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Arme Ritter mit Pfirsich

Zutaten: - altbackene Weizenbrötchen - Mehl - Eier - Milch - Sahne - Zucker (Staub-/Puderzucker) - Vanille - Salz - Pfirsiche - Zimt-Zucker-Mischung - Öl zum anbraten Brötchen am Vortag in ca. zwei Zentimeter dicke Scheiben schneiden, an der Luft hart werden lassen. Sahne schlagen und im Kühlschrank parken. Eier und Milch verrühren, leicht schaumig schlagen. Puderzucker dazu, etwas Vanille, eine Prise Salz zugeben. Mehl einrühren, bis die gewünschte Konsistenz (nicht zu flüssig, soll ja haften) erreicht ist. Die geschlagene Sahne langsam unterheben, fertig ist die Masse. Die Brötchenscheiben durch die Masse ziehen, in einer beschichteten Pfanne mit etwas Öl bei niedriger Temperatur anbraten. Die angebratenen Teile bei 175° im Backofen knusprig werden lassen. Mit Frucht (bei mir Weinbergpfirsich aus der Letztjahresernte meiner Schwester) und Zimtzucker servieren. Schnell, einfach, lecker.

Curry-Zwiebelfleisch

 Dieses einfache Rezept ist aus der Zeit übrig geblieben, als Freitag zwar ein ganzer Arbeitstag, aber doch nur ein halber war. Versteht das jemand? Na, zumindest war ja Freitags immer nach der Arbeit einkaufen für das WE angesagt. Und dann wurde eben unterwegs schnell gegessen oder etwas mit wenig Aufwand hergestellt. Zwiebelfleisch ist sowas. Jedes Dorf, jeder Landstrich hat ein eigenes Rezept, bei uns hat sich diese Version durchgesetzt. Die Zutaten für die Version Europa> Deutschland> Bayern> Franken> Oberfranken> Coburg> Süden sind wie folgt: - 500 g Nackenfleisch vom Schwein (schnetzeln!) - 1 kg Küchenzwiebeln (achteln) - 200 g Küchensahne - 0,1 Liter Sherry oder Portwein - 0,1 Liter Wasser - Öl zum anbraten - Salz - Pfeffer - Curcuma (oder eine Currymischung) - Paprikapulver scharf - Worcestershire-Sauce - 1 Prise Zucker Wie immer eine Pfanne auf den Ofen setzen, stark erhitzen, ein Pflanzenöl zugeben und wenn es schön heiß ist, das Fleis...

Küchenzeit - Früher und Heute

Manchmal lässt es sich trotz der vielen Maschinen in der Küche und er zwischenzeitlich koordinierten Schritte zum backen und kochen nicht vermeiden, dass etwas leere Zeit entsteht. Zeit, zum sinnieren. Und in dieser Woche eben darüber, wie wohl die Uroma die Zeit in der Küche verbracht hat. Mein Ablauf ist ja so, dass ich an den Kühlschrank gehe, schaue, was an Zutaten da ist, spontan entscheide. Oder mich in ein Auto setze, zum nächsten Markt fast um die Ecke fahre und einkaufe, wonach mit der Sinn steht. Zuhause dann wird entweder der Backofen angestellt oder die Herdplatte genutzt, nicht ohne vorher den elektrischen Büchsenöffner, die Küchenmaschine, den Häcksler, den Zauberstab, die Kaffeemaschine, den Wasserkocher, die Induktionsplatten, elektrisches Licht und im Extremfall auch noch die Mikrowelle genutzt zu haben. So schrumpft der Zeitaufwand für ein Essen in der Regel auf unter einer Stunde. Die anteilige Zeit für den Einkauf der Rohwaren mit eingerechnet. Schauen wir doch ...

Vanille-Buttercremetorte mit Frucht auf Knusperboden

Vollkorn meide ich, wo es nur geht. Außer im Brot ist dies für mich keine Zutat, mit der ich gerne koche. Backen schon gleich gar nicht, ist das eher Pflicht als Kür für mich. Und dann bekomme ich 2 x 200 g Vollkornbutterkekse geschenkt. Pur essen mag ich die nicht. Vielleicht mit viel Nuss-Nougat-Creme? Oder - einen Kuchen basteln? Letzteres wird es werden, da schmecken die Kekse nicht so sehr durch. And now, ladies and gentlemen: I proudly present: The Zutatenliste! - 200 g Vollkornbutterkekse - 150 g sehr weiche gute(!) Butter - 250 g Butter - 100 g Puderzucker - 200 g Sahne - Vanillearome (ich habe das konzentrierte Mark eingesetzt) - 100 g Zartbitterschokolade - 150 g Kirschen (Sauerkirschen, über Nacht in Amaretto eingelegt) - 2 Bananen Die Kekse in einen Häcksler geben und der Form den Garaus machen. Nicht zu fein, siehe Bild. 200 g Butterkekskrümel In einer Schüssel mit gut 150 g sehr weicher und guter Butter (viel Fett, wenig Wasseranteil!) vermischen, m...

Käsesalat

Gegen die alltäglichen Sorgen hilft bei mir nur wenig. Entweder mit dem Quad fahren oder kochen, backen, Speisen basteln. Quad ist nicht mehr, so bleibt nur die Küche übrig. Und Käse vom gestrigen Mittagessen. Der will verarbeitet werden, was mir entgegen kommt. Ich mag diese pampigen und künstlich schmeckenden Käsesalatmischungen aus der Packung nicht. Die schmecken irgendwie künstlich, nicht mein Ding. Bleibt nur das selber machen. Und wie so oft im Leben: die Menge machts. 50 g herzustellen lohnt nicht und schmeckt auch nicht. Hier die Zutatenliste: - 400 g Gouda, mittelalt, gewürfelt - 400 g Emmentaler, gewürfelt  - 250 g Ananas aus der Dose, gewürfelt - 3 Eier gekocht, gewürfelt  - 200 g Schlagsahne flüssig - 50 g Rosinen - Salz - Pfeffer - 1 Tl. Currypulver - 1 Tl. Dillspitzen Käsesorten, Ananas, Eier, Rosinen, Gewürze, Sahne in eine Schüssel geben, umrühren, abstimmen, fertig. Hab´ nie behauptet, dass Gutes schwer herzustellen ist ;-)

Hurra, er lebt!

Dachte ich, als ich die Flasche entkorkt habe. Wie ein kleiner Champagner hat er geprickelt und die Kohlensäure ist showmäßig aus dem Hals ausgetreten. Wer kann ahnen, dass da ein Blender in der Flasche steckt?  Nun, dann berichte ich mal wieder über einen günstigen Schaumwein. Warum ich nicht über meinen RondoS Barrique vom Weingut Wirsching schreibe? Oder dessen "Alltagswein"-Bruder RondoS? Weil man diese Rezensionen an jeder Ecke lesen kann. Auch teure Schaumweine und Sekte und Champagner werden behandelt. Braucht also kein Mensch einen weiteren Test. Aber wer schreibt schon über die günstigeren Erzeugnisse? Kaum jemand, so bleibt es ein Vabanque-Spiel. Aus der Garganega-Traube, die 9 steht für 9 % Alkoholgehalt Seit geraumer Zeit habe ich den Frevel abgelegt, einen Rotwein aus dem Kühlschrank zu trinken. Auch im Sommer immer schön temperieren, die Aromen danken es. Hier aber muss der Schaumwein in den Kühlschrank, soll er doch als Erfrischungsgetränk dienen. So wa...

BvB*

*Brot vom Backanfänger Für Dienstag in ihrer Mittagspause hat sich die Mitesserin angesagt. Nachdem das gewünschte Mahl (Käsesorten, Schinken und Dekogedöns) mich eher langweilt, war es an der Zeit, einfach mal ruhig zu sitzen, die eine Gehirnwindung, die ich für Backwaren reserviert habe, zu aktivieren und in den zwei Rezepten zu kramen, die ich auswendig kann. Eines ist für Mürbteig, das andere für ein einfaches Brot, welches man auch nach einem Krieg noch herstellen kann. OK, da zählen dann andere Parameter, aber man muss ja ein Ziel im Auge haben. Verwendet habe ich: - 500 g Mehl (egal welches, bei mir 405, war am meisten davon da) - 350 g Wasser (handwarm) - ein Block Hefe - ein Esslöffel Zucker - ein Teelöffel Salz - zwei Esslöffel Öl - Geschmacksgeber nach Lust (geröstete Zwiebeln, Nüsse, Kerne - was auch immer) Das Mehl habe ich abgemessen und dem Knetknecht in den offenen Schlund geworfen. Den Rührhaken eingesteckt, das Salz, die Sonnenblumenkerne (gut eine Han...

Pollo annegato nel pomodoro ;-)

Der Metzger meines Vertrauens hatte heute zwei mich anlachende Hühnerbrüste in der Auslage. Angeblich Handaufzucht, an der Brust der Bäuerin genährt und dann zu Tode gestreichelt. Das Huhn hat praktisch die Brust von alleine gegeben. Wenn ich alles richtig verstanden habe. Mariniert und vakuumiert Schnell heim, eine Mischung aus Salz, frisch angeröstetem Pfeffer (zerstoßen), Basilikum, Majoran, einer Viertel Chili und etwas Zitronenabrieb hergestellt. Alles mit ein wenig gutem Olivenöl (mit wenig Säure) in einen Vakuumbeutel, verknetet und eben - vakuumiert. Ab in das Wasserbad, mindestens eine Stunde bei 60°. In meinem Fall sogar fast zwei Stunden, da die Mitesserin auf sich hat warten lassen. Einer der Vorteile dieser Zubereitungsart: die Zeit ist hinten raus fast egal. Im Wasserbad, Stufe 2, 60°, zwei Stunden Derweil wurde in etwas auf ca. 140° erhitztes Olivenöl etwas Meersalz und gut zwei Hand voll Zwiebeln gegeben, angedünstet und mit einem guten Schuss Noil...

Ich bin ein männlicher Mann!

Erkennt man daran, dass ich nicht zum Arzt gehe, dafür aber auch nicht klage. OK, die "Haupterkrankung" wird behandelt, das zieht sich schon ewig hin. Gut, der Mist hat mich die Beziehung (evtl.) gekostet, aber ein fränkischer Indianer kennt keinen Schmerz. Und zum Arzt muss man nur, wenn Körperteile von tragenden Skelettteilen entfernt wurden. Dazu zählen Finger, die an der Sehne hängen; Beine, die an Muskelsträngen baumeln. Blutverlust ist männlich, da braucht es keinen Arzt. Bis zur Grenze von 2 Litern. Oder dem einsetzen von Ohnmacht. Aber dann kann ich mich ja eh nicht mehr wehren. Nicht zu vom Arzt behandlungswürdigen Wehwehchen gehören in der Regel Stiche. Nicht die von Messern (hatte ich), von Dartpfeilen (hatte ich) oder Fahrradschutzblechen (hatte ich). Einschläge von Kanonenschlägen gehören auch nicht dazu. Ausnahme: das Auge muss wieder irgendwie Halt finden (hatte ich). Wespenstiche gehören auch nicht dazu (hatte ich). Oder Stiche von Stechfliegen (hatte ich). ...

Sonntagsmahl

Eichblattsalat aus dem Garten, Dilldressing Sauerbraten vom Rind und Klöße Rotweinparfait auf gefrorenem Kirschmusspiegel