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44 : 74

Manchmal im Leben, geht es Wege, die nicht so geplant sind. Dabei laufen einem dann Menschen über den Weg, die ebenfalls nicht zwingend zum Tagesablauf gehören. Viel ältere Menschen zum Beispiel, also solche, die nicht der eigenen Generation angehören. Da gibt es dann 88jährige, die geistig fit und rege sind. Oder eben auch 74jährige, bei denen du dich fragst, wann da was komplett aus der Bahn gelaufen ist. Eine solche Abzweigung mit den dazugehörigen Konsequenzen und Menschen darauf nahm ich am vergangenen Montag. Gerade dabei, auf der x-Box ein paar nette Mitbewohner der Stadt zu verhauen, zu marodieren und Autos zu "leihen", trank ich ein Tässchen Kaffee. Eigentlich einen Capuccino aus der Packung. Na und? Schmeckt halt. Als Bartträger bleibt da ab und zu ein Tröpfchen an der Oberlippe hängen. Auf dem kleinen Dienstweg und mit dem Handrücken wird das Malheur in der Regel entfernt. Nicht so an diesem Tag. Der Handrücken war dunkelrot. Kaffee? Schwarz. Capuccino? Braun...

Rosa Kuchen

Langsam komme ich dahinter, was man in einen Kuchen packen kann, ohne dass der misslingt oder zu trocken wird. Dieses Mal: Himbeere-Nuss. - 200 g Zucker - 1 El. Vanillezucker (oder 1 Päckchen) - 250 g Butter - 5 Eier schaumig schlagen. - 250 g Mehl - 2 Tl. Backpulver - 100 g gemahlene Haselnüsse - 75 g gefrorene Himbeeren (auftauen) zugeben, zur glatten Masse rühren. In eine gefettete Backform geben, bei 170° ca. 70 Minuten backen. Etwas erkalten lassen und dann mit einer Gussmasse nach Geschmack überziehen. Ich habe etwas Sahne in Puderzucker gerührt, um nicht noch eine weitere Richtung an Geschmack zuzugeben. Bilder gibt es leider keine, da der, kaum erkaltet - schon fast komplett gefuttert war. Also heute nur die Außenansicht.

Minionanlockkuchen

Minion? DIE hier. Mag ich irgendwie. Kleine, rohe aber ehrliche Drecksäcke. Hier lagen also Bananen rum, ich hatte Appetit auf Kuchen, morgen kommt Essbesuch zum Mittag und das eine Rezept wollte doch probiert werden. Ich lies diese kurz zählen, engagierte dafür einen bekannten Tallyman. Das Ergebnis: Drei. Nicht zwei, nicht vier - nein, es wurden drei. Sagen die Ritter. Und die wissen zu zählen! So trug es sich zu, dass die Bananen geöffnet und bis zur Muswerdung geherzt wurden. Aber hier die Details: - 100 g Zucker - 3 Bananen (fein zerquetscht, besonders gut wenn älter - auch süßer) - 1 Esslöffel Vanillezucker (oder 1 Päckchen) - 1/2 Tl. Speisesalz - 4 El. Speiseöl (bitte KEIN Olivenöl; ich sags ja nur....) - 2 Eier in eine Rührschüssel geben und schaumig rühren. - 1 Esslöffel Backpulver (oder ein Päckchen) - 300 g Mehl (405) - 4 El. Rosinen (hier: Rumrosinen) - optional: eine Schale frische Blaubeeren/Heidelbeeren (125 g) unterheben. In eine gefet...

Fruchtiges Gulasch

LaMama bekam heute folgenden Auftrag: "Gehe zum Brennpunktdiscouter und besorge Obst und Gemüse!" Ja, ich weiß, das ist mutig. Aber so kommt ein wenig Pfiff in den Kochalltag. Koche mit dem, was dir zur Verfügung steht. Und das waren dann: - 250 g frisches Schweinegulasch - 250 g frisches Rindergulasch - 1 Schalotte - Schnittbohnen - 1/4 Broccoli - 2 Karotten - 1 Baby-Ananas - Mango - Öl zum anbraten - Salz - Pfeffer - Curcuma - 1 Paprika rot - 1 Dose Kokosmilch - 1 kl. Dose Tomatenmark - etwas brauner Zucker - 1 El. Weinessig Das Öl in einem großen Topf (backofengeeignet) stark erhitzen (habe hier etwas Fritieröl verwendet), dann das Fleisch von allen Seiten scharf anbraten. Die grob geschnittene Schalotte (geachtelt) zugeben, mitbraten. Das Tomatenmark zufügen, kurz mit anrösten, mit ca. 1 Liter Wasser (oder halb Wasser, halb Wein, bei mir heute alkoholfrei) und dem Essig ablöschen. Den Bodensatz gut auflösen. Die Schnittbohnen (Princess-Bohne...

Wochenend-Versuchskuchen

Woche vier mit dem Grundrezept. Zeit, etwas mutiger zu werden. Mehlaustausch, andere Extras, mal sehen, ob der saftiger werden kann. Vorweg: Er kann. 250 g Butter (zimmerwarm) 200 g Zucker 5 Eier gut durchrühren. 250 g Gelbweizendunst 2 Tl. Backpulver 1 geh. Tl. Kakaopulver stark entölt 100 g frisch gemahlene Haselnüsse 50 ml Malzbier zugeben, eine glatte Masse herstellen.  Diese in eine gefettete Kastenform geben, 45 Minuten bei 175° backen.  Den noch heißen Kuchen in der Form belassen, mit einem Guss aus 150 g Puderzucker und gut einem Schnapsglas gutem Rotwein (bei mir ein Merlot) überziehen. Erkalten lassen. Mit einem Messer um den Kuchen fahren, diesen vom Rand lösen, fertig.   

Der deutsche Reflex

Nein, nicht DER..... Der Andere. Gerade wieder regt mich das unheimlich auf. Da läuft eine Sendung mit Publikum. Ein Fitzelchen Musik wird angespielt. Anstatt der Erstaufführung zu lauschen und die Feinheiten zu erfassen, zucken die krummen Gebeine, die Hände patschen zusammen - kollektive Idiotie setzt ein. Warum muss man immer und bei jedem Scheiß mitklatschen? Noch schlimmer: Unterhaken und schunkeln. Das Ekeligste, was im Bierzelt stattfinden kann. Schweißige Arme, Wärme, Dünste, Nähe. Horror. Nicht, dass die passende krasse Musik dazu gespielt schon schlimm genug wäre, nein, der Gruppenzwang greift um sich. Und weil wir schon mal dabei sind: Sonntag vormittag, Essen mit der Familie, wenn es dumm läuft ist das Essen noch nicht fertig und der Fernseher wird angestellt (ja, Teile der Familie können nicht ohne....). Irgend so eine Sendung mit "Kiwi" läuft. Musik beginnt zu spielen. Mensche, die sich für Künstler halten, bewegen zur Musik vom Band die Lippen. Auch hier:...

Geruchs-Overkill

Überfluss. An Düften. Heute ist mir das erstmals aufgefallen, als ich das neue Duschgel benutzt habe. Magnolie. Riecht so, wie früher in meiner Jugend der Duft der Waldbäder und Liegeflächen war. Blumig, leicht ölig, frisch, sonnig. Kurz darauf das Deo. Sensitiv, ohne Aluminiumpartikel, Spray ohne Aerosol. Riecht wie Orangen und Zitronen, ein wenig sahnig. Ein kurzer Duft des Rasierschaumes. Herb. Aber auch weich. Kräftig, Wirkung versprechend. Undefinierbar, ich kenne in der Natur nichts, was so riecht. Waschmittel roch früher mal ähnlich. Heute, das wird mir beim putzen der Brille mit dem frisch gewaschenen Mikrofasertuch bewusst, kommt aus dem Wäscheschrank ein Duft von Äpfeln. Im Winter war da eine leichte Zimtnote dabei. Saisonales Wascherlebnis. Nicht einmal vor dem Klopapier wird halt gemacht. Mein Herzensthema. Ich komme aus der Branche, leide mit jeder neuen Packung, die ich im Handel kaufen muss. Immer dünner, immer neue Innovationen, die als Fortschritt verkauft werd...

Entschuldigung

Eine Entschuldigung bedeutet im Wortsinn, sich zu entschulden. Manchmal aber, da ist es einfach nicht möglich, die Last einer Schuld abzuwerfen. Dann, wenn die Wunde zu tief geschlagen wurde. Wenn die Entschuldigung nicht aufrichtig geschieht. Auch - oder besonders - dann, wenn die Entschuldigung durch die Hintertür in den Raum geschoben wird. Oder eben dann, wenn das Verhalten nicht zu entschuldigen ist. Und oft zeigt sich, dass der Begriff Moral doch eher ein dehnbarer ist. Ich geh´ dann mal kochen. Und ein wenig grinsen.

Mittwochabendbrot

Ok, ganz offiziell: Mir ists zu warm. Und ich habe auch nicht geweint, dass es zu kalt wäre. ICH nicht. Ich mag es lieber kühl. Also: Tomatensalat. Tomaten vom BIObauern, Käse vom Schaf, Thunfisch von der Schleppangel. Essig vom Kumpel (irgendwo aus einem kleinen Kaff im Bayerischen Wald), Salz aus dem Meer, Pfeffer vom Herrn Tellicherry und Öl von Sinbad. Also Sesam. Aber geröstet. Läuft....

Darf ich vorstellen?

Meine diesjährigen im Lassaiz-faire-Stil wachsenden Kräuter.

Sverige möter Italien

Minutenessen auf Wunsch LaMamas. - 250 g Köttbullar aus der Gefriertruhe (1/2 Packung) - 1 kleine Zwiebel, fein geschnitten - 150 g geräucherter Speck, fein gewolft - 1 Dose stückige Tomaten - 1/2 Tl. Sardellenpaste - Pfeffer - eine Chilischote (frisch oder getrocknet) - 125 g Spaghetti Einen Topf mit gesalzenem Wasser aufsetzen, Wasser zum kochen bringen. Rein mit den Spaghetti. Einen weiteren kleinen Topf auf den Herd, den gewolften Speck anbraten, bei Bedarf etwas Öl zugeben. Die Schalotte beifügen, glasig ziehen lassen. Mit den stückigen Tomaten aufgießen. Die Chilischote fein zerreiben, zusammen mit der Sardellenpaste und dem Pfeffer zugeben. Köttbullar hinzufügen und ziehen lassen, evtl. mit etwas vom Nudelwasser korrigieren, falls die Sauce zu sehr eingekocht ist. Spaghetti abgießen, Soße zufügen - Guten Appetit. Kleiner Tipp: Die Sauce ist fast wie eine Arrabiata, kann also auch mit Oliven, mit Peperoni, mit Sahe, mit Burrata, mit Parmesan, mit Kräutern, ...

Was für den Balkon

Wetter passt, Hunger ist nicht da, nur Appetit. Auf zum Backofen! - 1 Rolle Blätterteig auslegen - ca. 150 g roher Schinken fein würfeln - ca. 150 g Parmesan reiben (Stiftreibe reicht vollkommen aus) - 1 Ei - 1 El. Süße Sahne/Schlagsahne/Obers Schinken, Parmesan, Ei und Sahne gut verrühren, ein klein wenig ziehen lassen. Wer mag kann Thymian zugeben, allerdings reicht ein gut gereifter Parmesan sehr gut aus. Ich habe keine weiteren Gewürze verwendet. Auf den Blätterteig aufbringen. Aufrollen. In Scheiben von ca. 3 - 4 cm Breite schneiden, auf Backpapier setzen. Backofen vorheizen auf 220°. Das Backblech für ca. 25 Minuten in den Ofen schieben. Herausholen und heiß, lauwarm oder kalt essen. Gut für Balkon, Picknick, Party. Bei mir dazu: Ein wenig Kräuterquark, ein paar Oliven, getrocknete Tomaten in Öl. Schnell gemacht, wenn Gäste vor der Tür stehen.

Wolkendeuterei

Sitz ich so auf dem Balkon vor mich hin. Denke ein paar Dinge, schaue Wolken an und assoziiere. Aber hier, da war ich ratlos. Da war vorher nix, hat sich auch nix entwickelt. Ein Hochwürden auf einem Motorrad? Keine Ahnung....

Irgendwas ist immer

Irgendwie ist es wohl ein ungeschriebenes Gesetz, dass es ab und zu auch mal aufs Maul gibt. Also metaphorisch, nicht physisch. Und dann auch nicht als Kommentar, sondern per Email. Was ich wiederum nicht verstehe, denn kommentieren geht im Blog anonym, per Email eher nicht so. Naja, eigentlich schon, aber dazu muss ja immer ein Account geschaltet werden. Die Frage ist: Haben die Hater einen schlechten Tag erwischt und teilen rundum in den Blogs aus, löschen danach die Adresse wieder? Oder legen die diese je Blog extra an? Eigentlich egal, denn Rückantworten verlaufen in der Regel so, dass diese als "unzustellbar" wieder zurück kommt. So auch heute. Meist melden sich Veganer, die mich als Aasfresser beschimpfen, meine Bilder als "Leichenausstellung" titulieren. Gut, da weiß ich, woher das rührt. In grauer Vorzeit habe ich mich mal in einem Forum angemeldet, um etwas in dieser Richtung zu lernen, auch zu verstehen. Und für Rezeptanregungen. Vegane Zubereitung u...

Wo das Graue wohnt....

Ich kenne viele "Alte", ein paar Junge und viele Menschen "zwischendrin", also in und um mein Alter herum. In der Regel sind das zugängliche Menschen, die der Kommunikation untereinander, miteinander und auch des diskutierens fähig sind. Offene Geister mit offenen Gedanken. So soll das sein, der "Alte" gibt die Erfahrung weiter, der "Junge" lehrt die neue Technik. So soll es sein, so kenne ich es aus dem Alltag. Meine Mutter wird in diesem Jahr 73 Jahre alt. Noch nie was sie so mobil und am Leben interessiert wie im Moment. Wo früher das Kissen die Druckstellen des Küchenfensterrahmens an den Ellbogen verhindert hat, der Nachmittag als blättern in der "Neuen Revue" und dem versauern vor dem Fernseher bestand; da sind heute lange Spaziergänge, Einkaufsfahrten und das besuchen von Cafés getreten. Gute Entwicklung, so muss das sein. Kurz, sie hat einfach mal den Arsch hoch bekommen und gelernt, dass sie jetzt lebt und nicht irgendwann ...

Ganz falscher Hase.

Millionen von Hausfrauen kochen den "falschen Hasen". Frage - wenn der doch per se schon "falsch" ist, kann es dann trotzdem noch eine falsche Zubereitung geben? Selbst bei uns in der Familie gehen die Ansichten auseinander. Ich sehe da eher etwas, was mit gekochten Eiern gefüllt wird, an Möhrengemüse und mit Kartoffelstampf. Meine Mutter macht das wie "Buletten" (kommt aus Berlin), mit Soße, Salzkartoffeln und Mischgemüse. Ich mag beide Varianten. Was aber nicht unbedingt dazu führen muss, dass LaMama alle zwei Wochen diese Speise Sonntags auf den Tisch bringt. Da kann man doch mal basteln..... Bifteki mag ich gerne. Aber dann wieder nur Schwein, weil Rind LaSista nicht mag und Lamm LaMama. Also bleibt nicht viel. Puten- oder Huhnhack? Geh´ mir weg. Krautsalat 1 kg Weißkraut in Streifen schneiden 1 große Zwiebel in Streifen schneiden In einer Schüssel mit ca. 2 Liter kochendem Wasser übergießen, kurz blanchieren. Wasser weg, dafür Salz, Kümmel ...

Lachs und Scampi aus dem Dunst, geölter Reis, hummeriger Dill und Beutelgemüse.

Am Tag zuvor die Scampi (hier eine gute Handvoll) in etwas mit Salz zerriebenen Knoblauch und frischem Dill einlegen. Über Nacht in dem Kühlschrank lagern. Am Tag der Zubereitung einen Topf mit Wasser (bei mir ein Spritzer Zitronensaft mit drin) zum kochen bringen. In einen der Garkörbe eine Schale mit vorgekochtem Reis, vermischt mit etwas geräuchertem Sesamöl, stellen und kurz vorwärmen. Deckel nicht vergessen. Gemüse bissfest garen, von Herd nehmen und ziehen lassen.  Einen weiteren Garkorb mit etwas Backpapier auslegen (nur den Boden, die Ränder nach oben falten, damit diese den Saft halten können), darauf zwei leicht gesalzene Lachsfilets (ca. 300 g) und die abgetropften Scampi legen. Deckel abnehmen, den zweiten Garkorb aufsetzen, nach Belieben dämpfen. Etwas Hummerfond (bekomme ich von einem befreundeten Gastronomen, Hummerbutter funktioniert auch gut) mit einem Schuss Weißwein und etwas Sahne aufkochen. Vom Herd nehmen. Mit etwas Timing und Übersicht sollten a...

Manchmal......

....wünsche ich mir, dass man die Dummen und die Nervigen wie im Mittelalter einfach töten dürfte. Würde viel Ärger sparen. Aber wahrscheinlich wäre ich da auch schon lange tot.....

Butter. Mit Möhren drin.

Reste, daher nur kurz: 600 g Karotten, grob geschnitten 1 Zwiebel, grob zerteilt 300 g Butter, zimmerwarm etwas frische Muskatnuss, gerieben etwas Salz frisch geschnittene Petersilie nach Geschmack. 1,5 Liter Wasser zum kochen bringen, die Karotten und die Zwiebel zugeben, etwas Salz. Kochen, bis die Kartotten weich sind. Fall noch zu viel Wasser im Topf sein sollte - etwas abschütten, in einer Schüssel auffangen. Die Butter zufügen, mit einem Pürierstab klein häckseln, bei Bedarf etwas von dem Möhrenwasser zugeben. Mit etwas Muskatnuss abschmecken, bei Bedarf Salz zugeben. Die frische, gehackte Petersilie unterheben - fertig. Dazu gibt es bei uns einen Reis und dünne Scheiben kalter Braten vom Vortag. Guten Appetit!