinem Leben, welches sich wie ein normalter Tag angefühlt hat. Gut, ist so. Nicht gut, aber trotzdem so, ist das Geklingle an der Tür. Da fahren in unserer Straße Fahrzeuge mit Landnummern vor, die Kinder werden ausgeladen und die Eltern lauern im Auto auf die Kinder und deren Beutezüge. Von meinem Esszimmerfenster aus kann ich gut sehen, wie die Autos dort stehen und nach ein paar Häusern die Kinder einiges aus den Tüten räumen und im Auto lagern. Klar, in einen vollen Beutel gibt man weniger. Oder, wie in meinem Fall - eben nichts. Klar, kämen Kinder aus der Nachb...

Schlemmen in Zückshut - Der "Gasthof Rieneck"

Sonntag Abend, die Bude blinkt, die Buchhaltung ist erledigt, der Rekorder programmiert. Und nun? Einmal noch ein leckeres pfannengebratenes Schnitzel und Kartoffelsalat. Das Leben kann so einfach und so gut sein. In Coburg gibt es sowas leider nicht mehr, bzw. ist nur schlecht zu erreichen. Ich schnappe das Auto, klemme mich hinter das Lenkrad und fahre gen Süden. Mal wieder. Ab von der A73, in Richtung kleine Dörfer wie Schwabthal geht es über die Landstraße. Nichts spricht mich an, die CD mit den Phil Collins 12"-Liedern läuft, die Bose-Anlage gibt ihr Bestes und ich gröle mir. Hilft beim Atmen, hält klar. So ziehe ich in Richtung Giechburg, hier war ich mit meinem Vater an seinem letzten Tag in Freiheit. Er trank ein letztes Bier, konnte nicht einmal mehr dieses bestellen. Ich aß zur Tasse Kaffee einen Käsekuchen, meine Mutter bekam einen Kakao mit Pflaumenkuchen. Zwei Jahre ist das nun schon her, vielleicht bekomme ich da ein Essen. Auf dem Weg dorthin fahre ich an dem Café...