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Ich bin gruselig!

Ich bin gruselig. Hat sie gesagt, die Anna-Lena. Also, so vor einem halben Jahr hätte ich es mir zu Herzen genommen, wäre ich so begrüßt worden. "Du bist gruselig...!" Öhhmm? Naja, sie hat ja eigentlich Recht. Mit Schafwolldickembart und Schiebermütze, drunter einen Kurzhaarschnitt und außer Atem - weil im mindestens vierten Stock ohne Aufzug - stehe ich im Flur und werde so begrüßt. Ich überlege kurz, ob ich umdrehe und ihren Hasen im Garten einfach auffresse. Strafe muss sein, und wenn ich schon gruselig bin, dann auch richtig. Wie heißt es so schön: ist der Ruf erst ruiniert, lebts sich völlig ungeniert. Aber, ich bin ja Menschen-wie Hasenfreund, habe in meinem Leben erst einen Bissen der armen kleinen Hoppler probiert. Den, den meine Mutter so hervorragend á la Schweinebraten zubereitet (die Ex hat da sicher noch Erinnerungen daran ;-) Ne, Hase ist nichts für mich. Obwohl, die Zweibeinigen mit den kleinen Löffeln sind schon recht nett. Nur zu viel Fell dürfen die nich...

Ist mir wurst....

Ist mir wurst`? Na, ganz viel ist mir wurst. Aber nicht, dass "Ismiwurszt" hier als dauerhaftes Mitglied an Bord gekommen ist! Ich freue mich und wünsche Dir viel Spaß beim Lesen!                                       *Herzlich Willkommen*

Verhungern lassen wäre billiger!

Das war im Prinzip der nicht ausgesprochene Grundtenor bei der Prüfung durch den Medizinischen Dienst der Krankenkassen. Eigentlich ging es um die neue Einstufung meines Vaters, die durch das Seniorenheim beantragt wurde. In dieser Woche schon wurde er von der "Beschützenden Station" auf eine "normale" Seniorenstation verlegt. Der Grund hierfür dürfte einleuchtend sein: er kann nicht mehr weglaufen. Der MDdK prüft also die Umstände und die Unterbringung, natürlich auch, ob eine Hochstufung in die höchste der momentan erreichbaren Pflegestufen möglich ist. Diese Hochstufung würde endlich auch bedeuten, dass die Aufmerksamkeit nun seiner Pflegebedürftigkeit angepasst wird. Von einem der Pfleger mussten wir dann erfahren, dass die Außenprüfung auch kritisch nach der von uns veranlassten Nahrungs-, Schmerzmittel- und Medikamentengabe per Magensonde gefragt hat. Und die Pflegschaft musste Fragen beantworten, die sie eingentlich nicht geben konnten: Warum wir die Ernä...

Kindheitslieblingsessen

Als Kind waren wir kulinarisch so manche Grausamkeit gewohnt. Ich sage nur: Canneloni aus dem Blechnapf. Und wenn man dann endlich etwas älter wird, dann gibt es auch schon mal Eszet-Schnitten auf das Brot. Die gab es bei uns in Vollmilch und mit Haselnuss. Das waren auch schon die Jahreshighlights. Manchmal war auch genug getan, wenn die Mutter "Tomatenbrot" hergestellt hat. Tomaten in Scheiben, auf das Butterbrot, Salz drauf. Lecker, fertig. Später gab es die Variante mit Banane. Oder Nutella und Banane. Aber nur zu Festtagen. Oder Senfbrot, meist unter der Woche. Noch später habe ich dann einfach ein Butterbrot mit einer Tafel Milka Noisette belegt. Praktisch und ganz wenig Arbeit. Eine Brotvariante habe ich bis heute beibehalten, manch einer ekelt sich davor. Wer also kulinarisch ein klein wenig zart besaitet ist, der möge hier bitte weiterklicken . Alle Anderen bekommen nun schonungslos gezeigt, wie man mich hinter dem Ofen hervor bekommt. Das weiß bisher nur die F...

Löffels Liebesroman - Erstlingswerk, nur hier!

Da fragt mich doch in dieser Woche eine Bekannte, was man in so einem Blog schreibt, was man damit verdient, wer das liest. Lauter Fragen von einem Menschen, der Schaltkreise nur im Taschenrechner oder in der Mikrowelle besitzt. Natürlich kam auch die Frage, ob man das kaufen kann - und ob ich da auch Liebesromane schreibe. *hrömmm....* Also bitte, hier, der Kürzeste aller Zeiten: Franziska und Frank lernen sich kennen. Küssen sich. Landen im Bett. Wird schwanger am ersten Abend. Nach neun Monaten Hochzeit, am gleichen Tag Enbindung. Glück überall, Freude und rosane Welt. Ha, und da sagt noch einer, Trivialliteratur braucht Zeit und hat auch Anspruch. Von wegen....

Da würgts die Oma

Aber, kann ich das wissen? Mal wieder eine Geschichte aus der Mottenkiste, mal wieder geht es gaaanz außenrum los. Ich habe irgendwie das Bedürfnis, noch möglichst viel von mir zu erzählen, man weiß ja nie, wieviel Zeit man noch hat. Herbst? Allgemeine Blödheit? Wer weiß das schon... ;-) So, fangen wir los, wie der Franke manchmal sagt. In den Zeiten als meine Schwester und ich noch Betreuungsbedürftig waren, als so quasi bis vorhin um achtzehn Uhr, hat diese Aufgabe meine Oma manchmal meinen Eltern abgenommen. Die ersten drei Jahre bin ich bei meiner Oma in der Wohnung aufgewachsen, dann sind wir ausgezogen, in eine eigene Wohnung. Mein Vater war übrigens mit seiner Schwiegermutter immer "per Sie". Was heißt, sie hat ihn "Dieter" und "sie" genannt, er sie "Frau Müller". Und das in einer Wohnung in der man sich die Küche, das Bad und das Wohnzimmer geteilt hat. Fast zehn Jahre haben die Beiden da gewohnt, zur Untermiete bei meiner Oma. Die natü...

Schlemmen in Heldritt - Das "Mykonos"

Ein Besuch in einem Reitstall ging voraus, alte Bekannte wurden besucht. Dieser war ebenso wenig geplant wie die Einkehr im Restaurant "Mykonos" im Bad Rodacher Stadtteil Heldritt. Vielen dürfte dieses kleine Dorf bekannt sein für die fast berühmt zu nennenden Sommeroperetten und das Lustpiel im Frühsommer. Einfach mal anschauen, die Laienschauspieler müssen sich vor den Soap-Stars nicht verstecken. Das Mykonos betreten wir kurz nach 20 Uhr. Der Parkplatz war besetzt, wir haben weiter weg geparkt - und hätten umdrehen sollen. Die kleinen Stüfchen im Zugangsbereich sind wahre Stolperfallen, Ärgernisse für Rollstuhlfahrer, für Gehbehinderte unnötige Hindernisse. Wer die Tür öffnet, dem schlägt eine Melange aus Toilettenreiniger, Rauch (Rauch? Rauch!) und Speisedüften entgegen. So unwirtlich es riecht, so sehr wehrt sich irgendwas, das Lokal zu betreten. Das Herz sagt Ja, der Kopf sagt nein. HIER hätte man auf den Kopf hören sollen. Egal... Andere Geschichte ;-) Drei Tische ...

Exkursion im Pferdestall - Unverhofft kommt oft, Unerkannt klappt nicht!

Da tänzle ich so leichtfüßig wie ein Kükenflaum durch die Gänge des Marktes und werde blicktechnisch gestoppt. Die kennste doch? Gleich mal mit dem Wagen an ihren gefahren und beschwert, dass sie mitten im Gang steht. Macht sie natürlich nicht, aber die Gesichter sind immer recht nett anzuschauen, wenn man die Leute (Bekannte ausschließlich, bitte!) "anfährt". Von erschrocken über entsetzt bis hin zur Sekundenwut ist da alles zu finden. Ob das auch als Anmachtrick geeignet ist für fremde Frauen? Na, lieber nicht probieren, ich gebe da keine Garantie für. Wir kommen also so ins Plaudern, recht nett und die Zeit ist wie immer viel zu kurz. Was ich denn so Abends mache.Heute. Oder Morgen. Oha, das hat mich eine Frau schon lange nicht mehr gefragt. ;-)  Nuja, ich liege auf der Couch, sitze vor dem PC oder weine den erst geputzten Fenstern nach, die gepflegt vom Regen benetzt werden. Warum? Komm doch Abends mal in den Stall. Klingt nicht blöd der Vorschlag, ich bin ja flexibel w...

Fleckerl, nicht Wickerl

Kraut. Ich brauche Kraut. Heute Nacht war irgendwie unruhig und ich hatte Morgens nach dem Schreck Gelüste nach Kraut, Kohl, Rüben. Irgendwas in dieser Richtung. Gekauft habe ich Rosenkohl (gibt es Morgen zu einem Schnitzelchen als Rahm-Rosenkohl mit gebratenem Speck) und einen schönen Bamberger Weißkohl. Der Kohl hat gut zwei Kilogramm, doch ein wenig zu viel für mich. Also gibt es nur die Hälfte, die andere Hälfte ruht bis morgen Abend im Kühlschrank, daraus wird dann ein Krautsalat zu Gyros und Zaziki. Donnerstag ist Karten, kulinarisch ist diese Woche also ausgeplant. Geht doch, wenn man nur möchte. Zurück zum Kohl, der wurde wie folgt zubereitet: 1 kg Weißkraut (Kohlkopf), in Rauten (Fleckerl) geschnitten 400 g Kochschinken am Stück vom Metzger (war der lecker..... aber der Preis!) Salz Pfeffer Petersilie,Schnittlauch und Dill (oder andere Kräuter) etwas Öl zum andünsten drei Stück Büffel-Mozzarella (der Gute, nicht von der Kuh!) 1 Zwiebel in kleine Würfel geschnitten ...

Na? Auch schon gespart?

Gestern Abend durfte der deutsche Bürger mal wieder Realsatire erleben. Bühne frei, Vorhang weg, Auftritt Comedian A. Merkel. Thema: Wir retten Europa, egal was es kostet. Erst nach ein paar Minuten war mir aufgefallen, dass es keine Satireshow war, dass A. Merkel nicht von einem ambitionierten Komiker nachgeahmt wurde. Nein, die Bundesmerkel hat höstselbst zum Volk gesprochen. Zu uns. Und zu mir. Ich fühle mich gerührt. Und berührt. Zwar mal wieder nur im Geldbeutel, aber immerhin. Heutzutage ist man doch schon froh, wenn nicht der Würgegriff angesetzt wird und der komplette Pekunienbunker gerippt wird. Da waren mir die Punks früher schon lieber. "Haste ma´ ´ne Maak?" Das hatte Bestand, da konnte man sich darauf verlassen. Heutzutage wird vor der Wahl versprochen dass alles besser wird und die Steuern sinken. Das war ein Versprechen. Pardon: ein Versprecher! Natürlich kann die Regierung nichts für die Preiserhöhungen. Wir haben ja eine soziale Marktwirtschaft (NEIN, wir ha...

Der Schock am Morgen - gehts endlich zuende?

Der Wecker läutet wie immer, heute soll es Krautfleckerl geben, mit richtigem Metzgerschinken vom Block und mal mit Käse überbacken und selbstgemachten Nudeln. Lecker, ich liebe das. Soulfood im Herbst, genau richtig. Irgendwas ist heute anders. Die Augen sind auf, ich sehe aber nur ein paar Punkte. Panik! Heute ist niemand da, ich bin allein. Was ist jetzt kaputt? Schnelltest Hirnschlag, bis mir dämmert - ich würde es ja nicht merken, weil ja die Wahrnehmung meiner selbst auch verschoben wäre. Was nun? Links kommt langsam das Sehvermögen zurück, ich habe Kopfschmerzen, dass alles zu spät ist. Langsam zurücksinken auf das Lager. Und ich habe ein Handy mit Sprachwahl. Gute Einrichtung, diese Taste finde ich auch im Dunkeln. "Doc. Nürnberg!" Das Handy plaudert mit mir "Doc. Nürnberg" dann "Doc. Nürnberg anrufen". Es läutet. Ich erkläre der sehr netten MTA mein Anliegen, sie bleibt ruhiger als ich, ich bin am Boden. Der Doc ist gleich zu erreichen, ich er...

Digitaler Grabstein Blog?

Gerade eben habe ich ein mehrstündiges Handytelefonat mit einer Bekannten beendet. Sie lebt in einer Beziehung, ist aber darin mehr als unglücklich. Heute. Morgen werde ich wohl wieder einen Anruf bekommen, dass alles ganz anders ist. Was daran liegen wird, dass ER SIE wieder um den kleinen Finger gewickelt hat, an das Gute in ihr appelliert hat. Was weiß ich, das Spiel läuft ja schon länger so. Für mich kein Problem, ich höre es mir an, versuche sie aufzubauen und wenn dann das Gespräch auf die alltäglichen Dinge kommt, dann weiß ich, dass ich heute Nacht keine Angst haben muss, dass sie sich etwas antut. Mir ist aber heute bewusst geworden, dass ich keine Nachkommen habe. Also auch niemanden, der mal auf meinem Schoß sitzen wird, dem ich meine Storys von früher erzählen kann. Der mit mir einen "Werthers Echte" isst ;-) Und da sowas auch nicht alleine zu bewerkstelligen ist und auch nicht in kurzer Zeit, muss ich meine Geschichtchen dem Blog erzählen. Denn: das Internet ve...

Fischi, Fischi, Fischi....

Auf der Heimfahrt heute hat mich die A73 grob an den oberfränkischen Teichen vorbeigeführt. Zur Herbst- bzw. Kirchweihzeit ist großes Abfischen angesagt. Franken, besonders der Aischgrund, ist für seine Karpfen bekannt, fast berühmt. Ein Großteil der in Deutschland verkauften Fische kommt aus unserer Region. Die Viecher werden in Teichen in Ruhe gelassen, wachsen fein vor sich hin und danken es bei der Ernte mit einem Geschmack, der fast einzigartig ist. Ich muss mich outen: ich mag nur das ausgelöste Filet, am liebsten als Pfefferkarpfen. Karpfen blau oder gebacken ist nichts für mich. Da können die angeblich so leckeren Karpfenbäckchen noch so sehr locken. Wie auch immer, ein wenig Wehmut nach vergangener Zeit wurde in mir geweckt, als ich noch jährlich beim Abfischen mit dabei sein durfte. Der ehemalige Chef meines Vaters hat im Coburger Landkreis eine "die Ranch" genanntes Stückchen Idylle sein Eigen genannt. Ein paar Hektar Land mit Wald und einem kleinen Wasserlauf....

Shit happens - mal nicht mir

Ja, auch andere Menschen haben so ihre Probleme. Früh gab es noch ein kurzes Frühstück in einem Café, bevor ich mal wieder auf den Weg nach Nbg zu meinem Doc war. Dort angekommen ging es recht schnell, kaum sitze ich im Wartezimmer und lümmle in den bequemen Sesseln, als es auch schon heißt: "Herr Löffel, bitte in das Zimmer zwei!" Der Doc sitzt da, wir plaudern, untersuchen und ich verlasse die heiligen Hallen. So schnell war ich noch nie. Eigentlich war die Anfahrt - ohne Kaffeepause - sieben Mal so lang. Herausgekommen ist auch etwas, aber das behalte ich für mich. Ich habe nun den Luxus, wieder einmal zu viel Zeit für mich zu haben. Kochen? Habe gestern genug hergestellt für die nächsten Tage. Time is Honey, Honey mag ich nicht. Aber Blätterteighörnchen. Bei Baiersdorf gibt es zwei Bäcker, einer vorne an der A73, einer weiter hinten. Den habe ich durch Zufall gefunden, als ich eine Ausfahrt verpasst hatte bei einer Baustellensperrung. Ja, ich weiß: hör´ halt auf die N...

Glühweineis und Backbirnen

Heute habe ich noch die Zeit gefunden, ein Glühweineis anzusetzen. Geht einfach und die Rohmasse war schon mal nicht schlecht. Das Ergebnis probiere ich Morgen. Wenn es gelingt, werde ich ein paar Birnen im Dämpfer mit Gewürztraminer dämpfen, danach mit Nougat und Marzipan füllen. Blätterteig rum und ab in den Backofen. Dazu dann das Eis. Mal sehen, wie die Kombination ankommt. Nur - welche Sorte Birnen soll ich nehmen? Zu weich wäre nicht gut, zu hart ist auch nicht prima für ein Dessert.

O-M-G!

Meine Oma hat immer gesagt: "Die Dummen werden nicht alle!" Sollte heißen, dass es immer Elefanteneseleien gibt. Nicht nur bei mir, auch bei anderen Menschen. Heute war ich wieder mittendrin statt nur dabei. Schwester und Neumann waren bei uns zum Essen. Eigentlich bei meiner Mutter, da ich mit so manchen Sachen aus ihrer Küche meine Schwierigkeiten habe und diese deshalb meide. Seit Wochen schon. Nach dem Essen haben die beiden noch mich im ersten Stock besucht. Das muss man sich so vorstellen, alsdass da zwei Menschlein kommen, die seit ein paar Monaten eine Beziehung führen. Klar, da sprüht die Liebe nur so, da gibt es keine Sekunde, die die beiden nicht mit neuen Ideen verbringen, unterwegs sind und das Leben zu zweit genießen. Schnitt! Hier das wahre Leben. Die beiden sitzen bei mir auf der Couch, er zieht sich aus dem Automaten einen Darjeeling, sie einen Café Crema. Kein Problem, dafür gibt es diese Geräte auch, die paar Cent werde ich verschmerzen. Außerdem mag ...

Le Bagage et le Strudel de Pomme des Baum

Spieleabend. Was macht man nicht alles, um die Zeit kaputt zu bekommen. Also? Bagage einladen. Frau Schwester und denMann. Im Frigidaire lagern zwei Apfelstrudel und das selbstgemachte Nutellaeis. Gut, nennen wir es Nussnougat-Eis. Mit Knusper. Oder Crunchy. Und eben gab es lecker Langbrusto. Heißt so, das Zeug. Oder Lambrusco. Da war die Idee zum Glühweineis geboren. Demnächst. Hier ein Bild: Beim nächsten Mal gibt es die Füllung aus Boskop, dann ist es vielleicht nicht so sauer. Aber die Füllung mit Vanilleschote (echte), Butter, Zucker und Rumrosinen und Orangensaft war im Prinzip lecker. Der Neuschwager spielt lustigerweise seine migebrachten Spiele alleine an der Wii, so haben wir Zeit, uns auf unsere Gespräche zu konzentrieren.

A Blütn

"A Blütn"? Steht bei uns im Coburger Raum für einem Menschen, der gerne die Sachen vor sich herschiebt und hofft, dass sich das dann schon irgendwie erledigen wird. Der auf das Vergessen des Gegenüber lauert und daraus einen wirtschaftlichen Vorteil ziehen möchte. Mit so einer "Blütn" habe ich es im Moment zu tun. Kürzlich habe ich ja geschrieben, dass mir noch rechtmäßig ein vierstelliger Betrag aus meiner alten Geschäftstätigkeit zusteht. Gut drei Jahre habe ich nun gewartet, habe zwischendurch sogar versucht, diesem Menschen auf die Beine zu helfen, seinen Kleinbetrieb auszubauen. Ich musste leider feststellen, dass in manchen Situationen die Liebesgeschichten absoluten Vorrang vor dem Geschäftsleben hatten, Öffnungzeiten an der Tür stehen, die Kunden sich aber nicht darauf verlassen können. Der Abschuss war, dass die Ex und ich einmal ein ganzes Wochenende dort verbracht haben - als Hilfen für ein verkaufsoffenes Sommerfest, welches als Werbung gedacht war. ...

5-Achsen-Männerspielzeug

Maschine? Bewegt sich? Kabel dran? Macht was kaputt? Ob ich das sehen will? Na, so eine blöde Frage, ich in ein MANN!!!! Diese Woche war ich noch einmal bei einem Bekannten vor Ort, der ein paar 5-Achsen-Holzbearbeitungscenter im Betrieb stehen hat. Ich kannte von Nahem nur mein 1-Achsen-Allzweckbearbeitungsgerät - meine Stichsäge. Und damit bin ich für Umwelt und Umgebung Lebensgefahr genug. Wenn ich das, was mir erklärt wurde, richtig verstanden habe, dann kann ich hinten einen trockenen Baum in eine solcher Anlagen einfahren, lasse mich und meinen Körper scannen (geht wohl mit Zusatzgeräten, die sind aber leider nicht vor Ort verfügbar), dass Ding produziert viele Späne und eine kleine Skulptur von mir. Ein paar Stunden Arbeit als Vorleistung vorausgesetzt. Und einen Geldbeutel in dicker sechsstelliger Polsterung. Schade, ein bisschen viel Geld für ein paar Spieldurchgänge. Aber endlich mal ein richtiges Männerspielzeug. Dummerweise habe ich mir nicht gemerkt, welches Produkt ...

Die lebende Leiche

Gestern war wieder einmal Besuchstag bei meinem Vater. Ein paar Dinge waren zu klären, unter anderem auch, warum er trotz der Einstufung in die Pflegestufe 3 kaum Aufmerksamkeit bekommt. Wir wollen doch nicht, dass sich jemand neben ihn setzt und ihm die Hand hält oder aus einem Buch vorliest. Obwohl das schon schön wäre, wissen wir, dass das utopisch ist. Einer der Gründe für die nur nötigste Pflege ist, dass die Krankenkasse eben nicht mehr bezahlt. Ein schlichtes Rechenexempel, welches uns nicht mehr traurig oder wütend macht, wir haben resigniert, der Mensch ab 70 ist nur noch ein Posten. Für die Menschen in der Krankenkassenverwaltung, immer mehr auch für die Leute in der Pflege. Für uns aber bleibt er der Vater, der Mann, der Ernährer. Ein Mensch, der uns noch immer nahe steht. Kollision der Interessen, aber ohne Lobby für die schwächerei Partei in der Politik. So hart es klingt, es geht ihm im Krankenhaus körperlich besser als im Heim. Er wirkt wacher, bekommt mehr von der Umg...