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Tod

"Er hat den Tod gefunden!"

Sagt man. Aber hat er das? Oder hat der Tod ihn gefunden?
Was ist noch am Leben, seit Ewigkeiten, weil es den Tod nicht gesucht hat?

"Der Tod war eine Gnade für ihn."

Sagt man. Aber war er das? Hat ihm nicht eher das Leben übel mitgespielt?
Ist es nicht relativ, wie man das Leben der Anderen betrachtet? Abhängig von der Warte der Sicht? Wer kann entscheiden, wann was eine Gnade ist?

"Der Tod hat ihn ausgelöscht!"

Sagt man. Aber hat er das wirklich? Ist es nicht schon ein Widerspruch, dies sagen zu können? Muss man sich nicht erinnern, um dies behaupten zu können? Und löscht der Tod aus oder die Zeit und das Vergessen?

"Er hat ein großes Erbe hinterlassen!"

Sagt man. Aber ist dem so? Ist es nicht so, dass jedes Erbe mit der Zeit an Bedeutung verliert? Überkommen, erneuert wird? Wird aus großer Literatur und Musik mit der Zeit aus einer Zeitenströmung nicht einfach nur eine Randnotiz der Geschichte? Größe ist in der Zeit gesehen nur relativ und momentan.

Der Tod ist Vieles aber nichts ganz. Nicht rational. Nicht gnadenvoll oder grausam. Nicht aufzuhalten und nicht endgültig auslöschend. Nicht minimierend, nicht maximierend. Der Tod ist einfach nur der Tod. Nicht mehr, nicht weniger. Der Tod ist für Alles gleich. Nur die Sichtweise darauf kann variieren. Der Tod ist nur für die Lebenden wichtig.

Kommentare

  1. "Der Tod ist einfach nur der Tod. Nicht mehr, nicht weniger. Der Tod ist für Alles gleich. Nur die Sichtweise darauf kann variieren. Der Tod ist nur für die Lebenden wichtig."
    Ich frage mich, lieber Holger, woher Du das weißt... Ich hoffe doch, daß Du bisher noch nicht tot bist... Wir alle werden die Antworten noch früh genug erfahren, und wer weiß, vielleicht gibt es ja eine Riesenüberraschung am Ende...
    Liebe Grüße von Felina, die noch viel Zeit hat bis sie die Antworten haben will.

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  2. Naja. Der Tod beendet nur. Wie, das ist individell, führt vielleicht zu Tode, aber nicht der Tod selbst verursacht diese Umstände - er beendet einfach. Darum ist er auch gleich für Alle. Einfach das Ende. DAS ist die Bedeutung des Todes. Alles Andere drumherum sind die Umsstände des zu-Tode-kommens. Und die Sichtweise auf den Tod ist variabel. Während ich meinen Tod als Erlösung empfinden kann, ist es für einen Nahestehenden vielleicht schmerzhaft. Ein Ereignis; viele Wahrnehmungen. Abhängig nicht zuletzt auch vom Glauben.

    Nein, ich lebe. Zumindest denke ich, dass ich nicht in der Matrix stecke. Wer kann das aber mit endgültiger Gewissheit sagen? Und ja, manchmal fühle ich mich dem Tod näher hingezogen als dem Leben. Aber bisher bin ich noch.

    Die Antwort. Nur dann, wenn es etwas nach dem Tod gibt, werden wir das erfahren. Sollte der Tod endgültig sein, wird uns auch dies verwehrt bleiben. Hätte ich nichts dagegen, wenn schon tot, dann bitte endgültig. Bitte auch kein Paradies.

    Grüße zurück von dem, dem es egal ist wann. Nur bitte schmerzfrei und schnell.

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