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Gedanken zum AKW

Ein Gastbeitrag von Hans aus dem Allgäu:



RWE klagt gegen Abschaltung von Biblis
RWE hat heute, 01.04.2011, beim zuständigen VGH rechtliche Schritte gegen die Anordnungen der hessischen Aufsichtsbehörde vom 18. März zur einstweiligen Einstellung des Betriebs des Kraftwerks Biblis für die Dauer von drei Monaten eingeleitet. 
Die Begründung, angeblich seien sie den Aktionären gegenüber verpflichtet und müssten Sorgte dafür tragen, dass die Gewinne nicht ausblieben. Im Angesicht der Katastrophe in Japan ist diese Einstellung in meinen Augen höchst kriminell und mir fehlen dazu die Worte! Diese Manager müssten per Gesetz verpflichtet werden bei „Störfällen“ unmittelbar selbst vor Ort anwesend zu sein, bis die Situation bereinigt ist. Das könnte diese „Leute“ unter Umständen doch mal zum Nachdenken bewegen?
Sicherlich, vor Tsunamis und Erdbeben in dieser Größenordnung sind wir nach menschlichem Ermessen gefeit, aber eben nur nach menschlichem Ermessen und was das Wert ist sehen wir ja in Japan. Diese AKWs waren ja auch nach menschlichem Ermessen sicher! Zwar wird jetzt auch vermehrt über Terroranschläge und Flugzeugabstürze geredet, was ja auch ein denkbares Szenario wäre, aber was ist denn als zusätzliches Beispiel mit den Sonnenwinden? Es wird für möglich gehalten, dass besonders starke Sonnenwinde zu einem globalen Totalausfall von Stromversorgung und Computerfunktionen führen könnten. Am 13.03.1989 ist es z. B. in Quebec dadurch zu einen Transformatorenausfall gekommen und wie empfindlich AKWs auf fehlenden Strom reagieren können wir jetzt ganz deutlich sehen.
Aber die Aktienkurse und Gewinne DIESER Typen sind ja wichtiger wie Menschenleben, pfui Teufel!

Kommentare

  1. So ist das nun mal im Kapitalismus.

    Ich wohne in der Nähe von Biblis und hier gibt es einige Familien, die von diesem AKW leben. Die haben alle ein Häuschen gebaut und sind auf ihren Arbeitsplatz angewiesen.

    Und die Aktienkurse waren schon immer wichtiger, als der Mensch. Wenn Leute entlassen werden wegen den guten Renditen kräht auch kein Hahn danach.

    Mir ist ehrlich gesagt egal, ob Biblis abgeschalten wird oder nicht. Wenn in Frankreich ein AKW hochgeht, bin ich hier genauso betroffen.

    LG

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  2. Also, RWE nimmt hier aus meiner Sicht nur sein Zivilrecht wahr und versucht - natürlich und im wahrsten Sinne des Wortes - Kapital aus dem möglicherweise fehlerhaften Vorgehen der Bundesregierung bei dem sog. Moratorium zu schlagen.

    Aus rechtlicher Sicht vollkommen legitim und mehr kann man von incentiv-orientierten Managern auch nicht erwarten. Und schon gleich gar nicht, dass sie aus den Vorgängen in Japan irgendetwas gelernt haben.

    Schimpfen hilft hier aber, glaube ich, auch nicht weiter, weiter gegen AKW kämpfen sicherlich mehr.

    Dem Argument, wenn wir alle AKW abschalten, haben ja unsere Nachbarn immer noch welche, die uns schaden können, stimmt einerseits schon. Andererseits sind uns Biblis und Konsorten näher und daher hier vor Ort gefährlicher. Und ausserdem könnte man dann ja auch die Nachbarländer mit mehr Nachdruck auffordern, ihre AKW abzuschalten, wenn man selbst keine mehr betreibt.

    In Österreich, wo sie selbst keine AKW betreiben, planen sie genau das. Aus meiner Sicht ein richtiger und sinnvoller Schritt.

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