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Schlecker-Insolvenz - Deutschlands Griechenland?

Schlecker ist in der Insolvenz, nicht ganz unverschuldet. Begann die Misere doch schon vor Jahren, als die Gewerkschaft die Zustände um die Personalpolitik öffentlich machte. Von Kameraüberwachung in privaten Bereichen der Geschäftsräume war die Rede, von Ausbeutung über Überstunden und schlechter Bezahlung konnte gelesen werden, die BILD_Zeitung ganz vorne mit dabei. Aber auch die Gewerkschaft ist über das Ziel hinaus geschossen, hat die Profilierung über die "Affäre Schlecker" gesucht Der Kunde war verunsichert, wollte aus solidarischen Gründen die Schleckermärkte nicht oder nicht mehr im gewohnten Umfang besuchen. Ja, auch ich muss zugeben, dass ich meine benötigten Artikel lieber beim Discounter oder im Supermarkt mitnehme, anstatt extra einen Schleckermarkt aufzusuchen. Ganze zwei Mal war ich dort als Kunde. Einmal, um eine spezielle Sorte Hautcreme zu kaufen, die ich in Coburg nicht bekam und ein zweites Mal, um einen entwickelten Film abzuholen. Alles schon sehr lang...

Grieß-Käsekuchen

Ohne Boden, nicht zu schwer, schmackhaft Und das ist drin für eine normale Springform: - 250 g Zucker - 200 g Butter - 5 Eier schaumig rühren - 1 kg Quark (40 %) - 7 Esslöffel Hartweizengrieß - den Saft einer Zitrone unterheben Die Springform buttern und mit Hartweizengrieß ausstreuen, die Masse einfüllen und bei 160° ca. 75 Minuten backen. Wer ihn etwas dunkler mag, so wie auf dem Foto oben, der stellt den Ofen auf 180° ein und lässt den Kuchen dafür nur 60 Minuten in der Röhre. Sollte eine Frucht im Kuchen gewünscht werden, mehlierte Himbeeren schmecken lecker dazu. Oder eine Himbeersahne. Guten Appetit. Mit Kirschen:

Gefüllte Paprikaschote

Einfach, schnell, lecker. So muss ein Mittagessen sein. Was will ich mehr? Na, vielleicht einen größeren Magen... ;-) Zutaten: 4 Stück Paprikaschoten (ich hatte die süßlicheren gelbenorangenen) 500 g Würzmett (vom Metzger des Vertrauens bereits vorgewürzt) 1 Dose passierte Tomaten 1 Zwiebel (fein geschnitten) 1 altbackenes Brötchen 1 Tasse lauwarme Milch 3 Esslöffel mittelscharfer Senf 2 Eier 200 g saure Sahne oder Schmand Salz Pfeffer rosenscharfer Paprika Basmatireis Früh am Morgen wird das Würzhack vom Metzger besorgt, dieser hat ein Händchen dafür, schmeckt dieses perfekt ab. Ich gebe zu den 500  noch die 2 Eier, den Senf und das in der Milch eingeweichte und wieder gut ausgedrückte altbackene Brötchen zu. Gut vermischen, ab in den Kühlschrank und etwas ruhen lassen. Zwischenzeitlich werden die "Deckel" der Paprikaschoten entfernt, die Kerne und die Samenwände entfernt. Bis zum Rand mit der Hackmischung füllen, Deckel wieder aufsetzen, mit einem Zah...

Salat mit Putenbrust

Salat mit frischer gebratener Putenbrust ist ja in Coburg bei nahezu jedem Italiener zu bekommen. Einige liefern frei Haus, der beste ist jedoch nur in der Abholung zu bekommen. Was also heißt: in das Auto schwingen, anrufen und bestellen, losfahren, Parkplatz suchen, aussteigen, anstellen, Salat einpacken - und zu Hause einen kalten Salat essen. Der allerdings immer noch um Klassen besser ist als alles andere, was sich so bestellen lässt. So ein Salat ist ja nun nicht das Schwerste, was man nachbauen kann. Wichtig ist eigentlich nur, dass man auf gute Zutaten achtet. Hier war es ein frischer Lollo bionda (oder Eisbergsalat), schwarze Oliven (keine gefärbten), geröstete Pinienkerne, Tomatenschnitze, Gurkenscheiben, Grana Padano - und behutsam angebratene Putenbruststreifen, die in Butter angeschwenkt wurden. Etwas Salz und Pfeffer dazu. Kleiner Tipp: ich röste die Pinienkerne mit der Putenbrust, gebe die aber erst dazu, wenn die fast schon fertig ist. So verbrennen die Kerne nicht un...

Schlemmen in Coburg - Futtern bei Muttern

Ich liebe - neben dem fränkischen Sauerbraten - fränkische Rouladen. Ab und zu gibt es welche, natürlich handgerollt, klassische Füllung. Speck, Gurke, Senf, Salz, Pfeffer, Zwiebel. Mehr braucht es nicht. Etwas Röstgemüse für die Sauce, fränkisch mit Sauerrahm und etwas Mehl gebunden, falls nötig mit etwas Bier wieder flüssiger gemacht. Dazu einen Kloß und Rotkraut. Der Kloß muss für mich fest sein, eher nach Nürnberger Art, ab und zu geht aber auch ein "Rutscher", also ein Kloß, der auf dem Teller eher flach verfließt. Das Rotkraut mit einem Stückchen Zartbitterschokolade verfeinert, in Gänseschmalz angeröstet. Was gibt es Besseres? Und hier läuft momentan noch ein Wettbewerb, in dem es um die Rouladenprinzessin oder den Rouladenprinz geht. Wer möchte, kann noch kurzfristig sein Rezept einsenden und vielleicht gewinnen. KLICK

Selbsternannte Fachleute

Seit Jahren ärgert es mich, dass es Listen gibt, in denen "die besten Lieder", "die feinsten Weine", "Klassik, die man kennen muss", "Literatur, die unbedingt im Schrank stehen muss" und andere Tabellen aufgeführt werden. Und wer gibt diesen Menschen das Recht, über andere die Augenbrauen zu heben und zu sagen "Du bist ungebildet", wenn gerade oft diese Menschen sich gegenüber dem Fortschritt verschließen und nur Werke aus den letzten Jahrhunderten kennen, nicht aber zeitgenössische Kunst? Was befähigt "Fachleute" dazu, solche Listen zu erstellen und das Leben anderer Menschen zu werten? Was macht z. B. einen Mozart wichtiger als. einen Phil Collins? Unterhalten nicht Beide die Bürger ihrer Zeit? Und umgekehrt - ist es für einen Künstler heutzutage nicht schwieriger, sich aus der Masse abzuheben als zur damaligen Zeit, als Hofgünstlinge erkoren wurden? Ich bilde mir lieber selbst meine Meinung, was wichtige Kunst ist, was ...

Der Duzler hat neues Leben gebracht

Gestern kam doch der kleine Duzler aus Hochwärts angeflogen, hatte einen Umschlag für mich unter dem Flügel. Nachdem er gestärkt war, hat er dann den ganzen Tag und heute bis in die Mittagsstunden geschlafen. Abwechselnd von den Tasslingen bewacht, hatte er eine ruhige Nacht. Heute zum Mittag bekam er den gewünschten Pfefferminztee und ein paar frische Grassamen, die Falten sind weg, das Kerlchen wieder richtig schön proper. Nun drängt er mich, den Umschlag endlich zu öffnen. Na, kein Problem, ich brenne ja auch vor Neugierde. Aufgeregt rennt und flattert er vor mir herum, vorsichtig öffne ich den Umschlag. Drin war dies: Samen für Akeleien! Der Duzler hat gleich den vegetarischen Feinschmecker in sich entdeckt, wollte die Samen verspeisen. Zum Glück war  ich schneller und konnte ihn mit ein paar fetten Würmern ablenken. Gerade noch.  Der Duzler ist nun wieder auf dem Heimweg zum Frollein, bereit die nächste Post wegzufliegen. Natürlich nicht, ohne sich vorher nochma...

Post aus Hochwärts

Nicht wie im Fernsehen aus Hogwards; nein, wir Franken bekommen unsere Post aus Hochwärts. Das ist da, wo die Eulen für Hogwards ausgebildet werden. Die, die dann auch die Post bringen. Bei uns aber, wir Franken sind mal wieder was ganz Besonderes, bei uns gibt es Duzler, die uns die Post bringen. Kleine, blaue emsige Vögelchen, die allerlei Unsinn machen aber auch viel erleben. Zu Hause sind die beim lieben " Frollein Enerim ". Der oben rechts im Bild, der kam zu mir geflattert. Per eMail habe ich ihm die Adresse geschickt, und heute war es soweit - es hat an der Tür geklingelt. Vor der Tür stand ein total erschöpfter blauer Duzler, mit einem Briefumschlag unter seinem schlappen Flügel, ganz geschafft vom weiten Weg und der Beiladung, die im Umschlag war. Ach Gottchen, der Arme. Das Gefieder zerrupft, ganz dünn und faltig. Was tun? Na, den Umschlag habe ich erst mal auf die Seite gelegt und die "Tasslinge" herbei gerufen, die bei mir im Küchenschrank leben. Unt...

Mei Frühstügg in mei Sprach

Vielleicht hat ja der eine oder andere Blogger auch mal Lust, sein Frühstück mundsprachlich zu beschreiben? Los gehts: Sodela, mei Frühschdügg war a Brout mit Lebbawurschd, eins mid Salami, dazu hab ich a Ai und a Domadn kappt. Unner die Lebbawurschd kört a wengla Budda, ned viel, e bissle langt scho. Drauf dann die grobe Wurschd. E wengle an Sempf dazu, ferttich. Des Salamibroud is a mit e wengle Budda, hab aba zwei Sordn Wurschd kappt. Eima mid Pfeffarand, eima mit an Kääsrand. Gauta. Oda Kammenbeer. Die Domadn war a noch ned raif, die hätt noch e wengle braucht, un gscmeggt hats a ned. Des Ai war gud, schö aufn Bungt. Ned tsu waich, ned zu hard. Dazu hab ich e Käffle kappt, ohne Tsugga, ohne Milch.

Fränkische Vesper

Ein kleines Stückchen Leberkäse (bayerische Variante, ohne Leber, Endstückchen), dazu eine frische Brezel vom Bäcker. Adressen dazu: Bäckerei Walter Feiler Creidlitzer Straße 102 96450 Coburg/Creidlitz Fleischerei Hartmut Hauck Ahorner Straße 17 96253 Untersiemau/Stöppach

Der Tote von Toulouse

Jeder Mensch, der unnatürlich um sein Leben kommt, ist ein Opfer zu viel. Tragisch bei Unfällen und Krankheiten, unnötig und mich wütend machend, wenn das Leben genommen wird. Noch schlimmer - wenn das überhaupt geht - ist es, wenn aus einer Gesinnung heraus wahllos getötet wird. So wie in Frankreich in den letzten Tagen. Soldaten, Lehrer und Kinder. Ein pervertiertes Gehirn hat sich in eine Hassvorstellung verrannt und wahllos (oder doch gewählt?) Menschen umgebracht, Leben ausgelöscht. Leid über Familien gebracht, Schmerz ausgelöst und Kummer in friedliche Häuser getragen. Wieder einer der "ismen", die ich so sehr verabscheue. Gut ist dabei, dass der Täter (ich nenne seinen Namen nicht, um ihm im Internet kein ewiges Andenken zu geben!) schnell ausfindig gemacht wurde. Und nicht gut ist, dass dieser fehlgeleitete Mensch unter Überwachung eines Staates stand und trotzdem seinen Mordgelüsten nachgeben konnte. Ob und wer da versagt hat, das muss nun der französische Staat ...

Geschüttelt und gerührt.

Da sitze ich am PC und habe neben der Arbeit auch den Fernseher laufen. BR, "Von Passau nach Linz". In Passau war ich mehrmals mit "duweißtschonwem", immer bei schönem Wetter, immer ein gutes Essen bekommen, immer "duweißtschonwen" an der Seite. Unbeschwerte Zeit, lange her. Ansich denke ich gerne an solche Urlaube zurück, war mal, war meist schön. Und lange her. Und doch wird mir mit einem Mal bewusst, dass ich Passau nie wieder sehen werde. Nie wieder mit einem Eis in der Hand an der Landungsstelle sitzen werde, nie wieder über das Kopfsteinpflaster in die Innenstadt mit den schönen kleinen und bunten Häusern laufen werde. Und dann kommt auch noch die Musik. Einzelne Jodler, Hall aus den Bergen, sphärische Klänge. Geschüttelt und gerührt.

Mit Schweiz!

  Früher, also zu der Zeit der Tanzkurse und der Hingabe der Illusion, dass sich zwei Menschen gegenseitig lieben können, waren wir Stammgäste bei Norbert. Norbert war nicht nur der Wirt des Lokales, welches an den Tanzsaal angebaut war, er war auch ein "Pferdemensch" wie wir. Und nebenbei einer der begnadetsten Köche, die ich bisher kennenlernen durfte. Allein sein Kaiserschmarrn.... Und auf der Karte standen nur Speisen, die auch wirklich aus frischen Produkten nach der Bestellung durch den Kunden zubereitet wurden. Auf einem Ofen, der vier Herdplatten hatte und zwei Backöfen. Eine Gesellschaft mit 40 Mann zur Weihnachtsfeier des Stalles? Kein Problem, nach Karte und trotzdem zügig, fast gleichzeitig. Eben dieser Norbert hatte auch Wurstsalat auf der Karte. Den "normalen" bayerischen, ohne Käse, und eben den nach "Schweizer Art". Zumindest das, was wir Franken dafür hielten. Wie auch immer, das Zeug hat hervorragend geschmeckt. Heute war mir danach,...

Kartoffel, Quark und Gurke

Die einfachen Dinge, zubereitet mit den einfachen Waren aus der Region sind oft die besten Dinge. Gestern hat meine Mutter wieder ihren Vorrat an Kartoffeln aufgefüllt. Die letzten, die der Bauer in seiner Hofmiete lagert. Ein Qualitätsunterschied zu den frisch im Herbst geernteten? Keiner feststellbar. Gelb, festkochend, nach Kartoffel schmeckend. Also nach richtiger Kartoffeln, nicht nach dem blassen Importzeug, welches keinen Geschmack hat und keine Haltung in der Pfanne bewahrt. Und eben dieser Bauer hatte gestern - man muss nur mal mit den Leuten reden - Quark im Angebot. Selbstgemachten. Frisch vom Vormitag. Von Kühen, die im Laufstall laufen, ohne Silage gefüttert werden und bestimmt den ganzen Tag grinsen. Dill und Gewürze liegen zu Hause, die Gurke stammt zwar aus dem Gewächshaus, aber vom Erzeuger gleich um das Eck. Die Kartoffeln wurden einfache Pellkartoffeln, der Quark mit etwas Sahne (vom gleichen Hof), etwas Salz, Pfeffer und Dill schaumig geschlagen. Die Gurke ge...

So leicht stirbt es sich nicht!

Wenn man die Krimis und Thriller anschaut, dann sterben die Menschen innerhalb von Sekunden, sobald die Luftröhre zugedrückt wird. Und jeder Messerstich sitzt und tötet auf der Stelle. Naja... Das wahre Leben sieht anders aus. Klar, es gibt genug Möglichkeiten, ein Leben schnell zu beenden. Mit Sauerei und ohne Sauerei. Qualvoll und schmerzfrei. Auch hier ein Naja. In der Regel ist es so, dass das Leben in unseren Breitengraden, auch Zivilisation genannt, mit einem Siechtum oder Krankheit im Vorfeld endet. Im Jahr 2009 wurde mir erstmals bewusst, dass jeder jederzeit sterben kann. Gleich mehrmals in diesem Jahr passierte es. Ich stand am Grab eines Bekannten, einer Frau, die für mich viel Bedeutung hatte und an einem Baum, unter dem ein väterlicher Freund beerdigt wurde. Und doch sterben Menschen. Menschen, die man geliebt hat. Menschen, die im Leben eines selbst eine Rolle gespielt habe. Menschen, die man auf einem kurzen oder langen Weg begleiten durfte. Und einfach so sind sie w...

Gewürznazis

So nenne ich die Menschen, die mich UNBEDINGT dazu bringen wollen, dass nur Salz und Pfeffer niemals ausreicht, dass ich immer eine Fertigmischung verwenden muss ! Die dann aber meist nicht einmal wissen, wie viele tolle Sorten an Pfeffer und wie viele verschiedene Salze es am Markt gibt. Und die dann ein "Tomatensalz" kaufen oder eine "Gyrosmischung". Ja, das ist das Zeug mit den Zusatzstoffen. Soso, ich muss also Gewürzmischungen nehmen, weil mein Essen sonst nicht schmeckt?  Mittlerweile lächle ich nur und sage, dass ich das einfach mal probieren werde. Bei Gelegenheit. Vielleicht. Also eigentlich nie. Les´ zwischen den Worten, Gewürznazi. Du bist die eigentlich arme Seele, die nicht verstanden hat, dass eben nicht an allen Tagen immer alles gleich schmecken muss. Trau´ Dich einfach, würze individuell! Und wenn mal 50 g Mischung misslingen? Ist doch egal. Auf ein Neues. Entdecke die Lust am Gewürz. In meinem Haushalt (mir wird gerade erst bewusst, dass e...

Schlemmen auf "andere Art"

Von Haus aus bin ich ja eher der Typ Mensch, der nicht so leicht in Wallung zu bringen ist. Was meist von Vorteil ist, von manchen Menschen als träge, von wieder anderen als Gutmütigkeit ausgelegt wird. Nun, es sei jedem gegönnt, über mich zu denken, was er oder sie mag. So richtig wach und in Schwung bringen mich eigentlich nur Lebensmittel, die ich probieren darf. Da lebe ich auf, da bin ich fit. So auch kürzlich, als die enterale Nahrung von meinem Vater eingeschränkt wurde und er wieder teilweise auf orale Ernährung zurück durfte. Die Außendienstlerin war am Telefon zwar nett, hat auch gut beraten, was denn nun das Beste für meinen Vater wäre, aber es sind trotzdem noch mehrere Varianten übrig geblieben. So viele Informationen, nur am Telefon. Ich bekam dann den Link, auf deren Seite ist das alles schön aufgeschlüsselt und für einen Laien wie mich gut erklärt. Die Auswahl war dann recht schnell erledigt, die Bestellung raus, dem Vater schmeckt es (gab leider keines mit Rumpsteakg...

Dummes Gefühl

Wer kennt das nicht? Vorahnungen, die sich durch ein irgendwie unbeschreibliches Gefühl in der Bauchgegend ankündigen? Seit dem Auszug von Ex-FrauDSL war das wie weggeblasen. Verschwunden. Einfach fort. Und ich war nicht unglücklich darüber, denn, immer wenn ich dieses "ziehen" spürte, erfuhr ich oft kurz danach, dass entweder ein Mensch gestorben oder lebensbedrohlich erkrankt war. Warum das so war? Keine Ahnung. Irgendwann habe ich mir dann einmal angewöhnt, aufzuschreiben, wann es wieder soweit war. Und nur wenige Tage später habe ich in der Regel dann erfahren, um wen es ging. Erstmals wurde mir das 2009 bewusst, als ein Bekannter starb. Habe ich es - wenigen - erzählt, wurde ich ausgelacht. Bis ich dann ein paar Menschen in meinem Umfeld davon in Kenntnis gesetzt habe. Und dann später leider den Beweis führen konnte. Und leider waren es immer Menschen, die mir sehr nahe gestanden haben. Nun, das Gefühl ist verschwunden. Oder anders ausgedrückt: es war. Heute, um die ...

Deutschland rundet auf!

Mal ehrlich... Wie oft gibt man denn Geld aus für Dinge, die nicht unbedingt nötig gewesen wären, die eher mit einem Grinsen im Einkaufskorb landen? Bei mir fast jedes Mal, wenn ich einkaufen gehe. Und wie oft spende ich im Jahr so von meinem Geld? Klar, viele Deutsche bekommen ihr Geld nicht mit so wenig Aufwand wie ich, dessen bin ich mir natürlich bewusst. Aber, auch die Menschen, die sehr wenig Geld haben, können sich diese Spendenvariante bequem leisten: Ooooch... Schon wieder eine Spendenaktion? Ja, schon wieder. Aber - dieses Mal ist es eine, die niemanden weh tut, die sich sogar im Geldbeutel kaum bemerkbar macht. Der Grund dürfte darin liegen, dass je Spendenvorgang maximal 9 Cent den Besitzer wechseln können. Einige Partner sind in Deutschland schon bereit, beim Bezahlvorgang auf den Zuruf des Spruches "Aufrunden, bitte....!" auf den nächsten vollen 10-Cent-Betrag aufzurunden. Beispiel? Bitte: der Einkauf würde 8,73 € kosten, nach der Aufrundung wird die Summe in ...